Giuseppe Di Stefano
Giuseppe di Stefano, (*24. Juli 1921 in Motta Santa Anastasia /Sizilien), ist ein italienischer Opernsänger (Tenor).
Di Stefano, Sohn eines Polizisten und einer Schneiderin, kann ohne Zweifel zu den wichtigsten Tenören des 20. Jahrhunderts gezählt werden. Nach seinem Studium bei Adriano Tocchio, Luigi Montesanto und Mariano Stabile feierte er am 15. März 1947 sein Debüt an der Mailänder Scala, ein Jahr später debütierte er an der Met, wo er als Faust (Gounod), Rodolfo (La Boheme) und Des Grieux (Manon) große Triumphe feierte. Er sang an fast allen großen Opernhäusern der Welt. Bekannt wurde er durch seine häufigen Auftritte an der Seite Maria Callas.
1963 hatte der Tenor bei einer Aufführung von (La Boheme) stimmliche Probleme, und musste durch einen jungen Nachwuchssänger ersetzt werden: Das war der Beginn der Karriere von Luciano Pavarotti.
Mehrere Comeback-Versuche Di Stefanos scheiterten anschließend, worauf er sich nach Afrika zurückzog. Dort lebte er gemeinsam mit seiner Ehefrau Monika mehrere Monate im Jahr an der Küste Kenias südlich von Mombasa. Anfang Dezember 2004 wurde er in seinem dortigen Haus überfallen. Er wurde sehr schwer verletzt und liegt seit dem im Koma. Mittlerweile wurde er nach Mailand geflogen und befindet sich dort in der Neurochirurgischen Abteilung der Klinik San-Raffaele.