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Arktische Eiskappe

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Erst die Polarforschung des 20. Jahrhunderts brachte den endgültigen Beweis, dass der Arktische Ozean – entgegen vieler anderer Annahmen in früheren Zeiten – rund um den Nordpol vollständig vereist ist und dort die Arktische Eiskappe bildet.

Dabei weisen die zentralen, also die am nördlichsten gelegenen, Regionen des Meeres einen ganzjährigen, im Durchschnitt etwa 3 m mächtigen Eispanzer auf. Dieser ist allerdings nicht ortsfest, sondern einer stetigen Drift unterworfen, die u. a. durch verschiedene Meeresströmungen verursacht wird. Die peripheren, weiter südlich gelegenen Bereiche des Arktischen Ozeans werden durch Packeis bedeckt, dessen Ausdehnung jahreszeitlich ab- und zunimmt. In noch südlicheren Breiten schließt sich eine ebenfalls saisonal veränderliche Treibeiszone an.

Erforschung

Die erste Unterquerung der arktischen Eiskappe fand 1958 durch die USS Nautilus statt. 1987 gelang es dem sowjetischen Eisbrecher Sibir als erstem Schiff durch die arktische Eisdecke bis zum Nordpol vorzustoßen.

Ausdehnung

Die feste Packeiszone reicht zur Zeit bis Grönlands Nordküste und zieht sich über Ellesmere-Insel, Axel-Heiberg-Insel und Banksinsel bis an die Nordküste von Alaska und an die Wrangel-Insel, ist aber ansonsten umschiffbar. Außerhalb der Packeiszone liegen die arktischen Inseln Island, Franz-Josef-Land, Nowaja Semlja, Sewernaja Semlja, Neusibirische Inseln, Victoria-Insel, Devon-Insel und Baffin-Insel, die aber saisonal ebenfalls vereist sind.

Dicke

Die Dicke der Eisschicht ist saisonal unterschiedlich. Sie reicht von zwei Meter in den Randgebieten bis vier Meter am Nordpol. An Stellen, wo das Packeis gegen Küsten driftet, können sich auch Eisdecken von acht Meter Stärke bilden.

Veränderungen durch Klimawandel

In den vergangenen Jahren haben Forscher teilweise eine deutliche Veränderung der Größe der Arktischen Eiskappe sowie auch ein punktuelles Auftauen in den Sommermonaten beobachten können. Diese sehr ungewöhnliche Veränderung, die im Jahrhundertsommer 2003 besonders stark war, wird als eine Folge der globalen Erwärmung angesehen.

Siehe auch