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Gemeine Hainbuche

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Hainbuche
A Zweig mit Blütenständen, B Zweig mit Laubblättern und Fruchtständen,
Vorlage:Taxonomy
Vorlage:Subclassis: Rosenähnliche (Rosidae)
Vorlage:Ordo: Buchenartige (Fagales)
Vorlage:Familia: Birkengewächse (Betulaceae)
Vorlage:Subfamilia: Haselnussgewächse (Coryloideae)
Vorlage:Genus: Hainbuchen (Carpinus)
Vorlage:Species: Hainbuche
Wissenschaftlicher Name
Carpinus betulus
L.

Die Hainbuche (Carpinus betulus), auch Weißbuche oder Hagebuche genannt, gehört zur Gattung der Hainbuchen aus der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Sie ist mit der Rotbuche aus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae) nicht näher verwandt.

Name

Der Name Hainbuche stammt von Hain, kleines Gehölz, ab. Der zweite Namensteil Buche rührt von der äußerlichen Ähnlichkeit der Blätter und des Stamms mit der Rotbuche. Hagebuche leitet sich vom althochdeutschen "haganbuoche" ab, wobei "hag" Einzäunung (=Hecke) bedeutet. Daher kommt auch das Adjektiv "hanebüchen" für derb, grob (hartes, zähes Holz). Der Name Weißbuche beruht auf der im Gegensatz zur Rotbuche hellen Holzfarbe der Hainbuche.

Beschreibung

Die Hainbuche wird bis 25 Meter hoch und erreicht einen Stammdurchmesser von bis zu 1 Meter. Ihr Höchstalter beträgt etwa 150 Jahre; die älteste Hainbuche Deutschlands im Hasbruch weist ein Alter von 390 Jahren auf. Der Stamm der Hainbuche ist oft spannrückig und besitzt eine glatte, graue Rinde, die im Alter senkrechte dunkle Streifen ausbildet. Die Hainbuche hat eine kuppelförmige Krone und bildet ein Herzwurzelsystem aus. Die wechselständigen, gestielten Blätter der Hainbuche sind 5 - 10 Zentimeter lang und 3 - 6 Zentimeter breit. Die eiförmigen, dunkelgrünen Blätter sind am Rand doppelt gesägt und die Blattnerven treten deutlich (gefaltet) hervor. Die Streu zersetzt sich gut.

Blütezeit ist im Juni; die Samen reifen von September bis Oktober. Die bis 1 Zentimeter große Nussfrucht ist von einem dreilappigen Flugorgan umgeben. Die Samen liegen in der Regel über zwei Winter am Boden und keimen erst im übernächsten Frühjahr.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet der Hainbuche erstreckt sich von Frankreich bis Westrussland, von Südengland und Südschweden bis nach Italien, den Balkan, Kleinasien und den Kaukasus. Die Hainbuche steigt im Gebirge bis auf 1100 Meter Höhe. Sie kommt häufig in Eichen-Hainbuchen-Wäldern und in der Hartholzaue vor. Die Hainbuche ist durch ihr hohes Stockausschlagvermögen auch typische Baumart von Mittel- und Niederwälder. Daneben ist sie Bestandteil von Waldrändern, Feldgehölzen und Hecken. Als Standort bevorzugt die Hainbuche nährstoffreiche, frische, tiefgründige Böden im sommerwarmen Klimabereich.

Ähnliche Arten

Ähnliche Arten sind:

Nutzung

Die Hainbuche ist ein Splintholzbaum mit heller, grauweißer Holzfarbe. Mit einer mittleren Rohdichte von 0,83 g/cm³ besitzt sie das schwerste Holz aller Baumarten Mitteleuropas. Das harte, sehr dichte Holz zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit, Elastizität und Zähigkeit aus. Es wird für Werkzeugstiele, Werkzeuge - z.B. Hobelsohlen -, Hackblöcke und im Klavierbau verwendet. Die früheren Einsatzbereiche waren weit umfangreicher: Webstühle, Zahnräder, Schuhleisten, Stellmacherei, landwirtschaftliche Geräte und vieles mehr. Die Hainbuche liefert auch ein hervorragendes Brennholz, welches sich von Hand jedoch nur außerordentlich schwer spalten läßt. Hainbuchen wurden früher oft regelmässig geschneitelt, um Futter für das Vieh zu gewinnen. Es entstanden dadurch bizarre, knorrige und oft hohle Baumgestalten, die man in manchen Wäldern heute noch vorfindet.

In der Gartengestaltung und der Landschaftsarchitektur wird die Hainbuche für robuste Schnitthecken verwendet.

Die Hainbuche war 1996 Baum des Jahres.

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