Zum Inhalt springen

Fongers

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. September 2015 um 10:11 Uhr durch RomanKrämer (Diskussion | Beiträge). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
Dieser Importartikel ist fälschlicherweise im Artikelnamensraum. Bitte verschiebe die Seite oder entferne diesen Baustein.
Dieser Artikel (Fongers) ist im Entstehen begriffen und noch nicht Bestandteil der freien Enzyklopädie Wikipedia.
Wenn du dies liest:
  • Der Text kann teilweise in einer Fremdsprache verfasst, unvollständig sein oder noch ungeprüfte Aussagen enthalten.
  • Wenn du Fragen zum Thema hast, nimm am besten Kontakt mit den Autoren auf.
Wenn du diesen Artikel überarbeitest:
  • Bitte denke daran, die Angaben im Artikel durch geeignete Quellen zu belegen und zu prüfen, ob er auch anderweitig den Richtlinien der Wikipedia entspricht (siehe Wikipedia:Artikel).
  • Nach erfolgter Übersetzung kannst du diese Vorlage entfernen und den Artikel in den Artikelnamensraum verschieben. Die entstehende Weiterleitung kannst du schnelllöschen lassen.
  • Importe inaktiver Accounts, die länger als drei Monate völlig unbearbeitet sind, werden gelöscht.

Fongers ist ein ehemaliger niederländischer Fahrrad-, Moped und Motorradhersteller.

Ein Fongers "Comfort" Damenrad von 1973

Die Firma Fongers wurde 1884 in Groningen gegründet. Das Unternehmen leistete neben dem Fahrradhersteller Burgers Pionierarbeit in der Entwicklung des klassischen niederländischen Tourenrades. Von Anfang an widmete sich Albert Fongers der Herstellung von hochwertigen Fahrrädern, die zumindest bis 1910 der kaufkräftigen Oberschicht der Bevölkerung vorbehalten waren.[1] Fongers entwickelte eine eigene Produktlinie mit vielen speziellen Details als da wären das Fongers Lenkerschloss, eine stangenbetätigte Felgenbremse oder auch der Fongers Hygienesattel, um nur einige zu nennen. Der Bau von Motorrädern, vornehmlich in den 10er und 20er Jahren und von Mopeds in den 50er und 60er Jahren des vorherigen Jahrhunderts, gehörte eher zu den Nebenprodukten von Fongers.

Geschichte

Der aus Warffum stammende Schmied Albertus Fongers ließ sich 1871 mit einer Schmiederei in der niederländischen Stadt Groningen nieder und begann 1884 zunächst in kleinem Rahmen mit der Herstellung von Fahrrädern. Fongers hatte Erfolg mit seinem Produkt. 1896 gründete er eine Aktiengesellschaft, um mit einer industriellen Fahrradfertigung in größerem Umfang zu beginnen. Im März 1897 wurde die Produktion von der Schmiede in ein neues Fabrikgebäude verlegt. Neben Hochrädern gehörte zunehmend auch das englische Sicherheitsniederrad zu Fongers Produktpalette, das er relativ früh schon in verschiedenen Varianten baute. Nach dem Tode Albert Fongers trat sein Sohn Ties 1921 den Vorsitz in der Fongers-AG an. Dies blieb er bis zu seinem Tod 1944.

In der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg ging die Nachfrage aufgrund allgemein verringerter Kaufkraft zurück. Zwar verließen immer noch qualitativ überragende und hochpreisige Räder die Fongers-Produktionsstätten, allerdings blieb man in Bezug auf Innovation und der Weiterentwicklung auf dem Fahrradmarkt rückständig.

Paradoxerweise führte Fongers hochwertige Produktqualität zu seinem Untergang. 1961 kam es zur Übernahme durch Phoenix aus Leeuwarden. Wenige Jahre später übernahm Phoenix auch den Hersteller Germaan aus Meppel und nannte sich von diesem Zeitpunkt an PFG (Phoenix/Fongers/Germaan). Aber auch diesem neu fusionierten Unternehmen war trotz vieler neuentwickelter Fahrradmodelle kein langes Fortbestehen beschieden, weil der Zeitpunkt für den Anschluss an einen innovative Markt verpasst wurde.

1969 beschloss die Verwaltung von PFG, einer Übernahme durch Batavus in Heerenveen zuzustimmen. 1971 wurde die Fahrradproduktion in Groningen endgültig beendet. Bedingt durch die Übernahme der Rechte an den alten Markennamen wurden diese allerdings von Batavus übernommen und noch lange Zeit in deren Produktion verwendet.

Gebäude

Ehemaliges Fabrikgebäude in Groningen, Hereweg

Das Hauptgebäude wurde im für seine Zeit charakteristischen Neorenaissancestil erbaut. 1985 wurde der Fabrikkomplex zum größten Teil abgebrochen, nur die monumentale Fassade des Hauptgebäudes wurde restauriert. Dahinter befindet sich seit 2015 ein dreistöckiges Bürogebäude mit ca. 3.600 Quadratmetern sowie ein neues Wohngebiet mit ca. 200 Wohnungen mit dem geschichtsträchtigen Namen Fongersplaats.

Mit zur Fabrik gehörte noch eine Fahrradschule, in der noch bis 1940 die relativ neuartige Fortbewegung auf zwei Rädern vermittelt wurde. 1933 war sie Mittelpunkt einer internationalen Kunstausstellung und der damit verbundenen Feier anlässlich des 15-jährigen Bestehens von De Ploeg.

Produkte

Auffallend an Fongers-Fahrrädern waren diverse außergewöhnliche selbst entwickelte Spezialkomponenten.

Lenkerschloss

Von 1908 bis Mitte der 30er Jahren wurden an die teuren Modelle zum Diebstahlschutz oft Lenkschlösser montiert. Das Fahrrad wurde zunächst noch mit abnehmbaren Drehknopf anstelle eines Schlüssels durch Blockieren der Lenkfunktion gesichert.[2]

Stangenbetätigte Felgenbremse

Stangenbetätigte Felgenbremse am Vorderrad

Ungefähr ab 1900 etablierte sich aus England kommend die Felgenbremse, die eine größere Bremskraft erzielte als die herkömmliche Stempelbremse. Seit circa 1903 begann Fongers dieses System bei seinen Rädern zu montieren; zuerst nur am Vorderrad, später auch hinten. 1904 kam ein weiterentwickeltes, jedoch kostspieliges Bremssystem mit Bowdenzügen auf den Markt, das in den Niederlanden allerdings wenig verbreitet war. 1908 stellte Fongers seine neue stangenbetätigte Felgenbremse vor. Über die Betätigung des Bremshebels am Lenker zog man an einer Stange die Bremsklötze, die an einem U-Profil-Rahmen befestigt waren, der sich an die Felge presste. Die Hinterradbremsstangen waren mit Scharnieren und geführt über Lederriemen (von 1909 an mit drei Metallnocken) am Rahmen befestigt. Die Hinterradbremse saß unter dem Sattel, was zwar wegen einer zusätzlichen Umlenkung der Bremsstange kostspieliger aber auch wesentlich weniger anfällig war als die übliche Montage auf der liegenden Hinterradgabel. [3]

Hygienesattel

Von 1910 bis 1960 montierte Fongers Sättel aus eigener Herstellung und eigenem Markennamen. Die Bezeichnung Hygienischer Sattel erscheint in heutigem Verständnis etwas irreführend und sollte sinngemäß eher als Gesundheits-Sattel verstanden werden. Wie auch die frühen englischen Fahrradsättel hatte der hygienische Sattel anfangs noch einzelne Stahlfedern für ein gefedertes und bequemes Sitzen, die später durch Doppelfedern ersetzt wurden. Ab den 20er Jahren verfügten die Sättel über vernickelte Federn und Nägel auf der Oberseite der Lederdeckbespannung. 1924 entwickelte Fongers seine eigene Sattelstütze, bei der der Sattel nunmehr horizontal verschoben werden konnte.[4]

Schutzblech

Die Schutzbleche von Fongers hatten wie auch die anderen hauseigenen Produkte eine markante Form. Bis 1923 waren es noch ziemlich schmale Bretter mit einem seitlich abgerundeten Profilabschluss von ca. 5 cm Breite und waren an einer hervorstehenden Lasche an der Gabel und mit Ösen an den Achsen. 1934 erhielten die Schutzbleche ein (im Querschnitt) runderes und röhrenförmiges Aussehen. Die meisten Fongers Modelle hatten doppelte grüne Paspeln auf dem Schutzblech. [5]

Umstellung auf die ( stärker) Kotflügel Rohrstäbe , die innerhalb des Kotflügels fällt. Bis 1923 kurzen vorderen Kotflügeln montiert wurden ( endet kurz vor der Krönung ) . Seit 1923 die berühmten Fongers Kotflügel sind mit der hohen hügeligen zurück (Breite 60 mm) verwendet . Von 1924 bis 1927 die vorderen Kotflügel wurden mit einem Flachverlängerungsstückverlängert ; Dies hatte mit der U-förmigen rembogen , die keinen Raum für die neuen Kotflügel mit oberen Rücken vorgesehen zu tun.

In 1934 schakelt men over op de (steviger) buisvormige spatbordstangen die binnen het spatbord vallen. Tot 1923 werden korte voorspatborden gemonteerd (eindigend kort voor het kroonstuk). Vanaf 1923 worden de bekende Fongers spatborden met de hoge golvende rug toegepast (breedte 60 mm). Van 1924 tot 1927 werden de voorspatborden verlengd met een plat verlengstukje; dit had te maken met de U-vormige rembogen die geen ruimte boden voor de nieuwe spatborden met hogere rug.

Reklame und Verkauf

Entwurf für eine Werbeanzeige von J.G. van Caspel aus dem Jahr 1898

Auffallend war die große Anzahl lieferbarer Fahrradmodelle. Schon 1899 wurden Fahrräder in 54 verschiedene Ausführungen angeboten. Die Produktpalette nahm in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg weiter zu. Diverse Rahmengrößen von 50 bis 75 cm sowie Rahmenlackierung in anderen Farben als dem üblichen Schwarz waren schon in den dreißiger Jahren gegen Aufpreis lieferbar; so ging man.[6]

Mehr als jeder andere niederländische Fahrradhersteller hat Fongers auf dem Gebiet Marketing schon früh von sich reden gemacht. Das Prospektmaterial unterschied sich von dem der Konkurenz durch eine umfangreiche Konzeption und aufwändige Umsetzung in Grafik und Design.

Bis 1940 erschien jedes Jahr ein auf einer einheitlichen Vorlage basierender Fahrradprospekt. Neben der Beschreibung der angebotenen Vielzahl von Modellen und deren Preise enthielten diese Prospekte eine Menge technischer Informationen, in denen der Aufbau und Betrieb der speziellen von Fongers entwickelten Fahrradteile sehr detailliert beschrieben wurde. Ab den fünfziger Jahren erhielten die Prospekte eine weniger formale Erscheinung, während in den sechziger Jahre nur noch "normale" Flugblätter ausgegeben wurden.

Berühmt sind die Werbeposter von Fongers. Im Zeitraum 1896 - 1920 wurde mindestens ein Dutzend großer Plakate veröffentlicht, die als Werbematerial den Niederlassungen und Vertretungen vorbehalten waren. Bekannt sind die Plakate von F. G. Schlette und ein Plakat von Jan Rotgans mit der Darstellung "Die niederländische Jungfrau". Noch weitere namhafte niederländische Künstler wie Willy Sluiter, André Vlaanderen und Johann Georg van Caspel haben bei Fongers unter Vertrag gestanden. Die Plakatserie "Armee" ist vielleicht das bekannteste.

Auch in Zeitschriften war Fongers ein häufiger Inserent. In der Zeitschrift "Toeristenkampioen" des Algemene Nederlandse Wielrijdersbond (ANWB, dt.: Allgemeiner niederländischer Radfahrerverbund) war in der Vorkriegszeit oft eine ganzseitige Anzeige zu finden. Emaille-Reklameschilder rundeten das Vermarktungskonzept ab.

Beim Verkauf unterschied sich Fongers von anderen Radherstellern durch frühzeitige Etablierung von acht Verkaufsfilialen, die seit ungefähr 1895 in einigen niederländischen großen Städten eröffnet wurden. Vermutlich waren diese Geschäfte Firmeneigentum, wo das gesamte Fongerssortiment besichtigt und auf Wunsch des Kunden auch zur Besichtigung vor dem Kauf angeliefert werden konnte. Fünf der acht Filialen hatten hauseigene Radfahrschulen. 1940 wurde die letzte Radfahrschule in Groningen aufgelöst.

Heutige Situation

Ein Fongers von 1960

Die Produkte von Fongers sowie auch das Werbematerial sind auch heute noch unter Liebhabern gesuchte und begehrte Sammlerobjekte, die Fahrräder findet man hier und da auch für den täglichen Gebrauch. Ein Foto auf dieser Seite zeigt ein Exemplar aus dem Jahr 1960 (Aufnahme vom Juni 2014 in einem Personenzug). Indonesien als ehemalige niederländische Kolonie und großer Importeur von Fongers-Räder zwischen den beiden Weltkriegen erlebt zurzeit eine Renaissance. Das Fahren auf alten niederländischen Fahrrädern, oft sogar in Bekleidung aus der Kolonialzeit ist dort groß in Mode.[7]

Einzelnachweise

  1. Fahrräder und Fahrradindustrie in den Niederlanden
  2. Rahmen und Lenkerschloss (niederländisch)
  3. Artikel über Fongers-Bremsen (niederländisch)
  4. Fongers Hygienischer Sattel (niederländisch)
  5. Fongers Schutzbleche (niederländisch)
  6. Fongersmodelle und Zubehör (niederländisch
  7. Artikel über alte Importfahrräder aus den Niederlanden (indonesisch)
==Externe links==
* [http://www.fongers.net Fongers.net]
* [http://www.rijwiel.net/fongersn.htm]
* [http://majalahpeluang.com/gowes-sepeda-onthel-napak-tilas-rasa-voc/] In indonesischer Sprache

{{Commonscat|Fongers bicycles}}

[[Categorie:Nederlands historisch motorfietsmerk]]
[[Categorie:Geschiedenis van Groningen (stad)]]
[[Categorie:Economie in Groningen (stad)]]
[[Categorie:Nederlands fietsmerk]]