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Gerhart-Hauptmann-Schule Grundschule Heilbronn

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Relevanz der Schule? -Nebelkönig 08:48, 9. Dez. 2007 (CET)



Die Gerhard-Hauptmann-Schule ist ein nach Entwürfen von Ottmar Schär (Pavillonbauweise) und Franz-Josef Mattes (Edelmetallplatten-Turnhalle mit Glasband) gebauter Profanbau an der Karlstraße 104 in Heilbronn. Der Profanbau repräsentiert die lokale Bautradition der Pavillonbauweise der Sechziger und gleichzeitig die Moderne der Jahrtausendwende.

Der Kunst- und Architekturhistoriker und Leiter der Unteren Denkmalpflegebehörde der Stadt Heilbronn Joachim J. Hennze bemerkt bewundernd[1]:

Ein fulminanter Entwurf gelang Ottmar Schär mit der neuen Gerhard-Hauptmann-Schule im Heilbronner Osten: Ein mehrstufiger langgestreckter Hauptbau mit separater Turnhalle und Anbau für Schulneulinge stimmt auf die in den Sechzigerjahren beliebte Pavillonbauweise ein


Gerhard-Hauptmann-Schule

Die Gerhard-Hauptmann-Schule ist dreiteilig.

Hauptbau

Der erste größere Teil besteht aus einem mehrstufigen und langgestreckten Schulgebäude. Der zweite separate Teil der Schule besteht aus einer Turnhalle. Der dritte Teil ist das Schmuckstück der Schule und ist den Schulneulingen gewidmet.

Turnhalle

Im Jahr 2003 folgten der Bau einer Turnhalle und eines Erweiterungsbaus für die Gerhart-Hauptmann-Schule Die Verwaltung der lokalen Kommune beschloß am 05. Juli 2001 aus der eingeschossigen Turnhalle eine Doppelstockhalle zu machen. Der Heilbronner Architekt Franz-Josef Mattes schuf einen einheitlichen Kubus, wobei der untere Teil des Kubus die alte und der obere Teil die neue Turnhalle ist. Beide Teile werden durch eine einheitliche Verkleidung aus Edelstahlplatten miteinander kombiniert und harmonisiert. Der untere Teil der Edelstahlplatten-Verkleidung wird durch ein großen rechteckigen horizontalen Eingangsbereich aufgeschnitten (ähnlich der Kreuzkirche ) und der obere Teil des Kubus hat als oberen Abschluß ein Glasband. Auf dem Dach der Turnhalle wurde ein 40 qm große Solaranlage angebracht, die warmes Duschwasser gewährleistet. Die Rückseite der Turnhalle ist verputzt und hat eine orangerote Farbe bekommen mit drei Loggien. Die neue Turnhalle und andere Umbaumaßnahmen kosteten 3,68 Mio. EUR. Die Turnhalle wird als Kunstbau beschrieben [2] [3]

Pavillonschule

Die Pavillon-Schule in Heilbronn ist die Außenstelle der Gerhard-Hauptmann-Schule. Sie ist ein Pavillon an der Siebennussbaumstraße bzw. Karlstr. 145-147 in Heilbronn,das nach Plänen des Architekten Ottmar Schär (der auch die neue Einhorn-Apotheke entworfen hat) gebaut und am 30. Mai 1961 eingweiht worden ist. Das Gebäude ist für fünf Klassen an der Siebennußbaumstraße/Karlstraße auf einem 42 Ar großen Grundstückes konzepiert worden . Am 24.01.2002 wurde beschlossen auf den Bau der Mozartschule zu verzichten. Aus diesem Grund dient das architektonische Schmuckstück der Pavillon-Schule an der Siebennussbaumstraße auch heute noch trotz der Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen der Gerhart-Hauptmann-Schule als Schule für die Kinder aus den neuen Wohngebieten, die aus der Überbauung des Badener Hofs und des Geländes des abgebrochenen Jägerhauskrankenhauses entstanden sind [4] [5]. Damit blieb ein Stück lokaler Bautradition die der Pavillonbauweise erhalten. Die Heilbronner Pavillonbauweise ist auch an dem Pavillon des Mönchsee-Gymnasiums zu sehen, der durch seine Mönchsee-Halle besticht.

Literatur

  • Bernhard Lattner mit Texten von Joachim J. Hennze: Stille Zeitzeugen. 500 Jahre Heilbronner Architektur. Edition Lattner, Heilbronn 2005, ISBN 3-9807729-6-9, Seite 40 und Seite 41

Einzelnachweise

  1. Bernhard Lattner mit Texten von Joachim J. Hennze: Stille Zeitzeugen. 500 Jahre Heilbronner Architektur. Edition Lattner, Heilbronn 2005, ISBN 3-9807729-6-9, Seite 40 und Seite 41
  2. Heilbronner Stimme, Artikel vom 16.05.03, Titel: Tolle Atmosphäre: Turnen ganz nah am Himmel

    „[..]. Zu verdanken haben sie dieses tolle Gefühl dem Heilbronner Architekten Franz-Josef Mattes und dem Hochbauamt der Stadt Heilbronn. Sie hatten die Idee, die dringend erforderliche zweite Schulsporthalle nicht neben die bestehenden Halle zu platzieren und den Freisportplatz zu [...] Glasband oberhalb der Prallwand aus hellen Ahornplatten gewährleistet bestes Tageslicht und gibt den Blick in die umstehenden Baumwipfel an der Karlstraße frei. Das warme Duschwasser erzeugt eine auf dem Dach installierte 40 Quadratmeter große Solaranlage. Ein imposantes Farbenspiel bietet je nach Witterung die Außenfassade, die aus pflegeleichten Edelstahlplatten besteht und die Doppelstockhalle horizontal gliedert. Fast schon an einen Kunstbau erinnert die der Polizeidirektion zugewandte Rückseite mit ihrem orangeroten Putz und den drei unterschiedlich großen Loggien, die der Galerieebene Licht geben. Zum Lernen animieren aber auch die fünf neuen Klassenzimmer, die zwischen die Arkaden der ehemaligen“

  3. Heilbronner Stimme, Artikel vom 15.08.02, Titel: Der Clou: Turnhalle über Turnhalle

    „[..].angelehnt. Zeitgleich entstehen aus der ehemaligen Pausenhalle fünf neue Klassenzimmer. Dies bietet der Schule die Möglichkeit, die in die " Pavillon-Schule" ausgelagerten Klassen wieder in das Schulgebäude zu integrieren. Die Atmosphäre in den neuen Klassenzimmern wird durch die Sicht in neue,“

  4. Heilbronner Stimme, Artikel vom 06.02.01 Titel Zwei Fliegen für Gerhart-Hauptmann-Schule

    „[..] Die Außenfassade will Neubau und Altbau in ein "harmonisches Ganzes " zusammenfassen. Besonders gelobt wurde von den Räten, dass die bestehende Außenfläche samt Sportplatz erhalten werden können. Vorbildwirkung für andere Schulen erhofft sich Uwe Ahrens (Grüne Alternative Heilbronn) von der Solaranlage. Außerdem wird die Schule im nördlichen Gebäudetrakt an der bisherigen Pausenhalle um vier Klassenzimmer plus Toilette [...] der Innenhöfe werden auf Vordermann gebracht. Mit den neuen Räumen wird das alte Provisorium für fünf Klassen an der Siebennußbaumstraße/Karlstraße überflüssig. Durch den Verkauf des rund 42 Ar großen Grundstückes könnten - bei einem Quadratmeterpreis von 850 Mark - rund 1,75 Millionen Mark in die Stadtkasse fließen.“

  5. Heilbronner Stimme, Artikel vom 24.09.01 Titel Neue Harmonie und sehr viel mehr Platz

    „[..] Schule und Turnhalle möglich macht. Eine neue Fassade soll Neu- und Altbau in ein "harmonisches Ganzes" fassen. Auf Vordermann werden auch die Außenanlagen der Innenhöfe gebracht. Mit den neuen Räumen wird das Provisorium an der Siebennußbaumstraße/Karlstraße, die so genannte Pavillon-Schule, überflüssig. Die Stadt beabsichtigt, das Gelände zu verkaufen. An Erlösen für das 42 Ar große Areal rechnet das Rathaus mit rund 1,75“