Zum Inhalt springen

Wolfgang Templin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. September 2006 um 16:15 Uhr durch Sir (Diskussion | Beiträge) (Änderungen von 88.65.65.48 (Beiträge) rückgängig gemacht und letzte Version von Cornettonuss wiederhergestellt). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.

Wolfgang Templin (* 25. November 1948 in Jena) ist ein deutscher Bürgerrechtler.

Leben und Werk

Templin wuchs in der DDR auf und erlernte nach dem Abitur den Beruf des Bibliotheksfacharbeiter. Anschließend studierte er an der Humboldt-Universität Information und Dokumentation sowie bis 1974 Philosophie.

Er trat 1970 in die SED ein und wurde Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit bis 1974. Von 1976 bis 1977 hielt er sich zu Studienzwecken in Warschau auf und war dann bis 1983 Mitarbeiter am Zentralinstitut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR. Nach seinem Parteiaustritt verlor er seine Stelle und konnte nicht mehr in seinem Beruf arbeiten.

1985 war er Mitbegründer der Menschenrechtsgruppe Initiative für Frieden und Menschenrechte (IFM), die Protestaktionen gegen Menschenrechtsverletzungen durchführte. Er gab auch verschiedene Publikationen heraus, die Kritik am DDR-System übten. Daraufhin wurde er 1988 verhaftet und in die BRD abgeschoben.

Im Anschluss an die Wende ging er wieder in die DDR und nahm für die IFM am Runden Tisch teil. 1991 gehörte er zu den Gründern von Bündnis 90/Die Grünen, trat jedoch 1993 wieder aus der Partei aus.