Wilhelm Schulze (Heimatforscher)
Wilhelm Schulze (* 22. Dezember 1886 in Westerhüsen; † 11. Oktober 1971 in Schönebeck (Elbe)) war Heimatforscher, Mitbegründer des Kreismuseums Schönebeck und Kommunalpolitiker.
Leben
Schulze besuchte das Lehrerseminar Barby und nahm 1910 in Schönebeck eine Tätigkeit als Lehrer auf. Er wechselte später zur Mittelschule in Salzelmen, wo er bis 1955 tätig blieb.
Besondere Bedeutung erlangte er jedoch durch seine Arbeiten zur Heimatgeschichte der Region Schönebeck. So veröffentlichte er eine Vielzahl von Beiträgen zu diesem Thema und hielt zahlreiche Vorträge. 1919 hatte er ehrenamtlich die Stelle des Stadtarchivars von Groß Salze übernommen. Groß Salze wurde später gemeinsam mit Frohse und Bad Salzelmen nach Schönebeck eingemeindet. Schulze nahm dann ab 1932 die Stelle als Archivar der gesamten Stadt Schönebeck war. Insgesamt übte er die Funktion als Archivar 50 Jahre aus.
Im Jahr 1924 gehörte Schulze zu den Mitbegründern des Kreismuseums Schönebeck.
1945 gründete er die Schönebecker CDU, die er als Abgeordneter im Stadtrat und im Kreistag vertrat. Darüberhinaus war Schulze Mitglied im Kreiskirchenrat.
Werke
- Von den älteren Grabsteinen auf dem Kirchhof zu Groß Salze, 1921
- Johann Wilhelm Tolberg in Mitteldeutsche Leb. 3, Seite 242 bis 252
- Der Salzhandel der Pfännerschaft von Groß Salze, in GeschBll 61, 1926, Seiten 1 bis 39
- Die Magdeburger Gegend in der Kriegsnot vor 300 Jahren, in GeschBll 68/69, 1933/34, Seiten 100 bis 154
- Vom Verfasser der hist. Beschreibung der Salzwerke im Hzt. Magdeburg, in GeschBll 1939/41, Seiten 131 bis 140
- Aus der Geschichte des Kreises Calbe., in Der Kr. Calbe. Ein Heimatbuch, 1937, Seiten 137 bis 198
- Schönebeck und seine Nachbarorte in der Franzosenzeit, 1938
- Geschichte der Schönebecker Saline, 1955
- Aus der Geschichte der Stadt Schönebeck, acht Bände, 1962
Literatur
- Hans-Joachim Geffert, in Magdeburger Biographisches Lexikon, Scriptum Verlag Magdeburg, 2002, ISBN 3-933046-49-1