Der Pate III
| Film | |
| Titel | Der Pate III |
|---|---|
| Originaltitel | The Godfather Part III |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch Zusätzliche Sprache: Italienisch |
| Erscheinungsjahr | 1990 |
| Länge | ca. 163 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Francis Ford Coppola |
| Drehbuch | Mario Puzo, Francis Ford Coppola |
| Produktion | Francis Ford Coppola, Nicholas Gage |
| Musik | Carmine Coppola |
| Kamera | Gordon Willis |
| Schnitt | Lisa Fruchtman, Barry Malkin, Walter Murch |
| Besetzung | |
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Der Pate III (1990) ist der dritte und abschliessende Teil von Francis Ford Coppolas Filmtrilogie über die Abenteuer der Familie Corleone. Verfilmt wurde wie beim zweiten Teil ein auf dessen Roman basierendes Drehbuch des Autors Mario Puzo.
Handlung
Der einstige Mafioso Michael Corleone hat das Geschäft seiner Familie mehr oder weniger legalisiert und ist wieder nach New York gezogen. Er will sich bei einer großen Aktiengesellschaft, der „Immobiliare“, einkaufen, die zum größten Teil der Vatikanbank gehört, um daraus einen riesigen amerikanisch-europäischen Mischkonzern zu machen. Daher versucht er, der Vatikanbank, die in großen finanziellen Nöten steckt, ihre Anteile abzukaufen.
Allerdings ist das leichter gesagt als getan, denn ein Komitee des Vatikans, welches die Entscheidungsmacht besitzt, hat äußerst starke Zweifel, an einen ehemaligen Mafioso zu verkaufen. Nun liegt alle Hoffnung auf dem Papst, der im Sterben liegt. Nach dem Tod des Papstes kommt ein Nachfolger an die Macht, von dem gesagt wird, dass er die Aktien abstoßen könnte. Dieser wird kurzerhand vergiftet (Eine Anspielung auf Verschwörungstheorien zum Tod von Johannes Paul I.).
Als Michaels potenzieller Nachfolger versucht sich sein Neffe Vincent, unehelicher Sohn von Michaels Bruder Santino, zu etablieren. Als er sich jedoch in seine Cousine Mary, die Tochter Michaels, verliebt und Feinde der Familie sich zu einem vernichtenden Schlag rüsten, bringt Vincents überbrodelndes Temperament die Zukunft der Corleones in Gefahr. Natürlich lässt Vincent nichts auf sich beruhen und holt zum Rundumschlag aus. Rückendeckung bekommt er von Connie, der Schwester von Michael, die anders als im ersten und zweiten Teil immer mehr in das Familiengeschäft eindringt und immer mordlüsterner wird. Die zusehends aggressiveren Aktivitäten aller Seiten steigern sich schließlich bis zu einem Anschlag nach einem Opernbesuch, bei dem Mary erschossen wird, woraufhin Michael Corleone den wohl berühmtesten dramatischen Schrei in der Geschichte des Films ausstößt.
In der Endsequenz sieht man den sehr alt gewordenen Michael vor der alten Villa in Corleone (Sizilien) im Stuhl sterben.
Kritik
Lexikon des Internationalen Films: Über weite Strecken allzu ausladend, dann wieder eine inszenatorische "Tour de Force", findet der auch schauspielerisch nicht durchgehend überzeugende Film zu keinem geschlossenen Stil.
Bemerkungen
- Mit dem Dreh des Filmes brach Francis Ford Coppola sein Versprechen, niemals einen dritten Teil zu drehen. Finanzielle Probleme veranlassten ihn zu einer Meinungsänderung.
- Des Weiteren ist weder im Film „Der Pate“ noch im Buch „Der Pate“ von einem unehelichen Sohn Santino „Sonny“ Corleones die Rede, der im dritten Teil die Machtübernahme anstrebt. Gerade im Buch wird weiter über die Liebschaft des Santino Corleone geredet, ohne dass ein möglicher Nachfahre erwähnt wird – vielmehr wird sich hier über anatomische „Missstände“ seiner Affäre ausgelassen.
- Sowohl Coppola als auch Mario Puzo sahen als Titel „The Death of Michael Corleone“ vor, konnten sich aber nicht durchsetzen.
Auszeichnungen
Obwohl der Film von der Kritik verrissen wurde, kam er auf sieben Oscar- Nominierungen, darunter
- Bester Film
- Beste Regie: Francis Ford Coppola
- Bester Nebendarsteller: Andy Garcia
- Bester Filmsong: (Harry Connick Jr – „Promise Me You'll Remember“) – Carmine Coppola zusammen mit John Bettis
jedoch wurde der Film auch mit zwei Goldenen Himbeeren bedacht