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Werne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Wappen Karte
Wappen fehlt
Wappenabbildung auf ngw.nl
Deutschlandkarte, Position von Werne hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Regionalverband: Regionalverband Ruhr
Kreis: Unna
Fläche: 76,03 km²
Einwohner: 31.800 (31.12.2004)
Bevölkerungsdichte: 418 Einwohner/km²
Höchster Punkt: 104 m ü. NN
Niedrigster Punkt: 52 m ü. NN
Postleitzahl: 59368
Vorwahl: 0 23 89
Geografische Lage: 51° 40' n. Br.
7° 37' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: UN
Gemeindeschlüssel: 05 9 78 040
Stadtgliederung: 1 Ortsteil (Stockum)
Adresse der
Stadtverwaltung:
Konrad-Adenauer-Platz 1
59368 Werne
Website: www.werne.de
E-Mail-Adresse: verwaltung@werne.de
Politik
Bürgermeister: Rainer Tappe (SPD)
Stärkste Partei: CDU

Werne an der Lippe ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Unna. Als Teil des Kreises gehört die Stadt automatisch zum Regionalverband Ruhr (RVR).

Geografie

Geografische Lage

Als Mittelzentrum liegt Werne im südlichen Bereich des Münsterlandes, an der Grenze zum Ruhrgebiet.

Ausdehnung des Stadtgebiets

  • Größte West-Ost-Ausdehnung: 13,0 km
  • Größte Nord-Süd-Ausdehnung: 7,8 km
  • Länge der Stadtgrenze: 50,5 km

Geschichte

Werner Stadtgeschichte - kurz gefasst:

Um 800: Der erste Bischof von Münster, Liudger, baut eine Kapelle in Werne und gründet die erste Pfarrgemeinde.

834: Werne wird erstmalig in einer Urkunde erwähnt.

9. - 12. Jh.: Um die auf dem bischöflichen Haupthof gelegene Kirche siedeln sich Gewerbetreibende an. So entsteht im Laufe der Zeit innerhalb der Bauerschaft Werne das Weichbild Werne.

1139: Kirche und Pfarre von Werne gehören nun dem neu gegründeten Kloster Cappenberg. - Werne erhält eine steinerne Kirche im romanischen Stil.

1192 - 1195: Werne wird zur Zollstelle erhoben und untersteht direkt der bischöflichen Gerichtsbarkeit.

1253: Städtebündnis zwischen Münster, Dortmund, Soest und Lippstadt gegen die Willkür der Landesherrn an der Lippebrücke in Werne (Werner Bund).

1302: Erste Anfänge einer Befestigung von Werne. Der Kirchhof wird mit Wall und Graben umgeben.

1362: Werne erhält durch seinen Landesherrn, Bischof Adolf von Münster, die Bestätigung, auf Simon-Juda einen freien Markt (Sim-Jü) abzuhalten.

Wämehäuschen und Eingang des Karl-Pollender-Stadtmuseums

1383: Befestigung des ganzen Ortes mit Wall, Palisaden und Graben.

1385: Werne erhält das Wigboldrecht (minderes Stadtrecht).

1400: Graf Adolf von der Mark brennt die Stadt nieder. Sie erhält ab 1415 eine vollständige Befestigung mit Mauern, Toren und Türmen. - 1585 wird der Verteidigungsgürtel durch eine Wallanlage verstärkt.

1446: Erste Vereinigung der landtagsfähigen Städte im Oberstift Münster, darunter auch Werne.

1512: Beginn des Rathausbaus.

1561: Endgültige Fertigstellung des Rathauses.

1586: Größte Feuerkatastrophe in Werne: 43 Häuser fallen den Flammen zum Opfer.

1602/1610: Werne erhält das Münzrecht.

1618 - 1648: Dreißigjähriger Krieg: Werne wird mehrmals besetzt, geplündert und gebrandschatzt. 1636/37 hält die Pest in Werne Einzug und fordert 313 Tote bei rund 1.000 Einwohnern.

Das Werner Kloster

1659: Die Kapuziner ziehen in Werne ein. Sie bauen von 1671 bis 1673 das Kloster und von 1677 bis 1681 die Kirche.

1725: Johann Bernhard Moormann siedelt in Werne an und gründet 1737 eine Brauerei und Brennerei.

1779: Stadtmauern und kleine Türme werden abgerissen. 1843 wird das letzte Stadttor, das Neutor, abgebrochen.

1803: Das Oberstift Münster wird aufgelöst. - Werne wird preußisch.

1806/07: Werne wird durch Napoleon dem Großherzogtum Berg angegliedert; es wird eine Munizipalität Werne gebildet, der Stadt und Kirchspiel angehören.

1815: Werne wird endgültig preußische Provinz.

1836: Werne bekommt eine Verwaltung nach der revidierten preußischen Städteordnung von 1831. Gleichzeitig wird aus den Gemeinden Werne-Land, Stockum, Capelle und Herbern das neue Amt Werne gebildet. Herbern wird jedoch 1846 ein selbständiges Amt.

1857: Gründung einer öffentlichen Sparkasse.

1858: Stiftung des St.-Christophorus-Hospitals Werne, das 1911 das Gebäude an der Burgstraße und 1974 den heutigen modernen Neubau am Goetheweg erhielt.

1873/74: Entdeckung der Solequelle bei Bohrungen nach Kohle, Eröffnung des Thermalbades Werne; Werne entwickelt sich zur Badestadt.

1899: Gründung der Zeche Werne. Beginn der Industrialisierung.

1905: Die Solequelle versiegt und wird erst 1935 wieder erschlossen.

1922: Auflösung des Amtes Werne. Die Landgemeinde Werne wird mit der Stadt Werne vereinigt. Stockum wird dem Amt Herbern, Capelle dem Amt Nordkirchen angegliedert.

1928: Eröffnung der Eisenbahnstrecke Münster - Werne - Dortmund.

1939 - 1945: 471 Werner Bürger sind im Krieg gefallen oder in Gefangenschaft verstorben, 500 sind vermisst. Fast 4.000 Heimatvertriebene und Flüchtlinge finden in Werne eine neue Heimat.

1967: Beginn der umfassenden Stadtkernsanierung, die mit der offiziellen Eröffnung der Fußgängerzone im Juni 1982 größtenteils abgeschlossen ist.

1973/74: Übergabe des neuen Stadthauses, des restaurierten Alten Rathauses und des neuen Feuerwehrhauses.

1975: Schließung der Zeche Werne, die vor Beginn der Kohlekrise rund 4.000, zuletzt 2.000 Arbeitsplätze hatte. Kommunale Neugliederung: Stockum wird nach Werne eingegliedert. Werne wird dem Kreis Unna und dem Regierungsbezirk Arnsberg zugeordnet. Die Einwohnerzahl der Stadt erhöht sich durch die rund 4.000 Stockumer Neubürger auf 25.500.

Politik

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Hermann Westermann (* 1905 in Werne, Bischof der Diözese Rourkela, Indien)
  • Antonie Jüngst, Schriftstellerin (* 1843 in Werne, † 1918)

Söhne und Töchter der Stadt