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Johann Heinrich Heinrichs

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Johann Heinrich Heinrichs (* 1765 in Hannover; † 17. März 1850 in Burgdorf) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe, hannöverscher Kirchenrat und Superintendent.

Leben

Heinrichs war der Sohn des Kaufmanns Carl Conrad Heinrichs in Hannover. Er studierte von Ostern 1784[1] bis Michaelis 1788 Theologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Aus seiner Studienzeit in Göttingen hat sich sein Stammbuch mit der Laufzeit 1784–1790 erhalten.[2] Es weist ihn in seiner Studentenzeit sowohl als Angehörigen der Hannöverschen Landsmannschaft wie auch des Amicistenordens aus. Nebenher war er in Göttingen als Hauslehrer tätig, ebenso von Michaelis 1788 bis Ostern 1789 in Hannover. Dann kehrte er nach Göttingen zurück und wurde Repetitor an der theologischen Fakultät. Aus gesundheitlichen Gründen war ihm eine Laufbahn als Hochschullehrer verwehrt. Von Ostern 1792 bis 1793 zog er sich nach Hannover zurück. Am 21. Januar bestand er sein Examen vor dem Konsistorium und erhielt seine erste Pastorenstelle in Quickborn bei Lüneburg. 1799 wurde er Archidiakon in Dannenberg (Elbe) und 1806 Superintendent in Klötze, einer damals zum Kurfürstentum Hannover gehörenden Exklave in der Altmark. 1810 wurde er Superintendent in Burgdorf bei Hannover. Obwohl Heinrichs die wissenschaftliche Laufbahn an der Universität verwehrt blieb, machte er sich doch als theologischer Schriftsteller einen Namen, unter anderem als Mitarbeiter und Mitherausgeber der letzten Bände an Johann Benjamin Koppes († 1791) Neubearbeitung des Neuen Testaments „N. T. graec. perpetua annotatione illustratum“. Er wurde mit dem Ehrendoktor der Theologie ausgezeichnet.

Sein Sohn Carl Friedrich Christoph Heinrichs (1798–1881) wurde Pastor und Konsistorialrat in Detmold.

Schriften

  • Joannis Henrici Heinrichs Commentatio de luxu: num et quatenus secundum religionis christianae praecepta licitus sit an illictus. 1788
  • De avctore atqve aetate capitis Geneseos XLIX commentatio: Qva ad avdiendas lectiones ... Brose, 1790
  • Dissertatio brevis in locum Paulinum Rom. VIII, 3. Conscripsit Ioannes Henricus Heinrichs. Brose, 1791
  • Paulli Epistolae ad Timothevm, Titvm et Philemon graece. Dieterich, 1798
  • Pavlli Epistolae ad Philippenses et Colossenses graece. Dieterich, 1803
  • Beiträge zur Beförderung der theologischen Wissenschaften. Band 2, 1805
  • Die Gemüthsstimmung einer religiösen Christenfamilie, die durch schwere Unglücksfälle von ihrem Wohlstande herabgebracht nach Brod zu rufen sich gedrungen sieht: Eine Predigt, über das Evangelium am siebenten Sonntage nach Trinitatis, zu Clötze gehalten. Hahn, Hannover 1807
  • gemeinsam mit Johann Benjamin Koppe: Acta Apostolorum. Dieterich, 1809
Digitalisat im Internet Archive
  • gemeinsam mit Johann Benjamin Koppe: Apocalypsis graece. 2 Bände, Dieterich, 1818
Digitalisat im Internet Archive
  • gemeinsam mit Johann Benjamin Koppe: Epistola ad Hebraeos Graece. Dieterich, 1823
  • Commentar über die Offenbarung Johannis. 1833

Literatur

  • Neuer Nekrolog der Deutschen. Bd. 28 (1850) Weimar 1852. Nr. 48., S. 176-184
  • Gunnar Henry Caddick: Die Hannöversche Landsmannschaft an der Universität Göttingen von 1737–1809. Göttingen 2002.

Einzelnachweise

  1. Imm. 3. Mai 1784
  2. Stammbuch Heinrichs 1784–1790 im Archiv des Corps Hannovera Göttingen

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