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Unter Geiern (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Film
Titel Unter Geiern
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahre 1964
Länge 111 Minuten
Stab
Regie Alfred Vohrer
Drehbuch Eberhard Keindorff
Johanna Sibelius
Produktion Rialto Film
Jadran Film, Zagreb
Société Nouvelle de Cinématographie, Paris
Musik Martin Böttcher
Kamera Karl Löb
Schnitt Hermann Haller
Besetzung

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Unter Geiern ist ein deutsch-französischer Karl-May-Film aus dem Jahr 1964 nach Motiven aus dem gleichnamigen Buch von Karl May. Die Uraufführung war am 8. Dezember 1964 im Mathäser-Filmpalast, München.

Stewart Granger spielt hier zum ersten Mal Old Surehand, dessen Figur sich jedoch nur lose am Buch orientiert. Vor allem, weil eigentlich Old Shatterhand die Hauptrolle hätte spielen müssen.

Handlung

In der amerikanischen Wüstengegend, die als Llano Estacado bekannt ist, wird die Farm des Siedlers Baumann von der so genannten „Geier-Bande“ überfallen, dabei wird die Frau Baumanns getötet. Winnetou (Pierre Brice), Baumann (Walter Barnes) und dessen Sohn Martin (Götz George) kommen zu spät, um eingreifen zu können. Die Geier haben es so aussehen lassen, als hätten Indianer die Farm überfallen. Baumann ist außer sich vor Schmerz und beschuldigt prompt den benachbarten Stamm der Schoschonen unter ihrem Häuptling Wokadeh (Gojko Mitić), den Überfall begangen zu haben.

Kurze Zeit später treffen Besucher auf der zerstörten Farm ein: Annie (Elke Sommer), die ein Diamantenpaket zu ihrem Vater bringen will, sowie der berühmte Westmann Old Surehand (Stewart Granger) und sein tölpelhafter Begleiter Old Wabble (Milan Srdoc). Der Geier-Bandit Weller (Miha Baloh) trifft, als Mormonenprediger verkleidet, ebenfalls auf der Farm ein und erfährt von den Diamanten, die Annie bei sich trägt. Als Old Surehand misstrauisch wird, gelingt ihm nur knapp die Flucht zu seiner Bande. Von seinem Anführer Preston (Sieghardt Rupp) wird er zu einem Treck Siedler geschickt und soll diesen in einen Hinterhalt locken.

Annie wird mittlerweile in das Versteck der Banditen entführt, und Martin Baumann eilt ihr hinterher, um sie zu befreien. Als es brenzlig wird für Martin, kann Winnetou für die Flucht der beiden sorgen. Sie fliehen zum Siedlertreck, werden da aber von den Siedlern gefangengenommen, die auf die Einflüsterungen des Geier-Banditen Weller hören und glauben, Annie und Martin gehörten zu der Geier-Bande. Martin soll als Pferdedieb gehängt werden.

Pierre Brice

Old Surehand ist inzwischen dem rachsüchtigen Baumann Senior hinterhergeeilt, der den Häuptling der Schoschonen zur Rechenschaft ziehen wollte und von den Indianern gefangengenommen wurde. Old Surehand kann in einem Gottesurteil am Marterpfahl durch seine Schießkünste freikommen und überzeugt die Schoschonen, dass es sinnvoller wäre, gegen die eigentlichen Urheber des Überfalls, die Geier-Bande, vorzugehen. Surehand reitet schon los, um dem Siedlertreck zu helfen. Er informiert die Siedler über den Hinterhalt und enttarnt Weller. Martin Baumann wird freigelassen. Weller sollte seinen Kumpanen ständig Bericht erstatten, und Old Surehand zwingt ihn nun, die Banditen mit falschen Informationen zu versorgen. So können die Siedler den Ort und Zeitpunkt des Überfalls selbst festlegen.

Als der Treck „planmäßig“ in den Hinterhalt gerät, ist er schon zu einer Wagenburg zusammengefahren, und die Geier werden unter Gewehrfeuer genommen. Doch erst Winnetou und der eintreffende Stamm der Schoschonen können mit ihrer geballten Feuerkraft die Übermacht der Banditen überwinden.

Verleihtitel im Ausland

Auf Filmplakaten im Ausland wurde der Film in mit den folgenden Titeln angekündigt:

  • Belgien: Parmi les Vautours / De Gang der Aasgieren
  • CSSR: Mezi Supy / Medzi Supmy
  • Dänemark: Winnetou og Vestens Sjakaler
  • Frankreich: Parmi les Vautours
  • Italien: La dove scende il sole
  • Jugoslawien: Med Jastrebi
  • Rumänien: Printre Vulturi
  • Spanien: Los Buitres
  • USA: Frontier Hellcat

Auszeichnungen

Kritiken

„Abenteuerliche Karl-May-Verfilmung, nach den üblichen Mustern leidlich spannend und humorvoll inszeniert. Würze ins vertraute Spiel bringt vor allem Stewart Granger durch seine ironisch-distanzierte Darstellung.“

Lexikon des internationalen Films[1]

Medien

Literatur
  • Karl May – Gesammelte Werke, Bd.35, Unter Geiern, Karl-May-Verlag, ISBN 378020035X
  • Autorenkollektiv: Das große Album der Karl-May-Filme. Band 2. Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2004, 287 S., ISBN 3-89602-479-5
Video und DVD
  • Unter Geiern
Musik
  • Wilder Westen – Heißer Orient, Karl-May-Filmmusik 1936 – 1968, Bear Family Records BCD 16413 HL, 8 CDs mit 192 Seiten Filmbuch
Weblinks

Einzelnachweise

  1. Lexikon des internationalen Films (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997