Eisenbahnwagen
Erscheinungsbild
Ein Eisenbahnwagen, auch als Wagon und aus dem Französischen als Waggon bezeichnet, ist ein Schienenfahrzeug ohne eigenen Antrieb. Man unterscheidet zwischen Güterwagen, die zum Transport von Wirtschaftsgütern verwendet werden und Reisezugwagen, deren Aufgabe es ist, Personen zu befördern.
Allen Eisenbahnwagen gemeinsam sind folgende Baugruppen:
- Zug- und Stoßeinrichtung an beiden Enden. Dies kann getrennte Zug- und Stoßeinrichtung, das heißt, ein Paar Puffer mit einer Zughakenkupplung dazwischen, oder aber eine kombinierte Zug- und Stoßeinrichtung, also eine Mittelpufferkupplung bedeuten. So genannte Anschlusswagen haben an einem Ende eine andere Zug- und Stoßeinrichtung als am anderen (z.B. zum Kuppeln von niederflurigen Reisezugwagen mit Kupplung in Sonderbauweise an Lokomotiven mit normgerechter Kupplung).
- Der Rahmen, der die genormten Pufferdruck- und Hakenzugkräfte aufnehmen und weitergeben kann.
- Das Laufwerk, das aus je einer starren Vorder- und Hinterachse oder aber je einem vorderen und hinteren Drehgestell bestehen kann. Fast alle modernen Eisenbahnwagen sind vierachsig (zwei zweiachsige Drehgestelle); schwere Güterwagen sind oft sechsachsig (dreiachsige Drehgestelle). Sonderbauweisen mit z.B. einachsigen Losraddrehgestellen kommen vor.
- Das Bremssystem mit seinen genormten Teilen, also Druckluftleitungen, -behältern, Bremsventilen, Steuerbauteilen und Bremsen. Alle modernen Reisezugwagen haben Scheibenbremsen. Güterwagen sowie Reisezugwagen älterer Bauart sind in der Regel mit Klotzbremsen ausgerüstet.