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„Auferstehungskirche (Arnsberg)“ – Versionsunterschied

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Die '''Auferstehungskirche''' in [[Arnsberg]] erbaut zwischen 1822 und 1824 war der erste evangelische Kirchenbau in der Stadt
Die '''Auferstehungskirche''' in [[Arnsberg]] erbaut zwischen 1822 und 1824 war der erste evangelische Kirchenbau in der Stadt
[[Bild:Auferstehungskirche-2.JPG|thumb|Auferstehungskirche in Arnsberg]]
[[Bild:Auferstehungskirche-2-2.JPG|thumb|Auferstehungskirche in Arnsberg]]
Als Folge der [[Gegenreformation]] im [[Herzogtum Westfalen]] gab es bis zum Ende des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] keine protestantische Kirchengemeinde in Arnsberg. Dies änderte sich mit dem Übergang des Herzogtums an [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt|Hessen-Darmstadt]] im Jahr 1803. Dadurch kamen zahlreiche protestantische Beamte mit ihren Familien in die Stadt. Außerdem war sie Garnison hessischer Truppen. Zunächst nutzten Protestanten und Katholiken die [[Stadtkapelle St. Georg (Arnsberg)|St. Georgs Kapelle]] in der Arnsberger Altstadt wechselweise. Nach dem Übergang der Region an [[Preußen]] 1816 und der weiter wachsenden protestantischen Bevölkerung wurde das Bedürfnis nach einem eigenen Gotteshaus dringender. Die Planungs- und Entscheidungsgeschichte war dabei kompliziert. Pläne die genutzte Kapelle ausschließlich für die evangelische Gemeinde umzubauen, scheiterten auch am Widerstand von [[Karl Friedrich Schinkel]]. Auch in Hinblick auf die Konzentration der neuen Bewohner im neuen „klassizistischen Viertel“ rund um den Neumarkt war ein neuer Kirchenbau sinnvoll. Da die Pläne einer [[Neogotik|neogotischen]] Kirche wie sie Schinkel vorgeschlagen hatte, sich nicht in die Gesamtanlage des Platzes fügten, entstand schließlich auch gefördert von [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]] ein [[Klassizismus|klassizistischer]] [[Zentralbau]] in Form eines gleichschenkligen [[Griechisches Kreuz|griechischen Kreuzes]]. Über dem Mittelbau erhebt sich ein Turm mit einer umlaufenden Galerie.
Als Folge der [[Gegenreformation]] im [[Herzogtum Westfalen]] gab es bis zum Ende des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] keine protestantische Kirchengemeinde in Arnsberg. Dies änderte sich mit dem Übergang des Herzogtums an [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt|Hessen-Darmstadt]] im Jahr 1803. Dadurch kamen zahlreiche protestantische Beamte mit ihren Familien in die Stadt. Außerdem war sie Garnison hessischer Truppen. Zunächst nutzten Protestanten und Katholiken die [[Stadtkapelle St. Georg (Arnsberg)|St. Georgs Kapelle]] in der Arnsberger Altstadt wechselweise. Nach dem Übergang der Region an [[Preußen]] 1816 und der weiter wachsenden protestantischen Bevölkerung wurde das Bedürfnis nach einem eigenen Gotteshaus dringender. Die Planungs- und Entscheidungsgeschichte war dabei kompliziert. Pläne die genutzte Kapelle ausschließlich für die evangelische Gemeinde umzubauen, scheiterten auch am Widerstand von [[Karl Friedrich Schinkel]]. Auch in Hinblick auf die Konzentration der neuen Bewohner im neuen „klassizistischen Viertel“ rund um den Neumarkt war ein neuer Kirchenbau sinnvoll. Da die Pläne einer [[Neogotik|neogotischen]] Kirche wie sie Schinkel vorgeschlagen hatte, sich nicht in die Gesamtanlage des Platzes fügten, entstand schließlich auch gefördert von [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]] ein [[Klassizismus|klassizistischer]] [[Zentralbau]] in Form eines gleichschenkligen [[Griechisches Kreuz|griechischen Kreuzes]]. Über dem Mittelbau erhebt sich ein Turm mit einer umlaufenden Galerie.



Version vom 29. April 2007, 17:15 Uhr

Die Auferstehungskirche in Arnsberg erbaut zwischen 1822 und 1824 war der erste evangelische Kirchenbau in der Stadt

Auferstehungskirche in Arnsberg

Als Folge der Gegenreformation im Herzogtum Westfalen gab es bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches keine protestantische Kirchengemeinde in Arnsberg. Dies änderte sich mit dem Übergang des Herzogtums an Hessen-Darmstadt im Jahr 1803. Dadurch kamen zahlreiche protestantische Beamte mit ihren Familien in die Stadt. Außerdem war sie Garnison hessischer Truppen. Zunächst nutzten Protestanten und Katholiken die St. Georgs Kapelle in der Arnsberger Altstadt wechselweise. Nach dem Übergang der Region an Preußen 1816 und der weiter wachsenden protestantischen Bevölkerung wurde das Bedürfnis nach einem eigenen Gotteshaus dringender. Die Planungs- und Entscheidungsgeschichte war dabei kompliziert. Pläne die genutzte Kapelle ausschließlich für die evangelische Gemeinde umzubauen, scheiterten auch am Widerstand von Karl Friedrich Schinkel. Auch in Hinblick auf die Konzentration der neuen Bewohner im neuen „klassizistischen Viertel“ rund um den Neumarkt war ein neuer Kirchenbau sinnvoll. Da die Pläne einer neogotischen Kirche wie sie Schinkel vorgeschlagen hatte, sich nicht in die Gesamtanlage des Platzes fügten, entstand schließlich auch gefördert von Friedrich Wilhelm III. ein klassizistischer Zentralbau in Form eines gleichschenkligen griechischen Kreuzes. Über dem Mittelbau erhebt sich ein Turm mit einer umlaufenden Galerie.

Innerhalb des Baus wird ein Mittelraum durch acht dorische Säulen umgrenzt. Im Ostteil der Kirche befindet sich der Altar und hinter diesem ein Altarbild des Malers Ernst Deger aus dem Jahr 1830 im Stil der Nazarenerschule, dass den auferstandenen Christus zeigt. Sowohl Tauftisch – einer antiken Opferschale nachempfunden - an der Nordseite wie auch die Kanzel sind dem klassizistischen Stil angepasst.

Später wurde im Westen eine Orgelempore hinzugefügt. Nachdem sich die Kirche durch das Wachstum der Gemeinde als zu klein erwiesen hatte, wurde der Bau 1890/91 nach Westen hin erweitert. In den 1950er Jahren wurde die Farbgestaltung im Innenraum nach klassizistischen Vorbildern neu ausgeführt. In den letzten Jahrzehnten erfuhr das innere weitere Veränderungen. Ein Teil des bisherigen Kirchenbänke wurden entfernt und durch Stühle ersetzt, um so eine multifunktionale Nutzung zu ermöglichen. Als Reaktion auf das Schrumpfen der Gemeinde wurde ein Teil des Anbaus von 1890 abgetrennt und diente heute der Gemeindearbeit.

Literatur

  • Die Baudenkmäler der Stadt Arnsberg. Erfassungszeitraum 1980 – 1990. Arnsberg, 1990. S.17-19
  • Ludwig Schreiner: Die Evangelische Kirche in Arnsberg. Ein Bauwerk der Schinkelzeit. In: Werner Philipps: Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Arnsberg. Arnsberg, 1975. S.66-76.