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Gerhard Haderer und Kötzschenbroda: Unterschied zwischen den Seiten

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[[Bild:Koetzschenbroda.jpg|thumb|Altkötzschenbroda]]
'''Gerhard Haderer''' (* [[1951]] in [[Leonding]]) ist [[Österreich|österreichischer]] [[Karikaturist]].
'''Kötzschenbroda''' ist ein Stadtteil der [[Sachsen|sächsischen]] Stadt [[Radebeul]] im [[Landkreis Meißen]]. Auf seinem Dorfanger '''Altkötzschenbroda''' findet alljährlich das Radebeuler Herbst- und Weinfest statt.


Ursprünglich eine eigenständige Stadt, wurde Kötzschenbroda im Jahre 1935 mit Radebeul unter dem Namen der deutlich kleineren Stadt Radebeul zusammengeschlossen. Kötzschenbroda hatte zu dieser Zeit etwa 18.000 Einwohner, in Radebeul wohnten dagegen nur 12.000.
Er studierte an der Fachschule für Gebrauchs- und Werbegraphik in Linz. Im Anschluss daran absolvierte er eine Graveurlehre in Stockholm. Er arbeitet zuerst als Dekorateur bei der [[Quelle (Versandhandel)|Quelle AG]], anschließend als Grafiker und Illustrator für Werbeagenturen. 1984 beginnt er satirische Zeichnungen zu erstellen, die zuerst in den Zeitschriften ''Oberndorf aktuell'' und ''Watzmann'' veröffentlicht werden. Ab 1985 sind seine Karikaturen in [[Profil (Zeitschrift)|Profil]] zu finden, später auch in [[Wiener (Zeitschrift)|Wiener]], [[Titanic (Magazin)|Titanic]], [[GEO (Zeitschrift)|GEO]], [[Trend (Wirtschaftsmagazin)|Trend]], den [[Oberösterreichische Nachrichten|Oberösterreichischen Nachrichten]] und im [[Stern (Zeitschrift)|Stern]].


Bekanntgeworden ist Kötzschenbroda durch die deutsche Version von [[Glenn Miller]]s Musiktitel ''Chattanooga Choo Choo'': ''Verzeihn Sie, mein Herr, ist das der Zug nach Kötzschenbroda'' (Interpret: [[Bully Buhlan]]). Später nahm [[Udo Lindenberg]] dieses Lied als Vorlage zu seinem ''[[Sonderzug nach Pankow]]''. Der Bahnhof Kötzschenbroda trägt heute den Namen ''Radebeul-West''.
Sein 2002 erschienenes Buch ''Das Leben des Jesus'' löst heftige Reaktionen insbesondere der katholischen Kirche aus. Am 19. Jänner 2005 wurde er in Abwesenheit in Griechenland wegen Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft in diesem Buch zu sechs Monaten Haft verurteilt. Dieses Urteil wurde jedoch am 13. April 2005 korrigiert und Gerhard Haderer freigesprochen.


== Werke ==
== Geschichte ==


Kötzschenbroda wurde 1226 als ''Schozebro'' erstmals erwähnt. Seit dem 13. Jahrhundert Wein- und Gartenbau (Obst, Spargel, Erdbeeren) auf fruchtbaren [[Löß]]böden. Das Dresdner Materni-Spital besaß hier seit 1286 zwei Weinberge.
* ''Sehr verehrte Österreicher'' (1987)
* ''Vorsicht, Aloisia'' (1989)
* ''Das große Buch vom kleinen Oliver'' (1991)
* ''Haderers Wochenschau'' (1993)
* ''Vorsicht, Haderer!'' (1994)
* ''Think positiv - Die besten Cartoons aus 10 Jahren'' (1996) - Ueberreuter
* ''Die letzte Märchenprinzessin'' (1997) mit Text von Elisabeth, Eva und [[Robert Menasse]]
* "Jörgi, der Drachentöter" - Ueberreuter
* "Die glorreichen Drei" - Ueberreuter
* ''Das Leben des Jesus'' (2002) - Ueberreuter
* ''Von Hunderln und Menschen'' (2003) - Ueberreuter
* "Alles Liebe" + "Alles Essen" - Ueberreuter
* ''Danke gut'' (2005) - Ueberreuter
* "Apropos Fußball" (2006) - Ueberreuter


1429 wurde Kötzschenbroda von den [[Hussiten]] ausgeraubt und angebrannt, 1633 erlitt der Ort noch einmal das gleiche Schicksal durch die Schweden. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde am 27. August 1645 im Pfarramt Kötzschenbroda der [[Waffenstillstand von Kötzschenbroda]] zwischen dem [[Königreich Schweden]] und dem [[Kurfürstentum Sachsen]] geschlossen.
== Weblinks ==
* [http://www.stern.de/unterhaltung/comic/haderer/?nv=sb Cartoons von Gerhard Haderer für den Stern]
* [http://www.comicradioshow.com/Article2237.html Keine Mohammed-Karikaturen von Haderer]


Nach dem Bau der Eisenbahnlinie Dresden - Riesa - Leipzig (1839) siedelte sich zunehmend [[Industrie]] an. Nach der Eingemeindung von [[Fürstenhain]] (1875), [[Lindenau (Radebeul)|Lindenau]] (1920) sowie von [[Zitzschewig]], [[Naundorf (Radebeul)|Naundorf]] und [[Niederlößnitz]] (1923) erhielt Kötzschenbroda am 1. April 1924 [[Stadtrecht]]. Der Anschluss an Radebeul 1935 erfolgte mit dem gemeinsamen Ziel beider Städte, auf diese Weise einer drohenden Eingemeindung nach Dresden zu entgehen.
{{DEFAULTSORT:Haderer, Gerhard}}
[[Kategorie:Mann]]
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[[Kategorie:Geboren 1951]]


'''Einwohnerentwicklung'''
<!-- Bitte nicht loeschen!

Zur Erklaerung siehe [[Wikipedia:Personendaten]] -->
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!Jahr
!Einwohner¹
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|-
|}

== Herbst- und Weinfest ==
Zusammen mit dem Karl-May-Fest im Lößnitzgrund gehört das alljährlich in Kötzschenbroda stattfindende Herbst- und Weinfest in Verbindung mit dem Wandertheaterfestival zu den beiden großen Volksfesten in Radebeul.

== Bedeutende Personen ==
*[[Albert von Carlowitz]], sächsischer Politiker, starb am 9. August 1874 in Kötzschenbroda
*Der Schriftsteller [[Otto Julius Bierbaum]] starb am 1. Februar 1910 in Kötzschenbroda
*Der Sänger [[Bully Buhlan]] macht 1946 mit dem beliebten Nachkriegsschlager ''Kötzschenbroda-Express'' den Namen des Ortes in ganz Deutschland bekannt.

== Galerie ==
<gallery>
Image:Radebeul-GoldenerAnker.jpg|Gasthof "Goldener Anker" in Altkötzschenbroda
Bild:Friedenskirche_Radebeul.jpg|Friedenskirche Kötzschenbroda
Bild:Postkutsche_Saechsische_Pferdepersonenpost_Radebeul.jpg|Die Sächsische Pferdepersonenpost macht Station im Radebeuler Stadtteil "Altkötzschenbroda".
Bild:Altkoe1.JPG| Weinfest und Theaterfestival 2007
</gallery>

In Altkötzschenbroda befinden sich 40 [[Baudenkmal]]e, die auf der [[Denkmalliste|'Liste der Kulturdenkmale']] Radebeul stehen.

== Weblinks ==
*[http://ingeb.org/songs/pardonme.html Text und Hintergrund zum Lied ''Kötzschenbroda-Express'']
*[http://www.altkoetzschenbroda.de/ Homepage Alt-Kötzschenbroda]
*[http://vigil.antville.org/stories/298556/ Fotoimpressionen aus Kötzschenbroda]
*[http://www.radebeul.de/st/350.htm Historisches: Waffenstillstand von Kötzschenbroda]
*[http://www.radebeul.de/G%C3%A4steservice/Die+Stadt/Historischer+Streifzug.html Historisches: Vereinigung von Radebeul und Kötzschenbroda]
*[http://www.weinfest-radebeul.de/ Website Weinfest Kötzschenbroda]


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[[Kategorie:Ortsteil in Sachsen|Kötzschenbroda]]
[[en:Gerhard Haderer]]
[[Kategorie:Radebeul]]
[[Kategorie:Baudenkmal (Radebeul)]]

Version vom 24. September 2007, 20:59 Uhr

Altkötzschenbroda

Kötzschenbroda ist ein Stadtteil der sächsischen Stadt Radebeul im Landkreis Meißen. Auf seinem Dorfanger Altkötzschenbroda findet alljährlich das Radebeuler Herbst- und Weinfest statt.

Ursprünglich eine eigenständige Stadt, wurde Kötzschenbroda im Jahre 1935 mit Radebeul unter dem Namen der deutlich kleineren Stadt Radebeul zusammengeschlossen. Kötzschenbroda hatte zu dieser Zeit etwa 18.000 Einwohner, in Radebeul wohnten dagegen nur 12.000.

Bekanntgeworden ist Kötzschenbroda durch die deutsche Version von Glenn Millers Musiktitel Chattanooga Choo Choo: Verzeihn Sie, mein Herr, ist das der Zug nach Kötzschenbroda (Interpret: Bully Buhlan). Später nahm Udo Lindenberg dieses Lied als Vorlage zu seinem Sonderzug nach Pankow. Der Bahnhof Kötzschenbroda trägt heute den Namen Radebeul-West.

Geschichte

Kötzschenbroda wurde 1226 als Schozebro erstmals erwähnt. Seit dem 13. Jahrhundert Wein- und Gartenbau (Obst, Spargel, Erdbeeren) auf fruchtbaren Lößböden. Das Dresdner Materni-Spital besaß hier seit 1286 zwei Weinberge.

1429 wurde Kötzschenbroda von den Hussiten ausgeraubt und angebrannt, 1633 erlitt der Ort noch einmal das gleiche Schicksal durch die Schweden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde am 27. August 1645 im Pfarramt Kötzschenbroda der Waffenstillstand von Kötzschenbroda zwischen dem Königreich Schweden und dem Kurfürstentum Sachsen geschlossen.

Nach dem Bau der Eisenbahnlinie Dresden - Riesa - Leipzig (1839) siedelte sich zunehmend Industrie an. Nach der Eingemeindung von Fürstenhain (1875), Lindenau (1920) sowie von Zitzschewig, Naundorf und Niederlößnitz (1923) erhielt Kötzschenbroda am 1. April 1924 Stadtrecht. Der Anschluss an Radebeul 1935 erfolgte mit dem gemeinsamen Ziel beider Städte, auf diese Weise einer drohenden Eingemeindung nach Dresden zu entgehen.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner¹
1555 90
1834 1.054
1871 2.227
1890 4.523
1910 6.544
1925 17.425
1935 ca. 18.000

Herbst- und Weinfest

Zusammen mit dem Karl-May-Fest im Lößnitzgrund gehört das alljährlich in Kötzschenbroda stattfindende Herbst- und Weinfest in Verbindung mit dem Wandertheaterfestival zu den beiden großen Volksfesten in Radebeul.

Bedeutende Personen

  • Albert von Carlowitz, sächsischer Politiker, starb am 9. August 1874 in Kötzschenbroda
  • Der Schriftsteller Otto Julius Bierbaum starb am 1. Februar 1910 in Kötzschenbroda
  • Der Sänger Bully Buhlan macht 1946 mit dem beliebten Nachkriegsschlager Kötzschenbroda-Express den Namen des Ortes in ganz Deutschland bekannt.

Galerie

In Altkötzschenbroda befinden sich 40 Baudenkmale, die auf der 'Liste der Kulturdenkmale' Radebeul stehen.

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