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{{Infobox Gemeinde in Deutschland
<!-- ÜBERSCHRIFT - BITTE NICHT UMSCHREIBEN -->
|Wappen = Wappen Sieversdorf-Hohenofen.png
<onlyinclude><div style="font-variant:small-caps; font-family:Serif; font-size:24px; font-weight:bold; text-align:left; color:#999999; margin-bottom:10px; margin-top:15px; text-decoration:none;">[[Datei:QSicon new.png|20px]] Neue Artikel</div>
|Breitengrad = 52/49/30/N
----
|Längengrad = 12/24/17/E
&nbsp;<br />
|Lageplan = Sieversdorf-Hohenofen in OPR.png
<!-- INHALT -->
|Bundesland = Brandenburg
<small>'''16.05.'''</small> [[Jurij Grós]]
|Landkreis = Ostprignitz-Ruppin
|Amt = Neustadt (Dosse)
|Höhe = 28
|PLZ = 16845
|Vorwahl = 033970
|Gemeindeschlüssel = 12068409
|Gliederung = 2 [[Ortsteil|Gemeindeteile]]
|Adresse-Verband = Bahnhofstraße 6<br />16845 Neustadt (Dosse)
|Website = [http://www.sieversdorf-hohenofen.de/ www.sieversdorf-hohenofen.de]
|Bürgermeister = Hermann Haacke
|Partei = Wählergruppe Sieversdorf-Hohenofen
}}


'''Sieversdorf-Hohenofen''' ist eine Gemeinde im [[Landkreis Ostprignitz-Ruppin]] im Nordwesten [[Brandenburg]]s (Deutschland). Sie wird vom [[Amt Neustadt (Dosse)]] verwaltet.
<small>'''29.04.'''</small> [[Liste der Gemeinden im Landkreis Görlitz]]


== Geografie ==
<small>'''24.04.'''</small> [[Liste der technischen Denkmale im Landkreis Bautzen]], [[Liste der technischen Denkmale im Landkreis Görlitz]]
Sieversdorf-Hohenofen liegt zwischen [[Neustadt (Dosse)]] und [[Rhinow]] im Dossebruch.


== Gemeindegliederung ==
<small>'''22.04.'''</small> [[Rudolph Friedrich von Wichmannshausen]]
Zu Sieversdorf-Hohenofen gehören die Gemeindeteile Hohenofen und Sieversdorf sowie der Wohnplatz Neu Amerika.<ref>[http://service.brandenburg.de/de/gemeinde_sieversdorf-hohenofen/19917 Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Sieversdorf-Hohenofen]</ref>


== Geschichte ==
<small>'''21.04.'''</small> [[Christian Heinrich Schreyer]]
Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 1997 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Sieversdorf und Hohenofen.<ref>[https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/NamensGrenzAenderung/NamensGrenzAenderung.html StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1997].</ref>


=== Sieversdorf ===
<small>'''17.04.'''</small> [[Johann Michael Weiß]], [[Harald Heinze (Schriftsteller)]]
Die erste Nachricht über Sieversdorf stammt aus einer Urkunde von 1334.<ref>Riedel, Cod. dipl., 1. Hauptabth. Bd. IV, S. 50.</ref> Die [[Lindow-Ruppin|Grafen von Lindow und Herren zu Ruppin]], die Brüder Günther und Ulrich und die Brüder Adolph und Busso, bekennen, dass sie von ihrem Fürsten, dem Markgrafen [[Ludwig V. (Bayern)|Ludwig von Brandenburg]] die Stadt [[Wusterhausen/Dosse]] mit allen Dörfern und Gütern, welche dazugehören, und namentlich die Dörfer „Brunne (Brunn), Driplatz (Trieplatz), Syuerdestorp (Sieversdorf), Blankenburg, Plonitz (Plänitz), Cernitz (Zernitz), Gardiz (Garz/Temnitztal) und Dannenuelde (Dannenwalde)“, und außerdem Stadt und Land [[Gransee]] mit allen Dörfern und Gütern, für eine Forderung von 7000 Mark Brandenburgisch zum Pfand erhalten haben und besitzen.


=== Hohenofen ===
<small>'''16.04.'''</small> [[Neudorf/Spree]], [[Karl Benedikt Suttinger]]
Die Geschichte Hohenofens geht zurück auf die Gründung einer [[Eisenhütte]] im Jahr 1693, die der in brandenburgischen Diensten stehende [[Graf#Landgraf|Landgraf]] [[Friedrich II. (Hessen-Homburg)|Friedrich von Hessen-Homburg]] hier anlegen ließ. Der Landgraf hatte von seinem Besitzvorgänger, dem Grafen von Königsmark, den Rittmeister Liborius Eck als [[Amtsverweser]] übernommen. Dieser untersuchte die Gegend, welche bis dahin ''Vierhütten'' hieß, und fand in vier Schlackenbergen den Beweis, dass dort Eisenhütten gestanden haben müssen. Eine [[Eisenverhüttung]] in Vierhütten hatte schon zur „[[Slawen]]zeit“ vor 1250 stattgefunden, wie der Name vermuten lässt. Eck entdeckte bald auch den Eisenstein, den roten Eisenschlamm in den Wiesen, und der Landgraf beschloss, das Eisenwerk wiederherzustellen. Es musste Wasserkraft zum Betrieb der [[Gebläse]] gewonnen werden. Dazu wurde ein Kanal von Neustadt aus angelegt, der zum Hauptlauf der Dosse wurde. Für den „Hohen Ofen“ wurde der bis zu sechs Fuß mächtige [[Raseneisenstein]] benötigt. Nach zehn Jahren waren die Raseneisensteinvorkommen und die Holzvorräte in der näheren Umgebung erschöpft. 1702 wurde die Eisenhütte Hohenofen in ein [[Seigerung|Seiger]]-[[Hüttenwerk]] umgewandelt ([[Silber]]-[[Kupfer]]-Scheidung). Die Kupfererze und Brennstoffe wurden auf dem Wasserweg aus dem [[Magdeburg]]ischen transportiert. Im Jahre 1836 wurde aus dem Hüttenwerk eine Papierfabrik, welche die [[Stiftung Preußische Seehandlung|Königliche Seehandlung]] anlegte.


=== Ehemalige Ortsteile ===
<small>'''09.04.'''</small> [[Gallinchen]]
1622 gab es zwei Dörfer mit zwei Schulzen: Klein-Sieversdorf und Groß-Sieversdorf. Die Dörfer trennte ein Dossearm, an dem bis 1673 eine [[Wassermühle]] stand, der heutige Mühlengraben.


Noch 1841 bestand das heutige Sieversdorf aus Klein-Sieversdorf, Groß-Sieversdorf und dem Büttner-Sand.
<small>'''08.04.'''</small> [[Kiekebusch (Cottbus)]]


== Bevölkerungsentwicklung ==
<small>'''07.04.'''</small> [[Lauschütz]], [[Naundorf (Forst)]]
{| class="wikitable" style="text-align:right"
|-
!Jahr!! Sieversdorf-<br>Hohenofen !! Sieversdorf !! Hohenofen
|-
|1875 ||-|| 1 508 || 562
|-
|1910 ||-|| 1 122 || 462
|-
|1939 ||-|| 1 019 || 414
|-
|1946 ||-|| 1 510 || 533
|-
|1950 ||-|| 1 491 || 546
|-
|1971 ||-|| 882 || 453
|-
|1990 ||-|| 671 || 359
|-
|1995 ||-|| 644 || 289
|-
|1996 ||-|| 652 || 349
|-
|1997 || 928 || ||
|-
|2000 || 903 || ||
|-
|2005 || 869 || ||
|-
|2010 || 813 || ||
|-
|2011 || 756 || ||
|-
|2012 || 742 || ||
|-
|2013 || 718 || ||
|-
|2014 || 708 || ||
|-
|2015 || 706 || ||
|-
|}
Gebietsstand des jeweiligen Jahres,<ref>[https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/stat_berichte/2015/SB_A01-99-10_2006u00_BB.pdf ''Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin'']. S. 22–25</ref><ref>[https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/statistiken/langereihen/dateien/Bevoelkerungsstand.xlsx ''Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden''], Tabelle 7</ref> ab 2011 auf Basis des [[Volkszählung in der Europäischen Union 2011|Zensus 2011]]


== Politik ==
<small>'''06.04.'''</small> [[Mulknitz]]
=== Gemeindevertretung ===
Die Gemeindevertretung von Sieversdorf-Hohenofen besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:<ref>[https://www.wahlergebnisse.brandenburg.de/wahlen/KO2014/gemver/ergebgemver.asp?sel1=4350&sel2=2075&gebiet=68805409 Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014]</ref>
* Wählergruppe Sieversdorf-Hohenofen 10 Sitze


=== Bürgermeister ===
<small>'''05.04.'''</small> [[Klein Bademeusel]]
Hermann Haacke (Wählergruppe Sieversdorf-Hohenofen) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 81,3 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren<ref>[https://bravors.brandenburg.de/gesetze/bbgkwahlg#73 Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)]</ref> gewählt.<ref>[http://www.wahlen.brandenburg.de/bmwahlen/1206840905/h Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014]</ref>


=== Wappen ===
<small>'''04.04.'''</small> [[Groß Bademeusel]]
Das Wappen wurde am 5. April 2006 genehmigt.


[[Blasonierung]]: „In Rot mit einer linken silbernen Flanke, darin oben ein grünes Lindenblatt, eine silberne Kirche mit schwarz-bedachtem Turm, schwarzer Tür und Fenstern.“<ref>[http://service.brandenburg.de/lis/detail.php?template=wappen_text_d&id=19917 Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg].</ref>
<small>'''03.04.'''</small> [[Briesnig]]


== Sehenswürdigkeiten ==
<small>'''02.04.'''</small> [[Buchholz (Niederlausitz)]], [[Dubrau (Vetschau)]], [[Nebendorf]], [[Presenchen]]
In der [[Liste der Baudenkmale in Sieversdorf-Hohenofen]] stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale. Sieversdorf zeichnet sich unter anderem durch mehrere denkmalgeschützte [[Franken (Region)|fränkische]] [[Ernhaus|Ernhäuser]] aus, die saniert und wieder mit traditionellen [[Reet]]dächern gedeckt wurden.
<gallery>
Datei:Sieversdorf Dorfkirche (2).JPG|[[Dorfkirche Sieversdorf (Sieversdorf-Hohenofen)|Dorfkirche Sieversdorf]]
Datei:Hohenofen Dorfkirche.JPG|Dorfkirche Hohenofen
Datei:Hohenofen Papierfabrik (2).JPG|Papierfabrik Hohenofen
Datei:Sieversdorf Dorfstraße 7.JPG|Fachwerkhaus in Sieversdorf
Datei:Hohenofen Alte Chaussee 1A.JPG|Fachwerkhaus in Hohenofen
Datei:Hohenofen Dossewall.JPG|Dossewall in Hohenofen
</gallery>


== Verkehr ==
<small>'''01.04.'''</small> [[Groß Jauer (Altdöbern)]], [[Klein Jauer (Altdöbern)]], [[Siewisch]]
Sieversdorf-Hohenofen liegt an der [[Bundesstraße 102]] zwischen [[Neustadt (Dosse)]] und [[Rhinow]].
== Persönlichkeiten ==
* [[Franz Arndt (Theologe)|Franz Arndt]] (1848–1917), Pfarrer, in Sieversdorf geboren


== Literatur ==
<small>'''30.03.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Südstadt (Görlitz)]]
* Johannes Schultze: ''Die Herrschaft Ruppin und ihre Bevölkerung nach dem 30jährigen Kriege''. Historischer Verein der. Grafschaft Ruppin, Neuruppin 1925
* Johannes Schultze: ''Die Hofbesitzer in den Dörfern des Landes Ruppin 1491 bis 1700.'' Stein, Neuruppin 1937
* [[Theodor Fontane]]: ''Wanderungen durch die Mark Brandenburg'', Band 1: [[Die Grafschaft Ruppin]]


== Weblinks ==
<small>'''29.03.'''</small> [[Neudorf Klösterlich]]
{{Commonscat}}
* [http://www.sieversdorf-hohenofen.de/ Gemeinde Sieversdorf-Hohenofen]
* [http://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/landschleicher/beitraege/ostprignitz-ruppin/aktuell_20030713_sieversdorf_opr.html Sieversdorf] in der Reihe „Landschleicher“ des Rundfunks Berlin-Brandenburg vom 13. Juli 2003
* [http://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/landschleicher/beitraege/ostprignitz-ruppin/aktuell_20090125_Hohenofen_OPR.html Hohenofen] in der Reihe „Landschleicher“ des Rundfunks Berlin-Brandenburg vom 25. Januar 2009


== Einzelnachweise ==
<small>'''27.03.'''</small> [[Tätzschwitz]]
<references />


{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Ostprignitz-Ruppin}}
<small>'''25.03.'''</small> [[Hornow]]
{{Normdaten|TYP=g|GND=16018617-1}}


[[Kategorie:Sieversdorf-Hohenofen| ]]
<small>'''24.03.'''</small> [[Wadelsdorf]]

<small>'''21.03.'''</small> [[Glinzig]], [[Milkersdorf]]

<small>'''20.03.'''</small> [[Lömischau]], [[Wierigsdorf]]

<small>'''19.03.'''</small> [[Frankendorf (Luckau)]], [[Rüdingsdorf]], [[Zöllmersdorf]]

<small>'''14.03.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Bertsdorf-Hörnitz]], [[Liste der Kulturdenkmale in Hohendubrau]], [[Liste der Kulturdenkmale in Markersdorf (Sachsen)]]

<small>'''13.03.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Beiersdorf]], [[Liste der Kulturdenkmale in Bernstadt a. d. Eigen]], [[Liste der Kulturdenkmale in Rothenburg/Oberlausitz]]

<small>'''12.03.'''</small> [[Paserin]]

<small>'''11.03.'''</small> [[Kümmritz (Luckau)]], [[Pritzen]], [[Willmersdorf-Stöbritz]]

<small>'''09.03.'''</small> [[Kreblitz]], [[Liste der Kulturdenkmale in Schönau-Berzdorf auf dem Eigen]], [[Terpt]]

<small>'''08.03.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Reichenbach/O.L.]], [[Liste der Kulturdenkmale in Schöpstal]], [[Liste der Kulturdenkmale in Dürrhennersdorf]], [[Liste der Kulturdenkmale in Schönbach (Sachsen)]], [[Lubolz]], [[Treppendorf (Lübben)]]

<small>'''07.03.'''</small> [[Cahnsdorf]], [[Görlsdorf (Luckau)]], [[Klein Mehßow]], [[Liste der Kulturdenkmale in Hähnichen]], [[Sorbisches National-Ensemble]], [[Nikolaikirche (Spitzkunnersdorf)]], [[Kriegerdenkmal Horka]]

<small>'''06.03.'''</small> [[Bathow]], [[Liste der Kulturdenkmale in Königshain]], [[Liste der Kulturdenkmale in Kodersdorf]], [[Liste der Kulturdenkmale in Jonsdorf]], [[Liste der Kulturdenkmale in Olbersdorf]], [[Liste der Kulturdenkmale in Krauschwitz (Sachsen)]], [[Liste der Kulturdenkmale in Weißkeißel]], [[Neuendorf (Lübben)]], [[Radensdorf (Lübben)]], [[Steinkirchen (Lübben)]]

<small>'''05.03.'''</small> [[Wüstenhain (Vetschau)]], [[Schönfeld (Lübbenau)]], [[Klein Beuchow]]

<small>'''04.03.'''</small> [[Liste der Flurnamen in Ruhland]]

<small>'''03.03.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Waldhufen]], [[Liste der Kulturdenkmale in Vierkirchen (Oberlausitz)]], [[Liste der Kulturdenkmale in Quitzdorf am See]], [[Präglsaalz]]

<small>'''02.03.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Oppach]], [[Liste der Kulturdenkmale in Großschweidnitz]]

<small>'''01.03.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Niesky]], [[Liste der Kulturdenkmale in Mittelherwigsdorf]], [[Liste der Kulturdenkmale in Ostritz]], [[Liste der Kulturdenkmale in Horka]]

<small>'''28.02.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Kottmar (Gemeinde)]], [[Liste der Kulturdenkmale in Lawalde]], [[Liste der Kulturdenkmale in Herrnhut]]

<small>'''24.02.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Groß Düben]], [[Liste der Kulturdenkmale in Rietschen]], [[Liste der Kulturdenkmale in Schleife (Ort)]], [[Liste der Kulturdenkmale in Neißeaue]], [[Liste der Kulturdenkmale in Hainewalde]], [[Liste der Kulturdenkmale in Mücka]], [[Liste der Kulturdenkmale in Kreba-Neudorf]]

<small>'''23.02.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Oderwitz]]

<small>'''22.02.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Radibor]], [[Liste der Kulturdenkmale in Ralbitz-Rosenthal]], [[Liste der Kulturdenkmale in Schmölln-Putzkau]], [[Liste der Kulturdenkmale in Leutersdorf (Oberlausitz)]]

<small>'''21.02.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Malschwitz]], [[Liste der Kulturdenkmale in Kubschütz]], [[Liste der Kulturdenkmale in Nebelschütz]] [[Liste der Kulturdenkmale in Neukirch (bei Königsbrück)]], [[Liste der Kulturdenkmale in Räckelwitz]], [[Liste der Kulturdenkmale in Oßling]]

<small>'''20.02.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Steinigtwolmsdorf]] (überarbeitet, nun komplett), [[Liste der Kulturdenkmale in Schirgiswalde-Kirschau]], [[Liste der Kulturdenkmale in Hochkirch]]

<small>'''19.02.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Neschwitz]]

<small>'''17.02.'''</small> [[Liste der Kulturdenkmale in Panschwitz-Kuckau]], [[Liste der Kulturdenkmale in Sohland an der Spree]] (überarbeitet, nun komplett)

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Version vom 17. Mai 2017, 02:42 Uhr

Wappen Deutschlandkarte
Sieversdorf-Hohenofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sieversdorf-Hohenofen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 52° 50′ N, 12° 24′ OKoordinaten: 52° 50′ N, 12° 24′ O
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Amt: Neustadt (Dosse)
Höhe: 28 m ü. NHN
Fläche: 20,02 km2
Einwohner: 673 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km2
Postleitzahl: 16845
Vorwahl: 033970
Kfz-Kennzeichen: OPR, KY, NP, WK
Gemeindeschlüssel: 12 0 68 409
Gemeindegliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der Amtsverwaltung: Bahnhofstraße 6
16845 Neustadt (Dosse)
Website: www.sieversdorf-hohenofen.de
Bürgermeister: Hermann Haacke (Wählergruppe Sieversdorf-Hohenofen)
Lage der Gemeinde Sieversdorf-Hohenofen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
KarteWittstock/DosseHeiligengrabeRheinsbergNeuruppinLindow (Mark)VielitzseeHerzberg (Mark)RüthnickFehrbellinKyritzBreddinStüdenitz-SchönermarkZernitz-LohmNeustadt (Dosse)Sieversdorf-HohenofenDreetzWalslebenDabergotzStorbeck-FrankendorfTemnitzquellTemnitztalMärkisch LindenWusterhausen/DosseSachsen-AnhaltMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern
Karte

Sieversdorf-Hohenofen ist eine Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Nordwesten Brandenburgs (Deutschland). Sie wird vom Amt Neustadt (Dosse) verwaltet.

Geografie

Sieversdorf-Hohenofen liegt zwischen Neustadt (Dosse) und Rhinow im Dossebruch.

Gemeindegliederung

Zu Sieversdorf-Hohenofen gehören die Gemeindeteile Hohenofen und Sieversdorf sowie der Wohnplatz Neu Amerika.[2]

Geschichte

Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 1997 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Sieversdorf und Hohenofen.[3]

Sieversdorf

Die erste Nachricht über Sieversdorf stammt aus einer Urkunde von 1334.[4] Die Grafen von Lindow und Herren zu Ruppin, die Brüder Günther und Ulrich und die Brüder Adolph und Busso, bekennen, dass sie von ihrem Fürsten, dem Markgrafen Ludwig von Brandenburg die Stadt Wusterhausen/Dosse mit allen Dörfern und Gütern, welche dazugehören, und namentlich die Dörfer „Brunne (Brunn), Driplatz (Trieplatz), Syuerdestorp (Sieversdorf), Blankenburg, Plonitz (Plänitz), Cernitz (Zernitz), Gardiz (Garz/Temnitztal) und Dannenuelde (Dannenwalde)“, und außerdem Stadt und Land Gransee mit allen Dörfern und Gütern, für eine Forderung von 7000 Mark Brandenburgisch zum Pfand erhalten haben und besitzen.

Hohenofen

Die Geschichte Hohenofens geht zurück auf die Gründung einer Eisenhütte im Jahr 1693, die der in brandenburgischen Diensten stehende Landgraf Friedrich von Hessen-Homburg hier anlegen ließ. Der Landgraf hatte von seinem Besitzvorgänger, dem Grafen von Königsmark, den Rittmeister Liborius Eck als Amtsverweser übernommen. Dieser untersuchte die Gegend, welche bis dahin Vierhütten hieß, und fand in vier Schlackenbergen den Beweis, dass dort Eisenhütten gestanden haben müssen. Eine Eisenverhüttung in Vierhütten hatte schon zur „Slawenzeit“ vor 1250 stattgefunden, wie der Name vermuten lässt. Eck entdeckte bald auch den Eisenstein, den roten Eisenschlamm in den Wiesen, und der Landgraf beschloss, das Eisenwerk wiederherzustellen. Es musste Wasserkraft zum Betrieb der Gebläse gewonnen werden. Dazu wurde ein Kanal von Neustadt aus angelegt, der zum Hauptlauf der Dosse wurde. Für den „Hohen Ofen“ wurde der bis zu sechs Fuß mächtige Raseneisenstein benötigt. Nach zehn Jahren waren die Raseneisensteinvorkommen und die Holzvorräte in der näheren Umgebung erschöpft. 1702 wurde die Eisenhütte Hohenofen in ein Seiger-Hüttenwerk umgewandelt (Silber-Kupfer-Scheidung). Die Kupfererze und Brennstoffe wurden auf dem Wasserweg aus dem Magdeburgischen transportiert. Im Jahre 1836 wurde aus dem Hüttenwerk eine Papierfabrik, welche die Königliche Seehandlung anlegte.

Ehemalige Ortsteile

1622 gab es zwei Dörfer mit zwei Schulzen: Klein-Sieversdorf und Groß-Sieversdorf. Die Dörfer trennte ein Dossearm, an dem bis 1673 eine Wassermühle stand, der heutige Mühlengraben.

Noch 1841 bestand das heutige Sieversdorf aus Klein-Sieversdorf, Groß-Sieversdorf und dem Büttner-Sand.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Sieversdorf-
Hohenofen
Sieversdorf Hohenofen
1875 - 1 508 562
1910 - 1 122 462
1939 - 1 019 414
1946 - 1 510 533
1950 - 1 491 546
1971 - 882 453
1990 - 671 359
1995 - 644 289
1996 - 652 349
1997 928
2000 903
2005 869
2010 813
2011 756
2012 742
2013 718
2014 708
2015 706

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[5][6] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Sieversdorf-Hohenofen besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[7]

  • Wählergruppe Sieversdorf-Hohenofen 10 Sitze

Bürgermeister

Hermann Haacke (Wählergruppe Sieversdorf-Hohenofen) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 81,3 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[8] gewählt.[9]

Wappen

Das Wappen wurde am 5. April 2006 genehmigt.

Blasonierung: „In Rot mit einer linken silbernen Flanke, darin oben ein grünes Lindenblatt, eine silberne Kirche mit schwarz-bedachtem Turm, schwarzer Tür und Fenstern.“[10]

Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Sieversdorf-Hohenofen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale. Sieversdorf zeichnet sich unter anderem durch mehrere denkmalgeschützte fränkische Ernhäuser aus, die saniert und wieder mit traditionellen Reetdächern gedeckt wurden.

Verkehr

Sieversdorf-Hohenofen liegt an der Bundesstraße 102 zwischen Neustadt (Dosse) und Rhinow.

Persönlichkeiten

  • Franz Arndt (1848–1917), Pfarrer, in Sieversdorf geboren

Literatur

  • Johannes Schultze: Die Herrschaft Ruppin und ihre Bevölkerung nach dem 30jährigen Kriege. Historischer Verein der. Grafschaft Ruppin, Neuruppin 1925
  • Johannes Schultze: Die Hofbesitzer in den Dörfern des Landes Ruppin 1491 bis 1700. Stein, Neuruppin 1937
  • Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Band 1: Die Grafschaft Ruppin
Commons: Sieversdorf-Hohenofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsstand im Land Brandenburg Dezember 2024 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen, basierend auf dem Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Sieversdorf-Hohenofen
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1997.
  4. Riedel, Cod. dipl., 1. Hauptabth. Bd. IV, S. 50.
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin. S. 22–25
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  8. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  9. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  10. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg.