Bad Zwischenahn
| Wappen | Karte |
|---|---|
| fehlt noch | Deutschlandkarte, Position von Bad Zwischenahn hervorgehoben |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Regierungsbezirk: | Weser-Ems |
| Kreis: | Landkreis Ammerland |
| Fläche: | 130 km² |
| Einwohner: | 27.075 (31.12.2003) |
| Bevölkerungsdichte: | 208 Einwohner je km² |
| Höhe: | 7 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 26160 (alt: W-2903) |
| Vorwahl: | 04403 |
| Geografische Lage: | 53° 9' n. Br. 8° 0' ö. L. |
| Kfz-Kennzeichen: | WST |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 51 002 |
| Gemeindegliederung: | 19 Bauernschaften |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Am Brink 9 26160 Bad Zwischenahn |
| Offizielle Website: | www.bad-zwischenahn.de |
| E-Mail-Adresse: | gemeinde@bad-zwischenahn.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Jan-Dieter Osmers (CDU) |
Bad Zwischenahn ist eine Gemeinde in Niedersachsen, im Kreis Ammerland, westlich von Oldenburg (Oldb).
Die Gemeinde Bad Zwischenahn setzt sich aus 19 Bauernschaften [1] zusammen und liegt im Südosten des Landkreises Ammerland. Im Nordosten des Landkreises grenzt die Gemeinde an die Nachbargemeinde Wiefelstede, im Süden an Edewecht, im Nordwesten an die Kreisstadt Westerstede und im Südosten an Oldenburg.
Wappen
Das Wappen von Bad Zwischenahn zeigt in goldenem Schild zwei rote Balken, belegt mit einem silbernen Brunnen und drei Reithkolben darüber. Es hat nur ein Wappenfeld, wie es nach heraldischen Grundsätzen für Gemeindewappen üblich ist.
Die roten Balken symbolisieren die Gemeinde Bad Zwischenahn als Gemeide des Ammerlandes. Ihre Bedeutung geht der Überlieferung nach auf den Grafen Gerd den Mutigen zurück: sie stellen die sog. ammerländischen Blutbalken dar.
Der Brunnen symbolisiert einen um etwa 900 entstandenen Brunnen im Ortskern von Bad Zwischenahn, der 1955 wieder freigelegt wurde.
Die Reithkolben sind auf den Randbewuchs des Zwischenahner Meeres zurückzuführen. Dieses Reith wächst auch in den weiten Moorgebieten rund um Bad Zwischenahn. Die Moore bilden die Voraussetzung, dass Bad Zwischenahn den Status als staatlich anerkanntes Moorheilbad erhalten hat.
Ansässige Unternehmen
- Rügenwalder
- Hüppe
Bildungseinrichtungen
- Allgemeinbildende Schulen
- Hauptschule Bad Zwischenahn
- Grundschulen
- Katholische Schule
- Realschule Bad Zwischenahn
- Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht Gymnasium Bad Zwischenahn Edewecht
- Berufsbildende Schulen
- BBS Rostrup
Gemeindegliederung
Die Gemeinde Bad Zwischenahn setzt sich aus 19 Bauernschaften zusammen:
- Bad Zwischenahn I Ost
- Bad Zwischenahn I West
- Bad Zwischenahn II
- Specken
- Ekern
- Neben Ekern gehören zur Bauernschaft auch die Ortschaften Burgfelde und Querenstede.
- Dänikhorst
- Ohrwege
- Rostrup I
- Rostrup II
- Elmendorf
- Helle
- Die Bauernschaft Helle besteht aus den Ortschaften Dreibergen (Altenkirchen), Meyerhausen, Kreyenkamp, Loye, Hellermoor und Langebrügge.
- Aschhausen
- Aschhausen ist urkundlich seit 1294 unter dem Namen Aschehusen erwähnt. Der Name leitet sich von dem Wort Esch ab. Durch Urnenfunde ist belegt, dass die ersten Siedlungen in diesem Gebiet sich bereits im 7. Jahrhundert vor Christus ereigneten. Diese frühen Siedlungen wurden jedoch im 5. - 6. Jahrhundert wieder aufgegeben, was wohl auf Klimaveränderungen zurückzuführen ist. Seit dem 8. Jahrhundert entstanden dann Eschsiedlungen, d.h. es wurden Höfe vor den Eschen angelegt, die zum Ackerbau verwendet wurden. Aschhausen ist unterteilt in Aschhausen, Aschhauserfeld, Haarenstroth und Aue. Der heutige Kern der Ortschaft liegt in Aschhauserfeld, das im 19. Jahrhundert eine höhere Ansiedelung erfuhr als Aschhausen selbst. Im 15. Jahrhundert wurde die Flur Haarenstroth der Bauernschaft Borbek (Wiefelstede) durch die Bauernschaft Aschhausen abgekauft. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde diese Gegend besiedelt. An der heutigen Kreisstrasse nach Oldenburg liegen in Haarenstroth zwei historische Gaststätten: der Bremer Schlüssel (heute Gasthaus Buddha) wurde ung. 1800 errichtet, die Gaststätte Ton Scharpen Eck (plattdeutsch: "zur scharfen Ecke") wurde 1860 erbaut. Durch die Halfstäder Bäke ist Halfstede von Aschhausen abgegrenzt. Dass die Gegend um Halfstede (früher: Hallenstede, Hallesen) bereits frühzeitig eine zentrale Bedeutung für die Besiedelung hatte, belegt ein hier entdecktes Urnengräberfeld. Aue hat seinen Namen aufgrund seiner Nähe zum Aue-Bach, der am Ostufer des Zwischenahner Meeres einen Zufluss bildet. Es liegt zwischen Halfstede und Meyerhausen. Entstanden ist die Ortschaft etwa 1305, als der Hof Tiden als Eigentum des Klosters Rastede im Klostergüterverzeichnis erwähnt wurde. Die zu Aue gehörenden großen Ödlandflächen wurden 1895 durch Dampftiefpflüge kultiviert.
- Kayhausen
- Kayhauserfeld
- Petersfehn I / Petersfehn II
- Petersfehn wurde erst sehr spät in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Moorkolonie gegründet.
- Von 1847 bis 1897 gehörte die Bauernschaft zur Landgemeinde Oldenburg, dann bis 1924 zu Eversten. Von 1924 bis 1933 war Petersfehn Teil der Gemeinde Ofen und im Zuge der Verwaltungsreform 1933 wurde die Bauernschaft Teil der Gemeinde Bad Zwischenahn.
- Die Kirche, der Friedhof, die Schule und die Sportanlagen befinden sich alle in Petersfehn I.
- Die Namen Petersfehn I und Petersfehn II ergeben sich aufgrund der Besiedelung. Zwischen dem wesentlich größeren Petersfehn I und dem jüngeren Petersfehn II liegen einige Kilometer fast unbesiedelten Gebietes. Aus diesem Grund wurden zwei geschlossene Ortschaften ausgewiesen.
- Wehnen
- 1278 wird Wehnen erstmalig in den Lehnsregistern der Grafen von Oldenburg erwähnt. Die damalige Schreibweise lautete Weneden. Diese Schreibweise ist auch noch 1402 im Oldenburger Urkundenbuch zu finden. 1428 wird dann Weende und 1521 Ween verwendet. Die heutige Schreibweise Wehnen ist seit 1627 verbrieft.
- Wehnen ist Sitz des Niedersächsischen Landeskrankenhauses Wehnen, zu dem im Juli 1854 der Grundstein auf einen ca. 13 ha großen Geländes des Wehner Esch' gelegt wurde. Da das Kloster Blankenburg zu klein wurde, sollte im Großherzogtum Oldenburg eine neue Irrenanstalt gegründet werden. Am 15. März 1858 fand die Eröffnung statt. Nach Einführung des Lehrstuhles für Psychiatrie (in Niedersachsen 1868 von Ludwig Meyer im Landeskrankenhaus Göttingen eingerichtet) wurde aus der Irrenanstalt ein Krankenhaus für Psychiatrie. Wie bei allen Institutionen dieser Art ist auch die Geschichte dieses Krankenhauses in der Zeit von 1933 bis 1945 keine löbliche, was jedoch nicht auf die damaligen Leiter zurückzuführen ist, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten durchaus gegen das Nazi-Regime durchzusetzen versuchten. Dass es im LKH Wehnen jedoch keine Fälle von Euthanasie gegeben haben soll, wie es Landesrat H. Plagge 1958 schrieb, ist umstritten.
- Heute ist das Krankenhaus auf die psychiatrische Vollversorgung von Patienten aus Landkreisen des Umlandes spezialisiert.
- Ofen
- Das althochdeutsche Wort ouwa bedeutete soviel wie Aue oder Wiese. Von ihm leitet sich die heutige Bezeichnung Ofen für die Bauernschaft ab, die im Laufe der Jahrhunderte einige andere Schreibweisen durchlaufen hat.
- Die Bauernschaft Ofen gehörte ursprünglich zur Hausvogtei der Grafen von Oldenburg. Erst 1897 wurde es aufgrund von Bestrebungen, das oldenburger Umland in selbstständige Landgemeinden aufzuteilen, dem heutigen oldenburger Stadtteil Eversten angegliedert. Im Zuge der Eingemeindungen des Umlandes der Stadt Oldenburg (Oldb) im Jahre 1924 wurde Ofen zur selbständigen Gemeinde, der u.a. Metjendorf angehörte. Bei der Oldenburgischen Verwaltungsreform von 1933 wurde der größte Teil der Gemeinde Ofen wieder aufgelöst und das Dorf Ofen der Gemeinde Bad Zwischenahn angegliedert. Die evangelische Kirche in Ofen ist eine Schwesterkirche von Metjendorf. 1948 versuchte Ofen sich wieder zu verselbstständigen. Dies gelang jedoch nicht, so dass Ofen als Bauernschaft in der Gemeinde Bad Zwischenahn verblieb.
- Westerholtsfelde
- Wie Petersfehn wurde auch Westerholtsfelde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Moorkolonie besiedelt. Im Zuge der Verwaltungsreform 1933 wurde Westerholtsfelde von der Gemeinde Wiefelstede (Neuenkruge) der Gemeinde Bad Zwischenahn zugehörig.
- (Bloh, zu P'fehn I und Wehnen)
- Die Bauernschaft Bloh wird erstmalig 1425 als Bylo erwähnt, was soviel wie beim Holze bedeutet. Heute ist Bloh aufgeteilt in Nord-Bloh, was zu Wehnen gehört und Süd-Bloh, welches zu Petersfehn I gehört. Die ursprünglich zur Bauernschaft gehörigen Teile Bloherfelde und Hinterm Wildenloh sind heute Teile des Stadtgebietes von Oldenburg.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Park der Gärten
- Altes Kurhaus
- Wasserturm
- Mühlen
- Zwischenahner Meer
Museen
- Freilichtmuseum
- Museumskroog Specken
Regelmäßige Veranstaltungen
Bad Zwischenahner Woche (ZwiWo) [2]
Kulinarische Spezialitäten
- Smoortaal
- Ammerländer Löffeltrunk
- Ammerländer Schinken
- Grünkohl
Literatur
Chronik der Gemeinde Bad Zwischenahn, (1994 Buchhandlung Grüttefien, Bad Zwischenahn)
Weblinks