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Johann Heinrich Dannecker

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Johann Heinrich Dannecker (* 15. Oktober 1758 in Stuttgart, † 8. Dezember 1841 in Stuttgart) war ein deutscher Bildhauer. Johann Dannecker war einer der wichtigsten deutschen Klassizisten. Er unterhielt eine enge Freundschaft mit Friedrich Schiller.

Lebensdaten

Johann Dannecker war das dritte von fünf Kindern des Georg Dannecker (1718-1786), eines Kutschers am Hofe von Herzog Carl Eugen. 1764 zieht die ganze Familie mit dem Hof von Stuttgart nach Ludwigsburg um. Von 1772- 1780 erhält er zusammen mit Philipp Jacob Scheffauer (1756-1808) eine Bildhauerausbildung.

1780 schließt er die Militärakademie ab und wird zum Hofbildhauer ernannt. Nach Studienreisen in Paris, Rom, Bologna und Mantua kehrt er 1790 zurück nach Stuttgart und wird zum Professor der Hohen Karlsschule ernannt.

Nach dem Tod seines Jugendfreundes Friedrich Schiller (Mai 1805) entsteht ein lebensgroßes Gipsmodell für eine Schillerbüste, bis um 1810 die kolossale Marmorausführung fertig ist. Diese posthum geschaffene Marmorskulptur sollte Teil eines Schillerdenkmals sein.

Nach dem Tode König Friedrichs wird er 1816 von Wilhelm I. zum Hofrat ernannt. Von 1823 - 1824 estellt er ein Gipsmodell des Evangelisten Johannes für die Grabkapelle auf dem Rotenberg, sowie die Marmorfassung bis 1828.

Am 8. Dezember 1841 stirbt Johann Heinrich von Dannecker. Er wird auf dem Hoppenlau - Friedhof in Stuttgart beigesetzt.