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Franz Egon von Fürstenberg-Heiligenberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Franz Egon Graf von Fürstenberg (* 10. April 1626 in Heiligenberg ; † 1. April 1682 in Köln) war Bischof von Straßburg.

Franz Egon war der Sohn des bayerischen Generalfeldzeugmeisters Landgraf Ernst Egon VIII. von Fürstenberg-Heiligenberg (1588-1655) und dessen Ehefrau, Gräfin Anna Maria von Hohenzollern-Hechingen (1603-1652). Sein jüngerer Bruder Wilhelm Egon von Fürstenberg wurde sein Nachfolger im Bischofsamt.

Schon als Kind war Franz Egon mit dem etwa gleichaltrigen bayerischen Prinzen Maximilian Heinrich, dem späteren Kölner Kurfürsten, befreundet und ihm als Gesellschafter beigegeben. Bereits mit neun Jahren wurde Franz Egon Domherr zu Köln, später noch Domherr zu Straßburg, Lüttich, Hildesheim und Speyer, dann Weihbischof und Domdechant zu Köln, sowie Dompropst zu Hildesheim. 1663 erfolgte seine Weihe zum Bischof von Straßburg.

Die Brüder Fürstenberg waren sehr franzosenfreundlich und bestimmten lange Zeit die Politik in Bonn und im Kurstaat. Kurfürst Max Heinrich machte Franz Egon zum unentbehrlichen Faktotum der ganzen kölnischen Regierung. Zusammen mit seinem Bruder lebte Franz Egon zeitweilig in Bonn. Für das Jahr 1666 ist der Kauf des Hauses »Zur Blomen« vom Kurfürsten verbürgt, der das Haus fünf Jahre zuvor von den Söhnen der Elisabeth Kurtzrock erworben hatte. Nachdem Köln 1674 zum Frieden mit Holland genötigt worden war, begab sich Franz Egon von Fürstenberg nach Straßburg und betrieb dort eine franzosenfreundliche Politik, mit deren Hilfe sich Ludwig XIV. der Stadt bemächtigen konnte. Nun, 1681, konnte Franz Egon dort wieder seinen Bischofssitz einnehmen. Er kehrte kurz darauf nach Köln zurück, in der Hoffnung den Kurstuhl erlangen zu können, doch war er beim Kurfürsten in Ungnade gefallen. Am 1. April 1682 starb Franz Egon in Köln. Seine Gebeine liegen im Dom begraben.

siehe auch: Liste der Kölner Domherren


VorgängerAmtNachfolger
Leopold Wilhelm von ÖsterreichBischof von Straßburg
1663-1682
Wilhelm Egon von Fürstenberg
VorgängerAmtNachfolger
Maximilian Heinrich von BayernFürstabt von Malmedy und Stablo
1657-1682
Wilhelm Egon von Fürstenberg