https://de.wikipedia.org/w/api.php?action=feedcontributions&feedformat=atom&user=Stepopen Wikipedia - Benutzerbeiträge [de] 2026-02-23T21:47:03Z Benutzerbeiträge MediaWiki 1.46.0-wmf.16 https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Abgehauen&diff=60759644 Abgehauen 2009-06-04T06:55:43Z <p>Stepopen: </p> <hr /> <div>{{Infobox_Film |<br /> OT = Abgehauen|<br /> PL = [[Deutschland]]|<br /> PJ = [[Filmjahr 1998|1998]]|<br /> AF = |<br /> LEN = 89|<br /> OS = [[Deutsche Sprache|Deutsch]]|<br /> REG = [[Frank Beyer]]|<br /> DRB = [[Ulrich Plenzdorf]]|<br /> PRO = [[Norbert Sauer]]|<br /> MUSIK = |<br /> KAMERA = [[Eberhard Geick]]|<br /> SCHNITT = [[Clarissa Ambach]]|<br /> DS=<br /> *[[Peter Lohmeyer]] als [[Manfred Krug]]<br /> *[[Karoline Eichhorn]] als Ottilie Krug<br /> *[[Peter Donath]] als Manfred Salow<br /> *[[Ann-Kathrin Kramer]] als Erika Salow<br /> *[[Uwe Kockisch]] als [[Jurek Becker]]<br /> *[[Jürgen Hentsch]] als [[Stefan Heym]]<br /> *[[Ulrich Matthes]] als [[Eberhard Esche]]<br /> *[[Hermann Lause]] als [[Werner Lamberz]]<br /> *[[Hermann Beyer]] als [[Frank Beyer]]<br /> *[[Thomas Dehler (Schauspieler)|Thomas Dehler]] als [[Ulrich Plenzdorf]]<br /> *[[Viktor Deiß]] als [[Heinrich Adameck]]<br /> *[[Manfred Gorr]] als [[Gerhard Wolf]]<br /> *[[Matthias Günther]] als [[Klaus Schlesinger]]<br /> *[[Günter Junghans]] als [[Hans-Joachim Hoffmann]]<br /> *[[Karl Kranzkowski]] als [[Heiner Müller]]<br /> *[[Ute Lubosch]] als [[Christa Wolf]]<br /> *[[Thomas Neumann]] als [[Eberhard Heinrich]]<br /> *[[Gunter Schoß]] als [[Hans Dieter Mäde]]<br /> *[[Franziska Troegner]] als [[Danielle C]]<br /> *[[Alexander Reed]] als [[Kapitänleutnant]]<br /> *[[Gabrielle Scharnitzky]] als [[Genossin Krause]]<br /> *[[Christiane Heinrich]] als [[Angelika Domröse]]<br /> *[[Martin Seifert]] als [[Hilmar Thate]]<br /> *[[Klaus Mertens]] als Leiter der Abteilung Innere Angelegenheiten<br /> *[[Swetlana Schönfeld]] als [[Barbara Dittus]]<br /> <br /> }}<br /> '''Abgehauen''' ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1998. Der Film entstand nach den [[Tagebuch|Tagebüchern]] von [[Manfred Krug]].<br /> <br /> == Handlung ==<br /> <br /> Drei Tage nach der Ausbürgerung aus der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] des Liedermachers [[Wolf Biermann]] versammeln sich Intellektuelle und Künstler im Haus des populären Schauspielers Manfred Krug. Sie sind die Unterzeichner eines Protestbriefes gegen die Ausbürgerung. Manfred Krug ließ heimlich ein Tonband mitlaufen und zeichnete die Diskussion auf. Es ist der 20. November 1976 und die Diskussion über den Staat der DDR beeinflusst das weitere Leben sämtlicher Teilnehmer. An der Diskussion nehmen auch [[SED]]-Funktionäre teil und der Staat ist so über jedes Detail der Auseinandersetzung im Bilde, nur von dem Tonband ahnt niemand etwas. Manfred Krug wird anschließend mit einem inoffiziellen Berufsverbot belegt. Er entschließt sich, mit seiner Familie einen [[Ausreiseantrag]] zu stellen. Jetzt beginnt ein wochenlanger Psychoterror des Staates gegen Manfred Krug, der schließlich mit der Ausreise nach [[West-Berlin]] endet.<br /> <br /> == Kritiken ==<br /> <br /> * [[Lexikon des internationalen Films]]: ''Ein intensiver, zwischen Dokument und behutsamer Inszenierung angesiedelter Fernseh-Film, der sich ganz auf die wortreichen Debatten und Auseinandersetzungen konzentriert und bei wenig äußerer Aktion ein hohes Maß an Aufmerksamkeit für die Vielzahl von wichtigen Informationen und Tatsachen voraussetzt. Erst ganz zum Ende erlauben sich Frank Beyer und Manfred Krug einen emotionalisierenden, sehr anrührenden privaten Kommentar zur ansonsten sachlich-lakonischen Aufbereitung dieses wichtigen deutsch-deutschen Kapitels.''<br /> <br /> == Auszeichnungen ==<br /> <br /> Frank Beyer wurde für seinen Film 1999 mit dem [[Adolf-Grimme-Preis]] ausgezeichnet.<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> <br /> * {{IMDb Titel|tt0157287|Abgehauen}}<br /> <br /> [[Kategorie:Filmtitel]]<br /> [[Kategorie:Filmtitel 1998]]<br /> [[Kategorie:Deutscher Film]]<br /> [[Kategorie:Fernsehfilm]]<br /> [[Kategorie:Filmbiografie]]<br /> <br /> [[en:Abgehauen]]</div> Stepopen https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nackt_unter_W%C3%B6lfen&diff=60758449 Nackt unter Wölfen 2009-06-04T05:57:48Z <p>Stepopen: </p> <hr /> <div>'''Nackt unter Wölfen''' ist ein [[Roman]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Literatur von [[Bruno Apitz]], der 1958 beim [[Mitteldeutscher Verlag|Mitteldeutschen Verlag]] erschienen ist. Er wurde 1963 von [[Frank Beyer]] unter dem gleichen Titel ''[[Nackt unter Wölfen (Film)|Nackt unter Wölfen]]'' für die [[DEFA]] verfilmt.<br /> <br /> == Inhalt ==<br /> <br /> Der Roman spielt im Zeitraum Februar bis April 1945 im [[Konzentrationslager Buchenwald]]. Ein polnischer Häftling schmuggelt ein etwa dreijähriges Kind ins Lager. Das illegale Internationale Lagerkomittee (ILK), eine aus Kommunisten verschiedener Nationalitäten bestehende Widerstandsgruppe, beschließt, das Kind mit einem Transport in ein anderes Lager gehen zu lassen. Die Häftlinge Höfel und Kropinski, die in der Effektenkammer arbeiten, führen diesen Beschluss jedoch nicht aus und verstecken das Kind. Seine Entdeckung durch die [[SS]] hätte unweigerlich die Ermordung des Kindes zur Folge. Erst wird es in der Kleiderkammer, dann in einer Krankenbaracke versteckt. Später wird es in einem Schweinekoben untergebracht. Durch das Kind gerät die gesamte Widerstandsbewegung in Gefahr. Dennoch nehmen mehrere Häftlinge große persönliche Risiken auf sich, um das Kind zu retten. Höfel und Kropinski werden wochenlang schwer gefoltert, ohne das Kind und ihre Kameraden zu verraten. Auch der Häftling Pippig schweigt. Er stirbt an schwerer Folter durch die [[Gestapo]]. Der Häftling Rose wird aus Angst zum Verräter, der Häftling Wurach lässt sich von der SS zu Spitzeldiensten missbrauchen. Daneben werden die Charaktere der SS-Wächter dargestellt: der Lagerführer Schwahl will alle Häftlinge auf einen [[Todesmarsch von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]] nach [[Dachau]] schicken und die Spuren der Verbrechen im Lager verwischen, Klutig will alle Häftlinge töten lassen, Reinebooth will untertauchen und sich den neuen politischen Gegebenheiten anpassen, Mandrach, genannt Mandrill, ein brutaler Folterer, will vor dem Ende noch seine im Block eingesperrten Gefangenen töten, und Zweiling schwankt zwischen der Furcht vor der Rache der Häftlinge und vor seinen eigenen Kameraden. Als der Informant Wurach eine Todesliste mit 46 Namen zusammenstellt, die angeblich die geheime Widerstandsorganisation leiten, beschließt das ILK, die Gesuchten zu verstecken. Der Lagerälteste Krämer ist einer der Köpfe des ILK. Durch seine Persönlichkeit wird er von vielen Häftlingen respektiert. Im Unklaren über die Nähe der Front muss das ILK immer wieder abwägen zwischen einander widersprechenden Pflichten, dem Schutz des Einzelnen und der Verantwortung für die Gesamtheit der 50.000 Häftlinge. Die ersten Todesmärsche können nicht verhindert werden. Als die Front nahe ist, befreien die Häftlinge das Lager selbst mit Waffen, die sie gebaut oder ins Lager geschmuggelt haben. Sie holen Höfel und Kropinski aus dem Bunker. Auch das Kind wird aus seinem Versteck geholt. Die Romanfiguren, die im Buch von Apitz erscheinen, tragen teilweise die Namen von ehemaligen Mitgefangenen von Bruno Apitz, die der Autor auf diese Weise ehren möchte. Mit der Wahl der Namen verdeutlicht Apitz auch den Charakter der jeweiligen Person (beispielsweise ''Hauptscharführer Zweiling''). Bei dem im Roman beschriebenen Jungen handelt es sich um [[Stefan Jerzy Zweig]], der mit 3 Jahren nach Buchenwald gebracht wurde.<br /> <br /> == Verfilmungen ==<br /> <br /> Für das [[Deutscher Fernsehfunk|Fernsehen der DDR]] erfolgte die Verfilmung des Romans 1960. Die [[DEFA]] verfilmte den Roman unter dem Titel ''[[Nackt unter Wölfen (Film)|Nackt unter Wölfen]]'' im Jahr 1963, u.a. mit [[Erwin Geschonneck]], [[Fred Delmare]], [[Armin Mueller-Stahl]] und [[Gerry Wolff]] in Hauptrollen unter der Regie von [[Frank Beyer]].<br /> <br /> == Ausgaben ==<br /> ;Übersetzungen<br /> * Dänisch: ''Nøgen blandt ulve,''<br /> * Englisch: ''Naked among wolves,'' übersetzt von Edith Anderson. Berlin 1960.<br /> * Esperanto: ''Nuda inter lupoj,'' übersetzt von Karl Schulze. Leipzig 1974.<br /> * Finnisch: ''Alastomana susien parissa.'' 1961.<br /> * Französisch: ''Nu parmi les loups,'' übersetzt von Y.-P. Loreilhe. Paris 1961.<br /> * Italienisch: ''Nudo tra i lupi,'' übersetzt von Agnese Silvestri Giorgi. Mailand 1961.<br /> * Portugiesisch: ''Nu entre lobos.'' Lissabon 1982.<br /> * Russisch: ''Golye sredi volkov,'' Moskva, 1976<br /> * Schwedisch: ''Naken bland vargar,'' übersetzt von Ture Nerman. Stockholm 1960.<br /> * Türkisch: ''Kurtlar arasında çıplak,'' aus dem Englischen übersetzt von Alaattin Bilgi. Ankara 1986.<br /> * Ungarisch: ''Farkasok közt védtelen,'' übersetzt von István Nagy Kristó 1960.<br /> <br /> Insgesamt erschien ''Nackt unter Wölfen'' in 30 Sprachen und erreichte eine Gesamtauflage von mehr als zwei Millionen.<br /> <br /> == Literatur ==<br /> * Bill Niven: ''Das Buchenwaldkind. Wahrheit, Fiktion und Propaganda'' Aus dem Englischen von Florian Bergmeier, [[Mitteldeutscher Verlag]], Halle (Saale), 2008, ISBN 978-3-89812-566-6<br /> * Zacharias Zweig: ''Mein Vater, was machst du hier …? Zwischen Buchenwald und Auschwitz. Der Bericht des Zacharias Zweig'' dipa-Verlag, Frankfurt a.M., 1987, ISBN 3-7638-0471-4 (Bericht des Vaters von Stefan Jerzy Zweig)<br /> * Eva Reißland: ''Bruno Apitz'' in: Hans Jürgen Geerdts (Hrsg.): ''Literatur der Deutschen Demokratischen Republik. Einzeldarstellungen. Band 1'' Volk und Wissen, Berlin 1976<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> * [http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0428/feuilleton/0002/index.html Kritische Würdigung des Buches zum 100 Geburtstag des Autors] (''Berliner Zeitung'')<br /> <br /> {{SORTIERUNG:Nackt unter Wolfen}}<br /> [[Kategorie:Literarisches Werk]]<br /> [[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]<br /> [[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]<br /> [[Kategorie:Roman, Epik]]<br /> <br /> [[en:Naked Among Wolves (novel)]]</div> Stepopen https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nackt_unter_W%C3%B6lfen_(1963)&diff=60758417 Nackt unter Wölfen (1963) 2009-06-04T05:56:13Z <p>Stepopen: </p> <hr /> <div>{{Infobox Film<br /> |DT = <br /> |OT = Nackt unter Wölfen<br /> |PL = [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]<br /> |PJ = 1963<br /> |LEN = 116<br /> |OS = [[Deutsche Sprache|Deutsch]]<br /> |AF = 12<br /> |REG = [[Frank Beyer]]<br /> |DRB = [[Bruno Apitz]],&lt;br /&gt;Frank Beyer<br /> |PRO = [[DEFA]]<br /> |MUSIK = [[Joachim Werzlau]]<br /> |KAMERA = [[Günter Marczinkowsky]]<br /> |SCHNITT = [[Hildegard Conrad]]<br /> |DS =<br /> * [[Erwin Geschonneck]]: Walter Kraemer<br /> * [[Armin Mueller-Stahl]]: André Höfel<br /> * [[Krystyn Wójcik]]: Marian Kropinski<br /> * [[Fred Delmare]]: Rudi Pippig<br /> * [[Wiktor Awdjuschko]]: Leonid Bogorski &lt;!-- Авдюшко, Виктор Антонович --&gt;<br /> * [[Gerry Wolff]]: Herbert Bochow<br /> * [[Bolesław Płotnicki]]: Zacharias Jankowski<br /> * [[Peter Sturm]]: August Rose<br /> * [[Erik S. Klein]]: Untersturmführer Reineboth<br /> * [[Herbert Köfer]]: Hauptsturmführer Kluttig<br /> * [[Wolfram Handel]]: Hauptscharführer Zweiling<br /> * [[Heinz Scholz]]: Standartenführer Schwahl<br /> * [[Zygmunt Malanowicz]]: Josef Pribula<br /> * [[Jan Pohan]]: Kodiczek<br /> * [[Leonid Swetlow]]: Zidkowski<br /> * [[Joachim Tomaschewsky]]: Sturmbannführer Weisangk<br /> * [[Angela Brunner]]: Hortense Zweiling<br /> * [[Christoph Engel (Schauspieler)|Christoph Engel]]: Peter van Dahlen<br /> * [[Werner Dissel]]: Otto Lange<br /> * [[Fred Ludwig]]: Mandrill<br /> * [[Gerd Ehlers]]: Politischer Kommissar Gey<br /> * [[Bruno Apitz]]: Alter Mann<br /> * [[Hans Hardt-Hardtloff]]: Blockältester<br /> * [[Dieter Wien]]: Blockführer<br /> * [[Friedhelm Eberle]]: Blockführer<br /> }}<br /> '''Nackt unter Wölfen''' ist ein antifaschistischer [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Spielfilm von Regisseur [[Frank Beyer]] aus dem Jahr 1963. Die Inszenierung des [[DEFA]]-Studio für Spielfilme, künstlerische Arbeitsgruppe (KAG) „Roter Kreis“, basiert auf dem [[Nackt unter Wölfen|gleichnamigen Roman]] von [[Bruno Apitz]], der 1958 beim [[Mitteldeutscher Verlag|Mitteldeutschen Verlag]] erschienen ist. Die literarische Vorlage erfuhr bereits 1960 durch [[Georg Leopold]] eine Filmadaption für das [[Deutscher Fernsehfunk|DDR-Fernsehen]].<br /> <br /> Die Uraufführung fand am 10. April 1963 im Berliner [[Colosseum (Kino)|Colosseum]] statt. Zwei Tage später lief die Literaturverfilmung in den Kinos der DDR an.<br /> <br /> == Inhalt ==<br /> [[Datei:Bundesarchiv Bild 183-A0816-0001-001, Dreharbeiten &quot;Nackt unter Wölfen&quot;, Beyer, Apitz, Köfer.jpg|miniatur|links|Regisseur Frank Beyer, Schauspieler Herbert Köfer und Autor Bruno Apitz bei den Dreharbeiten zum Film, 1962]]<br /> Der Roman spielt im Zeitraum Februar bis April 1945 im [[Konzentrationslager Buchenwald]]. Ein polnischer Häftling schmuggelt ein etwa dreijähriges Kind ins Lager. Das illegale Internationale Lagerkomitee (ILK), eine aus Kommunisten verschiedener Nationalitäten bestehende Widerstandsgruppe, beschließt, das Kind mit einem Transport in ein anderes Lager gehen zu lassen. Die Häftlinge Höfel und Kropinski, die in der Effektenkammer arbeiten, führen diesen Beschluss jedoch nicht aus und verstecken das Kind. Seine Entdeckung durch die [[Schutzstaffel|SS]] hätte unweigerlich die Ermordung des Kindes zur Folge. Erst wird es in der Kleiderkammer, dann in einer Krankenbaracke versteckt. Später wird es in einem Schweinekoben untergebracht. Durch das Kind gerät die gesamte Widerstandsbewegung in Gefahr. Dennoch nehmen mehrere Häftlinge große persönliche Risiken auf sich, um das Kind zu retten. Höfel und Kropinski werden wochenlang schwer gefoltert, ohne das Kind und ihre Kameraden zu verraten. Auch der Häftling Pippig schweigt. Er stirbt an schwerer Folter durch die [[Gestapo]]. Der Häftling Rose wird aus Angst zum Verräter, der Häftling Wurach lässt sich von der SS zu Spitzeldiensten missbrauchen. Daneben werden die Charaktere der SS-Wächter dargestellt: der Lagerführer Schwahl will alle Häftlinge auf einen [[Todesmarsch von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]] nach [[Dachau]] schicken und die Spuren der Verbrechen im Lager verwischen, Klutig will alle Häftlinge töten lassen, Reineboth will untertauchen und sich den neuen politischen Gegebenheiten anpassen, Mandrach, genannt Mandrill, ein brutaler Folterer, will vor dem Ende noch seine im Block eingesperrten Gefangenen töten, und Zweiling schwankt zwischen der Furcht vor der Rache der Häftlinge und vor seinen eigenen Kameraden. Als der Informant Wurach eine Todesliste mit 46 Namen zusammenstellt, die angeblich die geheime Widerstandsorganisation leiten, beschließt das ILK, die Gesuchten zu verstecken. Der Lagerälteste Krämer ist einer der Köpfe des ILK. Durch seine Persönlichkeit wird er von vielen Häftlingen respektiert. Im Unklaren über die Nähe der Front muss das ILK immer wieder abwägen zwischen einander widersprechenden Pflichten, dem Schutz des Einzelnen und der Verantwortung für die Gesamtheit der 50.000 Häftlinge. Die ersten Todesmärsche können nicht verhindert werden. Als die Front nahe ist, befreien die Häftlinge das Lager selbst mit Waffen, die sie gebaut oder ins Lager geschmuggelt haben. Sie holen Höfel und Kropinski aus dem Bunker. Auch das Kind wird aus seinem Versteck geholt. Die Romanfiguren, die im Buch von Apitz erscheinen, tragen teilweise die Namen von ehemaligen Mitgefangenen von Bruno Apitz, die der Autor auf diese Weise ehren möchte. Mit der Wahl der Namen verdeutlicht Apitz auch den Charakter der jeweiligen Person (beispielsweise ''Hauptscharführer Zweiling''). Bei dem im Roman beschriebenen Jungen handelt es sich um [[Stefan Jerzy Zweig]], der mit drei Jahren nach Buchenwald gebracht wurde.<br /> <br /> == Auszeichnungen ==<br /> ; [[Internationales Filmfestival Moskau]]<br /> * 1963: Sonder-Silberpreis in der Kategorie ''Beste Regie'': Frank Beyer<br /> <br /> ; [[Nationalpreis der DDR]]<br /> * 1963: ''Nationalpreis I. Klasse für Kunst und Literatur'' für das Schöpferkollektiv: Frank Beyer, Bruno Apitz, Günter Marczinkowsky und [[Alfred Hirschmeier]]<br /> <br /> ; [[Heinrich-Greif-Preis]]<br /> * 1964: Heinrich-Greif-Preis I. Klasse für das Schauspielerkollektiv: Gerry Wolff, Herbert Köfer, Erik S. Klein und Wolfram Handel<br /> <br /> ; sonstige<br /> * [[Filmbewertungsstelle Wiesbaden|Prädikat]]: Besonders wertvoll<br /> * 1965: Ehrendiplom der Cineparade Melbourne<br /> <br /> == Literatur ==<br /> * Bill Niven: ''Das Buchenwaldkind. Wahrheit, Fiktion und Propaganda'' Aus dem Englischen von Florian Bergmeier, Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale), 2008, ISBN 978-3-89812-566-6<br /> * Zacharias Zweig: ''Mein Vater, was machst du hier …? Zwischen Buchenwald und Auschwitz. Der Bericht des Zacharias Zweig'' dipa-Verlag, Frankfurt a.M., 1987, ISBN 3-7638-0471-4 (Bericht des Vaters von Stefan Jerzy Zweig)<br /> * Eva Reißland: ''Bruno Apitz'' in: Hans Jürgen Geerdts (Hrsg.): ''Literatur der Deutschen Demokratischen Republik. Einzeldarstellungen. Band 1'' Volk und Wissen, Berlin 1976<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> * {{IMDb Titel|tt0056271|Nackt unter Wölfen}}<br /> * {{Filmportal.de Titel|URL=http://www.filmportal.de/df/bb/Uebersicht,,,,,,,,43631A5D7B4E4E5DA14ABDC6BE6E2439,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html}}<br /> <br /> {{SORTIERUNG:Nackt unter Wolfen}}<br /> [[Kategorie:Filmtitel]]<br /> [[Kategorie:Filmtitel 1963]]<br /> [[Kategorie:Film (DDR)]] <br /> [[Kategorie:DEFA]]<br /> [[Kategorie:Literaturverfilmung]]<br /> [[Kategorie:Schwarzweißfilm]]<br /> [[Kategorie:Widerstand im KZ Buchenwald]]<br /> <br /> [[ar:الرقص وسط الذئاب (فيلم)]]<br /> [[en:Naked Among Wolves (film)]]</div> Stepopen https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kino_International&diff=60742402 Kino International 2009-06-03T16:39:31Z <p>Stepopen: </p> <hr /> <div>Das '''Kino International''' ist ein Großraumkino an der [[Berlin]]er [[Karl-Marx-Allee (Berlin)|Karl-Marx-Allee]] (Karl-Marx-Allee 33). Es wurde bis 1989 als [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Premierenkino genutzt.<br /> [[Bild:Kino International Berlin.jpg|thumb|Das Kino International]]<br /> [[Bild:Kino International Barbereich.jpg|thumb|Barbereich]]<br /> [[Bild:Kino International Premierenvorhang.jpg|thumb|Premierenvorhang]]<br /> [[Bild:Kino International Projektoren.jpg|thumb|Projektoren]]<br /> <br /> == Bauabschnitt 2 der Karl-Marx-Allee (1959-1965) ==<br /> [[Bild:Bundesarchiv Bild 183-C0808-0006-002, Berlin, Karl-Marx-Allee, Autos vor Kino International.jpg|thumb|left|Kino International 1964]]<br /> Nach der Fertigstellung der Karl-Marx-Allee vom [[Strausberger Platz]] bis zur Proskauer Straße wurde auch die Verlängerung bis zum [[Alexanderplatz]] geplant. Nach Ablehnung eines Planes von [[Hermann Henselmann]] schrieb man einen Planungswettbewerb aus, an dem 7 Architekturbüros teilnahmen. Anders als im ersten Bauabschnitt, wo Häuser im aufwendigen Stil des [[Sozialistischer Klassizismus|Sozialistischen Klassizismus]] dominieren, entschied man sich beim zweiten Bauabschnitt unter anderem aus Kostengründen für einen Plan der Stadtplaner [[Edmund Collein]], [[Werner Dutschke]] und [[Josef Kaiser]], der eine gemischte Bebauung aus [[Plattenbau]]ten, Geschäften, Restaurants und kulturellen Einrichtungen vorsah. Hierzu zählen das [[Café Moskau (Berlin)|Café Moskau]], die [[Mokka-Milch-Eisbar]] und das Kino International.<br /> <br /> == Planung und Architektur ==<br /> Das Kino selbst wurde von den Architekten [[Josef Kaiser]] und [[Heinz Aust]] als dreigeschossiger Stahlbetonskelettbau geplant, der mit hellem [[Sandstein]] verkleidet wurde. Kaiser hatte vorher bereits das [[Kosmos (Berlin)|Kino Kosmos]] und das Café Moskau entworfen. Aufgrund des vorgelagerten Barbereiches sind die Grundrissmaße der Geschosse unterschiedlich, nämlich 38x35&amp;nbsp;m im Erdgeschoss und 47x35&amp;nbsp;m im Obergeschoss. Charakteristisch ist ein zur Straße hin offener Bereich mit großer Glasfläche, während die Seitenfassaden geschlossen sind. Die an den Seitenflächen angebrachten Reliefs sind von [[Waldemar Grzimek]], [[Hubert Schiefelbein]] und [[Karl-Heinz Schamal]].<br /> <br /> Nach zweijähriger Bauzeit wurde das Kino am 15. November 1963 mit einer Premierenfeier feierlich eröffnet. Neben dem eigentlichen Kinosaal gab es zahlreiche weitere Räume, unter anderem ein „Repräsentationsraum“, wo sich die Staats- und Parteilführung vor und nach Premierenfeiern aufhielt, eine [[Bibliothek]] und ein Büro des [[Oktoberklub]]. Heute dienen Räumlichkeiten den regelmäßig stattfindenden schwul-lesbischen Partys des „Klub International“.<br /> <br /> == Kinosaal und Technik ==<br /> Gerade in den 50er und 60er Jahren wurden in Berlin zahlreiche Gebäude in einer speziellen Kino-Architektur entworfen, so der [[Zoo Palast|Zoo-Palast]] und der Royal-Palast. Die Bauweise sollten dem Kinobesucher ein maximales Sicht- und Klangerlebnis geben. Dies wurde auch bei der Planung des Kinosaales im Kino International berücksichtigt. Der knapp 600 Besucher fassende Kinosaal ist schräg angelegt. Die Tontechnik wurde speziell für den Kinosaal konzipiert und ähnelt der eines Tonstudios. Die mit Dämm-Matten versehenen Wände und die darüber liegende elegante Wandverkleidung aus rhythmisch versetzten, schräg stehenden Holzleisten mit offenen Fugen garantieren eine für die damalige Zeit einzigartige [[Akustik]]. Die wellenförmige Decke hat neben einem optischen Schaueffekt die Aufgabe, den Ton optimal in den Kinosaal hineinzutragen. Formgebung, Materialwahl und Proportionen machen diesen Raum zu einem der gelungensten Kinosäle der Nachkriegszeit.<br /> Im Vorführraum befinden sich heute noch zwei der letzten aus DDR-Produktion stammenden Filmprojektoren. Die Produktion der Projektoren wurde wenig später im Rahmen des [[Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe|RGW]] in die [[Tschechoslowakei]] verlegt.<br /> <br /> Nach 1990 wurde der Kinosaal denkmalgerecht umgebaut und die Bestuhlung ausgewechselt.<br /> <br /> == Premierenkino ==<br /> Das Kino International diente bis 1989 als Premierenkino der DDR. Zahlreiche [[DEFA]]-Filme hatten hier ihre Premiere. Speziell für die Partei-und Staatsführung wurde die 8. Reihe, in der man eine optimale Sicht hatte, mit einer besonderen Beinfreiheit versehen. Vor und nach den Premieren hielten sich die Besucher der Staatsführung im „Repräsentationsraum“ (heute „[[Erich Honecker|Honecker]]-Lounge“) auf. Im Keller wurde für die Staatsführung ein wenige Personen fassender [[Bunker (Bauwerk)|Bunker]] und im Gebäudeinneren ein [[Aufzugsanlage|Aufzug]] nachträglich eingebaut. Seine letzte Premiere in der DDR fand am 9. November 1989, dem Tag des Mauerfalls, mit [[Heiner Carow]]s „[[Coming Out (Film)|Coming Out]]“ statt.<br /> <br /> Heute wird das International von zahlreichen Filmemachern aufgrund seines Ambientes wieder als Premierenkino genutzt und ist Spielstätte im Rahmen der [[Internationale Filmfestspiele Berlin|Berlinale]]. Es ist beliebt bei den Berliner Kinogängern als Kino mit Tradition und besonderer Atmosphäre. Die sehr großen Filmplakate des Films der Woche an der Außenseite des Internationals werden noch per Hand von Filmplakate-Malern gezeichnet und sind ein echter Blickfang.<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> {{Commons|Kino International}}<br /> *{{LDLBerlin|09011370,T,002|ja}}<br /> *[http://www.kinokompendium.de/international.htm International] auf kinokompendium.de<br /> *[http://www.yorck.de/yck/yorck_ie/yorck_kinos/international.php Yorck Kino GmbH]<br /> *[http://www.tagesspiegel.de/kultur/nachrichten/film/86514.asp Artikel über den Filmplakate-Maler des Internationals]<br /> <br /> {{Coordinate |NS=52/31/13/N |EW=13/25/22/E |type=landmark |region=DE-BE}}<br /> <br /> [[Kategorie:Kinogebäude in Berlin|Kino International]]<br /> [[Kategorie:Kulturdenkmal (Berlin)]]<br /> <br /> [[en:Kino International]]</div> Stepopen https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Marc_Melitz&diff=60172289 Marc Melitz 2009-05-18T04:06:42Z <p>Stepopen: iw</p> <hr /> <div>'''Marc J. Melitz''' ist ein amerikanischer Ökonom und Professor für Wirtschaftswissenschaften an der [[Princeton University]] und ab Mitte 2009 an der [[Harvard University]].<br /> <br /> Melitz ist vor allem für seine [[Econometrica]]-Veröffentlichung &quot;The Impact of Trade on Intra-Industry Reallocations and Aggregate Industry Productivity&quot; bekannt. In diesem Papier untersucht er den Zusammenhang zwischen der Produktivität und den Exportaktivitäten von Firmen.<br /> <br /> Zusätzlich zu seiner Position in Princeton, Melitz ist auch ein Research Fellow des Centre for Economic Policy Research und Research Associate des National Bureau of Economic Research seit 2000. Vor seinem Eintritt in Princeton, war er ein Assistant Professor an der Harvard-Universität von 2000 bis 2006.<br /> <br /> Melitz besitzt einen Doktortitel (2000) und MA (1997) in Wirtschaftswissenschaften von der University of [[Michigan]], ein MSBA in Operations Research von der [[University of Maryland]] (1992) und einen BA in Mathematik vom [[Haverford College]] (1989).<br /> <br /> ==Weblinks==<br /> *[http://www.princeton.edu/~mmelitz/ Offizielle Webseite]<br /> *[http://www.economist.com/finance/displayStory.cfm?story_id=12851150 Economist-Artikel]<br /> <br /> {{DEFAULTSORT:Melitz, Marc}}<br /> [[Kategorie:Mann]]<br /> [[Kategorie:Ökonom (21. Jahrhundert)]]<br /> [[Kategorie:US-Amerikaner]]<br /> <br /> [[en:Marc Melitz]]<br /> [[fr:Marc Melitz]]</div> Stepopen https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Marc_Melitz&diff=60172241 Marc Melitz 2009-05-18T03:58:08Z <p>Stepopen: economist artikel</p> <hr /> <div>'''Marc J. Melitz''' ist ein amerikanischer Ökonom und Professor für Wirtschaftswissenschaften an der [[Princeton University]] und ab Mitte 2009 an der [[Harvard University]].<br /> <br /> Melitz ist vor allem für seine [[Econometrica]]-Veröffentlichung &quot;The Impact of Trade on Intra-Industry Reallocations and Aggregate Industry Productivity&quot; bekannt. In diesem Papier untersucht er den Zusammenhang zwischen der Produktivität und den Exportaktivitäten von Firmen.<br /> <br /> Zusätzlich zu seiner Position in Princeton, Melitz ist auch ein Research Fellow des Centre for Economic Policy Research und Research Associate des National Bureau of Economic Research seit 2000. Vor seinem Eintritt in Princeton, war er ein Assistant Professor an der Harvard-Universität von 2000 bis 2006.<br /> <br /> Melitz besitzt einen Doktortitel (2000) und MA (1997) in Wirtschaftswissenschaften von der University of [[Michigan]], ein MSBA in Operations Research von der [[University of Maryland]] (1992) und einen BA in Mathematik vom [[Haverford College]] (1989).<br /> <br /> ==Weblinks==<br /> *[http://www.princeton.edu/~mmelitz/ Offizielle Webseite]<br /> *[http://www.economist.com/finance/displayStory.cfm?story_id=12851150 Economist-Artikel]<br /> <br /> {{DEFAULTSORT:Melitz, Marc}}<br /> [[Kategorie:Mann]]<br /> [[Kategorie:Ökonom (21. Jahrhundert)]]<br /> [[Kategorie:US-Amerikaner]]<br /> <br /> [[en:Marc Melitz]]</div> Stepopen https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Marc_Melitz&diff=60172217 Marc Melitz 2009-05-18T03:54:05Z <p>Stepopen: neuer Artikel</p> <hr /> <div>'''Marc J. Melitz''' ist ein amerikanischer Ökonom und Professor für Wirtschaftswissenschaften an der [[Princeton University]] und ab Mitte 2009 an der [[Harvard University]].<br /> <br /> Melitz ist vor allem für seine [[Econometrica]]-Veröffentlichung &quot;The Impact of Trade on Intra-Industry Reallocations and Aggregate Industry Productivity&quot; bekannt. In diesem Papier untersucht er den Zusammenhang zwischen der Produktivität und den Exportaktivitäten von Firmen.<br /> <br /> Zusätzlich zu seiner Position in Princeton, Melitz ist auch ein Research Fellow des Centre for Economic Policy Research und Research Associate des National Bureau of Economic Research seit 2000. Vor seinem Eintritt in Princeton, war er ein Assistant Professor an der Harvard-Universität von 2000 bis 2006.<br /> <br /> Melitz besitzt einen Doktortitel (2000) und MA (1997) in Wirtschaftswissenschaften von der University of [[Michigan]], ein MSBA in Operations Research von der [[University of Maryland]] (1992) und einen BA in Mathematik vom [[Haverford College]] (1989).<br /> <br /> ==Weblinks==<br /> *[http://www.princeton.edu/~mmelitz/ Offizielle Webseite]<br /> <br /> {{DEFAULTSORT:Melitz, Marc}}<br /> [[Kategorie:Mann]]<br /> [[Kategorie:Ökonom (21. Jahrhundert)]]<br /> [[Kategorie:US-Amerikaner]]<br /> <br /> [[en:Marc Melitz]]</div> Stepopen