Daumenschraube

Die Daumenschraube war ein Folterinstrument zur „Wahrheitsfindung“ der Rechtsprechung im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Sie wurde bei einer peinlichen Befragung zur Erwirkung von Geständnissen eingesetzt.
Dabei werden der Daumen oder andere Finger in eine Zwinge gespannt und deren durch Gewinde mit einander verbundene Backen schraubenförmig zusammengezogen. Dieser Prozess ist äußerst schmerzhaft und nicht selten mit Frakturen verbunden, welche bleibende Schäden an der Hand verursachen können.
Sehr oft wurde diese Form der Folter zu Geständnissen bei der Hexenverfolgung eingesetzt.
Die Folter wurde oft von medizinfachkundigen Menschen durchgeführt, wobei die Daumenschraube nur so weit zugedreht wurde das die Finger nicht gebrochen waren. Somit erzielte die Folter sehr häufig Geständnisse.
Siehe auch
Folter, Rechtsgeschichte, Hexenverfolgung andere Folterinstrumente: der spanische Stiefel, das Rad oder die Streckbank
Weblinks
Die umgangssprachliche Redewendung „die Daumenschrauben anziehen“ bezieht sich in der Regel auf eine Erhöhung der Abgaben oder Steuern.