Rosemary Kennedy
Rosemary Kennedy (* 13. September 1918 in Boston als Rose Marie Kennedy; † 7. Januar 2005) war die Schwester von John F. Kennedy.
Rosemary Kennedy war das dritte Kind und die erste Tochter von Joseph und Rose Kennedy. Seit ihrer Geburt war sie sehr scheu und aufgrund einer Gehirnschädigung geistig zurückgeblieben. Sie litt außerdem an Dyslexie.
Als Rosemary 23 Jahre alt war, ließ ihr Vater, der um den guten Ruf der Familie fürchtete, eine Lobotomie vornehmen, bei der die Nervenbahnen im Gehirn durchtrennt wurden. Die erhoffte Verbesserung blieb aus; stattdessen verschlechterte sich ihr Zustand nach der Operation so sehr, dass sie in die St. Coletta-Heilanstalt in Wisconsin eingeliefert wurde, in der sie den Rest ihres Lebens verbrachte.
Rosemarys Erkrankung führte dazu, dass ihre jüngere Schwester Eunice Kennedy Shriver 1984 die Special Olympics ins Leben rief, und sich auch ansonsten für geistig Behinderte einsetzte.
Als sie im Alter von 86 Jahren starb, waren ihre noch lebenden Geschwister, darunter der US-Senator Edward Kennedy, an ihrer Seite.
Siehe auch: Kennedy-Clan