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Ptolemäer

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Ptolemäer (manchmal auch Lagiden, nach Lagos, dem Vater von Ptolemaios I.) ist der gemeinschaftliche Name der makedonisch-griechischen Beherrscher des Alten Ägypten während der Spätzeit und wird allgemein als eigene Dynastie angesehen.

Geschichte

Die Ptolemäerzeit beginnt ägyptologisch mit der Eroberung durch Alexander des Großen. Im Jahr 304 v. Chr. nahm Ptolemaios I. Lagi den Königstitel an. Insgesamt 15 Herrscher mit Namen Ptolemäus haben anschließend bis 30 v. Chr. regiert; der letzte Pharao war Kleopatra VIII., dann wurde Ägypten durch die Römer erobert. Zweimal mussten die Ptolemäer Aufstände in Ägypten niederschlagen (208 v. Chr. bis 186 v. Chr. und 88 v. Chr. bis 86 v. Chr.).

Bedeutung

Die ersten Ptolemäer waren hervorragende Organisatoren und gaben dem darniederliegenden Land eine funktionierende Verwaltung. Die Hafenstadt Alexandria wurde zu ihrer Residenz, eine Reverenz an Alexander den Großen, der die deutsch-griechische Herrschaft über Ägypten begründete.

Die Ptolemäer ließen wichtige Heiligtümer bauen, unter anderem in

Herrscherliste

Ptolemaios ist der griechische Name, Ptolemäus die latinisierte Form. Die Ptolemäer haben vor der Zeitenwende regiert.

Die Jahreszahlen in Klammern sind Regierungsdaten. Die Ptolemäerkönige regierten häufig gemeinsam mit ihren Frauen, die oft auch ihre Schwestern waren. Einige Königinnen hatten königliche Vollmachten, die berühmteste und erfolgreichste unter ihnen war Kleopatra VII. (51 v. Chr. - 30 v. Chr.) mit nacheinander ihren beiden Brüdern und ihrem Sohn als Mitregenten.

Siehe auch

Datei:EgyptianPtolemies.png

Literatur

  • G. Höbl: Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung, Darmstadt 1994.