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Grand Theft Auto: San Andreas

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Grand Theft Auto: San Andreas
Entwickler Rockstar North
Publisher Rockstar Games
Veröffentlichung 26. Oktober 2004 (PS2-Version), 7. Juni 2005 (PC-Version, Xbox-Version)
Plattform PC, PlayStation 2, Xbox (auf Xbox 360-Spiele-Version)
Genre Actionspiel und Rennspiel
Spielmodus Singleplayer, Multiplayer
Steuerung Tastatur, Maus
Medium 1 DVD
Sprache Audio: Englisch; Untertitel: Deutsch
Altersfreigabe
USK
USK ab 16 freigegeben
USK ab 16 freigegeben
PEGI
PEGI ab 18+ Jahren empfohlen
PEGI ab 18+ Jahren empfohlen
Information In Deutschland ist dieses Spiel ab 16 erhältlich, in Österreich und der Schweiz erst ab 18.

Grand Theft Auto: San Andreas (kurz GTASA) ist der reguläre fünfte Teil der Grand Theft Auto-Reihe und erschien am 26. Oktober 2004 in den USA bzw. am 29. Oktober 2004 in Europa für die PlayStation 2. Die PC- sowie die Xbox-Version erschienen beide am 7. Juni 2005 (USA) bzw. 10. Juni 2005 (Europa). Das Spiel wurde weltweit mehr als zehn Million mal verkauft[1].

Dieser Artikel erläutert nur das Spiel. Für eine allgemeine Übersicht über die Spielserie, inklusive Verkaufszahlen, Bewertungen und Auswirkungen siehe Hauptartikel Grand Theft Auto.

Handlung

Die Handlung spielt im Jahr 1992 und beginnt mit der Rückkehr der Haupt- und Spielfigur Carl "CJ" Johnson nach Los Santos. Seine Mutter ist mittlerweile gestorben und seine alte Gang ist auseinandergebrochen. Kaum in der Stadt angekommen, schieben drei korrupte Polizisten, unter anderem Officer Frank Tenpenny, ihm den Mord an einem Polizisten in die Schuhe. Im Folgenden versucht er nun mit der Hilfe seines Bruders Sean Sweet Johnson seine "Hood" (Nachbarschaft) vom Drogenhandel zu befreien. Doch er scheitert damit: Officer Tenpenny und einige seiner alten Gangmitglieder haben nicht die selben Ideale, sondern eher finanzielle Interessen. Er wird verraten und muss die Stadt verlassen. Sein Bruder wird verhaftet.

Mit der Hilfe von Cesar Vialpando, dem Freund seiner Schwester Kendl, gelingt es "CJ" in San Fierro eine Autowerkstatt zu eröffnen und im weiteren Verlauf der Geschichte ein Autohaus zu erwerben. Diese Handlungen führen dazu, dass er irgendwann Mike Toreno kennenlernt. Dieser ist ein Agent irgendeiner Regierungsbehörde und verspricht ihm zu helfen, wenn "CJ" im Gegenzug einige Aufträge für ihn erledigt. Diese Aufträge führen "CJ" irgendwann auch nach Las Venturas, wo er sich zum Kasinobesitzer hocharbeitet und schließlich wieder nach Los Santos, wo er der Besitzer eines Musiklabels wird.

Toreno hält sein Versprechen ein und der Bruder von "CJ" wird tatsächlich freigelassen. Sein Bruder ist aber von seinem Erfolg wenig beeindruckt und wirft ihm vor, sich nicht um die "Hood" (Nachbarschaft) gekümmert zu haben. "CJ" bleibt nichts anderes übrig, als sich wieder mit den Gangs und Officer Tenpenny beschäftigen. Tenpenny wird letztlich vor Gericht gestellt, wird aber freigelassen. Dies führt dazu, dass in der Stadt Unruhen ausbrechen, da Tenpenny in der ganzen Stadt als ein korrupter Polizist bekannt ist. In dieser Situation gelingt es "CJ" nun, die Gangmitglieder, die ihn verraten haben, zu töten und Officer Tenpenny in einer Verfolgungsjagd schwer zu verletzen. Tenpenny stirbt dann an Folgen seiner Verletzungen.

Die Geschichte lehnt sich dabei an afro-amerikanische Rap- und Ghetto-Filme, wie beispielsweise „Menace to Society“, „New Jack City“, „Boyz N the Hood“ oder „Training Day“ an. Es treten innerhalb der Missionen Parallelen zur Handlung oder zu Charakteren aus diesen Filmen auf.

Auftraggeber

Durch die ganze Storyline hindruch bekommt man eine Fülle verschiedener Auftraggeber, die auf dem Radar durch Symbole oder Initialien dargestellt werden. Sie spielen meist eine große Rolle und jeder von ihnen ist auf irgendeine Weise tief in der Kriminalität San Andreas' verwickelt. Neben neuen Auftraggebern, also Leuten, die es vorher in der Serie nicht zu bestaunen gab, treten auch "alte" Charaktere auf: Catalina (Kriminelle, III), Claude Speed (Protagonist, III), Ken Rosenberg (Anwalt und Tommy Vercettis Verbündeter, VC), Kent Paul (VC) und Salvatore Leone (Leone Mafia-Familien-Boss, III & LCS).

Gangs

Grove Street Family: Diese Gang ist die Gang von CJ in Los Santos. Sie tragen Grün als Erkennungszeichen.

Ballas: Eine Gang in Los Santos mit Lila als Erkennungszeichen.

Triaden: Chinesische Gang in San Fierro. In Las Venturas gehört ihnen auch das "The Four Dragons Casino".

Da Nang Boys: Vietnamesische Gang in San Fierro.

Los Santos Vagos: Mexikanische Gang in Los Santos. Ihre Gangfarbe ist Gelb.

Varrios Los Aztecas: Mexikanische Gang in Los Santos. Ihre Gangfarbe ist Türkis. Sie ist die Gang von Cesar Vialpando.

San Fierro Rifa: Mexikanische Gang in San Fierro. Ihre Gangfarbe ist Türkis.

Spielprinzip

Das Spielprinzip entspricht im Wesentlichen der Beschreibung im Abschnitt Das Spielprinzip im Artikel Grand Theft Auto.

Zusätzlich zu den bisherigen Fähigkeiten in der GTA-Reihe ist „CJ“ in der Lage sich zu ducken und über Wände und Zäune zu klettern, wenn diese nicht zu hoch sind. Zusammen mit der Fähigkeit zu schwimmen und zu tauchen ist „CJ“ in der Lage jeden Punkt der Karte von Beginn an zu erreichen.

Die Lebenenergie wird, anders als bei den Vorgängern, durch essen erhöht. Fettiges Essen führt dazu, das die Spielfigur Fett ansammelt und dadurch nicht mehr so hoch springen kann und damit einige Missionen fast unmöglich werden. Die zugelegten Pfunde lassen sich jedoch durch radfahren oder laufen abtrainieren.

Neu sind auch die Charakter-Werte. So kann der Spieler die Fertigkeiten seiner Spielfigur mit einer Waffe oder einem Fahrzeug verbessern, wenn er diese dauerhaft benutzt. Die Kraft der Spielfigur kann durch Gewichtheben und die Kondition durch radfahren und laufen gesteigert werden. Bei einem Kampfsportlehrer können zudem neue Angriffe gelernt werden, wie einen Rundum-Kick oder das Treten auf bereits am Boden liegende Gegner (letzteres wurde aus der deutschen Version herausgenommen).

Weiterhin kann das Aussehen der Spielfigur beeinflusst werden. So kann zum Beispiel ein Friseur aufgesucht und neue Kleidung gekauft werden. Die Kleidungsstücke lassen sich in den Verstecken beliebig kombinieren. Zudem ist es möglich, die Spielfigur tätowieren zu lassen.

Eine kleine Änderung zu Vice City gibt es bei den Immobilien: Bonuswaffen, die durch einige Bonusmissionen erhalten werden, sind nur an einer Immobilie pro Stadt vorhanden. Alle anderen Immobilien dienen nur als Speicherpunkt bzw. Rettung vor der Polizei.

Des Weiteren ist mit GTA San Andreas die Steuerung verbessert worden: So kann während des Laufens oder Fahrens die Blickrichtung geändert werden, d.h. die Blickrichtung und die Laufrichtung können sich unterscheiden. Bei Waffen, bei denen manuelles Zielen möglich ist, kann die Spielfigur bewegt werden. In den Vorgängerspielen war manuelles Zielen nur im Stehen möglich.

Bonusmissionen

Die Zahl der Bonusmission ist im Vergleich zu den Vorgängern deutlich gestiegen. Bei allen Missionen kann Geld gewonnen bzw. verdient werden. Beim Erreichen eines bestimmten Levels der Zusatzmissionen, bekommt die Spielfigur Fähigkeiten oder Extras.

Es existiert zum ersten Mal auch eine Mission (das Erobern von feindlichen Ganggebieten), die teilweise erfüllt werden muss, damit die Haupthandlung fortgeführt werden kann. Diese Mission ist im Grunde eine Variation der Amokläufe aus den vorherigen Versionen.

Für Bonuswaffen in den Verstecken muss diesmal eine Sammelaktion pro Stadt durchgeführt werden, wie das Übersprühen von Graffitis in Los Santos, Fotografieren von Sehenswürdigkeiten in San Fierro oder das Sammeln von Hufeisen in Las Venturas. Austern müssen dagegen in ganz San Andreas gesucht werden. Als Belohnung wird der Spielfigur das Lungenvolumen erhöht, so dass dieser länger tauchen kann.

Im Spiel gibt es, neben den üblichen Bonusmissionen, wie Polizei-, Feuerwehr- und Taximissionen, eine weitere fahrzeugbezogene Aufgabe: Fahrschulen für Autos, Motorräder, Boote, Flugzeuge und Hubschrauber. Die Spielfigur selbst kann auch an sportlichen Wettbewerben, wie z.B. mehreren Triathlons, teilnehmen.

Ehrliches Geld kann durch Nebenjobs, wie beispielsweise Fahrzeuge parken, verdient werden. Nach einer erfolgreichen Karriere werden die entsprechenden Firmen vom Spieler übernommen und bringen regelmäßig Einnahmen. Eher kriminelle zusätzliche Nebenjobs sind Raubzüge durch Häuser und die Arbeit als Zuhälter.

Zum Zeitvertreib kann die Spielfigur an Automaten in Bars Arcade-Spiele und Billard, in Kasinos Black Jack und Roulette, in Wettbüros Pferdewetten oder auf Sportplätzen Basketball spielen.

Außerdem kann „CJ“ mehrere Freundinnen haben: Einige davon bekommt er durch Missionen, andere durch „Zufall“. Die Freundinnen müssen, wie im realen Leben, ausgeführt werden. Werden die Freundinnen mehrfach erfolgreich ausgeführt, erhält der Spieler wieder zusätzliche Extras.

Schließlich kann der Spieler sein Rhythmusgefühl auf einem Lowrider Treffen und in der Disco beweisen.

Spielwelt

San Andreas ist ein fiktiver Staat an der Westküste Amerikas, der grob der Gegend um Kalifornien nachempfunden ist. In San Andreas befinden sich Städte, die auf Los Angeles, San Francisco und Las Vegas basieren (Los Santos, San Fierro und Las Venturas). Des Weiteren gibt es außerhalb der Städte eine ausgewogene Naturlandschaft mit insgesamt zwölf kleineren Dörfern und einem Berg. Die gesamte Spielwelt ist fünf bis sechs Mal größer als die des Vorgängers (GTA: Vice City). Der Staat ist zum Teil sehr hügelig, es gibt fruchtbares Farmland, Canyons, Gebirge, Flüsse, Wüsten und Wälder. In San Andreas gibt es viele Anlehnungen an bzw. Parodien auf real existierende Sehenswürdigkeiten und Orte, wie z. B. Beverly Hills, Compton (Ganton), Inglewood (Idlewood), Venice Beach (Santa Maria Beach), das Hollywood Sign („Vinewood“), die Golden Gate Bridge in San Francisco („Gant Bridge“), Area 51 (Area 69), den Hoover-Staudamm („Sherman Staudamm“) 48 Kilometer südöstlich der Touristenhochburg Las Vegas, die Kasinos von Las Vegas usw. Eine Zuglinie und eine Flugzeuglinie verbinden die verschiedenen Städte miteinander.

Es gibt diesmal keine hermetisch abgesperrten Gebiete innerhalb der Spielwelt. Der Spieler kann jeden Ort von Anfang an aufsuchen. Zwar sind die Zugangsstrassen zu einigen Städten nicht sofort freigegeben, aber die Städte lassen sich über Wasser oder Luft problemlos erreichen. Allerdings bewirkt das Betreten der noch nicht freigeschalteten Gebiete einen hohen Fahndungslevel, der sich nur durch das Verlassen des Gebietes verringern lässt.

Fahrzeuge

Neu in diesem Spiel sind Fahrräder. Diese lassen sich ähnlich wie Motorräder fahren, haben aber den Vorteil, dass mit ihnen über Hindernisse hinweg gesprungen werden kann. Neben Autos, Motorrädern, BMX-Fahrrädern, Booten, Flugzeugen (u.a. Harrier) und Helikoptern (u.a. Apache) sind nun auch ausgefallenere Vehikel verfügbar (z.B. Mähdrescher, Monstertruck, Zementwagen, Fallschirm und sogar ein Jetpack).

In Tuning-Werkstätten ist es zudem möglich, Fahrzeuge mit diversen Verbesserungen auszustatten.

Technische Verbesserungen

Mit GTA: San Andreas wurden einige technische Verbesserungen realisiert, wie die dynamische Echtzeitberechnung der Schatten und die Simulierung von Wetterphänomenen, wie Regen, Nebel, Sandstürme und das Flimmern der Luft bei starker Hitze. Die Sichtweite in der Landschaft ist zwei bis vier Mal größer als bei den Vorgängern. Die Ladebildschirme, die in den früheren Versionen auftauchten, wenn der Spieler von einer Insel zu einer anderen wechselte, konnten vermieden werden.

Musik

Mit elf Radiosendern ist der Soundtrack diesmal sehr umfangreich und enthält viel lizenzierte Musik (siehe Radiosender-Liste). Außerdem lassen sich in der PC-Version eigene Musikdateien importieren (von Werk aus OGGs und WAVs, bei vorhandenen Codecs auch MP3s, WMAs und andere digitale Musikformate). In der Xbox-Version werden ebenfalls Musikstücke, die auf der Festplatte gespeichert sind, als Radiosender in das Spiel eingebunden.

Die Radiosender:

Zwei-Spielermodus

In den Konsolen-Versionen existiert auch ein Zwei-Spielermodus. Jedoch ist dieser eher uninteressant, da sich beide Spieler nicht individuell frei bewegen können, sondern beide an den gleichen Standort gebunden sind. In der PC-Version wurde dieser Modus entfernt, da es nicht möglich ist, an einem Rechner zwei Mäuse und zwei Tastaturen anzuschließen bzw. effektiv zu nutzen.

Es werden auch Modifikationen entwickelt, die dem Spiel einen Multiplayermodus über Internet bzw. LAN verleihen sollen. Bekannte sind z.B. MTA (Multi Theft Auto), GTAt, SA:MP (San Andreas Multiplayer) und GTA Rumble.

GTA: San Andreas Special Edition (2005)

Mit der Special Edition von GTA: San Andreas erschien am 18. Oktober 2005 eine Sammlerbox für die PlayStation 2, die das Spiel San Andreas, sowie die Filme The Introduction und Sunday Driver auf DVD enthält.

The Introduction war bisher nur als Teil der Doppel-CD (nicht des Acht-CD-Box-Sets) des Soundtracks zum Spiel erhältlich und erzählt die Vorgeschichte zur Handlung von GTA: San Andreas. Sunday Driver ist eine Dokumentation über den Low-Rider-Club The Majestics aus Compton, Californien, und wird außerdem als UMD-Video für Sonys PSP erscheinen. Das Spiel selbst unterscheidet sich nicht von der bereits erhältlichen Version.

Hot Coffee

Für Aufsehen aber auch Erheiterung sorgte im Juli 2005 eine „Hot Coffee“ genannte Mod für GTA: San Andreas. „Hot Coffee“ schaltet ein interaktives Sex-Minispiel frei, das offenbar bereits im Quellcode des Original-Programmes enthalten war. Dafür spricht die Tatsache, dass dieses Minispiel unter Zuhilfenahme eines Cheat-Systemes auch auf der PlayStation 2 zugänglich gemacht werden konnte. Aufgrund dieser Mod wurde das Spiel in den USA bereits von der Altersempfehlung „Mature“ („ab 17“) auf „Adults Only“ angehoben („ab 18“). Die Wirkung dieser Einstufung kann mit den Folgen einer Indizierung in Deutschland gleichgesetzt werden, da sich alle großen amerikanischen Handelskettten weigern, ein als „AO“ eingestuftes Spiel zum Verkauf anzubieten, weil diese Einstufung normalerweise nur für Spiele mit Porno-fokussierten Inhalten verwendet wird. Die USA gelten bei der Begutachtung von Videospielen als sehr empfindlich bei sexuellen Darstellungen, während Gewaltdarstellungen in Spielen oft nur geringes Aufsehen erregen. In Australien wurde das Spiel kurze Zeit später ganz verboten[2]. Es war vorher als „MA 15+“ („ab 15“) eingestuft worden. In Deutschland blieb die Einstufung (USK 16) unverändert, da hier bereits eine Cutversion gegenüber der US-Version angeboten wurde.

Rockstar Games begannen kurz nach der Entscheidung mit der Umprogrammierung des Spieles. Die US-amerikanischen Handelsketten nahmen die alte Version aus den Regalen und wollen nur noch die neue Version anbieten. Am 9. August 2005 erschien der Patch für die PC-Version, der nur die Aufgabe hat, die „Hot Coffee“-Mod zu deaktivieren und den entsprechenden Programmcode komplett aus dem Spiel zu entfernen [3].

Quellen

  1. Verkaufzahlen in den USA http://www.the-magicbox.com/Chart-USPlatinum.shtml
  2. GTA: San Andreas in Australien aus dem Verkehr gezogen http://www.heise.de/newsticker/meldung/62288
  3. http://www.nomorehotcoffee.com/

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