https://de.wikipedia.org/w/api.php?action=feedcontributions&feedformat=atom&user=MonkeyPython Wikipedia - Benutzerbeiträge [de] 2026-01-13T05:42:33Z Benutzerbeiträge MediaWiki 1.46.0-wmf.10 https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sh%C3%A9kere&diff=197915251 Shékere 2020-03-19T21:46:47Z <p>MonkeyPython: image was the Brazilian afoxé. changed to shekere</p> <hr /> <div>{{Infobox Musikinstrument<br /> | Name = <br /> | Breite = <br /> | Sprachen = [[Englische Sprache|engl.:]] ''Shekere,'' [[Italienische Sprache|ital.:]] ''Shekere''<br /> | Bild = [[Datei:Shekere.jpg|150px|ghanesische Shékere]]<br /> | Bildtext = ghanaische Shékere<br /> | Klassifikation = [[Idiophon]]&lt;br /&gt;[[Perkussion (Musik)|Perkussion]]<br /> | Tonumfang = <br /> | Klangbeispiel = ({{Audio|Shekere.ogg|Hörprobe}})<br /> | Verwandte Instrumente = <br /> | Musiker = <br /> }}<br /> <br /> Die '''Shékere''' oder '''Chekere''' ist eine [[Afroamerikaner|afroamerikanische]] [[Rassel]] aus [[Westafrika]], die sich in mehreren Ländern Mittel- und Südamerikas verbreitet hat und von der es diverse Varianten und unterschiedliche Bezeichnungen gibt. <br /> <br /> Der Korpus besteht aus einer [[Kalebasse]], einer entleerten, trockenen und harten Kürbisfrucht, die als [[Korpus (Musikinstrument)|Klangkörper]] dient und um die ein Netz aus Samen, Perlen, [[Kaurischnecke]]n oder Plastikkugeln gespannt ist. Bei der afrikanischen Variante ist dieses Netz unten geschlossen, während in der kubanischen Version der Boden offen bleibt, um als Schlagfläche zu dienen und bei der brasilianischen wiederum das Netz ganz offen ist. Bei der Shékere ist der Hals der Kalebasse entfernt, was sie von der mit ihr verwandten [[Axatse]] unterscheidet, die kleiner ist und deren Hals nicht abgeschnitten ist. Statt des Flaschenkürbisses werden auch industriell aus [[Fiberglas]] gefertigte Stücke angeboten.<br /> <br /> Es gibt folgende Varianten:<br /> <br /> * Shékere ([[kubanische Musik]])<br /> * Xequerê ([[brasilianische Musik]])<br /> * Xequebúm (brasilianische Musik, große Variante)<br /> * Agbe ([[Nigeria]])<br /> <br /> == Literatur ==<br /> * Andreas Kohlmann: ''Percussion: Africa, Brazil, Cuba''. Voggenreiter, Bonn 1990. ISBN 3-8024-0190-5.<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> * {{Webarchiv | url=http://www.ochemusic.de/deutsch.htm | wayback= 20120727050541 | text=Thomas Altmann}}, Artikel von 2005: {{Webarchiv | url=http://www.ochemusic.de/artsant.htm | wayback=20070702130619 | text=''The Shekere''}} und viele {{Webarchiv | url=http://www.ochemusic.de/artcheen.htm | wayback=20050310144426 | text=''Links Concerning Afro-Caribbean Religion, Santería and Batá Drumming''}} (Oktober 2004)<br /> <br /> {{SORTIERUNG:Shekere}}<br /> [[Kategorie:Schüttelidiophon]]<br /> [[Kategorie:Perkussion]]<br /> [[Kategorie:Musik (Ghana)]]<br /> [[Kategorie:Afrikanisches Musikinstrument]]</div> MonkeyPython https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gottuvadyam&diff=196765469 Gottuvadyam 2020-02-12T21:36:07Z <p>MonkeyPython: link to wd instead</p> <hr /> <div>[[Datei:Chitravina N Ravikairan Rudolstadt 07.jpg|mini|Chitravina N. Ravikiran mit einer ''navachitravina'', einer selbst entwickelten Variante der ''gottuvadyam'' mit elektrischem Tonabnehmer, aber ohne zweiten Resonator und mit einem flacheren Korpus. [[Rudolstadt-Festival]] 2017]]<br /> '''Gottuvadyam''' ([[Tamil]] {{taS|கோடடு வாத்தியம்|gōṭṭu vādyam}}), auch ''chitravina, mahanataka vina'', ist eine süd[[Indien|indische]], in waagrechter Position gespielte Langhals[[Lauteninstrument|laute]] mit 21 Saiten und einem separaten, am Hals befestigten Resonanzkörper. Sie gehört zur Gruppe der ''[[vina]]s'' und ist das einzige [[Saiteninstrument]] in Südindien, das ähnlich wie die nordindische ''[[sitar]]'' neben den Melodiesaiten [[Bordun]]saiten besitzt. Ihre [[Bund (Saiteninstrument)|bundlosen]] Saiten werden wie bei der [[Hawaiigitarre]] mit einem gleitenden Stab in der Hand verkürzt.<br /> <br /> == Herkunft ==<br /> Die ersten literarischen Belege für ''vina'' genannte Saiteninstrumente sind aus der [[Veda|vedischen]] Zeit vor der Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. überliefert. Nach der Beschreibung eines Instruments mit sieben Saiten, einem mit Tierhaut bespannten Korpus und einem Hals in den ''[[Brahmanas]]'' (um 800–500 v. Chr.) waren ''vinas'' zu dieser Zeit Bogen[[harfe]]n. Im Verlauf des 1. Jahrtausends n. Chr. tauchen Stab[[zither]]n in Abbildungen auf, während parallel dazu die Bogenharfen allmählich in Indien verschwinden. Im musiktheoretischen Werk ''[[Natyashastra]]'' wird die neunsaitige, mit einem [[Plektrum]] gespielte Bogenharfe ''vipanci-vina'' von der siebensaitigen, mit den Fingern gezupften ''citra-vina'' (''chitravina'') unterschieden.&lt;ref&gt;[[Walter Kaufmann (Komponist)|Walter Kaufmann]]: ''Altindien. Musikgeschichte in Bildern.'' Band II. ''Musik des Altertums.'' Lieferung 8. Hrsg. Werner Bachmann. VEB Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1981, S. 35&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Einfache Zithern bestehen aus einem geraden Stab, über den eine Saite gespannt ist, und einer angehängten [[Kalebasse]], die wie bei einem [[Musikbogen]] als Resonator dient. Die in der [[Indische Musik|indischen Volksmusik]] in [[Odisha]] gespielte einsaitige Stabzither ''[[tuila]]'' besitzt einen solchen, an einem Stab befestigten Resonanzkörper und entspricht in ihrer Form der vedischen ''alapina vina'', unterscheidet sich somit von den heute weiter verbreiteten einsaitigen Spießlauten vom Typ der ''[[Ektara (Lauteninstrument)|ektara]]''.<br /> <br /> Nicht mit der ''ektara'' verwechselt werden sollte die ''eka tantri'' (''ekatantrika''), obwohl beide Namen mit „eine Saite“ zu übersetzen sind. Die seit dem 11. Jahrhundert erwähnte ''eka tantri'' scheint eine hohe Wertschätzung genossen zu haben, denn sie trug den Beinamen ''[[Brahma]] vina'' und wurde mit der hinduistischen Göttin der Musik und der Künste, [[Sarasvati]], in Verbindung gebracht. Der sitzende Spieler hielt die ''eka tantri'' vor sich schräg an die Brust gelehnt wie eine ''[[Vina#Rudra Vina|rudra vina]]'' und zupfte die Saite mit der einen Hand, während er mit der anderen Hand ein Bambusröhrchen (''kamrika'') hielt, das er über die Saite bewegte. Diese Gleittechnik ist möglicherweise wesentlich älter und ist bereits an einem Wandrelief im Höhlentempel Nr. 21 in [[Ellora]] aus dem 6. Jahrhundert zu erkennen.&lt;ref&gt;Mantle Hood: ''Musical Ornamentation as History: The Hawaiian Steel Guitar.'' In: ''Yearbook for Traditional Music,'' Vol. 15, East Asian Musics, International Council for Traditional Music, 1983, S. 144f&lt;/ref&gt; Die ''eka tantri'' besaß zwei Besonderheiten zur Klanggestaltung: Die Saite verlief am [[Steg (Saiteninstrument)|Steg]] über ein Bambusstück, wodurch der Ton etwas geräuschhafter und obertonreicher wurde. Die klangliche Wirkung einer solchen Stegverbreiterung (''jivari'') ist heute vor allem bei der ''[[tanpura]]'' zu hören. Das Bambusröhrchen war zum anderen Vorbild für den gleitenden Stab, der heute bei der ''gottuvadyam'' und bei ihrem nordindischen Gegenstück, der ''vichitra vina'' zum Einsatz kommt.&lt;ref&gt;Bigamudre Chaitanya Deva: ''Musical Instruments.'' National Book Trust, Neu Delhi 1977, S. 88–90&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Außer mit der ''eka tantri'' ist die ''gottuvadyam'' vermutlich noch mit der ''sirbin'' aus dem 16. Jahrhundert verwandt. Das auf [[Telugu]] verfasste Gedicht ''Sringara Savitri'' von König Raghunatha [[Nayak-Dynastien|Nayak]], der von 1614 bis 1635 in [[Thanjavur]] regierte, erwähnt erstmals ein ''goti vadyam''. Das tamilische Wort ''gotu'' wird von ''kodu'', „Stab“ abgeleitet, auf Tamil und [[Malayalam]] heißt ''kottu'' „schlagen“, was sich besonders auf das Schlagen der Trommel bezieht. ''Vadyam'' heißt allgemein „Musikinstrument“. ''Gottuvadyam'' ist also das mit einem Gleitstab (''bar'' bei der Hawaiigitarre, bei der Gitarre ''[[bottleneck]]'') gespielte Musikinstrument. ''Gottuvadyam'' und ''vichitra vina'' sind relativ moderne Instrumente, die ihre Form erst im 19. oder Anfang 20. Jahrhundert erhalten haben.&lt;ref&gt;Alastair Dick, Gordon Geekie, Richard Widdess, S. 734; ''The Oxford Encyclopaedia'', S. 379&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Die ''gottuvadyam'' sollte nicht mit der seltenen ''gettuvadyam'' (auch ''getchu vadyam'')&lt;ref&gt;David Courtney: [http://chandrakantha.com/articles/indian_music/getchu.html ''Gethuvadyam or Gettuvadyam.''] chandrakantha.com&lt;/ref&gt; verwechselt werden. Diese einfachere Langhalslaute ist kleiner und besitzt zwei doppelchörige Drahtsaiten, die mit zwei Stöckchen rhythmisch geschlagen werden.&lt;ref&gt;''Gettuvadyam.'' In: Stanley Sadie (Hrsg.): ''The New Grove Dictionary of Musical Instruments.'' Vol. 2. Macmillan Press, London 1984, S. 38&lt;/ref&gt; Hiermit lassen sich immerhin noch stakkatoartige Tonfolgen hervorbringen. Entwicklungsgeschichtlich älter sind idiochorde Bambusröhrenzithern mit einer oder wenigen, aus der Bambus[[Epidermis (Pflanze)|epidermis]] herausgetrennten Saiten, die mit Stöckchen überwiegend als Rhythmusinstrumente geschlagen werden. In Indien gehören hierzu die ''[[chigring]]'' und die ''[[gintang]]'' im äußersten Nordosten sowie die ''ronzagontam'' in [[Andhra Pradesh]] und weitere in [[Oriya]].&lt;ref&gt;Bigamudre Chaitanya Deva: ''Musical Instruments of India. Their History and Development.'' Firma KLM Private Limited, Kalkutta 1978, S. 149&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Bauform ==<br /> Die ''gottuvadyam'' entspricht in ihrer Bauform der bekannteren südindischen ''Saraswati vina''. Resonanzkörper (''kudam, koda'') und Hals (''dandi'') bestehen meist aus mehreren verleimten Holzteilen vom [[Jackfruchtbaum]], seltener und teurer sind die aus einem Holzstück ausgehöhlten Instrumente, die ''ekanda gottuvadyam'' heißen oder ''ekadandi gottuvadyam'', falls nur der nach unten geschwungene Kopf aus einem anderen Holz angesetzt ist. Der Hals ist hohl bei einem Durchmesser von zehn Zentimetern und etwa einem Meter Gesamtlänge. Die leicht gewölbte [[Decke (Saiteninstrument)|Decke]] wird aufgeleimt. Über den bundlosen Steg verlaufen fünf&lt;ref&gt;''The Oxford Encyclopaedia'', S. 379&lt;/ref&gt; seltener sechs Melodiesaiten,&lt;ref&gt;Stichwort: ''Vina.'' In: [[Ludwig Finscher]] (Hrsg.): ''[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]].'' Sachteil 9, 1998, Sp. 1539&lt;/ref&gt; hinzu kommen drei hoch tönende [[Bordun]]saiten für die rhythmische Begleitung und weitere 11–14 Resonanzsaiten (''tarab'') unter den Melodiesaiten, die an kleinen [[Wirbel (Bauteil)|Wirbeln]] an der Seite des Halses enden. Die Melodiesaiten, von denen zwei paarweise im Oktavabstand gestimmt sind, führen zu großen hölzernen Wirbeln an einem nach unten gebogenen Wirbelkasten. Die ''gottuvadyam'' ist das einzige südindische Saiteninstrument mit Resonanzsaiten. Der zweite Resonanzkörper (''svarakai'') ist eine große Kalebasse, die an der Halsunterseite in der Nähe des Wirbelkastens befestigt ist, sodass – zusammen mit dem Lautenkorpus – die ''gottuvadyam'' waagrecht am Boden liegen kann. Sie wird mit zwei bis drei Plektren an den Fingern der rechten Hand gezupft. Der Stab, mit dem die Saiten mit der linken Hand verkürzt werden (''gottu, kodu'' oder ''batta''), besteht aus Hartholz, Stein, Elfenbein oder Wasserbüffelhorn. Letzteres wird heute durch einen besser gleitenden Teflonstab ersetzt.<br /> <br /> Dem Musiker Srinivasa Rao und seinem Sohn Sakharama Rao (1881–1930) aus Thanjavur wird das Verdienst zugesprochen, die ''gottuvadyam'' unter diesem Namen in Südindien eingeführt zu haben. Sakharama Rao konstruierte eine von der ''tanpura'' abgewandelte ''vina'' mit vier Melodie- und drei Rhythmussaiten, die noch keine Resonanzsaiten besaß. Dessen Schüler Narayana Iyengar (1903–1959) fügte drei weitere Melodiesaiten und zwölf Resonanzsaiten in einer darunter liegenden Ebene hinzu. Er änderte die Stimmung, indem er den [[Oktave|Oktavabstand]] der ersten beiden, auf den Grundton (''Sa'') gestimmten Melodiesaiten einführte und die nächsten beiden Saiten eine [[Quinte]] höher (Tonstufe ''Pa'') ebenfalls im Oktavabstand stimmte. Den zwölf Resonanzsaiten legte er am Steg ein ''jivari'' unter, um den Klang an die ''tanpura'' anzunähern und reicher zu machen. Das von Iyengar entwickelte Instrument mit insgesamt 22 Saiten ist heute praktisch Standard, nur auf eine Melodiesaite wird verzichtet, sodass ''gottuvadyams'' üblicherweise 21 Saiten besitzen.<br /> <br /> Der Musiker [[N. Ravikiran]] entwickelte 2001 ein ''navachitravina'' benanntes Instrument mit elektromagnetischem [[Tonabnehmer]] und 20 Saiten, das aus einem flachen Korpus mit Hals besteht und ohne zusätzlichen Resonanzkörper auskommt. Es produziert in den höheren Lagen einen klareren Ton und soll für ''Jugalbandis'' (Konzerte mit zwei oder mehreren Melodieinstrumenten) besser geeignet sein.&lt;ref&gt;N. Ravikiran: [http://www.chitravinaganesh.com/ ''Chitravina Ganesh.''] Homepage&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Spielweise ==<br /> [[Datei:Ravikiran 25 A.jpg|mini|Von links nach rechts: Guruvayur Dorai: ''[[mridangam]]'', Ravi Balasubramanian: ''[[ghatam]]'', N. Ravikiran: ''navachitravina'' und Akkarai S. Subhalakshmi: Violine. Konzert in Washington, 2007]]<br /> Der Musiker hockt im Schneidersitz mit der ''gottuvadyam'' quer vor sich auf dem Boden. Die fehlenden Bünde und die Stab-Gleittechnik machen das Instrument schwierig zu spielen, weil bereits die geringste Druckveränderung des Stabes auf die Saiten die Tonhöhe beeinflusst. Schnelle Tonfolgen sind kaum spielbar, der charakteristische Klang der ''gottuvadyam'' entsteht durch langgezogene vibrierende [[Glissando|Glissandi]] bei langsamen Melodielinien. Mit einem Gleitstab gespielt werden auch die nordindische ''vichitra vina'' und die ''mohan vina'', eine von [[Vishwa Mohan Bhatt]] so genannte, durch hinzugefügte Resonanzsaiten modifizierte, indische Gitarre.<br /> <br /> Die ''gottuvadyam'' wird in Südindien wie die ''Saraswati vina'' in der [[Klassische indische Musik|klassischen Musik]] für [[Raga]]-Kompositionen verwendet. Narayana Iyengars Sohn, Narasimhan, setzte die Tradition fort und sorgte für eine weitere Verbreitung in Südindien. Der bekannteste heutige ''gottuvadyam''-Spieler ist dessen Sohn N. Ravikiran (* 1967). Er beansprucht für sein Instrument eine bis in vedische Zeit zurückreichende Traditionslinie und benennt es dementsprechend ''chitravina''. Ein Vetter von ihm ist der ''gottuvadyam''-Spieler und Sänger P. Ganesh. Weitere, in Südindien bekannte Namen sind Duraiyappa Bhagvatar (aus Thanjavur), Budalur Krishnamurthy Shastrigal (1894–1978/79, der auch als Sänger hervortrat), Mannargudi Savithri Ammal (die erste bekannte ''gottuvadyam''-Spielerin), A. Narayana Iyer, M. V. Varahaswami, Gayatri Kassabaum, Madhavachar und Allam Koteswara Rao (* 1933).&lt;ref&gt;''The Oxford Encyclopaedia'', S. 379&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Literatur ==<br /> * Stichwort: ''Gōṭṭu Vādyam.'' In: Late Pandit Nikhil Ghosh (Hrsg.): ''The Oxford Encyclopaedia of the Music of India. Saṅgīt Mahābhāratī.'' Vol. 1 (A–G) Oxford University Press, Neu Delhi 2011, S. 379<br /> * Alastair Dick, Gordon Geekie, Richard Widdess: ''Vinā''. In: [[Stanley Sadie]] (Hrsg.): ''The New Grove Dictionary of Musical Instruments.'' Vol. 2. Macmillan Press, London 1984, S. 728–735, hier S. 734<br /> * P. Sambamurthy: ''A Dictionary of South Indian Music and Musicians.'' Vol. 2 (G–K), The Indian Music Publishing House, Madras 1984, S. 201–204<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> * David Courtney: [http://www.chandrakantha.com/articles/indian_music/gotuvadyam.html ''Gottuvadyam.''] chandrakantha.com<br /> * Anjana Rajan: [http://www.hindu.com/fr/2008/03/14/stories/2008031451330500.htm ''Fretless strings, vibrant music sound''.] The Hindu, 14. März 2008<br /> * N. Ravikiran: [http://www.chitravinaganesh.com/ ''Chitravina Ganesh.''] Homepage<br /> * [https://www.youtube.com/watch?v=3Sy9omOERyA ''Ravi Kiran plays the Chitra Veena (Gottuvadyam).''] Youtube Video von Rolf Killius<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references /&gt;<br /> <br /> [[Kategorie:Lauteninstrument]]<br /> [[Kategorie:Musik (Indien)]]<br /> [[Kategorie:Traditionelles indisches Musikinstrument]]</div> MonkeyPython https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pandora_(Musikinstrument)&diff=175780946 Pandora (Musikinstrument) 2018-04-05T00:43:40Z <p>MonkeyPython: the tl is die https://de.wikipedia.org/wiki/Bandurria and also linked there, the es wikidatenobjekt is being merged with https://www.wikidata.org/wiki/Q16950185 (this one)</p> <hr /> <div>[[Datei:Fotothek df tg 0006274 Musik ^ Harmonik ^ Saiteninstrument ^ Chordophon ^ Zupfinstrument ^ Laute ^ Orph.jpg|miniatur|hochkant=1.5|Pandora aus ''Utriusque cosmi'' von [[Robert Fludd]]]]<br /> Die '''Pandora''', auch ''Bandora'' und ''Bandoer'', ist eine europäische gezupfte Kastenhals[[Lauteninstrument|laute]] aus dem 16. und 17. Jahrhundert.<br /> <br /> Ihr Name ist von der antiken Langhalslaute ''pandura'' abgeleitet und mit dem [[Arabische Sprache|arabischen]] Begriff ''[[Tanbur|ṭunbūr]]'' verwandt, der im Orient eine Familie von Langhalslauten bezeichnet. Namensverwandt sind unter anderem die zeitgenössische europäische ''pandurina'' und die georgische ''[[panduri]]''. Die Pandora gehört zur [[Cister]]-Familie und ist dort der größere Basstypus. Im Gegensatz zur Cister hatte die Pandora einen stark geschweiften [[Zarge (Musikinstrument)|Zargenkorpus]] und Querriegelsaitenbefestigung. Der [[Wirbelkasten]] war in der Regel mit einem Kopf verziert. Die Pandora gleicht im Bau dem kleineren [[Orpheoreon]]. Sie war mit Metallsaiten bespannt und wurde in der Regel 6 bis 7chörig gebaut, doch sind auch Pandoren mit bis zu 13 Chören bekannt. Der Spieler riss die Saiten mit den Fingern an, aber er konnte sie auch mit einem Federkiel anreißen.<br /> <br /> Dass die Pandora wegen ihrer Metallbesaitung klangspezifisch der Cister zugeordnet werden kann, unterstreicht eine zeitgenössische Aussage aus dem 17. Jahrhundert. [[Andreas Beyer]] schreibt in seiner Abhandlung „Der Christliche Bergmann oder der Bergmännische Christe“ (Leipzig 1681): ''&quot;Pandor / welches / wie nahe es mit der Zitter übereinkomme / um etwan etliche Seiten mehr habe / bekannter ist / als daß&lt;!--sic!--&gt; man viel Wesens davon mache&quot;''.<br /> <br /> == Pandora als Continuoinstrument ==<br /> [[Datei:Ostap Veresai Pandora um 1880 pho04952.jpg|miniatur|Ostap Veresai, der ukrainische Sänger, beim Spiel auf der Pandora (um 1880)]]<br /> Die Pandora erlangte ihre wichtigste funktionale Bedeutung als Fundament- oder [[Generalbass|Continuo]]instrument im 16. und 17. Jahrhundert. sie wurde eines der obligatorischen Instrumente im &quot;broken [[Consort (Musik)|consort]]&quot;.<br /> [[Michael Praetorius]] (1571–1621) zählte sie zu den Fundamentalinstrumenten, ''&quot;weil sie zum fundament mit einer Stimm und sonsten allein darin zu singen und zu klingen gebaut werden müssen: Als die [[Orgel]], [[Regal (Musikinstrument)|Regal]], [[Clavicymbel]], [[Virginal]], [[Laute]], [[Harfe]], Doppel-Cither, Pandor, Penarcon, und dgl.&quot;'' (1619). In seinen Choralkonzerten ''&quot;Polyhymnia caduceatrix et panegyrica&quot;'' (1619) erwähnte er mehrfach in den Besetzungsvorschlägen die Pandoren. Er legte für seine Pandoren sogar die Stimmungen fest:<br /> <br /> * Pandora 7 Chöre G' C D G c e a ''und'' C D G c e a d'<br /> * Penarcon 9 Chöre G' A' C D G c e a d'<br /> * [[Orpheréon]] 8 Chöre C F G c f a d' g' ''und'' D G A d g h e' a'<br /> <br /> Auch bei [[Heinrich Schütz]] (1585–1672) heißt es 1623 in der Vorrede zu seiner „Historia von der Auferstehung Jesu Christi“: ''&quot;Der Evangelist kann in ein Orgelwerk, oder auch in ein Instrument Lauten / Pandor ... nach gefallen gesungen werden&quot;'', und auch [[Gabriel Voigtländer]] (17. Jahrhundert) weist im Jahre 1642 in seinem historisch wichtigen Sammelwerk ''&quot;Allerhand Oden und Lieder, welches auff&lt;!--sic!--&gt; allerley&lt;!--sic!--&gt; als Italienische, Französische, Englische und anderen Teutsche&lt;!--sic!--&gt; gute Komponisten Melodien und Arien gerichtet&quot;'' darauf hin, dass diese im Kreise ''&quot;vornehmer Convivias und Zusammenkünften bey&lt;!--sic!--&gt; Clavi Cimbalen, Lauten, [[Theorbe|Tiorben]], Pandorn, Violen die Gamba gantz&lt;!--sic!--&gt; bequemlich zu gebrauchen und zu singen&quot;'' seien.<br /> <br /> Am Ende des 17. Jahrhunderts gehörte die Pandora zu den Continuoinstrumenten des Hamburger Opernorchesters. Noch in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gehörten zur fürstlichen Hofkapelle in [[Weißenfels]] zwei &quot;Kammer-Pandoristen&quot;.<br /> <br /> == England ==<br /> In ihrem Heimatland [[England]] spielte die Pandora auch eine wichtige Rolle. So schrieb [[Anthony Holborne]] († 1602) eine ''&quot;Cittharn School&quot;'', (London 1597), und [[Thomas Morley]] (1557–1602?) verwendete [[Cister]]n und Pandoren in seinem ''&quot;The first booke of consort lessons&quot;'' (London 1599) als Continuoinstrumente. [[Daniel Farrant]] entwickelte zu Beginn des 17. Jahrhunderts Sonderformen der Pandora und veröffentlichte ein Lehrbuch für das Instrument.<br /> <br /> [[Kategorie:Lauteninstrument]]<br /> [[Kategorie:Historisches Musikinstrument]]<br /> <br /> [[es:Baldosa (instrumento musical)]]</div> MonkeyPython https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pandora_(Musikinstrument)&diff=175780803 Pandora (Musikinstrument) 2018-04-05T00:36:54Z <p>MonkeyPython: these go to an article about a city</p> <hr /> <div>[[Datei:Fotothek df tg 0006274 Musik ^ Harmonik ^ Saiteninstrument ^ Chordophon ^ Zupfinstrument ^ Laute ^ Orph.jpg|miniatur|hochkant=1.5|Pandora aus ''Utriusque cosmi'' von [[Robert Fludd]]]]<br /> Die '''Pandora''', auch ''Bandora'' und ''Bandoer'', ist eine europäische gezupfte Kastenhals[[Lauteninstrument|laute]] aus dem 16. und 17. Jahrhundert.<br /> <br /> Ihr Name ist von der antiken Langhalslaute ''pandura'' abgeleitet und mit dem [[Arabische Sprache|arabischen]] Begriff ''[[Tanbur|ṭunbūr]]'' verwandt, der im Orient eine Familie von Langhalslauten bezeichnet. Namensverwandt sind unter anderem die zeitgenössische europäische ''pandurina'' und die georgische ''[[panduri]]''. Die Pandora gehört zur [[Cister]]-Familie und ist dort der größere Basstypus. Im Gegensatz zur Cister hatte die Pandora einen stark geschweiften [[Zarge (Musikinstrument)|Zargenkorpus]] und Querriegelsaitenbefestigung. Der [[Wirbelkasten]] war in der Regel mit einem Kopf verziert. Die Pandora gleicht im Bau dem kleineren [[Orpheoreon]]. Sie war mit Metallsaiten bespannt und wurde in der Regel 6 bis 7chörig gebaut, doch sind auch Pandoren mit bis zu 13 Chören bekannt. Der Spieler riss die Saiten mit den Fingern an, aber er konnte sie auch mit einem Federkiel anreißen.<br /> <br /> Dass die Pandora wegen ihrer Metallbesaitung klangspezifisch der Cister zugeordnet werden kann, unterstreicht eine zeitgenössische Aussage aus dem 17. Jahrhundert. [[Andreas Beyer]] schreibt in seiner Abhandlung „Der Christliche Bergmann oder der Bergmännische Christe“ (Leipzig 1681): ''&quot;Pandor / welches / wie nahe es mit der Zitter übereinkomme / um etwan etliche Seiten mehr habe / bekannter ist / als daß&lt;!--sic!--&gt; man viel Wesens davon mache&quot;''.<br /> <br /> == Pandora als Continuoinstrument ==<br /> [[Datei:Ostap Veresai Pandora um 1880 pho04952.jpg|miniatur|Ostap Veresai, der ukrainische Sänger, beim Spiel auf der Pandora (um 1880)]]<br /> Die Pandora erlangte ihre wichtigste funktionale Bedeutung als Fundament- oder [[Generalbass|Continuo]]instrument im 16. und 17. Jahrhundert. sie wurde eines der obligatorischen Instrumente im &quot;broken [[Consort (Musik)|consort]]&quot;.<br /> [[Michael Praetorius]] (1571–1621) zählte sie zu den Fundamentalinstrumenten, ''&quot;weil sie zum fundament mit einer Stimm und sonsten allein darin zu singen und zu klingen gebaut werden müssen: Als die [[Orgel]], [[Regal (Musikinstrument)|Regal]], [[Clavicymbel]], [[Virginal]], [[Laute]], [[Harfe]], Doppel-Cither, Pandor, Penarcon, und dgl.&quot;'' (1619). In seinen Choralkonzerten ''&quot;Polyhymnia caduceatrix et panegyrica&quot;'' (1619) erwähnte er mehrfach in den Besetzungsvorschlägen die Pandoren. Er legte für seine Pandoren sogar die Stimmungen fest:<br /> <br /> * Pandora 7 Chöre G' C D G c e a ''und'' C D G c e a d'<br /> * Penarcon 9 Chöre G' A' C D G c e a d'<br /> * [[Orpheréon]] 8 Chöre C F G c f a d' g' ''und'' D G A d g h e' a'<br /> <br /> Auch bei [[Heinrich Schütz]] (1585–1672) heißt es 1623 in der Vorrede zu seiner „Historia von der Auferstehung Jesu Christi“: ''&quot;Der Evangelist kann in ein Orgelwerk, oder auch in ein Instrument Lauten / Pandor ... nach gefallen gesungen werden&quot;'', und auch [[Gabriel Voigtländer]] (17. Jahrhundert) weist im Jahre 1642 in seinem historisch wichtigen Sammelwerk ''&quot;Allerhand Oden und Lieder, welches auff&lt;!--sic!--&gt; allerley&lt;!--sic!--&gt; als Italienische, Französische, Englische und anderen Teutsche&lt;!--sic!--&gt; gute Komponisten Melodien und Arien gerichtet&quot;'' darauf hin, dass diese im Kreise ''&quot;vornehmer Convivias und Zusammenkünften bey&lt;!--sic!--&gt; Clavi Cimbalen, Lauten, [[Theorbe|Tiorben]], Pandorn, Violen die Gamba gantz&lt;!--sic!--&gt; bequemlich zu gebrauchen und zu singen&quot;'' seien.<br /> <br /> Am Ende des 17. Jahrhunderts gehörte die Pandora zu den Continuoinstrumenten des Hamburger Opernorchesters. Noch in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gehörten zur fürstlichen Hofkapelle in [[Weißenfels]] zwei &quot;Kammer-Pandoristen&quot;.<br /> <br /> == England ==<br /> In ihrem Heimatland [[England]] spielte die Pandora auch eine wichtige Rolle. So schrieb [[Anthony Holborne]] († 1602) eine ''&quot;Cittharn School&quot;'', (London 1597), und [[Thomas Morley]] (1557–1602?) verwendete [[Cister]]n und Pandoren in seinem ''&quot;The first booke of consort lessons&quot;'' (London 1599) als Continuoinstrumente. [[Daniel Farrant]] entwickelte zu Beginn des 17. Jahrhunderts Sonderformen der Pandora und veröffentlichte ein Lehrbuch für das Instrument.<br /> <br /> [[Kategorie:Lauteninstrument]]<br /> [[Kategorie:Historisches Musikinstrument]]<br /> <br /> [[es:Baldosa (instrumento musical)]]<br /> [[tl:Bandurya]]</div> MonkeyPython https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Blaster_Beam&diff=164698954 Blaster Beam 2017-04-18T17:48:02Z <p>MonkeyPython: Links bestätigen, dass es von Jon Lazell erfunden wurde. Nicht funktionierende Links entfernt</p> <hr /> <div>Ein '''Blaster Beam''' ist ein elektrisches [[Saiteninstrument]], welches von dem Künstler Jon Lazell in den 1970er Jahren erfunden wurde. Vier oder mehr Klaviersaiten sind dabei parallel über einen circa 6 Meter (18 Fuß) langen Körper aus Aluminium gespannt, die durch direktes Anschlagen oder auf andere Weise zum Schwingen gebracht werden. Hier kann auch eine polierte [[Kartusche (Militär)|Kartusche]] benutzt werden.&lt;ref&gt;[http://www.twyman-whitney.com/film/celluloid_profiles/jerry_goldsmith.html Zur Musik Goldsmiths, kurze Beschreibung der Funktionsweise], abgerufen am 1. Mai 2009&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Der Ton wird elektrisch abgenommen und verstärkt. Dabei entsteht ein metallisch-schnarrender Klang; die Tonhöhe kann stufenlos verändert werden. Einem breiteren Publikum wurde das Musikinstrument durch den Einsatz in [[Jerry Goldsmith]]s Filmmusik zu [[Star Trek: Der Film]] aus dem Jahre 1979 und dem Einsatz durch [[John Barry (Filmkomponist)|John Barry]] in der Filmmusik zu [[Das schwarze Loch]] bekannt.<br /> <br /> Das Musikinstrument wird auch als Nachbau von dem japanischen Musiker [[Kitarō]] eingesetzt (unter der Bezeichnung ''Beam'').&lt;ref&gt;[http://www.gigapolis.com/kitaro/de/instruments/synthesizer/sonstige/beam/index.php Beam und Kitaro auf gigapolis.com], abgerufen am 1. Mai 2009&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references /&gt;<br /> <br /> <br /> [[Kategorie:Chordophon]]<br /> [[Kategorie:Elektrophon]]</div> MonkeyPython