„Luftmine“ – Versionsunterschied
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Die [[Explosionskrater]] („Trichter“) waren eher flach oder fehlten völlig, und auch die Splitterwirkung dieser Bomben war verhältnismäßig gering, aber die binnen Sekundenbruchteilen freigesetzte [[Energie]] bei der [[Explosion]] war gewaltig. Die gigantische [[Detonationswelle|Druckwelle]] zerstörte im Umkreis von 100 Metern alle Gebäude gewöhnlicher Bauart, riss im freien Gelände bis zu 1.000 Meter weit Türen und Fensterrahmen heraus und ließ Fensterscheiben noch in einer Entfernung von 2.000 Metern zersplittern. Wenn solche Bomben gezielt über Häusern explodierten, deckten sie die Dächer der Häuser im Umkreis von mehreren 100 Metern ab. Aus diesem Grund wurden auch Luftminen eingesetzt um [[Brandbombe|Brandbomben]] einen guten Zugang zu leicht brennbaren Dachböden und -stühlen zu ermöglichen. Straßen wurden durch die Wirkung für Rettungskräfte unpassierbar. Unzählige Opfer von Luftminen starben an [[Lungenriss]]. Luftminen dienten im Zusammenwirken mit Brandbomben dem Entfachen von sogenannten [[Feuersturm |Feuerstürmen]]. |
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Version vom 28. Januar 2007, 18:13 Uhr

Die Luftmine ist ein großer, schwerer Sprengkörper mit hoher Zerstörungskraft, der im Luftkrieg von Flugzeugen abgeworfen wird (Bombardement). Die Bezeichnung "Luftmine" ist irreführend. Luftminen sind im Prinzip nichts anderes als enorm große Sprengbomben. Im Volksmund wurden diese Bomben wegen ihrer großen Abmessungen oft als „Badeofen“ oder „Litfaßsäule“ bzw. ihrer ungeheuren Wirkung wegen als „Wohnblockknacker“ bezeichnet. Auch die englische Bezeichnung „Blockbuster“ rührt von der enormen Zerstörungskraft her, die ganze Häuserblocks in Schutt und Asche legen konnte.
Luftminen hatten ein Gewicht von mehreren hundert Kilogramm bis zu mehreren Tonnen und waren mit bis 70 Prozent ihres Gesamtgewichtes mit hoch explosivem Sprengstoff gefüllt. Sie hatten im Vergleich zu „normalen“ Bomben nahezu gigantische Ausmaße: Mehrere Meter lang und im Durchmesser bis zu einem Meter dick, dabei jedoch verhältnismäßig dünnwandig umhüllt. Bestimmte englische Typen enthielten das flüssige Panclastit in Mengen von 2,5 Tonnen, das aus zwei Komponenten erst während des Abwurfes durch ein kleines Windrad gemischt wurde.
Als besonders grausame Waffe wurden sie während des Zweiten Weltkrieges im zivilen Luftkrieg sowohl von den Deutschen als auch von Briten und Amerikanern eingesetzt. Ebenso wie kleine Sprengbomben detonierten Luftminen, die an Fallschirmen abgeworfen wurden, nicht, wie der Name vermuten lässt, in der Luft, sondern meist am Boden durch mehrere Aufschlag- oder Zeitzünder. Eine der selten direkt in der Luft gezündeten Luftminen hatte allerdings eine noch größere Wirkung. Die Abschirmung durch Nachbargebäude wurde minimiert und die Druckwelle durch die schräge Reflexion verstärkt. Die Explosionskrater („Trichter“) waren eher flach oder fehlten völlig, und auch die Splitterwirkung dieser Bomben war verhältnismäßig gering, aber die binnen Sekundenbruchteilen freigesetzte Energie bei der Explosion war gewaltig. Die gigantische Druckwelle zerstörte im Umkreis von 100 Metern alle Gebäude gewöhnlicher Bauart, riss im freien Gelände bis zu 1.000 Meter weit Türen und Fensterrahmen heraus und ließ Fensterscheiben noch in einer Entfernung von 2.000 Metern zersplittern. Wenn solche Bomben gezielt über Häusern explodierten, deckten sie die Dächer der Häuser im Umkreis von mehreren 100 Metern ab. Aus diesem Grund wurden auch Luftminen eingesetzt um Brandbomben einen guten Zugang zu leicht brennbaren Dachböden und -stühlen zu ermöglichen. Straßen wurden durch die Wirkung für Rettungskräfte unpassierbar. Unzählige Opfer von Luftminen starben an Lungenriss. Luftminen dienten im Zusammenwirken mit Brandbomben dem Entfachen von sogenannten Feuerstürmen.