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Rückriem-Stelen

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Stele am Amtsgericht
Stele in der Schützenstraße

Die Rückriem-Stelen sind eine bestimmte Anzahl von Kunstwerken aus Stein in Düren, Nordrhein-Westfalen. Es handelt sich um ein dezentrales Mahnmal.

Der Bildhauer Ulrich Rückriem ist Düren und seiner Umgebung stark verbunden. Er schuf zwischen 1988 und 1990 insgesamt 10 Stelen, die an bestimmten Orten in der Stadt aufgestellt wurden. Die besondere Technik von Rückriem besteht darin, Stein mit verschiedenen Techniken zu spalten und dann wieder in seiner ursprünglichen Form zusammenzusetzen. Die Dürener Stelen haben alle ein Grundmaß von 4 m Höhe , 1 m Breite und 1 m Tiefe.

Für die Skulpturen verwendete der Bildhauer Granit.

Die Stelen stehen alle in der Nähe von historisch bedeutsamen Orten in der Stadt. Die erste Stele wurde am 50. Jahrestag der Reichspogromnacht (1988), die zehnte und letzte Stele fast zwei Jahre später im September 1990 aufgestellt.

Neun Stelen haben einen Bezug zum Nationalsozialismus bzw. zum Zweiten Weltkrieg, also der Vergangenheit, einer zur Zukunft. Sie stehen an folgenden Stellen:

  • Schützenstraße (Standort der ehemaligen Synagoge)
  • Wernersstraße (ehemaliges Friedrich-Ebert-Jugendheim)
  • Rheinsche Kliniken (zum Gedenken an die Euthanasieopfer)
  • Gerstenmühle (Sammellager für Dürener Juden)
  • Birkesdorf (ehemaliges Rathaus)
  • Gürzenich (ehemalige Synagoge)
  • Arnoldsweiler (Kriegsgefangenenlager)
  • Lendersdorf (Sammellager für Juden in der Thuirs Mühle)
  • Amtsgericht Düren (als Zentrum der Macht im Dritten Reich)

Seit 1992 werden in jedem Jahr am 9. November (Reichspogromnacht) um 19 Uhr an allen 10 Stelen Mahnstunden unter dem Thema "Erinnern - Wachbleiben" veranstaltet. Als Vorbereitende sind daran Schulen, Kirchengemeinden, Parteien, andere Gruppen und Einzelpersonen beteiligt.

Literatur

  • "Ulrich Rückriem. Das dezentrale Mahnmal in Düren", Katrin Kaptain in "Jahrbuch 2003 Kreis Düren", herausgegeben vom Kreis Düren 2003