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Sombor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Сомбор
Sombor
Zombor
Wappen von Sombor
Sombor (Serbien)
Sombor (Serbien)
Basisdaten
Staat: Serbien Serbien
Provinz: Vojvodina
Okrug: Zapadna Bačka (westliche Batschka)
Koordinaten: 45° 47′ N, 19° 7′ OKoordinaten: 45° 46′ 48″ N, 19° 7′ 12″ O
Höhe: 82 m. i. J.
Einwohner: 60.000 (2007)
Telefonvorwahl: (+381) 025
Postleitzahl: 25 000
Kfz-Kennzeichen: SO
Struktur und Verwaltung
Webpräsenz:

Sombor (kyrillisch Сомбор, ungarisch Zombor) ist eine Stadt im Bezirk Westliche Bačka in der Vojvodina im äußersten Nordwesten Serbiens, nahe der Grenze zu Ungarn und Kroatien. Sombor hat etwa 60.000 Einwohner (2005), die gleichnamige Gemeinde ca. 100.000 Einwohner.

Geschichte

Die Stadt wurde erstmals 1340 urkundlich erwähnt. Die damals zum ungarischen Reich gehörige Stadt trug zunächst den Namen Czoborszentmihály nach der Familie der Czobors, die damals im Besitz der Stadt war. Die slawische Variante des Namens, Sombor, tauchte erstmals 1543 auf. Im 16. Jahrhundert geriet die Stadt unter osmanische Herrschaft, 1687 kam sie unter habsburgische Herrschaft und war Teil des Königreichs Ungarn.

1717 wurde eine erste orthodoxe Grundschule gegründet. 1722 kam eine römisch-katholische Schule hinzu. 1778 wurde ein Gymnasium eingerichtet, das älteste auf dem Gebiet des heutigen Serbien.

1786 lebten in Sombor 11.420 Einwohner. 1843 waren es 21.086, von denen 56 Prozent orthodoxen und 43% katholischen Glaubensbekenntnisses waren. Nach Ende des Ersten Weltkrieges musste Ungarn die Vojvodina an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (das spätere Jugoslawien) abtreten.

Während des Zweiten Weltkrieges annektierte Ungarn das Gebiet 1941, ehe es 1945 wieder zu Jugoslawien kam.

Sehenswürdigkeiten

- Nationaltheater ("Narodno pozorište"): Wurde im klassizistischem Stil, mit Beimischungen des Eklektizismus gebaut (1882).

- Stadtmuseum ("Gradski muzej"): Wurde 1883 gebaut, im Stil des Eklektismus. Beinhaltet archäographische, historische und ethnographischer Sammlungen und auch sehr wertvolle malerische Sammlung sowie eine Bibliothek.

- Stadtbibliothek ("Mala biblioteka"): 1883 im Stil des Klassizismus/Eklektizismus erbaut.

- Lehrerausbildungsanstalt: 1895 im Stil der Neorenesanse gebaut.

- Schulheim ("Sokolski dom): Wurde im byzantinischem Stil 1927 gebaut. Wahrzeichen sind die Falken. Heute ist es ein Treff der verschiedenen Sportvereine. Außerdem finden dort verschiedene Veranstaltungen statt(Konzerte, etc.).

- Milan Konjović Gemäldegalerie (Konjovićeva galerija): Das Gebäude hat im Biedermeierstil Apotheker Emil Gale 1838 erbaut.

- Stadthaus ("Gradska kuća"): Wurde im Stil des Neuklassizismus gebaut. Seit 1749 befindet sich dort der Stadtmagistrat, Rundfunk Sombor und die Redaktion der Sombor-Zeitung "Somborske Novine").

- Kronic Palast ("Kronić palata"): Wurde am Anfang des 20sten Jahrhunderts im Stil des Eklektizismus gebaut und gehört zu den schönsten Gebäuden Sombors.

- Türkisches Haus ("Turska kuća"): Stammt aus dem 17ten Jahrhundert und 1789 wurde dort die erste Poststelle der Stadt Sombor eröffnet.

- Serbischer Lesesaal ("Srpska čitaonica): Wurde 1845 im Stil des Eklektizismus gegründet.

- Kirche des heiligen Stephan ("Crkva svetog Stefana"): Im Stil des Romantismus gebaut und festlich eingeweiht 1902.

- Katholische Kirche der heiligen Dreifaltigkeit ("Katolička crkva"): Wurde in 1763 von den Franziskanern im Barockstil gebaut.

- Evangelische Kirche ("Evangelistička crkva"): Erbaut 1901.

- Orthodoxe Kirche des heiligen Georgius ("Pravoslavna crkva svetog Djordja"): Im Stil des Barock und Rokoko, 1761 erbaut.

- Orthodoxe Kirche des heiligen Johannes ("Pravoslavna crkva svetog Jovana"): Sie wurde auf den Resten der türkischen Moschee 1790 im Stil des Barocks und Rokoko, gebaut.

- Monastir heiliger Stefan ("Manastir svetog arhidjakona Stefana"): Gebaut von 1928 bis 1938.

- Rathaus ("Županija"): Wurde 1808 im Stil des Ekletizismus gebaut. Heute befindet sich in ihr der Sitz der Gemeinde Sombor. Das Gebäude ist vom Stadtpark umgeben.

- Stadtgymnasium ("Gimnazija Veljko Petrović"): Erbaut 1886.

Bevölkerung

Bei der Volkszählung 2002 hatte die Gemeinde 97.263 Einwohner, von denen die Mehrheit (51.471 Einwohner) in der Stadt Sombor lebt. In den umliegenden Dörfern wohnten insgesamt 45.792 Menschen.

Die Gemeinde Sombor ist mit 21 registrierten Nationalitäten ethnisch sehr gemischt.

Sombor wird in 7 städtischen und 15 ländlichen mesne zajednice (Ortsgemeinschaften) verwaltet.

Städtische mesne zajednice (= Stadtteile)

  • Crvenka
  • Gornja Varoš
  • Mlake
  • Nova Selenča
  • Selenča
  • Stara Selenča
  • Venac

Ländliche mesne zajednice (= Ortsgemeinden)