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Niccolò Jommelli

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Niccolò (Nicolò) Jommelli (Jomelli) (* 10. September 1714 in Aversa bei Neapel; † 25. August 1774 in Neapel) war ein italienischer Komponist.

Biografie

Von 1725 bis 1728 lernte er am "Conservatorio S. Onofrio in Neapel, bei Ignazio Prota und Francesco Feo. Er komponierte seine erste und erfolgreiche Oper L'errore amoroso 1737 in Neapel noch unter einem Pseudonym, noch grösseren Erfolg erzielte er mit Ricimero rè dei Goti 1740 in. In 1741 zog er nach Bologna um die Proben zu seiner Oper Eziozu leiten. Vermutlich studierte er Kontrapunktik bei Padre Martini und wurde Mitglier der "Accademia filarmonica" in Bologna. In Venedig leitete er drei Jahre (1743 -46) das "Ospedale degli incurabili".

Ab 1747 war er in Rom tätig, wo er zwei Jahre später die Leitung der päpstlichen Kapelle übernahm. Während dieser Zeit komponierte er neben geistlicher Musik weitere Opern. Er weilt 1749-50 in Wien, wo er an den Vorbereitungen zu seinen Opera seria "Achille in Sciro" und "Didone" mitwirkt.

1754 findet er eine Anstellung in Stuttgart, wo er Hof-Opernkomponist des Herzogs Karl Eugen von Württemberg wurde und seine besten Werke für Aufführungen in Schloss Ludwigsburg schuf, wie "Tetonte" (1768). König José I. von Portugal handelte mit Jommelli 1769 einen Vertrag aus, der es ihm erlaubte, nach Lissabon zu reisen, um dort Opern zu komponieren. Im gleichen Jahr kehrt er jedoch nach Italien zurück. Seine letzten Schaffensjahre verbrachte er damit, geistliche Werke und Opernmusik für Lissabon und Neapel zu komponieren. Überarbeitet befiel ihn 1771 eine Lähmung, die ihn nicht daran hinderte seine letzte Operera Seria "Il trionfo di Clelia", wenige Monate vor seinem Tod zu vollenden.

Einige wichtige Werke

Er schuf 220 Bühnenwerke einschließlich der mehr als 60 Opern.
Demetrio (Parma, 1749), Ciro riconosciuto (Venedig, 1749), Attilio Regolo (Rom, 1753), L'Olimpiade (Stuttgart, 1761), Demofoonte (Stuttgart, 1764), und Temistocle (Ludwigsburg, 1765), La critica, (Ludwigsburg 1766), La schiava liberata (Ludwigsburg 1768).

Sein Werk umfasst zahlreiche Serenaden und Pasticcios, Oratorien, Kantaten und neben 20 Messen hunderte geistlicher Werke sowie Kammermusik.

Gelegentlich bezeichnet man Jommelli als den italienischen Gluck.

Online Partitur

Trio Sonate in D-Dur