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Gerhard Haderer und Eupen: Unterschied zwischen den Seiten

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'''Gerhard Haderer''' (* [[1951]] in [[Leonding]]) ist [[Österreich|österreichischer]] [[Karikaturist]].
!colspan="2" align="center"| '''Eupen'''
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| style="width: 155px;" | [[Bild:Eupen wappen.jpg|160px|center|Lage]]
| style="width: 145px;" | [[Bild:Duitstalige GemeenschapLocatie.png|160px|center|Lage]]
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! colspan="2" | Basisdaten
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| [[Staat|Land]]: || [[Belgien]]
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| [[Provinz]]: || [[Provinz Lüttich|Lüttich]]
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| [[Politische Gliederung Belgiens#Gemeinschaften|Gemeinschaft]]: ||[[Deutschsprachige Gemeinschaft|DG]]
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| [[Region]]: || [[Wallonien|Wallonische Region]]
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| [[Fläche]]: || 103,74 [[Quadratkilometer|km²]]
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| [[Geographische Lage]]: || {{Koordinate Text Artikel|50_37_50_N_6_2_5_E_type:city(17610)_region:BE|50° 37' 50" N, 06° 02' 05 '' O}}
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| [[Einwohner]]: || 18.248 ''<small>(1. Januar 2006)</small>''
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| - Männer: || 48,73 %
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| [[Bevölkerungsdichte]]: || 176 Einwohner/km²
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| [[Postleitzahl]]: || 4700
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| Stadtverwaltung: || Rathausplatz 14<br>4700 Eupen
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| Website: || [http://www.eupen.be www.eupen.be]
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! colspan="2" | Politik
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| [[Bürgermeister]]: ||Dr. Elmar Keutgen ''<small>CSP</small>''
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! colspan="2" | Sonstiges
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| [[Telefonvorwahl]] aus dem Ausland: ||+3287
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| [[Telefonvorwahl]] aus Belgien: ||087
|}
'''Eupen''' (altfranzösisch ''Néau'') ist der Regierungssitz der [[Deutschsprachige Gemeinschaft|Deutschsprachigen Gemeinschaft]] in [[Ostkantone|Ostbelgien]]. Die Stadt liegt 16 km von [[Aachen]] und 45 km von [[Lüttich]] und [[Maastricht]] entfernt. Ihre Einwohner sind zu etwa 90&nbsp;% deutschsprachig.


== Geschichte ==
Er studierte an der Fachschule für Gebrauchs- und Werbegraphik in Linz. Im Anschluss daran absolvierte er eine Graveurlehre in Stockholm. Er arbeitet zuerst als Dekorateur bei der [[Quelle (Versandhandel)|Quelle AG]], anschließend als Grafiker und Illustrator für Werbeagenturen. 1984 beginnt er satirische Zeichnungen zu erstellen, die zuerst in den Zeitschriften ''Oberndorf aktuell'' und ''Watzmann'' veröffentlicht werden. Ab 1985 sind seine Karikaturen in [[Profil (Zeitschrift)|Profil]] zu finden, später auch in [[Wiener (Zeitschrift)|Wiener]], [[Titanic (Magazin)|Titanic]], [[GEO (Zeitschrift)|GEO]], [[Trend (Wirtschaftsmagazin)|Trend]], den [[Oberösterreichische Nachrichten|Oberösterreichischen Nachrichten]] und im [[Stern (Zeitschrift)|Stern]].
Der Ort Eupen und die Nikolauskapelle im [[Herzogtum Limburg]] wurden 1213 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Durch die [[Schlacht von Worringen]] fiel das Herzogtum Limburg unter Johann I. 1288 an Brabant. 1387 gingen Brabant und Limburg an das [[Haus Burgund]]. Im Krieg gegen [[Geldern]] wurde Eupen niedergebrannt.


1445 gab es in Eupen 156 Haushalte ("Feuerstätten"), in Nispert 25, und Stockem 16. 1477 kam Eupen mit [[Brabant (historisches Gebiet)|Brabant]] und Limburg an die österreichischen [[Habsburger]]. 1544 verlieh Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] dem Ort das Recht, zwei freie [[Jahrmarkt|Jahrmärkte]] abzuhalten. 1554 wurde Eupen wegen seines Handels mit [[Tuch]]en und Nägeln bekannt. 1555 gelangte Eupen mit Brabant und Limburg an die spanischen Habsburger.
Sein 2002 erschienenes Buch ''Das Leben des Jesus'' löst heftige Reaktionen insbesondere der katholischen Kirche aus. Am 19. Jänner 2005 wurde er in Abwesenheit in Griechenland wegen Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft in diesem Buch zu sechs Monaten Haft verurteilt. Dieses Urteil wurde jedoch am 13. April 2005 korrigiert und Gerhard Haderer freigesprochen.


[[Image:Eupen Church.jpg|thumb|left|150px|St. Nikolaus-Kirche]]
== Werke ==
Von 1565 stammt die erste Erwähnung der protestantischen Bewegung in Eupen. 1582 wurde Eupen in der Nacht von niederländischen Söldnern zu 50 Prozent niedergebrannt. 1627 bestanden in Eupen 700 Haushalte und über 2000 erwachsene Gläubige. 1635 dezimierte eine [[Pest|Pestepidemie]] die Bevölkerung. 1648 wurde Eupen freie Herrschaft mit einem eigenem Gericht und erhielt 1674 durch [[Siegel]]verleihung [[Stadtrecht]]e.


1680 wurde eine erste Feintuchmanufaktur in Eupen errichtet. Zum Beginn der Blütezeit erhielt Eupen 1688 das Recht, fünf freie Jahrmärkte abzuhalten. 1695 wurde Eupen zur eigenständigen Pfarre erhoben.
* ''Sehr verehrte Österreicher'' (1987)

* ''Vorsicht, Aloisia'' (1989)
1713 fiel die Stadt nach dem [[Frieden von Utrecht]] mit [[Brabant (historisches Gebiet)|Brabant]] und Limburg an die österreichischen [[Habsburger]] zurück. 1783 erfolgte die Einrichtung eines Kaufmannskollegiums, einer Art Handelskammer, und 1787 die Errichtung eines Gerichts erster Instanz.
* ''Das große Buch vom kleinen Oliver'' (1991)

* ''Haderers Wochenschau'' (1993)
1794 kam die Stadt unter französische Herrschaft und gehörte zum [[Ourthe Département]], [[Präfektur (Frankreich)|Präfektur]] [[Lüttich]], Unterpräfektur [[Malmedy]]. 1815 durch den [[Wiener Kongress]] wurde Eupen der [[Rheinprovinz]] des [[Königreich Preußen|Königreiches Preußen]] zugeordnet, 1827 erschien die erste Zeitung in Eupen. 1864 wurde der Stadt Eupen ein Stadtwappen verliehen.
* ''Vorsicht, Haderer!'' (1994)

* ''Think positiv - Die besten Cartoons aus 10 Jahren'' (1996) - Ueberreuter
1872 wurde die St.-Josephs-Pfarre in der Unterstadt als zweite Eupener Pfarre errichtet. Durch den [[Vertrag von Versailles]] kam Eupen 1920 zu Belgien und war bis 1925 Teil des dem General [[Herman Baltia]] unterstellten General-Gouvernements Eupen-Malmedy.
* ''Die letzte Märchenprinzessin'' (1997) mit Text von Elisabeth, Eva und [[Robert Menasse]]

* "Jörgi, der Drachentöter" - Ueberreuter
Am 18. Mai 1940 wurde das Gebiet um Eupen vom Deutschen Reich annektiert. Die Befreiung erfolgte im September 1944 durch amerikanische Truppen.
* "Die glorreichen Drei" - Ueberreuter
* ''Das Leben des Jesus'' (2002) - Ueberreuter
Der 300. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte wurde 1974 gefeiert und 1975 begann die Städtepartnerschaft mit [[Temse]].
* ''Von Hunderln und Menschen'' (2003) - Ueberreuter

* "Alles Liebe" + "Alles Essen" - Ueberreuter
1977 kam durch die Gemeindefusion die Gemeinde [[Kettenis]] zu Eupen. Die Verleihung eines neuen Wappens durch König [[Baudouin I.]] erfolgte 1983 und im selben Jahre wurde die Stadt Sitz der ersten Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.
* ''Danke gut'' (2005) - Ueberreuter

* "Apropos Fußball" (2006) - Ueberreuter
===Politik===
Seit der Umwandlung Belgiens in einen [[Föderalismus|Föderalstaat]] ist Eupen Parlaments- und Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) und somit politisches Zentrum der rund 73.000 Einwohner umfassenden [[Deutschsprachige Minderheiten|deutschsprachigen Minderheit]] in Belgien.

==Kultur und Sehenswürdigkeiten==

=== Museen ===

* IKOB: Museum für zeitgenössische Kunst
* Städtisches Museum Gospertstrasse

===Tourismus===
Eupen liegt am Rande des [[Naturpark Hohes Venn-Eifel|Naturparks Hohes Venn-Eifel]], ist im Osten und Süden von Wäldern und im Westen von weitläufigen heckenumsäumten Wiesenlandschaften umgeben.<br>
Die Innenstadt weist zahlreichen Patrizierhäusern aus dem 18. Jahrhundert auf; dahinter liegen die [[Tuchscherer]]winkel. Die St.-Nikolaus-Kirche auf dem historischen Marktplatz wurde 1722 nach Plänen des Aachener Baumeisters [[Laurenz Mefferdatis]] errichtet, der von 1744 stammende Hochaltar ist ein Entwurf von [[Johann Josef Couven]]. [[Image:Eupen012.jpg|thumb|left|Die Gospertstraße]] Auf dem historischen Werthplatz befinden sich das Kriegerdenkmal mit dem drachentötenden [[St. Georg (Heiliger)|St. Georg]] aus der preußischen Zeit und die Werthkapelle von 1699 mit ihrem klassizistischen Vorbau, sowie weiteren Patrizier- und Bürgerhäusern aus der Zeit zwischen 1650 und 1800. Sehenswert sind das Stadtmuseum in der historischen Gospertstraße und ein Schokoladenmuseum in der Industriezone. Ein Fabrikgebäude des großen Barockbaumeisters [[Johann Conrad Schlaun]], das er für seinen Schwiegervater ausführte, befindet sich in der Unterstadt. Von der Moorenhöhe aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf diesen Stadtteil, das Wesertal und den [[Hertogenwald]]. In der näheren Umgebung befindet sich die [[Wesertalsperre]], Belgiens größtes Trinkwasserreservoir. Eupen befindet sich in direkter Nachbarschaft zum [[Hohes Venn|Hohen Venn]], mit dem Naturparkzentrum [[Botrange]] und den dort vorhandenen vielfältigen Wander- und Skilanglaufmöglichkeiten. 10 Kilometer westlich der Stadt befindet sich die [[Gileppe]]-Talsperre, die bei ihrer Einweihung 1856 Europas größte Betonstaumauer war.

===Folklore===
*Rheinischer [[Karneval]] mit u.a. [[Rosenmontagszug]].

== Wirtschaft ==
*Kabelherstellung im [[Kabelwerk Eupen]]
*Kunststoffverarbeitende Betriebe
*Herstellung von Trockenfilzen für die [[Papierherstellung]]
*Schokoladenherstellung
*Präzisionsmechanische Betriebe
*[[Belgischer Rundfunk]] (BRF): Deutschsprachiger öffentlich-rechtlicher Radio- und Fernsehsender.
*Ein ausgeprägtes Transportwesen durch eine zentrale Lage zu großen Wirtschaftszentren.
*Die Mehrsprachigkeit der Einwohner und die Nähe zu den Hochschulen [[RWTH Aachen]], [[Fachhochschule Aachen]], [[Universität Lüttich]] und [[Universität Maastricht]] sind Standortvorteile.

==Bildung==
Die Autonome Hochschule in der deutschsprachigen Gemeinschaft, bildet Lehrkräfte für Primarschule, Kindergarten und Krankenpflege aus.

==Verkehr==
[[Image:Bahnhof-Eupen003.JPG|thumb|Bahnhof Eupen]]
Der Bahnhof Eupen ist der östlichste Endpunkt der stündlichen [[InterCity]]-A-Züge der [[SNCB]], welche Eupen - über die [[Wesertalstrecke]], sowie die [[HSL 2|Hochgeschwindigkeitstrasse 2]] - via [[Lüttich]] und [[Brüssel]] mit [[Ostende]] verbindet. Bei dieser Linie handelt es sich um die wichtigste innerbelgische Ost-West-Eisenbahnverbindung.

Ferner besteht Autobahnanschluss über die [[Europastraße 40|E40]] in Nähe der Industriegebiete.

===Verkehrsgeschichte===
Früher gab es mit der sogenannten ''[[Vennbahn]]'' Zugverbindungen nach [[Aachen]], [[Stolberg]] und [[Luxemburg]]. Darüber hinaus bestand seit 1906 durch die [[Straßenbahn_Aachen|Aachener Straßenbahn]] eine Straßenbahnverbindung, die 1920 von der [[SNCV]] übernommen wurde und bis nach [[Verviers]] ausgebaut wurde. Nach 1945 wurde der Verkehr in Richtung Aachen zur Grenzhaltestelle ''Köpfchen'' nicht wieder aufgenommen. Die Strecke nach Verviers war noch bis 1954 in Betrieb.

==Söhne und Töchter der Stadt==
*[[Serge Brammertz]] (* 1962), UN-Sonderbeauftragter
*[[Rudolf Fettweis]] (1882–1956), Oberdirektor des Wasser- und Straßenbaus in Baden.
*[[Marie Hüllenkremer]] (1943–2004), Journalistin und Politikerin
*[[Alfred Holler]] (1888–1954), Kunstmaler
*[[Herbert Laschet Toussaint]] (* 1957), Lyriker und Herausgeber
*[[Carl de Nys]], (1917–1996) Priester, Musikwissenschaftler und Kritiker
*[[Walter Ophey]], (1882–1930) Kunstmaler, rheinischer Expressionist.
*[[Jasmin Schwiers]] (* 1982), Schauspielerin
*[[Diane Siemons-Willems]] (* 1985), Schauspielerin
*[[Carl Bernhard Wilhelm Scheibler]], (1827–1899) Chemiker
*[[Hubert Theophil Simar]], (1835–1902) Erzbischof von Köln
*[[Henri Xhonneux]], (1945–1995) Filmemacher

== Literatur ==
* Viktor Gielen: ''Aus Eupens Vergangenheit. Heimatbuch der Stadt Eupen'', Das Bild der Heimat Band 3, Raeren 1966
* August Tonnar, Wilhelm Evers, Wilhelm Altenburg: ''Wörterbuch der Eupener Sprache'', Unveränd. Neudr. d. Ausg. von 1899, M. Sändig Reprint Verlag, Wiesbaden 1970
* ''Eupen 1974. Ein Beitrag zum Stadtjubiläum'', Grenz-Echo Verlag, Eupen 1974


== Weblinks ==
== Weblinks ==
{{commons|Eupen}}
* [http://www.stern.de/unterhaltung/comic/haderer/?nv=sb Cartoons von Gerhard Haderer für den Stern]
* [http://www.eupen.be/ Offizielle Website]
* [http://www.comicradioshow.com/Article2237.html Keine Mohammed-Karikaturen von Haderer]
* [http://www.eupen-info.be/ Tourist Info]
* [http://www.eupener-stadtmuseum.org/ Eupener Stadtmuseum]

== Siehe auch ==
Im etwa 30 Kilometer entfernten [[Eschweiler]] in Deutschland gibt es einen Stadtteil mit dem Namen „Klein Eupen“: [[Klee Oepe]].

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Bild:Eupen-friedensbrunnen.jpg|Friedensbrunnen von P.Hodiamont
{{DEFAULTSORT:Haderer, Gerhard}}
Bild:Eupen009.jpg|Industrie im Wesertal
[[Kategorie:Mann]]
Bild:Eupen017.jpg|Zentrum Oberstadt
[[Kategorie:Österreicher]]
Bild:Eupen023.jpg|Parlament der DG
[[Kategorie:Geboren 1951]]
Bild:Eupen Government seat.jpg|Regierungsgebäude
Bild:Hautes-Fagnes.jpg|Frost im Hohen Venn
Bild:Eupen021.jpg|Mefferdatis Haus
Bild:Eupen018.jpg|Clown Denkmal
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{{Navigationsleiste Gemeinden Provinz Lüttich}}
<!-- Bitte nicht loeschen!
Zur Erklaerung siehe [[Wikipedia:Personendaten]] -->


[[Kategorie:Ort in der Provinz Lüttich]]
{{Personendaten|
NAME= Haderer, Gerhard
|ALTERNATIVNAMEN=
|KURZBESCHREIBUNG= Österreichischer Karikaturist
|GEBURTSDATUM= [[1951]]
|GEBURTSORT= [[Leonding]], [[Oberösterreich]], [[Österreich]]
|STERBEDATUM=
|STERBEORT=
}}


[[en:Gerhard Haderer]]
[[af:Eupen]]
[[br:Eupen]]
[[ca:Eupen]]
[[cs:Eupen]]
[[cy:Eupen]]
[[en:Eupen]]
[[eo:Eupen]]
[[es:Eupen]]
[[fr:Eupen]]
[[it:Eupen]]
[[lb:Eupen]]
[[li:Eupe]]
[[nl:Eupen]]
[[pl:Eupen]]
[[pt:Eupen]]
[[sr:Епен]]
[[fi:Eupen]]
[[sv:Eupen]]
[[vo:Eupen]]
[[wa:Eupen]]
[[zh:歐本 (比利時)]]

Version vom 12. Oktober 2007, 10:55 Uhr

Eupen
Die Eupener Unterstadt
Wappen Karte
Lage
Lage
Lage
Lage
Basisdaten
Land: Belgien
Provinz: Lüttich
Gemeinschaft: DG
Region: Wallonische Region
Fläche: 103,74 km²
Geographische Lage: Vorlage:Koordinate Text Artikel
Einwohner: 18.248 (1. Januar 2006)
- Männer: 48,73 %
- Frauen: 51,27 %
Bevölkerungsdichte: 176 Einwohner/km²
Höhe: 250-350 m ü. NN
Postleitzahl: 4700
Stadtverwaltung: Rathausplatz 14
4700 Eupen
Website: www.eupen.be
Tourist: www.eupen-info.be
Politik
Bürgermeister: Dr. Elmar Keutgen CSP
Sonstiges
Telefonvorwahl aus dem Ausland: +3287
Telefonvorwahl aus Belgien: 087

Eupen (altfranzösisch Néau) ist der Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien. Die Stadt liegt 16 km von Aachen und 45 km von Lüttich und Maastricht entfernt. Ihre Einwohner sind zu etwa 90 % deutschsprachig.

Geschichte

Der Ort Eupen und die Nikolauskapelle im Herzogtum Limburg wurden 1213 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Durch die Schlacht von Worringen fiel das Herzogtum Limburg unter Johann I. 1288 an Brabant. 1387 gingen Brabant und Limburg an das Haus Burgund. Im Krieg gegen Geldern wurde Eupen niedergebrannt.

1445 gab es in Eupen 156 Haushalte ("Feuerstätten"), in Nispert 25, und Stockem 16. 1477 kam Eupen mit Brabant und Limburg an die österreichischen Habsburger. 1544 verlieh Kaiser Karl V. dem Ort das Recht, zwei freie Jahrmärkte abzuhalten. 1554 wurde Eupen wegen seines Handels mit Tuchen und Nägeln bekannt. 1555 gelangte Eupen mit Brabant und Limburg an die spanischen Habsburger.

St. Nikolaus-Kirche

Von 1565 stammt die erste Erwähnung der protestantischen Bewegung in Eupen. 1582 wurde Eupen in der Nacht von niederländischen Söldnern zu 50 Prozent niedergebrannt. 1627 bestanden in Eupen 700 Haushalte und über 2000 erwachsene Gläubige. 1635 dezimierte eine Pestepidemie die Bevölkerung. 1648 wurde Eupen freie Herrschaft mit einem eigenem Gericht und erhielt 1674 durch Siegelverleihung Stadtrechte.

1680 wurde eine erste Feintuchmanufaktur in Eupen errichtet. Zum Beginn der Blütezeit erhielt Eupen 1688 das Recht, fünf freie Jahrmärkte abzuhalten. 1695 wurde Eupen zur eigenständigen Pfarre erhoben.

1713 fiel die Stadt nach dem Frieden von Utrecht mit Brabant und Limburg an die österreichischen Habsburger zurück. 1783 erfolgte die Einrichtung eines Kaufmannskollegiums, einer Art Handelskammer, und 1787 die Errichtung eines Gerichts erster Instanz.

1794 kam die Stadt unter französische Herrschaft und gehörte zum Ourthe Département, Präfektur Lüttich, Unterpräfektur Malmedy. 1815 durch den Wiener Kongress wurde Eupen der Rheinprovinz des Königreiches Preußen zugeordnet, 1827 erschien die erste Zeitung in Eupen. 1864 wurde der Stadt Eupen ein Stadtwappen verliehen.

1872 wurde die St.-Josephs-Pfarre in der Unterstadt als zweite Eupener Pfarre errichtet. Durch den Vertrag von Versailles kam Eupen 1920 zu Belgien und war bis 1925 Teil des dem General Herman Baltia unterstellten General-Gouvernements Eupen-Malmedy.

Am 18. Mai 1940 wurde das Gebiet um Eupen vom Deutschen Reich annektiert. Die Befreiung erfolgte im September 1944 durch amerikanische Truppen.

Der 300. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte wurde 1974 gefeiert und 1975 begann die Städtepartnerschaft mit Temse.

1977 kam durch die Gemeindefusion die Gemeinde Kettenis zu Eupen. Die Verleihung eines neuen Wappens durch König Baudouin I. erfolgte 1983 und im selben Jahre wurde die Stadt Sitz der ersten Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.

Politik

Seit der Umwandlung Belgiens in einen Föderalstaat ist Eupen Parlaments- und Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) und somit politisches Zentrum der rund 73.000 Einwohner umfassenden deutschsprachigen Minderheit in Belgien.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • IKOB: Museum für zeitgenössische Kunst
  • Städtisches Museum Gospertstrasse

Tourismus

Eupen liegt am Rande des Naturparks Hohes Venn-Eifel, ist im Osten und Süden von Wäldern und im Westen von weitläufigen heckenumsäumten Wiesenlandschaften umgeben.

Die Innenstadt weist zahlreichen Patrizierhäusern aus dem 18. Jahrhundert auf; dahinter liegen die Tuchschererwinkel. Die St.-Nikolaus-Kirche auf dem historischen Marktplatz wurde 1722 nach Plänen des Aachener Baumeisters Laurenz Mefferdatis errichtet, der von 1744 stammende Hochaltar ist ein Entwurf von Johann Josef Couven.

Die Gospertstraße

Auf dem historischen Werthplatz befinden sich das Kriegerdenkmal mit dem drachentötenden St. Georg aus der preußischen Zeit und die Werthkapelle von 1699 mit ihrem klassizistischen Vorbau, sowie weiteren Patrizier- und Bürgerhäusern aus der Zeit zwischen 1650 und 1800. Sehenswert sind das Stadtmuseum in der historischen Gospertstraße und ein Schokoladenmuseum in der Industriezone. Ein Fabrikgebäude des großen Barockbaumeisters Johann Conrad Schlaun, das er für seinen Schwiegervater ausführte, befindet sich in der Unterstadt. Von der Moorenhöhe aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf diesen Stadtteil, das Wesertal und den Hertogenwald. In der näheren Umgebung befindet sich die Wesertalsperre, Belgiens größtes Trinkwasserreservoir. Eupen befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Hohen Venn, mit dem Naturparkzentrum Botrange und den dort vorhandenen vielfältigen Wander- und Skilanglaufmöglichkeiten. 10 Kilometer westlich der Stadt befindet sich die Gileppe-Talsperre, die bei ihrer Einweihung 1856 Europas größte Betonstaumauer war.

Folklore

Wirtschaft

Bildung

Die Autonome Hochschule in der deutschsprachigen Gemeinschaft, bildet Lehrkräfte für Primarschule, Kindergarten und Krankenpflege aus.

Verkehr

Bahnhof Eupen

Der Bahnhof Eupen ist der östlichste Endpunkt der stündlichen InterCity-A-Züge der SNCB, welche Eupen - über die Wesertalstrecke, sowie die Hochgeschwindigkeitstrasse 2 - via Lüttich und Brüssel mit Ostende verbindet. Bei dieser Linie handelt es sich um die wichtigste innerbelgische Ost-West-Eisenbahnverbindung.

Ferner besteht Autobahnanschluss über die E40 in Nähe der Industriegebiete.

Verkehrsgeschichte

Früher gab es mit der sogenannten Vennbahn Zugverbindungen nach Aachen, Stolberg und Luxemburg. Darüber hinaus bestand seit 1906 durch die Aachener Straßenbahn eine Straßenbahnverbindung, die 1920 von der SNCV übernommen wurde und bis nach Verviers ausgebaut wurde. Nach 1945 wurde der Verkehr in Richtung Aachen zur Grenzhaltestelle Köpfchen nicht wieder aufgenommen. Die Strecke nach Verviers war noch bis 1954 in Betrieb.

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Viktor Gielen: Aus Eupens Vergangenheit. Heimatbuch der Stadt Eupen, Das Bild der Heimat Band 3, Raeren 1966
  • August Tonnar, Wilhelm Evers, Wilhelm Altenburg: Wörterbuch der Eupener Sprache, Unveränd. Neudr. d. Ausg. von 1899, M. Sändig Reprint Verlag, Wiesbaden 1970
  • Eupen 1974. Ein Beitrag zum Stadtjubiläum, Grenz-Echo Verlag, Eupen 1974
Commons: Eupen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch

Im etwa 30 Kilometer entfernten Eschweiler in Deutschland gibt es einen Stadtteil mit dem Namen „Klein Eupen“: Klee Oepe.