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Hans-Peter Raddatz

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Hans-Peter Raddatz (* 1941) ist ein deutscher Orientalist und Publizist.

Er studierte Orientalistik an der Universität Bonn und promovierte dort 1967 mit dem Thema Die Stellung und Bedeutung des Sufyãn at Tauri bei Otto Spies.

Raddatz wird häufig als Mitarbeiter der Encyclopaedia of Islam bezeichnet, tatsächlich hat er nur einen auf seine Dissertation zurückgehenden kurzen Eintrag verfasst. Im Herbig-Verlag veröffentlichte er eine Reihe von Büchern, in denen er eine kritische Betrachtung des Islams einfordert. Raddatz schreibt auch für Zeitungen wie Die Welt zum Thema Islam. Im Gegensatz zu anderen Wissenschaftlern kommt Raddatz zu dem Schluss der absoluten Unvereinbarkeit der islamischen mit der westlichen Welt. So kritisierte er das Verhalten von Papst Johannes Paul II. scharf, der seiner Meinung nach eine zu indifferente Stellung zum Islam bezog. In seinen öffentlichen Äußerungen vertritt er daher z.B. eine strikte Gegnerschaft zum EU-Beitritt der Türkei. Als Protagonisten der proislamischen Elitenverschwörung im Rahmen des „Technisch-islamischen Strukturwandels“ macht er die Freimaurer aus, denen er auch Johannes Paul II. zurechnet.

Im Oktober 2005 erregten Beiträge im deutschen Internet-Portal Muslim-Markt Aufmerksamkeit, die bisher von den gerichtlich bestellten Gutachtern Ursula Spuler-Stegemann und Tilman Nagel sowie, unabhängig, von Gerd-Rüdiger Puin als Aufruf zum Mord an Raddatz verstanden wurden; ein Gutachten des BKA widerspricht dem.

Werke

  • Von Gott zu Allah? Christentum und Islam in der liberalen Fortschrittsgesellschaft Herbig-Verlag, München 2001, ISBN 3776622121
  • Von Allah zum Terror? Der Djihad und die Deformierung des Westens Herbig-Verlag, München 2002.
  • Allahs Schleier - die Frau im Kampf der Kulturen Herbig-Verlag, München 2004.
  • Die türkische Gefahr? Risiken und Chancen Herbig-Verlag, München 2004, ISBN 3776623926
  • Allahs Frauen Herbig-Verlag, München 2005.