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Tittling

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Vorlage:Infobox Ort in Deutschland

Tittling ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Passau, Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Tittling und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie

Tittling bildet das Herz des Dreiburgenlandes und liegt in der Region Donau-Wald zwischen der Dreiflüssestadt Passau (23 km) und dem Nationalpark Bayerischer Wald. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf einer Höhe von 400 bis 600 Metern westlich der Ilz (Fluss), einer der letzten Wildflüsse in Bayern. Der Ort ist bekannt für seine Steinbrüche und den Abbau von Granit. Die relativ hohe Lage des Ortes am Hang des 576 m hohen Blümersberges sorgt dafür, dass dieser fast ganzjährig nebelfrei ist. An Föhntagen reicht die Sicht vom Blümersberg bis zur Kette der Alpen.

Nachbargemeinden

Im Dreiburgenland

Es existiert nur die Gemarkung Tittling.

Geschichte

1155 ist der Ort als Adelssitz sicher urkundlich belegt. Der Markt Tittling im heutigen Bezirk Niederbayern gehörte den Grafen von Taufkirchen, bis ihn 1290 der bayerische Herzog kaufte. Somit war der Ort Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Tittling war. Der verkehrsgünstig gelegene Ort besitzt schon seit 1322 die Marktrechte mit wichtigen Eigenrechten, heute noch werden vier mal im Jahr sogenannte Kirtas (Märkte) veranstaltet. Ein schwerer Brand im Jahr 1803 verwüstete den Markt, 1945 wurde Tittling von den Amerikanern beschossen, nach Kriegsende gab es im Ort ein großes Gefangenenlager bis 1946. Im Markt und der Gemeinde entstanden schwere Schäden, doch Tittling erholte sich rasch, entwickelte eine gesunde Wirtschaft und wurde als mögliches Mittelzentrum ausgewiesen. 1978 erhielt die Gemeinde im Wettbewerb "Unser gastliches Bayern" eine Anerkennung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Verkehr. 1982 erhielt Tittling schließlich das Prädikat "staatlich anerkannter Erholungsort".

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 3.924, 1987 dann 3.860 und im Jahr 2000 3.793 Einwohner gezählt.

Politik

Bürgermeister ist Waldemar Bloch (CSU). Er trat am 2. Januar 2006 sein Amt an und wurde Nachfolger des langjährigen Tittlinger Bürgermeisters Herbert Zauhar.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2119 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 560 T€.

Museumsdorf Bayerischer Wald bei Tittling
Blick vom Steinbruch auf Tittling

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 821 und im Bereich Handel und Verkehr 347 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1794. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 7 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 12 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 53 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1079 ha. Davon waren 491 ha Ackerfläche und 587 ha Dauergrünfläche.

Verkehr

Tittling liegt an der Bundesstraße 85 von Regen (Stadt) (40 km) bzw. Grafenau (18 km) nach Passau (23 km), welche in Richtung Passau gut ausgebaut ist. Einzig Neukirchen vorm Wald besitzt noch keine Umfahrung (Stand: April 2007). Diese soll aber im Herbst 2008 fertig gestellt sein. Über den Autobahnzubringer erreicht man nach rund 15 km die Bundesautobahn 3 (Ausfahrt Aicha vorm Wald).

Der Markt liegt auch an der ehemaligen Eisenbahnstrecke Deggendorf – Kalteneck (– Passau) und besaß den höchstgelegenen Bahnhof dieser Bahnlinie. Seit Frühjahr 2006 befindet sich auf dieser Trasse der Donau-Ilz-Radwanderweg von Hengersberg über Eging am See nach Kalteneck. Der Radwanderweg wird im Winter als Langlaufloipe genutzt.

Erholungs- und Sportmöglichkeiten

Dreiburgensee, Museumsdorf Bayerischer Wald, Ilztal, Wanderwege, Aussichtspunkt Blümersberg, Hallenbad, Sporthallen, Sauna, Tennisplätze (5), Fitnesscenter, Solarien, Sommereisstockbahn, Reithalle, Minigolf, Skilift, Langlaufloipen, Theater, Danceclub, reichhaltiges Freizeitangebot durch rund 70 örtliche Vereine und Gruppen

Bildung

Im Jahr 2005 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 110 Kindern
  • Eine Volksschule (Mittlere-Reife-Zweig) mit derzeit 460 Schülern
  • Eine staatliche Realschule mit derzeit 705 Schülern

Persönlichkeiten