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Dietrich Stauffer

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Dietrich Stauffer (* 6. Februar 1943 in Bonn) ist Professor für Theoretische Physik an der Universität Köln.

Er wurde 1943 in Bonn als Sohn des Theologie-Professors Ethelbert Stauffer geboren. 1970 an der Technischen Universität München promoviert, habilitierte er sich 1975, als Mitarbeiter von Kurt Binder, an der Universität Saarbrücken. Seit 1977 ist er Professor für Theoretische Physik an der Universität Köln. Sein Hauptforschungsgebiet ist die Statistische Physik. Von 1987 bis 1990 leitete er die Forschergruppe für Vielteilchenphysik am damaligen 'Höchstleistungsrechenzentrum' des Forschungszentrums Jülich.

Für seine hervorragenden wissenschaftlichen Arbeiten, insbesondere zur Perkolationstheorie, erhielt Dietrich Stauffer eine Reihe von Auszeichnungen, u.a. 1985 den Humboldt-Preis und 1999 den Gentner-Kastler-Preis.

Neben der schon erwähnten Perkolationstheorie und der Untersuchung Zellulärer Automaten für eine Vielzahl von Problemen in allen Sparten der Naturwissenschaften lagen seine konkreten Hauptleistungen zunächst in der systematischen Verbesserung und Verbreitung numerischer Methoden (Computational Physics) sowie in der Initiierung und Durchführung von Projekten wie der sog. Miniforschung zur Stärkung der Verbindung Universität <--> Schule.

Gegenwärtig beschäftigt er sich vor allem mit der Übertragung physikalischer Methoden auf Probleme der Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften (sog. Econophysics bzw. Sociophysics). Nicht zuletzt deshalb ist er seit 2006 Ehrendoktor der Universität Lüttich.

Literaturauswahl

  • D. Stauffer and A. Aharony, Introduction to Percolation Theory, 1992
  • D. Stauffer, Theoretische Physik (Eine Kurzfassung, vor allem für Lehramtler), 1993
  • D. Stauffer et al. , Computer simulation and computer algebra, 1993
  • D. Stauffer et al. , Evolution, money, war and computers, 1999
  • D. Stauffer et al. , Biology, Sociology, Geology by Computational Physics, 2006