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Lufthansa-Flug 005

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Vorlage:Infobox Flugzeugabsturz Lufthansa-Flug 005 war ein Linienflug der Lufthansa. Das Flugzeug stürzte am 28. Januar 1966 in Bremen ab.

Allgemeines

Die Maschine, eine Convair CV 440 Metropolitan der Lufthansa, war auf dem Weg von Frankfurt/Main nach Bremen. An Bord waren 42 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder. Unter den Fluggästen befanden sich auch sechs italienische Weltklasse-Schwimmer, deren Trainer und ein italienischer Reporter, die an einem Wettbewerb in der Hansestadt teilnehmen wollten, sowie die Schauspielerin Ada Tschechowa, Mutter von Vera Tschechowa.

Hergang

Am Abend des 28. Januar 1966, es war ein Freitag, befand sich das zweimotorige Flugzeug aus östlicher Richtung (Runway 27) im Anflug auf den Bremer Flughafen. Kurz vor 19 Uhr erschien es am Horizont. Zuvor hatte es angefangen stark zu regnen. Dadurch lag die Sicht zum Teil bei unter 1.000 Metern.

Kapitän Heinz Saalfeld setzte zur Landung an, startete aber wieder durch. Wenige Augenblicke später stürzte die Convair in einiger Entfernung auf ein Feld und brannte aus. Als die Rettungsteams eintrafen, konnten sie nur noch die Trümmer löschen. Alle 46 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden getötet.

Nach dem Verlust zweier Boeing 720-030B bei Trainingsflügen 1961 bzw. 1964 (Lufthansa Absatz 3.1.1.4) war dies dritte Absturz einer Lufthansa Maschine in Deutschland nach der Neugründung 1954.

Ursachen

Nach dem Unglück wurde eine Untersuchungskommission gebildet. Als diese etwa ein Jahr später ihren Abschlussbericht vorlegte, kam sie zu dem Ergebnis, dass der Absturz eine Verkettung von technischen und menschlichen Fehlern war.

Dem Bericht zufolge zeigte ein Instrument im Cockpit falsche Daten an, sodass der Pilot vom vorgeschriebenen Pfad des Instrumentenlandesystems abwich. Als das Flugzeug die niedrige Wolkendecke durchbrach, schätzte der Kapitän in der Folge vermutlich die Flughöhe falsch ein, was dazu führte, dass er die Maschine zu weit hereinkommen ließ, also nicht rechtzeitig mit dem Landeanflug begann. Da bei einem zu späten Aufsetzen die Länge der Landebahn für einen Bremsvorgang nicht mehr ausreichend gewesen wäre, entschied er sich, durchzustarten. Hierbei manövrierte er die Convair wohl in einen „überzogenen Flugzustand“, was dazu führte, dass an beiden Tragflächen die Strömung abriss und die Maschine niedersank. Einem Artikel des Spiegel zufolge war die Maschine bei der Landung erheblich vereist, die Sicht für den Piloten fast unmöglich. Der Copilot sei mit dem Nothammer in der Hand gefunden worden, mit dem er offensichtlich die Cockpitfenster habe einschlagen wollen.

Sonstiges

Im Gedenken an die Opfer ist eine Steintafel mit den Namen der Verstorbenen errichtet worden. Sie befindet sich an der Ochtum, unweit der Absturzstelle.