Erlöserkirche (Rodenkirchen)



Dauer: 02:59
Die Erlöserkirche ist die evangelische Pfarrkirche im Kölner Stadtteil Rodenkirchen.
Geschichte
Der Vorgängerbau der heutigen Kirche ist das noch bestehende Ernst-Moritz-Arndt-Gemeindehaus. Dieser Gebäudekomplex samt Glockenträger wurde in den Jahren 1934–1935 errichtet und beinhaltet den Kirchenraum im oberen Geschoss, der heute als Gemeindesaal genutzt wird.
Mit der Einweihung der Kirche 1967 durch die Architektengemeinschaft Sauerzapf/Nathow aus Solingen wurde der wachsenden Gemeinde ein angemessenes Gotteshaus zur Verfügung gestellt.
Architektur und Ausstattung
Das Gesamtbild prägt der 20 Meter hohe Campanile, dessen Grundriss sich aus zwei ineinander geschobenen Ls zusammensetzt. Das Flachdach sitzt gleich oberhalb der Schallöffnungen der Glockenstube, welche auf beiden Seiten vorhanden sind. Die schmalen Seiten des Turmes sind von unten nach oben geöffnet. Der östliche Turmrand wird durch das Turmkreuz bekrönt, dass ist mit stilisierten Dornen versehen ist und mittels eines Schiffes auf Wellen getragen wird; es spiegelt sich in der Gestaltung des Altarkreuzes wider.
Treppabwärts liegt der kleine Kirchplatz, der an den eigentlichen Kirchenraum anschließt. Sein Grundriss folgt dem Konzept einer Winkelkirche. Die beiden Flügel der Kirche sind in einem rechten Winkel zueinander angeordnet und schneiden sich im Altarbereich. Rechts neben dem Altarbereich, an der Nordwand befindet sich die leicht erhöhte Sänger- und Orgelempore. Seit 1982 steht dort die mechanische Pfeifenorgel des Kölner Orgelbauers Willi Peter mit 23 Registern auf zwei Manualen und Pedal. Prägend ist der auffällige, mehrfach gegliederte und aus schwarz lasiertem Holz bestehende Orgelprospekt, der eigens von Architekt Wolfgang Sauerzapf entworfen wurde.
Die Sitzplatzanzahl ist von 300 auf 600 erweiterbar.
Glocken
Im Glockenträger des Gemeindehauses hängt eine kleine Bronzeglocke der Glockengießerei Rincker (Sinn) aus der Zeit um 1935 und trägt die Inschrift „Kommt her zu mir alle“. Sie kann aufgrund eines Seilrisses nicht geläutet werden. Sie war die Glocke, die einst zu den Gottesdiensten im heutigen Gemeindesaal läutete.
Seit Dezember 1971 ertönen drei Bronzeglocken der gleichen Glockengießerei von der Glockenstube des Campaniles. Alle Glocken tragen das Ankerkreuz als Zier – in Anspielung auf das Turmkreuz und das Kreuz über dem Altar – und hängen an geraden Stahljochen im Stahlglockenstuhl. In der Läuteordnung wird das berühmte rheinländische Beiern wiederbelebt. Zur Christvesper 1971 erklangen die Glocken zum ersten Mal.
Alle Glocken tragen Bezeichnungen, die ihren Funktionen entsprechen. Die große Glocke erklingt zu Beerdigungen sowie am Karfreitag sowohl zum Gottesdienst als auch zur Sterbestunde um 15 Uhr. Nach jedem Sonn- und Feiertagsgottesdienst läutet sie den Sonntag aus (an Festtagen das Vollgeläut).
Die mittlere Glocke mahnt mittags um 12:00 und 18:00 Uhr zum Frieden und Gebet. Im Gemeindegottesdienst wird sie während des Vaterunsers geläutet, um denjenigen, die nicht am Gottesdienst teilnehmen können, ein Zeichen zur gleichzeitigen Anteilnahme am Gebet zu ermöglichen.
Die kleine Glocke erklingt zu separaten Taufgottesdiensten und erinnert uns morgens um 8 Uhr (samstags um 9 Uhr) an die Taufe. Sie übernimmt das Läuten während der Taufhandlung und der Einsetzungsworte.
Alle drei Glocken läuten zu den normalen Sonn- und Feiertagsgottesdiensten im Jahreskreis sowie zum Einläuten am Vorabend um 18:00 Uhr. In der Passionszeit fehlt die kleine, im Advent die mittlere Glocke.
| Nr. | Name | Gussjahr | Gießer, Gussort | Durchmesser (mm) |
Gewicht (kg) |
Nominal (16tel) |
Inschrift | Turm |
| 1 | Sonntags- und Totenglocke | 1971 | Gebr. Rincker, Sinn | 1180 | 1003 | f1 +6 | Ehre sei Gott in der Hoehe | Campanile |
| 2 | Vaterunserglocke | 1971 | Gebr. Rincker, Sinn | 1050 | 734 | g1 +6 | Frieden auf Erden | Campanile |
| 3 | Sakramentsglocke | 1971 | Gebr. Rincker, Sinn | 920 | 494 | b1 +7 | Den Menschen ein Wohlgefallen | Campanile |
| ? | ~1935 | Gebr. Rincker, Sinn | ~530 | ? | ? | Kommt her zu mir alle | Glockenträger |
Galerie
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Altarbereich und Orgel
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Linke Altarbatik „Schöpfung“
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Rechte Altarbatik „Erlösung“
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Ankerkreuz über dem Altar
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Orgelprospekt
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Detail der Orgel (Schwellwerk)
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Ostschiff. Links die Orgelempore
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Taufnische
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Kirchenfenster (Süden, NT)
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Blick vom Altar auf die Kirchenfenster
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Atrium mit Skulpturen
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Kirchplatz und Gebäude-
komplex vom Turm aus -
Sonntags- oder Totenglocke
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Vaterunserglocke
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Sakramentsglocke