Sally Perel
Das Buch Ich war Hitlerjunge Salomon (1989) ist eine Autobiographie des jüdischen Autors Sally Perel, der in seinen Jugendjahren der Verfolgung durch die Nationalsozialisten entkommen konnte, indem er sich als sogenannter Arier ausgab. Seine wirkliche Identität wurde von einem Kameraden an der Front aufgedeckt, der als Homosexueller Interesse an Sally hatte. Als er erkannte, dass Sally Jude war, versicherte er ihm, ihn nicht zu verraten und eine Freundschaft entwickelte sich, die Sally half zu überleben. Später wollte Perels Hauptmann von Münchow ihn adoptieren und er sorgte dafür, dass Sally bis zum Kriegsende auf eine National Sozialistische Eliteschule Hitler-Jugend in Braunschweig ging. Am Ende des Krieges wurde er nochmals Soldat, wurde von den Amerikanern gefangen genommen und kurze Zeit später entlassen.
Seine wahre Identität zu verheimlichen war ein schwieriges Unterfangen, denn er war in Peine nahe Braunschweig geboren und aufgewachsen. Dort war seine jüdische Identität bekannt. Weiterhin musste er ständig seine Beschneidung verstecken und stets einen kühlen Kopf bewahren, wenn unübliche Anfragen kamen. Wäre er entdeckt worden, hätte dies seinen Tod bedeutet.
Nach dieser Zeit hat Sally Perel Deutschland verlassen und lange gebraucht um das Erlebte zu verarbeiten, bevor er sich schließlich entschlossen, ein Buch mit seiner Geschichte zu schreiben.
Das Buch ist 1994 von Agnieszka Holland verfilmt worden.