Köterberg
| Köterberg | |
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| Köterberghaus und Rundfunkturm auf dem Köterberg (Okt. 2005) | |
| Höhe | 495,8 m ü. NN |
| Lage | Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen |
| Gebirge | Weserbergland |
| Koordinaten | |

Der Köterberg ist mit 495,8 m ü. NN der höchste Berg des Weserberglands auf der Grenze von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen (Deutschland).
Das Dorf Köterberg, das am Nordhang des Köterbergs auf rund 380 m Höhe liegt, ist ein südlicher Stadtteil von Lügde (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen).
Geographie
Der Köterberg befindet sich im Mittelteil des Weserberglands. Nordwestlich von Höxter und süd-südöstlich von Lügde, auf deren Stadtgebiet auch sein Gipfel liegt, ragt er hoch über die ihn umgebende Landschaft auf. Der Gipfel und wesentliche Teile des Bergrückens liegen in Nordrhein-Westfalen. Nur eine ganz schmale aber sich bis auf den Gipfel erstreckende Landzunge, die im unteren Teil weitgehend in einem Bachtal verläuft, gehört zu Niedersachsen. Am westlichen Ende der Landzunge stoßen auf dem Berggipfel die Kreise Lippe und Höxter mit dem Landkreis Holzminden zusammen. Die Gipfelregion ist nur im Norden bewaldet, wodurch der Berg von weither gut zu erkennen ist und sich eine gute Aussichtsmöglichkeit (siehe unten) bietet.
Geschichte
Der Köterberg wird in lippischen Grenzakten bereits im 16. Jahrhundert erwähnt. Die Gebrüder Grimm nennen in ihren Deutschen Sagen, den Köterberg auch Götzenberg, weil die Götter der Heiden da angebetet wurden. Auf dem Gipfel des Bergs steht seit 1929 das Köterberghaus und seit 1971 ein Fernmeldeturm. Während eines Reichserntedankfests suchte Adolf Hitler das Köterberghaus als Schlafstätte auf.
Fernmeldeturm
Der auf dem Köterberggipfel stehende Fernmeldeturm (Typenturm; 100 m hoch) wurde 1971 von der Deutschen Bundespost erbaut und dient dem drahtlosen Telefonverkehr.
Genutzt werden die drei verschiedenen Antennentürme auf dem Berg für Richtfunk, als Polizei-, Feuerwehr- und Amateurfunkrelais, sowie für Bundeswehrfunk. Das 70-cm-Amateurfunkrelais DB0KB arbeitet auf der Frequenz 439,425 Mhz und ist in weiten Teilen Westfalens, Niedersachsens und Hessens zu empfangen. Gekoppelt ist es mit DB0WAS auf der Wasserkuppe in der Rhön auf 438,950 Mhz.
Aussichtsmöglichkeit
Weil der weitläufige Gipfelbereich des Köterbergs, der über eine Sackgasse von Lügde-Köterberg kommend angefahren werden kann, fast unbewaldet ist, bietet sich von dort die wohl schönste (Fast-)Rundumsicht nicht nur im Grenzbereich der zuvor genannten Bundesländer, sondern zum Beispiel sogar bis zum Habichtswald und Kaufunger Wald in Nordhessen und zum Harz, der sich in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen befindet. Daher ist der Köterberg ein sehr beliebter Aussichts-Treffpunkt insbesondere für Motorradfahrer und Funkamateure.
Zu sehen sind beispielsweise:
- Biesterfeld im Nordwesten
- Desenberg bei Warburg
- Harz mit Brocken
- Holzminden
- Kaufunger Wald
- Höxter
- Habichtswald mit Herkules
- Eggegebirge mit Externsteinen
- Teutoburger Wald mit Hermannsdenkmal