https://de.wikipedia.org/w/api.php?action=feedcontributions&feedformat=atom&user=Immanuelle Wikipedia - Benutzerbeiträge [de] 2026-06-03T00:07:11Z Benutzerbeiträge MediaWiki 1.47.0-wmf.4 https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=August_Gaul&diff=265590704 August Gaul 2026-03-25T16:49:19Z <p>Immanuelle: (GR) File renamed: File:August Gaul - Porträt des Orang-Utan &#039;Jumnbo&#039; (1895).jpg → File:August Gaul - Porträt des Orang-Utan &#039;Jumbo&#039; (1895).jpg Criterion 1 (original uploader’s request) · Tippfehler</p> <hr /> <div>[[Datei:Gaul-august-.jpg|mini|August Gaul, fotografiert von [[Alice Matzdorff]]]]<br /> [[Datei:August Gaul.jpg|mini|hochkant|August Gaul, Porträt von Alois Metz]]<br /> <br /> '''Georg August Gaul''' (* [[22. Oktober]] [[1869]] in [[Großauheim]]; † [[18. Oktober]] [[1921]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Bildhauerei|Bildhauer]] und [[Medailleur]] im Übergang vom [[Historismus]] zur [[Moderne Kunst|Moderne]].&lt;ref&gt;{{Internetquelle |url=http://www.medaillenkunst.de/index.php?person_id=328 |titel=Künstler |titelerg=August Gaul |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst e.&amp;nbsp;V. |abruf=2014-07-12}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Leben ==<br /> [[Datei:Grabstätte August Gaul.jpg|mini|hochkant|links|Grabstätte auf dem [[Friedhof Dahlem]]]]<br /> <br /> August Gaul war ein Sohn des [[Steinmetz]]en Philipp Gaul (1840–1910) und dessen Ehefrau Katharina (1838–1882). Erste Anregungen für seinen späteren Beruf erhielt er in der Werkstatt des Vaters. In einer Silberwarenfabrik absolvierte er eine Lehre als Modelleur und [[Ziseleur]], seit 1884 war er Schüler an der [[Staatliche Zeichenakademie Hanau|königlich preußischen Zeichenakademie Hanau]]. Mit Unterstützung seines dortigen Professors, des Bildhauers [[Max Wiese]], ging er 1888 nach Berlin. Dort arbeitete er zunächst im Bildhaueratelier von [[Alexander Calandrelli]] und belegte Kurse an der [[Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin]].<br /> <br /> Nachdem er 1890 eine Dauerfreikarte für den [[Zoologischer Garten Berlin|Berliner Zoologischen Garten]] gewonnen hatte, betrieb er dort intensive Zeichenstudien, oft schon früh am Tage. 1894 nahm er ein Studium an der [[Berliner Kunstakademie]] auf, er besuchte die Klasse des Malers [[Paul Friedrich Meyerheim|Paul Meyerheim]], dessen besondere Stärke die Darstellung von Tieren war.<br /> <br /> 1895 begann Gaul seine Tätigkeit als Meisterschüler im Atelier von [[Reinhold Begas]], dem führenden Vertreter des [[Neobarock]]s in der [[Berliner Bildhauerschule]]. Begas überließ ihm und [[August Kraus (Bildhauer)|August Kraus]] die Arbeit an je zwei der vier Löwen für sein [[Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal]] vor dem [[Berliner Stadtschloss]]. Das Denkmal ließ die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] 1950 beseitigen, nur die Löwen blieben verschont und kamen 1963 vor das Raubtierhaus im [[Tierpark Berlin]]-Friedrichsfelde. Ein Preis, den die Akademie ihm für ein [[Relief]] zuerkannt hatte, ermöglichte Gaul 1897/1898 einen Studienaufenthalt in Italien.<br /> <br /> Nach seiner Rückkehr erlangte er größere Bekanntheit durch seine [[Skulptur]] der zwei ''Römischen Ziegen'', die er auch auf der [[Weltausstellung Paris 1900|Pariser Weltausstellung 1900]] zeigen konnte. 1898 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der [[Berliner Secession]], eines Zusammenschlusses von Künstlern wie [[Max Liebermann]], [[Louis Tuaillon]] und [[Walter Leistikow]], die sich gegen den vorherrschenden akademischen Kunstbetrieb wandten; seit 1902 war er im Vorstand der Secession tätig. Im Jahre 1900 heiratete Gaul in [[Berlin-Wilmersdorf]] Clara Haertel (1874–1940), die beiden bekamen zwei Töchter und einen Sohn.<br /> <br /> Geschäftsführende Sekretäre der Secession waren die Vettern [[Bruno Cassirer|Bruno]] und [[Paul Cassirer]], die in Berlin eine Kunstgalerie betrieben. Die Galeristen vermittelten Gaul kaufkräftige Kunden wie den Unternehmer [[Eduard Arnhold]], den Zeitungsverleger [[Rudolf Mosse]] und den Reeder [[Albert Ballin]]. Zu den frühen Interessenten gehörten auch Museumsdirektoren wie [[Alfred Lichtwark]], der 1906 neun Tierskulpturen für die [[Hamburger Kunsthalle]] erwarb. Derartige Kontakte boten zumindest finanziell einen zufriedenstellenden Ausgleich für einige vergebliche Versuche, in Berlin Aufträge für größere Werke im öffentlichen Raum zu bekommen. 1905 hatte Gaul zwar mit dem Entwurf eines Brunnens einen Wettbewerb für ein Denkmal auf dem [[Steinplatz (Berlin-Charlottenburg)|Steinplatz]] in Charlottenburg gewonnen. Die Skulptur zeigte nicht den Freiherrn [[Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein]], sondern einen Elefanten und eine Pelikangruppe. Das Projekt des ''Elephantenbrunnens'' entfachte Diskussionen, in denen [[Christian Morgenstern]] mit einem Gedicht Gaul verteidigte. Der Brunnen wurde jedoch nicht gebaut.&lt;ref&gt;Hans-Werner Klünner (Hrsg.): ''Berliner Plätze. Photographien von [[Max Missmann]]''. Nicolai, Berlin 1996, ISBN 3-87584-610-9, S.&amp;nbsp;24/25.&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Zu den engeren Freunden des Bildhauers gehörten seine Berufskollegen [[Bernhard Heising]] und [[Ernst Barlach]] sowie die Maler [[Heinrich Zille]] und [[Benno Berneis]]. Letzterer stand August Gaul auch für seine Merkur-Statue am Hamburger [[Mönckebergstraße#Bauwerke und Plätze|Klöpperhaus]] Modell, die zu den wenigen Menschen darstellenden Plastiken des Künstlers zählt. Mit dem lebensfrohen Paul Cassirer freundete sich der eher [[introvertiert]]e August Gaul besonders an (im Freundeskreis nannte man die beiden auch „Paulchen und Gaulchen“). Der Galerist war auch in Gauls Todesstunde an dessen Seite und versuchte später, den künstlerischen Nachlass zu regeln.<br /> <br /> August Gaul wurde 1908 zum Professor an der Kunstakademie ernannt und 1919 in die Ankaufskommission der Berliner [[Nationalgalerie (Berlin)|Nationalgalerie]] berufen. Er starb 1921 an Krebs kurz nach seiner Ernennung zum [[Senator]] an der Akademie der Künste, ohne dieses Amt noch antreten zu können. Sein [[Ehrengrab]] der Stadt Berlin befindet sich im Feld&amp;nbsp;7 auf dem Berliner [[Friedhof Dahlem]].<br /> <br /> &lt;gallery widths=&quot;150&quot; heights=&quot;150&quot; class=&quot;center&quot;&gt;<br /> Gaul Fischotter, Berlin, 1897.jpg|Fischotter (1897), Berlin<br /> Gaul Schafe, Berlin,1901.jpg|Schafe (1901), Berlin<br /> Gaul Loewe, Berlin, 1904, 2.jpg|Löwe (1904), Berlin, Alte Nationalgalerie<br /> Charlottenburg Kurfürstendamm 61 Schwanenkükenbrunnen.jpg|Schwanenkükenbrunnen (1908), [[Berlin-Charlottenburg]], [[Kurfürstendamm]] 61<br /> Gaul1.JPG|[[Entenbrunnen (Berlin-Charlottenburg)|Entenbrunnen]] (1911), Berlin-Charlottenburg, vor dem [[Renaissance-Theater (Berlin)|Renaissance-Theater]]<br /> Goldener.Hirsch.09045873.jpg|Goldener Hirsch (1912), [[Berlin-Schöneberg]], im [[Rudolph-Wilde-Park]]<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> <br /> {{Panorama|Gaul August Eselserie Landesmuseum Hannover.jpg|850|Eselserie: Sich wälzender Esel, Ausschlagender Esel, Trabender Esel, Gehender Esel ([[Niedersächsisches Landesmuseum Hannover]])}}<br /> <br /> == Zum Werk ==<br /> Von seiner Ausbildung her und durch die Arbeit bei Reinhold Begas war Gaul ursprünglich dem Historismus verbunden, speziell dem Neobarock, einem repräsentativen, zuweilen [[Pathos|pathetischen]] Stil mit anspruchsvollen Motiven und oft komplizierten Formen. Sein Studienaufenthalt in Italien 1897/1898 brachte eine grundlegende Umorientierung. Über den Bildhauer Louis Tuaillon (1862–1919), der sich zwischen 1885 und 1903 in Rom aufhielt und seinerseits von [[Adolf von Hildebrand]] (1847–1921) beeinflusst war, lernte Gaul dessen Lehren und Arbeitsweise kennen. Hildebrand lebte seit etwa 1870 abwechselnd in Italien und München. Seine Skulpturen waren gekennzeichnet durch ruhige Formen und durch Verzicht auf Details, die zum Verständnis des Ganzen entbehrlich waren; damit bildete er einen künstlerischen Gegenpol zu Begas. In der Schrift ''Vom Problem der Form in der bildenden Kunst'' beschrieb er 1893 seine Vorstellungen.<br /> <br /> [[Datei:Zille modell bei august gaul.jpg|mini|Modell in Gauls Atelier; Foto von [[Heinrich Zille]], August 1901]]<br /> In der Folge orientierte sich August Gaul an diesen Vorgaben und übertrug sie auf seine eigene Arbeit. Er betonte die plastischen Qualitäten, zeigte die Tiere in ruhiger, typischer Haltung, konzentriert auf das Wesentliche, weitgehend frei von stofflich begründeten Strukturen. Mit dieser sachlichen Auffassung nahm er Charakteristika der beginnenden Moderne vorweg. Zeitgenössische Beobachter erwähnten mehrfach einen Bezug zu [[Altägyptische Kunst|altägyptischer]] und [[antike]]r Skulptur, mit der sich Gaul auseinandergesetzt hatte; so schrieb der [[Kunsthistoriker]] [[Emil Waldmann (Kunsthistoriker)|Emil Waldmann]] 1919: „Erst wenn er dann ägyptische und [[Etruskische Kunst|etruskische]] und archaisch-griechische Dinge ansah, wußte er, wie man der Natur gegenüber treten müsse&amp;nbsp;…“.&lt;ref&gt;{{Webarchiv |url=http://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Wo-August-Gaul-zu-finden-ist;art17957,6167691 |text=''Wo August Gaul zu finden ist.'' |wayback=20140502003846}} In: ''Mainpost.''&lt;/ref&gt; Derartige Vergleiche mussten an der Oberfläche bleiben, sie konnten nur die Formgebung betreffen. Der religiös-[[symbol]]ische Hintergrund der frühen Bildwerke hatte für Gaul keine Bedeutung. Er selbst beschrieb seine Arbeit so: „Ich will gar nicht die Natur pedantisch imitieren, sondern das Typische und ihren seelischen Kern festhalten. Vor allem will ich eine plastische Arbeit machen (…) Was mich bei den Tieren anzieht, ist ganz wesentlich künstlerischer Art. Ich mache Tiere, weil es mich freut.“&lt;ref&gt;[https://www.hanau.de/sehenswert/museen/museum-grossauheim/007723.html August Gaul (1869 - 1921) - Bildhauer der Moderne.] Website der Stadt Hanau&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Im Zentrum seines Lebenswerks steht eindeutig die Tierplastik. Nur drei Darstellungen von Menschen sind bekannt, darunter ein Eselsreiter im Foyer des Rathauses [[Berlin-Spandau]], für den der Sohn des Bildhauers Modell stand. In Berlin finden sich zwei kleinere Brunnen mit Enten und Schwanenküken, vorwiegend interessierte sich Gaul jedoch für nicht domestizierte Tiere wie Löwen, Bären und Affen, Widder und [[Wisent]]e, Seelöwen, Pinguine und Fischotter. Zwei Wisent-Skulpturen zieren die Freitreppe der [[Kunsthalle zu Kiel]].&lt;ref&gt;{{Internetquelle |werk=europeana.eu |url=http://www.europeana.eu/portal/record/04701/66331975EA0631A6A1F53BF650C94FED62C98B03.html |titel=Wisent August Gaul |offline=1 |abruf=2021-06-19}}&lt;/ref&gt; Für eine ''Große Stehende Löwin'' bekam er auf der Secessions-Ausstellung 1901 viel Beifall, das Werk stand bis nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] im Garten der Berliner Villa von Eduard Arnhold, jetzt ist es im Museum Großauheim zu finden. Die Großplastik ''[[Kämpfende Wisente]]'', 1912 in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] (jetzt [[Kaliningrad]]) aufgestellt, gehört zu den bekanntesten Monumenten jener Stadt. Ein großformatiger ''Adler'', ursprünglich von Albert Ballin für die Toreinfahrt seiner Hamburger Villa in Auftrag gegeben, steht seit 1923 als weithin sichtbares [[Fliegerdenkmal (Wasserkuppe)|Fliegerdenkmal auf der Wasserkuppe]] in der [[Rhön]].&lt;ref&gt;{{Internetquelle |url=http://www.wasserkuppe-rhoen.de/fliegerdenkmal-wasserkuppe.html |titel=Fliegerdenkmal Wasserkuppe |abruf=2018-09-22}}&lt;/ref&gt; Zwei weitere Exemplare werden in der Kunsthalle Hamburg und in der Alten Nationalgalerie in Berlin aufbewahrt. Einige von Gauls Tierplastiken sind in seinem Geburtsort Hanau-Großauheim zu sehen, vor dem Haus am Brunnen (6 Pinguine von August Gaul auf einem vom Frankfurter Bildhauer Eberhard Franz Gutberlet 2013 neu geschaffenen Brunnenbecken), zu finden im Bereich Hauptstraße 62 (am Beginn der Hanauer Landstraße) und im [[Museum Großauheim]]. Eine der größten erhaltenen Gaul-Sammlungen trug auch das jüdische Ehepaar [[Hugo Zwillenberg|Hugo und Elise Zwillenberg]] vor allem in den 1920er Jahren in Berlin zusammen. Bei ihrer Emigration im Frühjahr 1939 brachten sie die Sammlung außer Landes, sie überdauerte den Krieg im Freihafen von Amsterdam unversehrt. In den frühen 1960er Jahren übersiedelten die Zwillenbergs zusammen mit der Sammlung bestehend aus rund 120 meist kleinfigurigen Stücken von Amsterdam nach Bern; im Jahre 2003 erfolgte noch die Restitution der großen Skulptur eines jungen Elefanten (entstanden 1916) aus der Tschechischen Republik. Seit dem Sommer 2013 befindet sich diese Sammlung als Dauerleihgabe der Zwillenberg-Stiftung im [[Kunstmuseum Bern]].&lt;ref&gt;{{Webarchiv |url=http://swissart.ch/de/swissart_news.php?article_id=256 |text=Von Pinguinen und Geranien - August Gaul und Martin Lauterburg im Kunstmuseum Bern. |wayback=20141129081858}} swissart.ch&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{Webarchiv |url=https://www.berlin.de/aktuell/04_01/_html/beitraege1.html |text=''Ein Elefant kehrt zurück''. |wayback=20150223161356}} berlin.de&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Die Metallskulpturen Gauls wurden in der angesehenen [[Bildgießerei]] [[Hermann Noack]] in Berlin hergestellt und, soweit es sich um kleinere Formate handelte, bei Cassirer in eng begrenzter Stückzahl angeboten.&lt;ref&gt;Sogar der junge Elefant im Eigentum der Zwillenberg-Stiftung wurde im Jahre 2003 bei Noack –&amp;nbsp;inzwischen von der dritten und vierten Generation&amp;nbsp;– restauriert.&lt;/ref&gt; Nach dem Tod des Künstlers legten [[Paul Cassirer]], Barlach und Gauls Schüler [[Max Esser]] in einer Liste fest, welche beispielhaften Arbeiten noch in limitierter Auflage gegossen werden sollten. Gauls Schwiegersohn, der Mann seiner Tochter Charlotte, ignorierte die Empfehlung der Fachleute und ließ sehr bald eine größere Anzahl von weiteren Motiven gießen und zum Kauf anbieten. Das Interesse an Gauls Skulpturen ist auch heute noch groß, die Situation auf dem Kunstmarkt allerdings unübersichtlich. Eine kunstwissenschaftliche Publikation von 2007 versucht, gesicherte Originale –&amp;nbsp;im neuesten Werkverzeichnis rund 300&amp;nbsp;– von unautorisierten Reproduktionen zuverlässig zu unterscheiden.&lt;ref&gt;Josephine Gabler: ''August Gaul. Das Werkverzeichnis der Skulpturen.'' Jaron-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-89773-569-9.&lt;/ref&gt;<br /> <br /> &lt;gallery widths=&quot;150&quot; heights=&quot;150&quot; class=&quot;center&quot;&gt;<br /> Eselreiter-Spandau2.jpg|Eselreiter, Berlin, [[Rathaus Spandau]]<br /> Hh-schafe.jpg|Schafe, Hamburg, [[Mönckebergstraße#Bauwerke und Plätze|Klöpperhaus in der Mönckebergstraße]]<br /> Fliegerdenkmal-Adler.jpg|Adlerskulptur am [[Fliegerdenkmal (Wasserkuppe)#Adlerskulptur|Fliegerdenkmal]] auf der [[Wasserkuppe]]<br /> Auerochsen.jpg|[[Kämpfende Wisente]] in Königsberg<br /> Wisente Kunsthalle Kiel.JPG|Wisente auf der Freitreppe der [[Kunsthalle zu Kiel]]<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> <br /> == August-Gaul-Plakette ==<br /> {{Hauptartikel|August-Gaul-Plakette}}<br /> <br /> Aus Anlass des 100. Geburtstags von August Gaul schuf die Stadt Großauheim im Jahre 1969 eine bronzene Plakette mit Bild, Namen und Lebensdaten des Künstlers. Sie wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich in kultureller oder künstlerischer Hinsicht besonders verdient gemacht haben. Nach der [[Gebietsreform in Hessen]] hat seit 1980 die Stadt [[Hanau]] die Verleihung dieser Auszeichnung übernommen.&lt;ref&gt;[http://www.hanau.de/lih/portrait/preise/gaul/ Website der Stadt Hanau]&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Neuere Ausstellungen ==<br /> [[File:August Gaul - Porträt des Orang-Utan 'Jumbo' (1895).jpg|thumb|Porträt des Orang-Utan 'Jumnbo' (1895) in der Ausstellung ''Tiere sind auch nur Menschen. Skulpturen von August Gaul.'' [[Liebieghaus Skulpturensammlung]]]]<br /> * 2009: ''Der Tierbildhauer August Gaul.'' [[Georg-Kolbe-Museum]], Berlin<br /> * 2010/2011: ''August Gaul – [[Fritz Klimsch]].'' [[Museum Giersch]], Frankfurt am Main<br /> * 2011: ''Das Schicksal der Skulptur: August Gaul (1869–1921). Kleiner Tierpark.'' [[Museum Georg Schäfer]], Schweinfurt<br /> * 2011: ''August Gaul – Die Sammlung Alfons und Marianne Kottmann.'' [[Historisches Museum Hanau]], [[Schloss Philippsruhe]], Hanau<br /> * 2011–2012: [[Liebermann-Villa]], [[Berlin-Wannsee]]<br /> * 2014–2015: ''August Gaul und Martin Lauterburg.'' [[Kunstmuseum Bern]]<br /> * 2019–2020: ''August Gaul – Weil es mich freut''. Museum Großauheim&lt;ref&gt;[https://www.hanau.de/freizeit/veranstaltungskalender/veranstaltungen/004808.html hanau.de]&lt;/ref&gt;<br /> * 2021: ''August Gaul – Moderne Tiere.'' [[Kunstmuseum Bern]]<br /> * 2025: ''Tiere sind auch nur Menschen. Skulpturen von August Gaul.'' [[Liebieghaus Skulpturensammlung]]&lt;ref&gt; [https://www.liebieghaus.de/de/ausstellungen/tiere-sind-auch-nur-menschen Liebieghaus Frankfurt]&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Literatur ==<br /> * [[Hans Rosenhagen]]: ''Bildwerke von August Gaul.'' Paul Cassirer, Berlin 1905.<br /> * [[Emil Waldmann (Kunsthistoriker)|Emil Waldmann]]: ''August Gaul.'' Paul Cassirer, Berlin 1919.<br /> * [[Paul Cassirer]]: ''Alte Tierfabeln mit Steinzeichnungen von Aug. Gaul.'' Panpresse, Leipzig 1919.<br /> <br /> '''postum'''<br /> * {{NDB|6|98 || Gaul, Georg August|[[Angelo Walther]]|118689797}}<br /> * Angelo Walther: ''August Gaul.'' Künstlerkompendium. [[E. A. Seemann]], Leipzig 1973. (mit 262 Abbildungen, davon 136 Skulpturen)<br /> * Ursel Berger: ''Der Tierbildhauer August Gaul.'' (Ausstellungskatalog) Nicolai, Berlin 1999, ISBN 3-87584-858-6.<br /> * Arie Hartog (Konzeption), Gerhard-Marcks-Stiftung (Hrsg.): ''Der Zoo, die Wildnis und die Weide. Deutsche Tierplastik von August Gaul bis Joseph Beuys.'' (Ausstellungskatalog) Gerhard-Marcks-Stiftung, Bremen 2002, ISBN 3-924412-42-1.<br /> * Hilde Eich: ''August Gaul: 22. Oktober 1869 – 18. Oktober 1921.'' Museum Großauheim, Hanau-Großauheim 2003, ISBN 3-00-012032-7.<br /> * Josephine Gabler: ''Werkverzeichnis der Skulpturen von August Gaul.'' Jaron-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-89773-569-9.<br /> * Bettina Krogemann: ''Das Berliner Kronprinzensilber: Ein höfisches Prunkservice zwischen Historismus und Werkbund.'' Köln, Letter Stiftung 1997, S. 49–55.<br /> * {{AKL|50|227|229|Gaul, August|Angelo Walther}}<br /> * {{BerlinerLeben |Autor=F. |Titel=August Gaul |Jahr=1902 |Heft=7 |Seiten=114–115 |Kommentar=Kurzbiografie und Abbildung einiger Werke |zlb=212}}<br /> * [http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/index.php?id=dfg-viewer&amp;set%5Bimage%5D=4&amp;set%5Bzoom%5D=default&amp;set%5Bdebug%5D=0&amp;set%5Bdouble%5D=0&amp;set%5Bmets%5D=http%3A%2F%2Fcontent.staatsbibliothek-berlin.de%2Fzefys%2FSNP27646518-19221015-0-0-0-0.xml Zeitschrift ''Weltspiegel'' (Berlin), Nr. 42, 15. Oktober 1922, zur August-Gaul-Gedächtnisausstellung in der Akademie der Künste]<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> {{Commonscat}}<br /> * {{DNB-Portal|118689797}}<br /> * {{Webarchiv |url=http://www.hanau.de/kultur/museen/gra/va/003410/index.html |text=Bildergalerie August Gaul |wayback=20140304094742}} auf der Website der Stadt Hanau (mit Fotos von Skulpturen)<br /> * [https://www.museen-hanau.de/ausstellungen/aktuell/august-gaul Museum Großauheim – Dauerausstellung zu August Gaul]<br /> * {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118689797|titel=Gaul, August|datum=2025-11-18}}<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references /&gt;<br /> <br /> {{Normdaten|TYP=p|GND=118689797|LCCN=nr99025109|NDL=|VIAF=22935877}}<br /> <br /> {{SORTIERUNG:Gaul, August}}<br /> [[Kategorie:Bildhauer (Berlin)]]<br /> [[Kategorie:Berliner Secession]]<br /> [[Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund]]<br /> [[Kategorie:Person (Zoologischer Garten Berlin)]]<br /> [[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]<br /> [[Kategorie:Tierbildhauer]]<br /> [[Kategorie:Deutscher]]<br /> [[Kategorie:Geboren 1869]]<br /> [[Kategorie:Gestorben 1921]]<br /> [[Kategorie:Mann]]<br /> <br /> {{Personendaten<br /> |NAME=Gaul, August<br /> |ALTERNATIVNAMEN=Gaul, Georg August (vollständiger Name)<br /> |KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bildhauer und Medailleur im Übergang vom Historismus zur Moderne<br /> |GEBURTSDATUM=22. Oktober 1869<br /> |GEBURTSORT=[[Großauheim]]<br /> |STERBEDATUM=18. Oktober 1921<br /> |STERBEORT=[[Berlin]]<br /> }}</div> Immanuelle https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Andrei_Andrejewitsch_Wassilewski&diff=264229649 Andrei Andrejewitsch Wassilewski 2026-02-13T08:44:36Z <p>Immanuelle: (GR) File renamed: File:С вратарём сборной России по хоккею Андреем Василевским.jpeg → File:Вратарь сборной России по хоккею Андрей Василевский 2014.jpg Criterion 2 (meaningless or ambiguous name)</p> <hr /> <div>{{Infobox Eishockeyspieler<br /> | Name = Andrei Wassilewski<br /> | Ländercode = RUS<br /> | Bild = Andrei Vasilevskiy 2018-05-21 1.jpg<br /> | Geburtsdatum = [[25. Juli]] [[1994]]<br /> | Geburtsort = [[Tjumen]], [[Russland]]<br /> | Todesdatum = <br /> | Sterbeort = <br /> | Spitzname = <br /> | Größe = 191 cm<br /> | Gewicht = 94 kg<br /> | Position = Torwart<br /> | Nummer = #88<br /> | Fanghand = Links<br /> | Draft1 = KHL Junior Draft<br /> | Draftjahr1 = 2011<br /> | Runde1 = 1<br /> | Stelle1 = 7<br /> | Draftverein1 = [[Salawat Julajew Ufa]]<br /> | Draft2 = NHL Entry Draft<br /> | Draftjahr2 = 2012<br /> | Runde2 = 1<br /> | Stelle2 = 19<br /> | Draftverein2 = [[Tampa Bay Lightning]]<br /> | Jahre1 = 2010–2013<br /> | Verein1 = Tolpar Ufa<br /> | Jahre2 = 2012–2014<br /> | Verein2 = [[Salawat Julajew Ufa]]<br /> | Jahre3 = 2014–2016<br /> | Verein3 = [[Syracuse Crunch]]<br /> | Jahre4 = seit 2014<br /> | Verein4 = [[Tampa Bay Lightning]]<br /> }}<br /> '''Andrei Andrejewitsch Wassilewski''' ({{ruS|Андрей Андреевич Василевский}}; englische Transkription: ''Andrei Andreyevich Vasilevskiy''; * [[25. Juli]] [[1994]] in [[Tjumen]]) ist ein [[Russland|russischer]] [[Eishockeytorwart]], der seit 2014 bei den [[Tampa Bay Lightning]] in der [[National Hockey League]] unter Vertrag steht. Im Jahre 2019 erhielt er die [[Vezina Trophy]] als bester Torhüter der NHL. Anschließend gewann er mit den Lightning in den Playoffs [[Stanley-Cup-Playoffs 2020|2020]] und [[Stanley-Cup-Playoffs 2021|2021]] den [[Stanley Cup]], wobei er beim zweiten Erfolg mit der [[Conn Smythe Trophy]] als [[Most Valuable Player|wertvollster Spieler]] der Playoffs ausgezeichnet wurde. Ferner erreichte er den Meilenstein von [[Liste der NHL-Torhüter mit 300 Siegen|300 NHL-Siegen]] schneller als jeder andere Torhüter der Ligageschichte.<br /> <br /> == Karriere ==<br /> [[Datei:Andrei Vasilevskiy - Tampa Bay Lightning.jpg|mini|links|Wassilewski im Trikot der [[Tampa Bay Lightning]] (2014)]]<br /> Andrei Wassilewski begann seine Karriere 2005 im Nachwuchsbereich von [[Salawat Julajew Ufa]] und durchlief alle Nachwuchsmannschaften des Vereins. Im September 2010 debütierte er für ''Tolpar Ufa'', das Juniorenteam von Salawat Julajew Ufa, in der [[Molodjoschnaja Chokkeinaja Liga]] (MHL) und gehörte anschließend fest zum Kader des MHL-Teams, bei dem auch sein Bruder [[Alexei Andrejewitsch Wassilewski|Alexei]] spielte. Während des [[KHL Junior Draft 2011]] wurde er in der ersten Runde an siebter Stelle von Salawat Julajew ausgewählt.&lt;ref&gt;[https://www.eliteprospects.com/draft_other2.php?year=2011&amp;type=KHL%20Draft eliteprospects.com: 2011 KHL Draft]&lt;/ref&gt; Ein Jahr später wurde er im Rahmen des [[NHL Entry Draft 2012]] von der [[Tampa Bay Lightning]] an 19. Stelle ausgewählt. Beim [[CHL Import Draft]] desselben Jahres hatten ihn die [[Mississauga Steelheads]] in der zweiten Runde an Gesamtposition 69 ausgewählt.<br /> <br /> Am 23. November 2012 debütierte Wassilewski in der [[Kontinentale Hockey-Liga|Kontinentalen Hockey-Liga]] für Salawat Julajew Ufa im Spiel gegen den [[HK Donbass Donezk]]. Seinen ersten Sieg in der KHL erreichte er am 8. Januar 2013, als er gegen den [[HK Dynamo Moskau]] ohne Gegentor blieb.<br /> <br /> Während der [[KHL 2013/14|Saison 2013/14]] setzte er sich gegen erfahrene Torhüter wie [[Andrei Walerjewitsch Wolkow|Andrei Wolkow]] und [[Iiro Tarkki]] durch und wurde Stammtorhüter von Salawat Julajew. Er führte sein Team bis in das Playoff-Halbfinale und gehörte in den Playoffs zu den statistisch besten Torhütern der KHL. Anfang Mai 2014 wurde Wassilewski von seinem Draftteam, der Lighting, mit einem NHL-Einstiegsvertrag über drei Jahre Laufzeit ausgestattet.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |url=http://lightning.nhl.com/club/news.htm?id=718171 |hrsg=[[Tampa Bay Lightning]] |datum=2014-05-06 |zugriff=2014-05-07 |titel=Lightning sign 2012 first-round pick Andrei Vasilevski}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Nach der Debüt-Saison 2014/15, in der der Torhüter 20 Spiele für die Lightning absolvierte, musste sich Wassilewski im September 2015 einer Operation unterziehen, um ein [[Thrombus|Blutgerinnsel]] zu entfernen. Dabei wurde bekannt, dass er unter einer Form des [[Thoracic-outlet-Syndrom]]s leidet und ca. zwei bis drei Monate ausfallen wird.&lt;ref&gt;{{Internetquelle| url=https://www.nhl.com/ice/news.htm?id=778236| titel=Lightning goalie Vasilevskiy to miss 2-3 months| autor=| hrsg=nhl.com| sprache=en| datum=2015-09-04| zugriff=2015-09-05}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Im Juli 2016 unterzeichnete der Russe einen neuen Dreijahresvertrag in Tampa, der mit Ablauf seines Einstiegsvertrags nach der Saison 2016/17 in Kraft treten und ihm ein durchschnittliches Jahresgehalt von 3,5 Millionen US-Dollar einbringen soll.&lt;ref&gt;{{Internetquelle| url=https://www.nhl.com/lightning/news/lightning-sign-goalie-andrei-vasilevskiy-to-three-year-contract-extension/c-888277| titel=Lightning sign goalie Andrei Vasilevskiy to three-year contract extension| autor=| hrsg=nhl.com| sprache=en| datum=2016-07-01| zugriff=2017-03-02}}&lt;/ref&gt; Zudem etablierte sich Wassilewski mit Beginn der Spielzeit 2016/17 im NHL-Aufgebot der Lightning und ist spätestens seit dem Abgang von [[Ben Bishop]] nach [[Los Angeles Kings|Los Angeles]] deren Stammtorwart.<br /> <br /> In der Saison 2017/18 führte Wassilewski die [[NHL 2017/18#Beste Torhüter|Torhüter der Liga]] in Siegen (44; gemeinsam mit [[Connor Hellebuyck]]) und [[Shutout]]s (8; gemeinsam mit [[Pekka Rinne]]) an und war daher neben Hellebuyck und Rinne ein Finalist für die [[Vezina Trophy]], die allerdings Rinne gewann. Darüber hinaus stellte er mit den 44 Siegen einen neuen [[Tampa Bay Lightning#Franchiserekorde|Franchise-Rekord]] in Tampa auf. Am Ende der Spielzeit 2018/19 ehrte man ihn schließlich mit der Vezina Trophy als bester Torwart der Liga sowie mit der Aufnahme ins [[NHL All-Star Team|NHL First All-Star Team]]. Anschließend unterzeichnete er Ende Juli 2019 einen neuen Achtjahresvertrag bei den Lightning, der ihm mit Beginn der Saison 2020/21 ein durchschnittliches Jahresgehalt von 9,5 Millionen US-Dollar einbringen soll. Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung würde ihn dies nach [[Carey Price]] und [[Sergei Andrejewitsch Bobrowski|Sergei Bobrowski]] zum Torhüter mit dem dritthöchsten Gehalt der gesamten NHL machen. In den folgenden [[Stanley-Cup-Playoffs 2020|Playoffs 2020]] gewann Wassilewski mit den Lightning den [[Stanley Cup]] und wurde dabei zum zweiten russischen Torwart, der diesen Erfolg feiern konnte. Zuvor war dies nur [[Nikolai Iwanowitsch Chabibulin|Nikolai Chabibulin]] gelungen, ebenfalls mit Tampa ([[Stanley-Cup-Playoffs 2004|2004]]). Im [[Stanley-Cup-Playoffs 2021|Folgejahr]] verteidigte Tampa den Stanley Cup, wobei Wassilewski mit einer Fangquote von 93,7 % und fünf Shutouts derart überzeugte, dass er mit der [[Conn Smythe Trophy]] als [[Most Valuable Player|wertvollster Spieler]] der Playoffs geehrt wurde. Darüber hinaus berücksichtigte man ihn erneut im NHL First All-Star Team. Der dritte Titel in Folge wurde im Endspiel der [[Stanley-Cup-Playoffs 2022|Playoffs 2022]] durch eine 2:4-Niederlage gegen [[Colorado Avalanche|Colorado]] knapp verpasst.<br /> <br /> Im November 2024 erreichte Wassilewski den Meilenstein von [[Liste der NHL-Torhüter mit 300 Siegen|300 Siegen]] in der NHL, was ihm in seiner 490. Partie gelang und somit schneller als jeder andere Torhüter der Ligageschichte. Er übertraf dabei [[Jacques Plante (Eishockeyspieler)|Jacques Plante]].<br /> <br /> === International ===<br /> [[Datei:Вратарь сборной России по хоккею Андрей Василевский 2014.jpg|mini|Andrei Wassilewski mit dem [[Orden der Ehre (Russland)|Orden der Ehre]] (2014)]]<br /> Andrei Wassilewski vertrat sein Heimatland erstmals international bei der [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U18-Junioren 2010|U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2010]]. Beim [[Europäisches Olympisches Winter-Jugendfestival 2011|Europäischen Olympischen Jugendfestival 2011]] im tschechischen [[Liberec]], gewann er mit dem russischen Team die Goldmedaille. Insgesamt nahm er im Juniorenbereich an sechs Weltmeisterschaften teil. Neben der U18-WM 2010 folgten Teilnahmen in derselben Altersklasse in den Jahren [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U18-Junioren 2011|2011]] und [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U18-Junioren 2012|2012]] sowie den U20-Junioren-Weltmeisterschaften [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U20-Junioren 2012|2012]], [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U20-Junioren 2013|2013]] und [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U20-Junioren 2014|2014]] teil. Dabei gewann er eine Silber- und drei Bronzemedaillen. Bei der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2011 spielte er zusammen mit seinem Bruder [[Alexei Andrejewitsch Wassilewski|Alexei]] für Russland.<br /> <br /> Während der Saison 2013/14 debütierte er für die [[Russische Eishockeynationalmannschaft|Sbornaja]] und wurde für die [[Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2014|Herren-Weltmeisterschaft 2014]] nominiert, bei der er zwei Einsätze mit hervorragenden statistischen Werten absolvierte und den Weltmeistertitel gewann. In Anerkennung des Weltmeistertitels erhielt die ''Sbornaja'' im Anschluss den [[Orden der Ehre (Russland)|Orden der Ehre]]. Zudem war er für den [[World Cup of Hockey 2016]] nominiert, kam jedoch zu keinem Einsatz. Bei der [[Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2017|Weltmeisterschaft 2017]] gewann er mit der Mannschaft die Bronzemedaille und wurde als bester Torhüter ausgezeichnet sowie in das ''All-Star Team'' des Turniers gewählt. Bei der [[Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2019|Weltmeisterschaft 2019]] gewann er mit den Russen erneut Bronze und wurde mit der besten Fangquote des Turniers wiederum zum besten Torwart und in das ''All-Star Team'' des Turniers gewählt.<br /> <br /> == Erfolge und Auszeichnungen ==<br /> {{Mehrspaltige Liste |breite=25em |anzahl=2 |liste=<br /> * 2013 KHL-Rookie des Monats September<br /> * 2013 KHL-Rookie des Monats November<br /> * 2014 KHL-Rookie des Monats März<br /> * 2014 KHL-Rookie des Monats April<br /> * 2014 Pris Alexei Tscherepanow (''Bester Rookie der KHL'')<br /> * 2014 [[Orden der Ehre (Russland)|Orden der Ehre]]<br /> * 2018 Teilnahme am [[63. National Hockey League All-Star Game|NHL All-Star Game]]<br /> * 2019 Teilnahme am [[64. National Hockey League All-Star Game|NHL All-Star Game]]<br /> * 2019 [[Vezina Trophy]]<br /> * 2019 [[NHL All-Star Team|NHL First All-Star Team]]<br /> * 2020 Teilnahme am [[65. National Hockey League All-Star Game|NHL All-Star Game]]<br /> * 2020 [[Stanley Cup|Stanley-Cup]]-Gewinn mit den [[Tampa Bay Lightning]]<br /> * 2021 NHL First All-Star Team<br /> * 2021 Stanley-Cup-Gewinn mit den Tampa Bay Lightning<br /> * 2021 [[Conn Smythe Trophy]]<br /> * 2022 Teilnahme am [[66. National Hockey League All-Star Game|NHL All-Star Game]]<br /> * 2023 Teilnahme am [[67. National Hockey League All-Star Game|NHL All-Star Game]]<br /> * 2025 [[NHL All-Star Team|NHL Second All-Star Team]]<br /> }}<br /> <br /> === International ===<br /> {{Mehrspaltige Liste |breite=25em |anzahl=2 |liste=<br /> * 2011 Goldmedaille beim [[Europäisches Olympisches Winter-Jugendfestival 2011|Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival]]<br /> * 2011 Bronzemedaille bei der [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U18-Junioren 2011|U18-Junioren-Weltmeisterschaft]]<br /> * 2011 Höchste [[Fangquote (Eishockey)|Fangquote]] der U18-Junioren-Weltmeisterschaft<br /> * 2011 Bronzemedaille beim [[Ivan Hlinka Memorial Tournament 2011|Ivan Hlinka Memorial Tournament]]<br /> * 2012 Silbermedaille bei der [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U20-Junioren 2012|U20-Junioren-Weltmeisterschaft]]<br /> * 2013 Bronzemedaille bei der [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U20-Junioren 2013|U20-Junioren-Weltmeisterschaft]]<br /> * 2014 Bronzemedaille bei der [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U20-Junioren 2014|U20-Junioren-Weltmeisterschaft]]<br /> * 2014 Goldmedaille bei der [[Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2014|Weltmeisterschaft]]<br /> * 2017 Bronzemedaille bei der [[Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2017|Weltmeisterschaft]]<br /> * 2017 Bester Torwart der Weltmeisterschaft<br /> * 2017 All-Star-Team der Weltmeisterschaft<br /> * 2019 Bronzemedaille bei der [[Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2019|Weltmeisterschaft]]<br /> * 2019 Höchste Fangquote der Weltmeisterschaft<br /> * 2019 Bester Torwart der Weltmeisterschaft<br /> * 2019 All-Star-Team der Weltmeisterschaft<br /> }}<br /> <br /> == Karrierestatistik ==<br /> &lt;small&gt;Stand: Ende der Saison 2024/25&lt;/small&gt;<br /> {| class=&quot;toccolours&quot; style=&quot;text-align:center; width:80%;&quot;<br /> |- style=&quot;background:#e0e0e0;&quot;<br /> ! colspan=&quot;3&quot; style=&quot;background:#f9f9f9;&quot; |<br /> ! rowspan=&quot;99&quot; style=&quot;background:#f9f9f9;&quot; |<br /> ! colspan=&quot;9&quot; | Reguläre Saison<br /> ! rowspan=&quot;99&quot; style=&quot;background:#f9f9f9;&quot; |<br /> ! colspan=&quot;8&quot; | Playoffs<br /> |- style=&quot;background:#e0e0e0;&quot;<br /> ! Saison<br /> ! Team<br /> ! Liga<br /> ! Sp<br /> ! S<br /> ! N<br /> ! OTN<br /> ! Min<br /> ! GT<br /> ! SO<br /> ! GTS<br /> ! Sv%<br /> ! Sp<br /> ! S<br /> ! N<br /> ! Min<br /> ! GT<br /> ! SO<br /> ! GTS<br /> ! Sv%<br /> |-<br /> | [[MHL 2010/11|2010/11]]<br /> | Tolpar Ufa<br /> | [[Molodjoschnaja Chokkeinaja Liga|MHL]]<br /> | 14<br /> | 8<br /> | 2<br /> | 4<br /> | 730<br /> | 22<br /> | 3<br /> | 1,81<br /> | 93,7<br /> | 2<br /> | 1<br /> | 1<br /> | 87<br /> | 3<br /> | 0<br /> | 2,05<br /> | 93,6<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | [[MHL 2011/12|2011/12]]<br /> | Tolpar Ufa<br /> | MHL<br /> | 27<br /> | 15<br /> | 8<br /> | 3<br /> | 793<br /> | 55<br /> | 0<br /> | 2,23<br /> | 93,1<br /> | 2<br /> | 0<br /> | 2<br /> | 120<br /> | 5<br /> | 0<br /> | 2,50<br /> | 93,1<br /> |-<br /> | [[MHL 2012/13|2012/13]]<br /> | Tolpar Ufa<br /> | MHL<br /> | 27<br /> | 17<br /> | 6<br /> | 4<br /> | 1613<br /> | 52<br /> | 3<br /> | 1,93<br /> | 93,0<br /> | 3<br /> | 0<br /> | 2<br /> | 189<br /> | 9<br /> | 0<br /> | 2,85<br /> | 89,7<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | [[KHL 2012/13|2012/13]]<br /> | [[Salawat Julajew Ufa]]<br /> | [[Kontinentale Hockey-Liga|KHL]]<br /> | 8<br /> | 4<br /> | 1<br /> | 0<br /> | 298<br /> | 11<br /> | 1<br /> | 2,22<br /> | 92,4<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> |-<br /> | [[KHL 2013/14|2013/14]]<br /> | Salawat Julajew Ufa<br /> | KHL<br /> | 28<br /> | 14<br /> | 8<br /> | 5<br /> | 1601<br /> | 59<br /> | 3<br /> | 2,21<br /> | 92,3<br /> | 18<br /> | 9<br /> | 9<br /> | 1144<br /> | 38<br /> | 1<br /> | 1,99<br /> | 93,4<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | [[AHL 2014/15|2014/15]]<br /> | [[Syracuse Crunch]]<br /> | [[American Hockey League|AHL]]<br /> | 25<br /> | 14<br /> | 6<br /> | 5<br /> | 1469<br /> | 60<br /> | 2<br /> | 2,45<br /> | 91,7<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> |-<br /> | [[NHL 2014/15|2014/15]]<br /> | [[Tampa Bay Lightning]]<br /> | [[National Hockey League|NHL]]<br /> | 16<br /> | 7<br /> | 5<br /> | 1<br /> | 864<br /> | 34<br /> | 1<br /> | 2,36<br /> | 91,8<br /> | 4<br /> | 1<br /> | 1<br /> | 113<br /> | 6<br /> | 0<br /> | 3,19<br /> | 89,5<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | [[AHL 2015/16|2015/16]]<br /> | Syracuse Crunch<br /> | AHL<br /> | 12<br /> | 7<br /> | 4<br /> | 1<br /> | 711<br /> | 23<br /> | 1<br /> | 1,94<br /> | 93,5<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> |-<br /> | [[NHL 2015/16|2015/16]]<br /> | Tampa Bay Lightning<br /> | NHL<br /> | 24<br /> | 11<br /> | 10<br /> | 0<br /> | 1259<br /> | 58<br /> | 1<br /> | 2,76<br /> | 91,0<br /> | 8<br /> | 3<br /> | 4<br /> | 434<br /> | 20<br /> | 0<br /> | 2,76<br /> | 92,5<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | [[NHL 2016/17|2016/17]]<br /> | Tampa Bay Lightning<br /> | NHL<br /> | 50<br /> | 23<br /> | 17<br /> | 7<br /> | 2832<br /> | 123<br /> | 2<br /> | 2,61<br /> | 91,7<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> |-<br /> | [[NHL 2017/18|2017/18]]<br /> | Tampa Bay Lightning<br /> | NHL<br /> | 65<br /> | 44<br /> | 17<br /> | 3<br /> | 3826<br /> | 167<br /> | 8<br /> | 2,62<br /> | 92,0<br /> | 17<br /> | 11<br /> | 6<br /> | 1000<br /> | 43<br /> | 0<br /> | 2,58<br /> | 91,8<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | [[NHL 2018/19|2018/19]]<br /> | Tampa Bay Lightning<br /> | NHL<br /> | 53<br /> | 39<br /> | 10<br /> | 4<br /> | 3204<br /> | 128<br /> | 6<br /> | 2,40<br /> | 92,5<br /> | 4<br /> | 0<br /> | 4<br /> | 236<br /> | 15<br /> | 0<br /> | 3,83<br /> | 85,6<br /> |-<br /> | [[NHL 2019/20|2019/20]]<br /> | Tampa Bay Lightning<br /> | NHL<br /> | 52<br /> | 35<br /> | 14<br /> | 3<br /> | 3122<br /> | 133<br /> | 3<br /> | 2,56<br /> | 91,7<br /> | 25<br /> | 18<br /> | 7<br /> | 1709<br /> | 54<br /> | 1<br /> | 1,90<br /> | 92,7<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | [[NHL 2020/21|2020/21]]<br /> | Tampa Bay Lightning<br /> | NHL<br /> | 42<br /> | 31<br /> | 10<br /> | 1<br /> | 2524<br /> | 93<br /> | 5<br /> | 2,21<br /> | 92,5<br /> | 23<br /> | 16<br /> | 7<br /> | 1390<br /> | 44<br /> | 5<br /> | 1,90<br /> | 93,7<br /> |-<br /> | [[NHL 2021/22|2021/22]]<br /> | Tampa Bay Lightning<br /> | NHL<br /> | 63<br /> | 39<br /> | 18<br /> | 5<br /> | 3761<br /> | 156<br /> | 2<br /> | 2,49<br /> | 91,6<br /> | 23<br /> | 14<br /> | 9<br /> | 1403<br /> | 59<br /> | 1<br /> | 2,52<br /> | 92,2<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | [[NHL 2022/23|2022/23]]<br /> | Tampa Bay Lightning<br /> | NHL<br /> | 60<br /> | 34<br /> | 22<br /> | 4<br /> | 3597<br /> | 159<br /> | 4<br /> | 2,65<br /> | 91,5<br /> | 6<br /> | 2<br /> | 4<br /> | 388<br /> | 23<br /> | 0<br /> | 3,56<br /> | 87,5<br /> |-<br /> | [[NHL 2023/24|2023/24]]<br /> | Tampa Bay Lightning<br /> | NHL<br /> | 52<br /> | 30<br /> | 20<br /> | 2<br /> | 3063<br /> | 148<br /> | 2<br /> | 2,90<br /> | 90,0<br /> | 5<br /> | 1<br /> | 4<br /> | 298<br /> | 16<br /> | 0<br /> | 3,22<br /> | 89,7<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | [[NHL 2024/25|2024/25]]<br /> | Tampa Bay Lightning<br /> | NHL<br /> | 63<br /> | 38<br /> | 20<br /> | 5<br /> | 3763<br /> | 136<br /> | 6<br /> | 2,18<br /> | 92,1<br /> | 5<br /> | 1<br /> | 4<br /> | 293<br /> | 16<br /> | 0<br /> | 3,27<br /> | 87,2<br /> |- style=&quot;background:#e0e0e0; font-weight:bold;&quot;<br /> | colspan=&quot;3&quot; | MHL gesamt<br /> | 68<br /> | 40<br /> | 16<br /> | 11<br /> | 3820<br /> | 129<br /> | 6<br /> | 2,03<br /> | 93,1<br /> | 7<br /> | 1<br /> | 5<br /> | 397<br /> | 17<br /> | 0<br /> | 2,08<br /> | 89,7<br /> |- style=&quot;background:#e0e0e0; font-weight:bold;&quot;<br /> | colspan=&quot;3&quot; | KHL gesamt<br /> | 36<br /> | 18<br /> | 9<br /> | 5<br /> | 1899<br /> | 70<br /> | 4<br /> | 2,21<br /> | 92,3<br /> | 18<br /> | 9<br /> | 9<br /> | 1144<br /> | 38<br /> | 1<br /> | 1,99<br /> | 93,4<br /> |- style=&quot;background:#e0e0e0; font-weight:bold;&quot;<br /> | colspan=&quot;3&quot; | AHL gesamt<br /> | 37<br /> | 21<br /> | 10<br /> | 6<br /> | 2180<br /> | 83<br /> | 3<br /> | 2,28<br /> | 92,3<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> | –<br /> |- style=&quot;background:#e0e0e0; font-weight:bold;&quot;<br /> | colspan=&quot;3&quot; | NHL gesamt<br /> | 540<br /> | 331<br /> | 163<br /> | 35<br /> | 31792<br /> | 1335<br /> | 40<br /> | 2,52<br /> | 91,7<br /> | 120<br /> | 67<br /> | 50<br /> | 7261<br /> | 296<br /> | 7<br /> | 2,45<br /> | 91,8<br /> |}<br /> <br /> === International ===<br /> Vertrat [[Russische Eishockeynationalmannschaft|Russland]] bei:<br /> {|<br /> | style=&quot;width:50%; vertical-align:top; padding-right:2em;&quot; |<br /> * [[Europäisches Olympisches Winter-Jugendfestival 2011/Eishockey|Europäisches Olympisches Winter-Jugendfestival 2011]]<br /> * [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U18-Junioren 2010|U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2010]]<br /> * [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U18-Junioren 2011|U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2011]]<br /> * [[Ivan Hlinka Memorial Tournament 2011]]<br /> * [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U20-Junioren 2012|U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2012]]<br /> * [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U18-Junioren 2012|U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2012]]<br /> | style=&quot;vertical-align:top; width:50%;&quot; |<br /> * [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U20-Junioren 2013|U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2013]]<br /> * [[Eishockey-Weltmeisterschaft der U20-Junioren 2014|U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2014]]<br /> * [[Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2014|Weltmeisterschaft 2014]]<br /> * [[World Cup of Hockey 2016]]<br /> * [[Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2017|Weltmeisterschaft 2017]]<br /> * [[Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2019|Weltmeisterschaft 2019]]<br /> |}<br /> <br /> {| class=&quot;toccolours&quot; style=&quot;text-align:center; width:50%;&quot;<br /> |- style=&quot;background:#e0e0e0;&quot;<br /> ! Jahr<br /> ! Team<br /> ! Veranstaltung<br /> ! Resultat<br /> ! rowspan=&quot;99&quot; style=&quot;background:#f9f9f9;&quot; |<br /> ! Sp<br /> ! S<br /> ! N<br /> ! Min<br /> ! GT<br /> ! SO<br /> ! GTS<br /> ! Sv%<br /> |-<br /> | 2010<br /> | Russland<br /> | U18-WM<br /> | 4. Platz<br /> | 5<br /> | 2<br /> | 2<br /> | 272<br /> | 12<br /> | 1<br /> | 2,65<br /> | 89,7<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | 2011<br /> | Russland<br /> | EOWJF<br /> | [[Datei:Gold medal blank.svg|15px|1. Platz, Gold]]<br /> | 2<br /> | <br /> | <br /> | <br /> | <br /> | <br /> | 2,00<br /> | 88,9<br /> |-<br /> | 2011<br /> | Russland<br /> | U18-WM<br /> | [[Datei:Bronze medal blank.svg|15px|3. Platz, Bronze]]<br /> | 6<br /> | 4<br /> | 2<br /> | 344<br /> | 15<br /> | 0<br /> | 2,62<br /> | 93,6<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | 2011<br /> | Russland<br /> | IHMT<br /> | [[Datei:Bronze medal blank.svg|15px|3. Platz, Bronze]]<br /> | 4<br /> | <br /> | <br /> | <br /> | <br /> | <br /> | 3,14<br /> | 90,6<br /> |-<br /> | 2012<br /> | [[Russische U20-Eishockeynationalmannschaft|Russland]]<br /> | U20-WM<br /> | [[Datei:Silver medal blank.svg|15px|2. Platz, Silber]]<br /> | 5<br /> | 4<br /> | 1<br /> | 299<br /> | 10<br /> | 2<br /> | 2,01<br /> | 95,3<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | 2012<br /> | Russland<br /> | U18-WM<br /> | 5. Platz<br /> | 5<br /> | 2<br /> | 3<br /> | 299<br /> | 11<br /> | 1<br /> | 2,21<br /> | 92,2<br /> |-<br /> | 2013<br /> | Russland<br /> | U20-WM<br /> | [[Datei:Bronze medal blank.svg|15px|3. Platz, Bronze]]<br /> | 4<br /> | 3<br /> | 1<br /> | 265<br /> | 8<br /> | 1<br /> | 1,81<br /> | 95,0<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | 2014<br /> | Russland<br /> | U20-WM<br /> | [[Datei:Bronze medal blank.svg|15px|3. Platz, Bronze]]<br /> | 6<br /> | 4<br /> | 2<br /> | 328<br /> | 10<br /> | 0<br /> | 1,83<br /> | 93,3<br /> |-<br /> | 2014<br /> | Russland<br /> | WM<br /> | [[Datei:Gold medal blank.svg|15px|1. Platz, Gold]]<br /> | 2<br /> | 2<br /> | 0<br /> | 120<br /> | 1<br /> | 1<br /> | 0,50<br /> | 98,5<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | 2016<br /> | Russland<br /> | World Cup<br /> | 4. Platz<br /> | colspan=&quot;8&quot; | ''ohne Einsatz''<br /> |-<br /> | 2017<br /> | Russland<br /> | WM<br /> | [[Datei:Bronze medal blank.svg|15px|3. Platz, Bronze]]<br /> | 9<br /> | 6<br /> | 2<br /> | 523<br /> | 15<br /> | 3<br /> | 1,72<br /> | 93,6<br /> |- style=&quot;background:#f0f0f0;&quot;<br /> | 2019<br /> | Russland<br /> | WM<br /> | [[Datei:Bronze medal blank.svg|15px|3. Platz, Bronze]]<br /> | 8<br /> | 6<br /> | 1<br /> | 488<br /> | 13<br /> | 2<br /> | 1,60<br /> | 94,6<br /> |- style=&quot;background:#e0e0e0; font-weight:bold;&quot;<br /> | colspan=&quot;4&quot; | Junioren gesamt<br /> | 37<br /> | <br /> | <br /> | <br /> | <br /> | <br /> | 2,29<br /> | 92,7<br /> |- style=&quot;background:#e0e0e0; font-weight:bold;&quot;<br /> | colspan=&quot;4&quot; | Herren gesamt<br /> | 19<br /> | 14<br /> | 3<br /> | 1131<br /> | 29<br /> | 6<br /> | 1,32<br /> | 95,5<br /> |}<br /> {{Legende Torhüterstatistik (Eishockey)}}<br /> <br /> == Familie ==<br /> Sein Vater [[Andrei Leonidowitsch Wassilewski|Andrei]] war ebenfalls Eishockeytorwart, sein Bruder [[Alexei Andrejewitsch Wassilewski|Alexei]] ist als [[Abwehrspieler#Eishockey|Verteidiger]] aktiv.<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> {{Commonscat|Andrei Vasilevskiy|Andrei Wassilewski}}<br /> * {{NHL|ID=8476883|NAME=Andrei Wassilewski}}<br /> * {{Eliteprospects|ID=70424|NAME=Andrei Wassilewski}}<br /> * {{Hockeygoalies|ID=vasilevski|NAME=Andrei Wassilewski}}<br /> * [https://r-hockey.ru/player.asp?TXT=16549&amp;Language=e Andrei Wassilewski] bei r-hockey.ru<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references /&gt;<br /> <br /> {{NaviBlock<br /> |Navigationsleiste Kader der Tampa Bay Lightning<br /> |Navigationsleiste Gewinner der Conn Smythe Trophy<br /> |Navigationsleiste Gewinner der Vezina Trophy<br /> }}<br /> <br /> {{SORTIERUNG:Wassilewski, Andrei Andrejewitsch}}<br /> [[Kategorie:Eishockeynationaltorwart (Russland)]]<br /> [[Kategorie:Eishockeytorwart (Salawat Julajew Ufa)]]<br /> [[Kategorie:Eishockeytorwart (Syracuse Crunch)]]<br /> [[Kategorie:Eishockeytorwart (Tampa Bay Lightning)]]<br /> [[Kategorie:Weltmeister (Eishockey)]]<br /> [[Kategorie:Stanley-Cup-Sieger]]<br /> [[Kategorie:Träger des russischen Ordens der Ehre]]<br /> [[Kategorie:Russe]]<br /> [[Kategorie:Geboren 1994]]<br /> [[Kategorie:Mann]]<br /> <br /> {{Personendaten<br /> |NAME=Wassilewski, Andrei Andrejewitsch<br /> |ALTERNATIVNAMEN=Vasilevsky, Andrei (englisch); Vasilevskiy, Andrei (englisch); Василевский, Андрей Андреевич (russisch)<br /> |KURZBESCHREIBUNG=russischer Eishockeytorwart<br /> |GEBURTSDATUM=25. Juli 1994<br /> |GEBURTSORT=[[Tjumen]], [[Russland]]<br /> |STERBEDATUM=<br /> |STERBEORT=<br /> }}</div> Immanuelle https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ukrainische_Legion&diff=264229634 Ukrainische Legion 2026-02-13T08:44:00Z <p>Immanuelle: (GR) File renamed: File:Leutenant USS.jpg → File:USS OF1b Leutnant 1918.jpg Criterion 4 (harmonizing names of file set)</p> <hr /> <div>Die '''Ukrainische Legion''' war ein kurz nach Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] vorerst als ''Freiwillige Ukrainische Schützen'' (auch ''Ukrainische Schützenabteilung'', ''Ukrainische Freischützen'' oder ''Ukrainisches Freiwilligenkorps'') gebildeter Kampfverband [[Österreich-Ungarn]]s.<br /> <br /> [[Datei:Ukrainian-legion-stab.jpg|mini|Offiziere der Ukrainischen Legion 1915]]<br /> <br /> == Aufbau ==<br /> Die Legion bestand aus [[Galizien|galizischen]] [[Ukrainer|ukrainischen]] ([[Ruthenen (Habsburgermonarchie)|ruthenischen]]) Freiwilligen, darunter auch Frauen.&lt;ref&gt;Darko Pavlović (Hrsg.), Peter Jung: ''Austro Hungarian Forces in World War I.'' Band 1: ''The Austro-Hungarian Forces in World War I: 1914–1916.'' Osprey Publishing, Oxford 2003, ISBN 1-84176-594-5, S. 41f.&lt;/ref&gt; Sie war wie die [[Polnische Legionen (1914–1918)|Polnische Legion]] aus [[Schützenverein|Schützenorganisationen]] hervorgegangen und Teil der [[k.k. Landwehr]].&lt;ref&gt;[[Peter Broucek]]: ''Militärischer Widerstand: Studien zur österreichischen Staatsgesinnung und NS-Abwehr.'' Böhlau, Wien 2008, ISBN 3-205-77728-X, S.&amp;nbsp;217.&lt;/ref&gt;<br /> [[Datei:Eine heldenmütige Ukrainerin.Frl.Jarema Kuz der ukr.Legion beim Korps FML.Hofmann. (BildID 15432679).jpg|mini|Jarema Kuz als weiblicher Feldwebel der Ukrainischen Legion]]<br /> Die Initiative zur Gründung des Freiwilligenverbandes ging vom ukrainischen Hauptrat in Galizien aus. In Anknüpfung an die Tradition der [[Saporoscher Kosaken|Kosaken]] wurde sie dann in '''Ukrainische [[Sitscher Schützen|Sitschower Schützen]]''' (auch ''Ukrainische Sitscher'' oder ''Sič Schützen'', [[Ukrainische Sprache|ukrainisch]] Українські січові стрільці, ''Ukraïnski sichovi stril'tsi'', ''Ukraïns’ki Sičovi Stril’ci'', USS) umbenannt und am 9. August 1915 zu einem regulären [[Regiment]]. Die militärische Bedeutung der Legion war weit geringer als die politische,&lt;ref&gt;[[Wolfdieter Bihl]]: ''Beiträge zur Ukraine-Politik Österreich-Ungarns 1918. '' In: ''Jahrbücher für Geschichte Osteuropas'', NF 14 (1966), S.&amp;nbsp;51–62, hier: S.&amp;nbsp;51.&lt;/ref&gt; sie war ein propagandistisches Kampfmittel gegen den russischen [[Panslawismus]], weil dadurch die Eigenständigkeit der [[Ukrainer]] gestärkt werden sollte. Bis 1. September 1914 wurden 2000 zumeist sehr junge Freiwillige in [[Lemberg]] mit Gewehren ausgestattet und zum Exerzieren eingeteilt. Erst nach Ablegung des Eids auf die Landwehr am 2. September 1914 wurde die Truppe eingesetzt.&lt;ref&gt;Theophil Hornykiewicz (Hrsg.): ''Ereignisse in der Ukraine 1914–1922. Deren Bedeutung und historische Hintergründe.'' Band 1: ''Stand der ukrainischen Frage in der österreichisch-ungarischen Monarchie während des 1. Weltkrieges.'' W. K. Lypynsky East European Research Institute, Philadelphia 1966, S.&amp;nbsp;134.&lt;/ref&gt;<br /> <br /> In [[Wien]] versuchten ruthenische Abgeordnete durch Bildung einer „Zentralleitung der k.k. Ukrainischen Legion“ Einfluss zu nehmen und die Interessen der Truppe gegenüber dem [[Armeeoberkommando]] (AOK) zu vertreten. Das AOK lehnte das aber als Einmischung in militärische Angelegenheiten ab.&lt;ref&gt;Ernst Rutkowski: ''Die k.k. Ukrainische Legion 1914–1918'' (= ''Österreichische militärhistorische Forschungen'', Band 9/10), Holzhausen, Wien 2009, ISBN 978-3-85493-166-9, S.&amp;nbsp;13 f.&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Die Legion kämpfte im Verband der 55. k.u.k Infanterie-Division und war auf 2500 Soldaten beschränkt.&lt;ref name=&quot;Rosenfeld&quot;&gt;Günter Rosenfeld (Hrsg.): ''Pavlo Skoropads'kyi. Erinnerungen 1917 bis 1918.'' Steiner, Stuttgart 1999, ISBN 3-515-07467-8, S.&amp;nbsp;269 f.&lt;/ref&gt; Gruppenkommandeur war Generalmajor [[Peter von Hofmann|Peter Freiherr von Hofmann]] (1865–1923). Später wurde eine Aufstockung auf 5000 Soldaten bewilligt,&lt;ref&gt;Theophil Hornykiewicz (Hrsg.): ''Ereignisse in der Ukraine 1914–1922. Deren Bedeutung und historische Hintergründe.'' Band 1: ''Stand der ukrainischen Frage in der österreichisch-ungarischen Monarchie während des 1. Weltkrieges.'' W. K. Lypynsky East European Research Institute, Philadelphia 1966, S.&amp;nbsp;136.&lt;/ref&gt; eine Rekrutierung [[Kaiserlich Russische Armee|russischer Kriegsgefangener]] ukrainischer Herkunft jedoch abgelehnt. [[Garnison]]en waren Lemberg und [[Stryj]]. Die ersten Kommandanten waren Theodor Rozhankovski (* 1875) und Michael Haluszczynski (* 1878),&lt;ref&gt;[https://www.encyclopediaofukraine.com/display.asp?AddButton=pages%5CU%5CK%5CUkrainianSichRiflemen.htm ''Ukrainian Sich Riflemen''] in der [[Encyclopedia of Ukraine]]&lt;/ref&gt; weitere bekannte Offiziere [[Jewhen Konowalez]] und [[Andrij Melnyk (Offizier)|Andrij Melnyk]]. Im Spätherbst 1914 wurde auch eine Reiterabteilung aufgestellt. Mit russischen Beutepferden ausgestattet und rekrutiert meist unter den reitkundigen Söhnen von Großbauern, kam die kleine Einheit ab dem Frühjahr 1915 meist für Feindaufklärung und Botendienste zwischen den Einheiten zum Einsatz.&lt;ref&gt;Rutkowski: ''Die k.k. Ukrainische Legion 1914–1918.'' S.&amp;nbsp;57 f.&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Dienstgradabzeichen, ''Ukrainische Sitscher Schützen'' ==<br /> === Offiziere ===<br /> <br /> {| style=&quot;border:1px solid #8888aa; background-color:#f7f8ff; padding:5px; font-size:95%; margin: 0px 12px 12px 0px;&quot;<br /> |- style=&quot;background-color:#CCCCCC&quot;<br /> ! Rank group<br /> ! colspan=3| [[Stabsoffizier]]e<br /> ! colspan=1| [[Hauptleute]]<br /> ! colspan=2| [[Leutnante]]<br /> ! Fähnriche<br /> |- style=&quot;text-align:center;&quot;<br /> ! rowspan=2| [[Datei:USS kokarda.svg|35px]]&lt;br /&gt;Sitscher&lt;br /&gt;Schützen<br /> | [[Datei:USS OF5 Oberst 1918.jpg|70px]]<br /> | [[Datei:USS OF4 Oberstieutenant 1918.jpg|70px]]<br /> | [[Datei:USS OF3 Major 1918.jpg|70px]]<br /> | [[Datei:Hauptmann USS.jpg|70px]]<br /> | [[Datei:USS OF1a Oberleutenant 1918.jpg|70px]]<br /> | [[Datei:USS OF1b Leutnant 1918.jpg|70px]]<br /> | [[Datei:USS OF(D) Fahnrich 1918.jpg|70px]]<br /> |- style=&quot;text-align:center;&quot;<br /> | {{lang|uk|Полковник}}&lt;br&gt;{{lang|uk-latn|Polkovnyk}}<br /> | {{lang|uk|Підполковник}}&lt;br&gt;{{lang|uk-latn|Pidpolkovnyk}}<br /> | {{lang|uk|Отаман}}&lt;br&gt;{{lang|uk-latn|Otaman}}<br /> | {{lang|uk|Сотник}}&lt;br&gt;{{lang|uk-latn|Sotnyk}}<br /> | {{lang|uk|Поручник}}&lt;br&gt;{{lang|uk-latn|Poruchnyk}}<br /> | {{lang|uk|Підпоручник}}&lt;br&gt;{{lang|uk-latn|Pidporuchnyk}}<br /> | {{lang|uk|Хорунжий}}&lt;br&gt;{{lang|uk-latn|Khorunzhyy}}<br /> |- style=&quot;text-align:center;&quot;<br /> ! k.u.k. Army || Oberst || Oberstleutnant|| Major || Hauptmann || Oberleutnant || Leutnant || Fähnrich <br /> |- style=&quot;text-align:center; background-color:#CCCCCC&quot;<br /> ! NATO <br /> | OF-5 || OF-4 || OF-3 || OF-2 <br /> |colspan=2| OF-1 <br /> | OF(D)<br /> |}<br /> <br /> === Unteroffiziere und Mannschaften ===<br /> {| style=&quot;border:1px solid #8888aa; background-color:#f7f8ff; padding:5px; font-size:95%; margin: 0px 12px 12px 0px;&quot;<br /> |- style=&quot;background-color:#CCCCCC&quot;<br /> ! Rank group<br /> !colspan=3| [[Unteroffizier]]e<br /> !colspan=2| [[Rekrut|Charge / Rekrut]]<br /> |- style=&quot;text-align:center;&quot;<br /> ! rowspan=2| [[Datei:USS kokarda.svg|35px]]&lt;br /&gt;Sitscher&lt;br /&gt;Schützen<br /> | [[Datei:Feldwebel USS.jpg|70px]]<br /> | [[Datei:USS OR6 Zugsfuhrer 1918.jpg|70px]]<br /> | [[Datei:USS OR5 Korporal 1918.jpg|70px]]<br /> | [[Datei:USS OR2 Oberschütze 1918.jpg|70px]]<br /> | [[Datei:USS OR1 Schütze 1918.jpg|70px]]<br /> |- style=&quot;text-align:center;&quot;<br /> | {{lang|uk|Підхорунжий}}&lt;br&gt;{{lang|uk-latn|Pidkhorunzhyy}}<br /> | {{lang|uk|Десятник}}&lt;br&gt;{{lang|uk-latn|Desyatnyk}}<br /> | {{lang|uk|Вістун}}&lt;br&gt;{{lang|uk-latn|Vistun}}<br /> | {{lang|uk|Старший стрілець}}&lt;br&gt;{{lang|uk-latn|Starshyy striletsʹ}}<br /> | {{lang|uk|Стрілець}}&lt;br&gt;{{lang|uk-latn|Striletsʹ}}<br /> |- style=&quot;text-align:center;&quot;<br /> ! k.u.k. Army || [[Offizierstellvertreter]] || [[Zugsführer]] || [[Korporal]] || [[Oberschütze]] || [[Schütze (Militär)|Schütze]]<br /> |- style=&quot;text-align:center; background-color:#CCCCCC&quot;<br /> ! NATO <br /> | OR-9 || OR-4 || OR-3 || OR-2 || OR-1<br /> |}<br /> <br /> == Einsatz ==<br /> Vor und während der [[Schlacht in den Karpaten]] war die Legion im Aufklärungs- und Kleindienst im Einsatz oder zwischen reguläre Truppen eingeschoben, um sie unter Kontrolle zu halten. Das anfängliche Misstrauen der Armeeführung stellte sich aber als unbegründet heraus, den Offizieren und Mannschaften wurde offiziell das „beste Zeugnis“ ausgestellt. [[Feldmarschallleutnant]] Hofmann lobte vor allem die Fähigkeiten der Legion bei der Aufklärung in kleinen Kompanien.&lt;ref&gt;Rutkowski: ''Die k.k. Ukrainische Legion 1914–1918.'' S.&amp;nbsp;24.&lt;/ref&gt; Auch in der [[Schlacht von Gorlice-Tarnów]] und bei der [[Bug-Offensive]] war die Legion im Rahmen des Korps Hofmann erfolgreich im Einsatz.&lt;ref&gt;Rutkowski: ''Die k.k. Ukrainische Legion 1914–1918.'' S.&amp;nbsp;31 ff.&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am 30. September 1916 wurde die Legion in einem Gefecht bei [[Potutory]], nahe [[Bereschany]] fast völlig aufgerieben. Wegen eines Durchbruchs im benachbarten Frontabschnitt konnten russische Truppen die Legion vollständig einschließen und gefangen nehmen. Bei der Neuformierung wurde ihr die „K.u.k. [[Huzulen]]kompanie“ (das frühere „Ruthenische“ bzw. „[[Bukowina]]er Freiwilligenbataillon“) als eigene Kompanie eingegliedert.&lt;ref&gt;Rutkowski: ''Die k.k. Ukrainische Legion 1914–1918.'' S.&amp;nbsp;15 und 72 ff.&lt;/ref&gt; Ähnliches passierte auch am 1. Juli 1917, als zu Beginn der [[Kerenski-Offensive]] abermals fast der gesamte im Einsatz befindliche Teil der Legion durch einen russischen Angriff bei Bereschany eingeschlossen wurde.&lt;ref&gt;Rutkowski: ''Die k.k. Ukrainische Legion 1914–1918.'' S.&amp;nbsp;78 ff.&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Durch die deutsche Besetzung der Ukraine Anfang 1918 und die Einsetzung der Regierung unter dem [[Ukrainischer Staat|Hetman]] [[Pawlo Skoropadskyj]] lief die [[Habsburgermonarchie]] Gefahr, gegenüber Deutschland ins Hintertreffen zu geraten. Daraufhin schuf [[Karl I. (Österreich-Ungarn)|Kaiser Karl]] die Spezialeinheit „Kampfgruppe Erzherzog Wilhelm“ unter dem Kommando von [[Wilhelm Franz von Habsburg-Lothringen|Erzherzog Wilhelm]] mit etwa 4000 Soldaten. Dazu gehörte auch die Ukrainische Legion. Sie operierte während und nach der [[Operation Faustschlag|Eroberung der Ukraine]] durch die [[Mittelmächte]] 1918 im Süden des Landes.&lt;ref&gt;[[Timothy Snyder]]: ''Der König der Ukraine. Die geheimen Leben des Wilhelm von Habsburg.'' Paul Zsolnay Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-552-05478-3, S.&amp;nbsp;128 f.&lt;/ref&gt; Die Legion erreichte [[Cherson]] und [[Odessa]], wegen der geringen Gegenwehr konnte sogar der [[Dnepr]] als Transportweg genutzt werden. Das letzte Gefecht der Legion unter [[habsburg]]ischen Banner fand am 16. April 1918 in [[Saporischschja]] statt. Die Bolschewiki mussten die Stadt räumen.&lt;ref&gt;Rutkowski: ''Die k.k. Ukrainische Legion 1914–1918.'' S.&amp;nbsp;89 ff.&lt;/ref&gt;<br /> <br /> === Ukrainische Schützen-Kosakendivision ===<br /> Im Frühjahr 1918 wurde aus ukrainischen Gefangenen die ''1.&amp;nbsp;ukrainische Schützen-Kosakendivision'' gebildet.&lt;ref&gt;Peter Broucek: ''Militärischer Widerstand: Studien zur österreichischen Staatsgesinnung und NS-Abwehr.'' Böhlau, Wien 2008, ISBN 3-205-77728-X, S.&amp;nbsp;220.&lt;/ref&gt; Eine Übergabe an die ukrainische Regierung unter Skoropadskyj war nur „am Papier“ geplant, das k.u.k. AOK wollte die Kontrolle über die „Polizeitruppe“ behalten. Die Übergabe der inzwischen durch Desertationen stark geschwächten Truppe an [[Kiew]] erfolgte erst Ende August 1918.&lt;ref&gt;Wolfdieter Bihl: ''Beiträge zur Ukraine-Politik Österreich-Ungarns 1918. '' In: ''Jahrbücher für Geschichte Osteuropas'' NF 14 (1966), S.&amp;nbsp;51–62, hier: S.&amp;nbsp;57 f.&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Nach dem Weltkrieg ==<br /> Nach Kriegsende ging Wilhelm wieder in die Ukraine, die ''Ukrainischen Sitschower Schützen'' wurden Teil der regulären Armee der [[Sachidno-Ukrajinska Narodna Respublika|Westukrainischen Volksrepublik]] und Wilhelm deren Oberst. Am 6. November 1918 besetzte eine Abteilung der Legion unter Wilhelms Befehl die Hauptstadt der Bukowina, [[Czernowitz]]. Die Truppen waren von ukrainischen Funktionären des Landes zur Unterstützung gegen [[Rumänien]] herbeigerufen worden. Wenige Tage später musste sich die Legion jedoch vor der einrückenden rumänischen Armee kampflos zurückziehen.&lt;ref&gt;[[Mariana Hausleitner]]: ''Die Rumänisierung der Bukowina. Die Durchsetzung des nationalstaatlichen Anspruchs Grossrumäniens 1918–1944''. Oldenbourg Verlag, München 2001, ISBN 3-486-56585-0, S.&amp;nbsp;98f.&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Nach Ausrufung der [[West-Ukrainische Volksrepublik|Westukrainischen Volksrepublik]] am 1. November 1918 bildete die Legion den organisatorischen Kern von deren Armee und ging später als erste Brigade in den [[Sitscher Schützen]] der [[Ukrainische Volksrepublik|Ukrainischen Volksrepublik]] auf.&lt;ref name=&quot;Rosenfeld&quot; /&gt;<br /> <br /> == Literatur ==<br /> * Ernst Rutkowski: ''Die k.k. Ukrainische Legion 1914–1918.'' (=''Österreichische militärhistorische Forschungen'', Band 9/10). Holzhausen, Wien 2009, ISBN 978-3-85493-166-9.<br /> * Sokrates Ivanyckyj: ''Die ukrainische Legion und ihre Rolle im Kampf für die Freiheit der Ukraine.'' In: ''Mitteilungen der Arbeits- und Förderungsgemeinschaft der Ukrainischen Wissenschaften'', Heft 2, München 1965, S.&amp;nbsp;5–13.<br /> * Viacheslav Artemenko: ''Die Ukrainische Legion 1918–1922. Von der österreichischen zur sowjetischen Armee.'' In. ''Pallasch. Zeitschrift für Militärgeschichte''. Bd. 10 (2006), Heft 23, S. 153–158.<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> {{Commonscat|Ukrainian Sich Riflemen|Ukrainische Legion}}<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references /&gt;<br /> <br /> {{Normdaten|TYP=k|GND=4476534-4|LCCN=no/94/31441|VIAF=158566522}}<br /> <br /> [[Kategorie:Militärischer Verband im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)|Legion]]<br /> [[Kategorie:Ukrainische Militärgeschichte]]</div> Immanuelle https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=SSB_ZT_4&diff=264166903 SSB ZT 4 2026-02-10T23:27:45Z <p>Immanuelle: (GR) File renamed: File:Stuttgart Zahnradbahn.jpg → File:Stuttgart Zahnradbahn ZT 4.1.jpg Criterion 1 (original uploader’s request)</p> <hr /> <div>{{Infobox Schienenfahrzeug<br /> | Farbe1 = EADEBD<br /> | Farbe2 = 000000<br /> | Baureihe = SSB ZT 4<br /> | Abbildung = Zahnradbahn Stuttgart Alte Weinsteige 1001 2.JPG<br /> | Name = SSB ZT 4<br /> | Nummerierung = 1001–1003<br /> | Hersteller = [[MAN|Maschinenfabrik Augsburg – Nürnberg (MAN)]] (Mechanischer Teil, Wagenkasten), [[Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik|Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur (SLM)]] (Drehgestelle), [[AEG|Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG)]] (elektrische Ausrüstung)<br /> | Ausmusterung = 2022–2023<br /> | Anzahl = 3<br /> | Achsformel = (1z1)´(1z1)´(Zahnrad auf talseitiger, antriebsloser Laufachse)<br /> | Baujahre = 1981–1982<br /> | Spurweite = 1000 mm<br /> | Zahnradsystem = [[Zahnradbahn#Systeme|Riggenbach]]<br /> | Höchstgeschwindigkeit = 30 km/h, bei Talfahrt auf 21 km/h abregelbar<br /> | LängeÜberKupplung = 20.105 mm<br /> | Höhe = 3715 mm<br /> | Breite = 2650 mm<br /> | Leermasse = 33 t<br /> | Kupplungstyp = [[Scharfenbergkupplung]]<br /> | Stromsystem = 750 V Gleichstrom<br /> | Stromübertragung = [[Oberleitung]]<br /> | Dauerleistung = 2×263 kW<br /> | Halbmesser = 60 m<br /> | Sitzplätze = 56<br /> | Stehplätze = 56 (4 P/m²)<br /> | Fußbodenhöhe = 1005 mm<br /> }}<br /> <br /> Der '''ZT 4''' (interne Bezeichnung: '''S-ZT 4.1''';&lt;ref&gt;{{Literatur |Autor=Peter Thomas |Titel=Stuttgarts Zahnradbahn: Auf Zacke |Sammelwerk=FAZ.NET |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/technik/stuttgart-bekommt-neue-wagen-fuer-seine-zahnradbahn-18221617.html |Abruf=2022-10-21}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=&quot;:32&quot;&gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.ssb-ag.de/unternehmen/presse/detail/am-sonntag-14-mai-auf-der-zahnradbahn-abschied-vom-letzten-alten-zug-von-1982/ |titel=Am Sonntag, 14. Mai, auf der Zahnradbahn: Abschied vom letzten alten Zug von 1982 |werk=ssb-ag.de |hrsg=[[SSB AG]] |datum=2023-05-11 |sprache=de |abruf=2023-05-17}}&lt;/ref&gt; nach [[Straßenbahn Stuttgart#Bauer|Bauer]] '''Typ 33''') ist ein [[Meterspur|meterspuriges]] [[Triebfahrzeug]] der [[Stuttgarter Straßenbahnen]] (SSB), das zwischen 1982 und 2023 auf der Strecke der [[Zahnradbahn Stuttgart]] eingesetzt wurde und durch die Nachfolgebaureihe [[SSB ZT 4.2|ZT 4.2]] abgelöst wurde. Die Bezeichnung „ZT 4“ steht für „Zahnrad-[[Triebwagen]] mit vier Achsen“. Der Zahnradantrieb ist für eine einlamellige, leiterförmige [[Zahnstange]] nach dem [[System Riggenbach]] in Gleismitte und auf gleicher Höhe mit der Schienenoberkante konstruiert.<br /> <br /> == Vorgeschichte ==<br /> In den 1970er Jahren bestand das [[Rollmaterial]] der Stuttgarter Zahnradbahn aus fünf, zum Teil rund 40 Jahre alten, Triebwagen (101–105) und fünf [[Vorstellwagen]] aus der Eröffnungszeit (116–120). Das hohe Alter der Fahrzeuge, die es meist bereits auf weit über eine Million Laufkilometer gebracht hatten, und der zunehmende Mangel an Ersatzteilen führten zu immer kürzeren Wartungsintervallen der elektrischen und mechanischen Teile und immer häufigeren Ausfällen. 1974 musste bereits der Triebwagen Nummer 102 ausgemustert werden. Nicht zuletzt verursachten die Fahrzeuge einen beträchtlichen Lärm und waren in Ausstattung und Fahrkomfort nicht mehr zeitgemäß. Der Hintergrund der Überalterung des Fahrzeugparks war, dass die bereits 1959/60 geplant gewesene Beschaffung neuer Wagen gestoppt worden war, weil die SSB gleichzeitig dringend neue Straßenbahnwagen beschaffen musste, um überalterte Vorkriegswagen abzulösen.&lt;ref name=&quot;:3&quot;&gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.ssb-ag.de/unternehmen/presse/detail/am-sonntag-14-mai-auf-der-zahnradbahn-abschied-vom-letzten-alten-zug-von-1982/ |titel=Am Sonntag, 14. Mai, auf der Zahnradbahn: Abschied vom letzten alten Zug von 1982 |werk=ssb-ag.de |hrsg=[[SSB AG]] |datum=2023-05-11 |sprache=de |abruf=2023-05-17}}&lt;/ref&gt; In den folgenden Jahren gab es keine Fördergelder für meterspurige Wagen. Außerdem litten die SSB ihrerseits unter der wirtschaftlichen Situation und der nach wie vor anwachsenden Konkurrenz durch den [[Individualverkehr]] und waren so zu einem konsequenten Sparkurs gezwungen, weshalb sie den kostengünstigeren Ein-Mann-Betrieb auf allen Linien anstrebten. 1978 entschlossen sie sich daher zur Beschaffung neuer, größerer Triebwagen mit der Kapazität eines bisherigen Zuges und damit zum endgültigen Verzicht auf Vorstellwagen.<br /> <br /> Hinzu kamen verschärfend rechtliche und wirtschaftliche Probleme: der Einsatz von Wagen mit Holzaufbauten war nach [[Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung]] (BOStrab) nur noch mit Ausnahmegenehmigung zulässig, eine Automatisierung der Türen bzw. ein Verschließen der Plattformen wäre zumindest bei den Vorstellwagen nicht oder nur mit hohem Aufwand möglich gewesen. Doch selbst bei automatischen Türen und dem damit möglichen Wegfall des Schaffners hätte man bei den Vorstellwagen auf den Bremser nicht verzichten können, da der Triebfahrzeugführer vom talseitig angeordneten Triebwagen aus die Strecke nicht überblicken konnte.<br /> <br /> == Entwicklung ==<br /> Der ZT 4 wurde 1979 nahezu zeitgleich mit den ersten drei [[SSB DT 8|Stadtbahn-Prototypen]] von den SSB in Auftrag gegeben. Da die Firma [[MAN]] für den Aufbau und den mechanischen Teil beider Fahrzeugtypen verantwortlich zeichnete, bot es sich auch zwecks Vereinheitlichung des Fuhrparks an, auf die gewonnenen Erkenntnisse der Stadtbahnwagenentwicklung zurückzugreifen. Das Fahrzeug hat die äußere Form und das Aussehen eines halbierten [[SSB DT 8|DT 8]] nach dem Entwurf des Designerbüros [[Herbert Lindinger|Lindinger]]&amp;nbsp;&amp;&amp;nbsp;Partner, jedoch mit zwei Führerständen, die Innenraumaufteilung erfolgte nach dem später auch für die Stadtbahn-Serienfahrzeuge übernommenen Schema der Prototypen 1 und 3. So entstand als „Nebenprodukt“ des Stadtbahnwagens ein vierachsiger Solotriebwagen.&lt;ref name=&quot;:3&quot; /&gt;<br /> <br /> Da die Zahnradbahn von Anfang an nicht als [[Straßenbahn]]strecke, sondern als [[Eisenbahn]] mit entsprechend dimensionierten Fahrzeugen konzipiert war, wirkte sich auch die vermeintliche Überbreite der Meterspurwagen von 2,65&amp;nbsp;Metern kaum nachteilig aus. Auch die Überschreitung der geplanten Leermasse der Wagen um vier Tonnen auf 33 Tonnen wirkte sich nicht deutlich auf die Tragfähigkeit der Brücken aus.<br /> <br /> == Technik ==<br /> === Antrieb ===<br /> [[Datei:Stuttgart Zahnradbahn ZT 4.1.jpg|mini|Blick aus dem Führerstand eines neuen ZT 4 auf einen weiteren an der Wielandshöhe (1983)]]<br /> Der Antrieb der ZT 4 erfolgte durch zwei quer zur Fahrtrichtung liegende Mischstrom-Reihenschlussmotoren über ein Getriebe nur auf das Antriebszahnrad, das sich ohne kraftschlüssige Verbindung an der jeweils talseitigen Achse eines Drehgestells befindet (Näheres siehe bei Besonderheiten). Die Drehgestelle stammen von der [[Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik|Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur (SLM)]] und verfügen über keinen Drehzapfen. Der Wagenkasten stützt sich über zwei Gummi-Metall-Schichtfedern als Querträger ab, die Längskräfte wurden von außen liegenden Längslenkern übernommen.<br /> <br /> Zur Vereinfachung der Wartung und um Standzeiten zu verkürzen beschaffte die SSB außerdem ein zusätzliches Reservedrehgestell. Jeweils eines der Drehgestelle wurde üblicherweise ständig in der [[Stadtbahn Stuttgart#Hauptwerkstatt|Hauptwerkstatt der SSB]] gewartet und im Wechsel in die drei Wagen eingebaut. Üblicherweise jede Woche wechselte der Fahrzeugeinsatz um einen Wagen weiter.<br /> <br /> Technisch sind die Fahrzeuge [[Doppeltraktion|doppeltraktionsfähig]], was im regulären Fahrgastbetrieb aus verschiedenen Gründen, insbesondere der unzureichenden Haltestellenlänge, nie gemacht wurde. Betrieblich nötig war die Doppeltraktionsfähigkeit zum beidseitigen Abschleppen durch einen weiteren Wagen. Außerdem konnten die Fahrzeuge so durch [[SSB ZT 4.2|die Nachfolgegeneration]] geschleppt werden.<br /> <br /> === Bremssysteme ===<br /> Der ZT 4 besitzt drei voneinander unabhängige Bremssysteme. Als Haupt- und Betriebsbremse dient die generatorische Widerstandsbremse, die eine Rückspeisung der Bremsenergie ins Leitungsnetz bei Anwesenheit eines Abnehmers ermöglicht. Dies ist in der Regel der zweite eingesetzte Wagen. Außerdem dient die [[Fahrleitung]] der Zahnradbahn zum Leistungsausgleich zwischen den Talquerlinien (Degerloch) und den Tallängslinien (Marienplatz) der Stadtbahn Stuttgart, so dass ein Stromverbundnetz vorliegt. Außerdem sind zwei mechanische Federspeicherbremsen ([[Klinkenbremse]] und Getriebebremse, beides hydraulische Federspeicherbremsen) vorhanden, die im unteren Geschwindigkeitsbereichen durch den Fahrer manuell betätigt wurden. Eine davon ist als Klinkenbremse zur Rücklaufsicherung bei Bergfahrt ausgeführt. Die Funktion ähnelt etwa einer Kombination von einem [[Fliehkraftregler]] mit einer [[Rücktrittbremse]], wie man sie vom Fahrrad kennt. Typisch für die Klinkenbremse war bei der Bergfahrt das klickende Geräusch der [[Rastnase]]n in der Bremstrommel, wo sie an einer mechanischen Kulisse entlangglitten. Bei der Talfahrt spreizten sich die Rastnasen hingegen durch die Umdrehung der Räder so weit von ihrer Achse ab, dass sie im Luftraum der Trommel rotierten, ohne anzustoßen. Würde die Geschwindigkeit talwärts ein gewisses Maß überschreiten, berühren die Rastnasen die Kulisse und greifen dort ein. Durch einen Öldämpfer abgemildert würde das Fahrzeug dann zum Stillstand gebracht. Die eigentliche Bremswirkung erfolgte dabei durch die mechanische Reibungsbremse auf die Hauptzahnräder. Bei der Bergfahrt wurde grundsätzlich mit der Hangabtriebskraft angehalten; hier dient die mechanische Bremse nur als Feststellbremse.<br /> <br /> === Besonderheit ===<br /> Damit Schienenfahrzeuge bei einer normalen [[Reibungsbahn]] den geometrisch idealen [[Sinuslauf]] auf dem Gleis erzielen können, sind üblicherweise Räder und Achswellen fest miteinander verbunden, genannt [[Radsatz]]. In den Gleisbögen führt dies zum geringfügigen intervallartigen Gleiten des jeweils einen Rades („Schlupf“), wird aber wegen der Vorteile im geraden Gleis hingenommen. Bei einem Zahnradbahnfahrzeug käme es selbst in der Geraden zum ständigen Schlupf, weil sich der Durchmesser der Laufräder durch Abnutzung verkleinern würde, während der Durchmesser des Zahnrades immer genau der gleiche bleibt. Denn das Zahnrad nützt sich nur an den talseitigen Flanken der Zähne ab, nicht an deren Spitze. Die Folge wäre, dass das Laufrad so gut wie nie die gleiche Geschwindigkeit am Umfang hätte wie das Zahnrad. Die weitere Folge wäre ein enorm hoher Verschleiß an der Oberfläche von Laufrädern und Schienen.<br /> <br /> Um dies zu umgehen, sitzt das Hauptzahnrad (Ritzel) lose auf der Achswelle. Damit erfolgte die Umdrehung des Hauptzahnrades jeweils exakt synchron zur Zahnstange, ohne Irritation durch die Laufräder. Alle Radsätze und Laufräder des Wagens liefen somit ohne Antrieb mit. Dadurch ist auch eine Fahrt durch den Gleisbogen ohne Ruckeln möglich, was das Sicherheitsgefühl bei einer Zahnradbahn stärkt.<br /> <br /> Weiter ist das Hauptritzel auf der Achswelle federnd angeordnet. So übertrugen sich Unebenheiten im Gleis, Schwingungen im Fahrzeuglauf oder Schwankungen des Wagenkastens, etwa bei starkem Andrang von Fahrgästen, nicht auf das Hauptritzel. Dadurch griff das Ritzel ständig mit gleichbleibender Tiefe in die Zahnstange, was für die gleichmäßige Kraftübertragung und Flächenbelastung der Zähne wichtig ist. Antrieb und Bremsung erfolgten nur durch die beiden Hauptritzel. Bei der starken Neigung der Zahnradbahn wären Antrieb oder Bremsung über die Laufräder ohne Belang. Die Achswelle diente lediglich als Widerlager für das Hauptritzel, in welches das Getriebe des Antriebsmotors eingreift. Auch die Bremsen wirkten auf das Hauptritzel, nicht auf die Achswelle oder die Laufräder. Die Führung des Wagens im Gleis übernahmen in gewohnter Weise die Laufräder. Die Zahnstange hatte keine führende Funktion, sie übertrug nur die Druckkräfte. Wegen der Sicherheit und der gleichmäßigeren Verteilung der Kräfte besitzt jedes Triebfahrzeug einer Zahnradbahn zwei Hauptritzel.<br /> <br /> == Ausstattung ==<br /> [[Datei:Zahnradbahnhof ZT 4.1.jpg|mini|Wagen 1001 im Jahr 1983 am Zahnradbahnhof in Degerloch, damals noch mit Rollband]]<br /> <br /> Der ZT 4 verfügte über 56 Sitz- und ebenso viele Stehplätze, die Innenraumaufteilung entsprach der des DT8 mit zwei abgetrennten, teilweise verglasten Fahrerkabinen, zwei doppelflügeligen Türen auf beiden Seiten und Anordnung der Sitzlehnen auf Höhe der Fensterholmen. Auch der ZT 4 ist ein Hochflurfahrzeug mit 1005 Millimeter Fußbodenhöhe, allerdings musste der Höhenunterschied mittels dreier fest eingebauter Trittstufen in den Türbereichen überwunden werden. Die ursprüngliche Farbgebung wich sowohl vom Serien-DT 8 als auch von den Prototypen ab: es wurden grüne Sitzpolster mit gelben Haltestangen und einem braunkarierten Textilteppich-Fußboden kombiniert, außen waren die Wagen schwarz im Unterbereich, [[Cadmiumsulfid|cadmiumgelb]] an den Seiten und [[Grau|anthrazit]] an Fensterpartie und Dach lackiert.<br /> <br /> Die Linien- und Zielbeschilderung erfolgte ursprünglich über [[Rollbandanzeige|Rollbänder]] an den Frontseiten, auf eine seitliche Beschilderung und eine innere Perlband-Anzeige wie beim DT 8 konnte verzichtet werden.<br /> <br /> == Einsatz und schrittweise Modernisierung ==<br /> [[Datei:Zahnradbahn Stuttgart ZT 4 1002 Innenraum.JPG|mini|Innenraum des Wagens 1002 mit Türbereich, Kunststoffbodenbelag und blauen Sitzpolstern]]<br /> <br /> Um den ZT 4 auf der Stuttgarter Zahnradbahnstrecke einsetzen zu können, musste diese zuvor grundlegend modernisiert werden. Dabei wurde unter anderem der Unterbau verstärkt, die leistungsschwache Doppelfahrleitung durch eine moderne Tragseilfahrleitung ersetzt und eine neue, längere Schiebebühne in den Betriebshof eingebaut. Der historische Zahnradbahnhof an der Filderstraße wurde zur modernen Abstellhalle für zwei ZT 4 umgestaltet, der dritte fand auf dem ertüchtigten Gleis 3 der südlichen Wagenhalle Platz. Die Werkstatthallen auf der Nordostseite wurden aufgegeben, hier zog einige Jahre später das [[Theater Rampe]] ein.<br /> <br /> Gebaut wurden die Wagen vom damaligen Generallieferant [[Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg|Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg]] (MAN) im Werk Nürnberg. Zulieferer waren die damalige [[Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik]] (SLM) Winterthur sowie der [[AEG|AEG-Konzern]], Werk Berlin, für die Elektrotechnik.&lt;ref name=&quot;:0&quot;&gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.ssb-ag.de/unternehmen/presse/detail/helene-zieht-ins-strassenbahnmuseum-ein/ |titel=„Helene“ zieht ins Straßenbahnmuseum ein |werk=ssb-ag.de |hrsg=SSB AG |datum=2022-07-26 |sprache=de |abruf=2022-10-22}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Der erste ZT 4 mit der Nummer 1001 wurde am 3. August 1982 im Zahnradbahnhof [[Degerloch]] angeliefert. Nachdem am 23. August 1982 mehrere der verkauften Altbauwagen abtransportiert worden waren und so Platz geschaffen war, traf am 27. August 1982 der Triebwagen 1002 bei der Zahnradbahn, ebenfalls in Degerloch, ein. Unter großem öffentlichem Interesse wurden die Neubaufahrzeuge von den historischen Triebwagen 103 beziehungsweise 101 und 104 in den Betriebshof Marienplatz geschleppt. Die technische Abnahme der Wagen erfolgte durch das Eidgenössische [[Bundesamt für Verkehr|Amt für Verkehr (BAV)]] nach [[Schweiz]]er Sicherheitsbestimmungen, da es in Deutschland keine entsprechenden Vorschriften gab. Unmittelbar danach begannen die Probefahrten (teilweise mit den [[Zahnradbahn Stuttgart#Vorstellwagen für Personen|alten Vorstellwagen]] als Bremslast), und bereits am 11. und 12. September 1982 konnten die Wagen im Rahmen eines „Zacke-Festes“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden.<br /> <br /> Am 23. Oktober 1982 folgte schließlich Triebwagen 1003. Seither übernahmen sie Zug um Zug den Planverkehr auf der Zahnradbahn, allerdings musste wegen anfänglicher unvorhergesehener Schwierigkeiten der zum Verkauf vorgesehene Triebwagen 105 bis Ende 1983 als Betriebsreserve vorgehalten werden. Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten 1984 erlitt schließlich der verbliebene Museumstriebwagen 104 einen Motorschaden. Seither können ausschließlich ZT 4 samt den zwischenzeitlich ausgelieferten Fahrradvorstellwagen auf der Strecke zum Einsatz kommen.<br /> <br /> Die ZT 4 Nummer 1001 und 1002 tragen seit der Hundert-Jahr-Feier der Zahnradbahn im Jahr 1984 die Namen ''[[Heslach]]'' und ''[[Degerloch]]'',&lt;ref name=&quot;:1&quot;&gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.ssb-ag.de/unternehmen/presse/detail/am-13-mai-namenstaufe-fuer-stuttgarts-neue-zahnradbahnen-am-14-mai-abschied-vom-alten-wagen-und/ |titel=Am 13. Mai: Namenstaufe für Stuttgarts neue Zahnradbahnen - Am 14. Mai: Abschied vom alten Wagen und Thementag im Museum |werk=ssb-ag.de |hrsg=[[SSB AG]] |datum=2023-05-10 |sprache=de |abruf=2023-05-10}}&lt;/ref&gt; Wagen 1003 wurde im Rahmen eines „Zacke-Festes“ am 6. Mai 1995 anlässlich des 111-jährigen Bestehens der Zahnradbahn auf den Namen ''Helene'', nach der Degerlocher Wohltäterin [[Helene Pfleiderer]], Tochter des Bauunternehmers [[Gustav Epple]], getauft.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor=AFu70000, Benjamin Maue |url=https://www.youtube.com/watch?v=qxeYpxNBNGg |titel=111 Jahre Zahnradbahn der SSB |werk=[[YouTube]] |datum=2016-10-08 |sprache=de |abruf=2023-05-14}}&lt;/ref&gt; Wagen 1001 trägt seit der Taufe das [[Stuttgart#Wappen|Wappen Stuttgarts]] (stellvertretend für das wappenlose Heslach), Wagen 1002 das [[Degerloch#Wappen|Wappen Degerlochs]] und Wagen 1003 eine stilisierte [[Büste]] Pfleiderers in Seitenansicht.<br /> <br /> Ab 1989 wurden als erster größerer Umbau Zug um Zug die störanfälligen elektrischen Schwingschiebetüren durch druckluftbetriebene Außenschwingtüren aus Kunststoff ersetzt, wie sie auch bei den DT 8 zur Anwendung kommen.<br /> <br /> [[Datei:Stuttgart tandradlijn U10 1991 2.jpg|mini|Wagen 1003 noch vor der Moderni-&lt;br /&gt;sierung mit alter Farbgebung (1991)]]<br /> <br /> Zwischen 1999 und 2003 wurden die Wagen in der SSB-Hauptwerkstatt in [[Möhringen (Stuttgart)|Möhringen]] nacheinander einer grundlegenden Modernisierung unterzogen,&lt;ref name=&quot;:0&quot; /&gt; wodurch zeitweilig nur ein Zug im Halbstundentakt auf der Strecke verkehren konnte. Als erster Triebwagen kam ab Februar 2001 Triebwagen 1001 in diesem neuen Design zum Einsatz, wobei sich die Farbgebung mit durchgehend ginstergelb lackiertem Wagenkasten und nachtblauem Fensterband am Stadtbahntyp [[SSB DT 8#Zweite Generation: DT 8.10–11|DT 8.10]] orientierte. Des Weiteren wurde der Teppichboden durch einen Kunststoffbodenbelag wie bei der Stadtbahn ersetzt und die Fahrzeugtechnik unter anderem durch elektronische Antriebssteuerung und Installation des Zugbeeinflussungssystems ZUB und des Bordinformationssystems [[Integriertes Bordinformationssystem|IBIS]] sowie Einbau eines [[Tachograph|Fahrtenschreibers]] modernisiert.<br /> <br /> Nach entsprechender Sanierung der anderen beiden Triebwagen folgten in den nächsten Jahren im Rahmen von Werkstattaufenthalten weitere Veränderungen: Die ZT 4 erhielten wie auch die Stadtbahntypen DT 8.4-9 zweiteilige, blaue Sitzpolster; im Herbst 2008 wurden schließlich die Rollbänder zur Liniennummern- und Zielbeschilderung durch [[Leuchtdiode|LED]]-Anzeigen ersetzt.<br /> <br /> &lt;gallery&gt;<br /> Datei:Zahnradbahn Stuttgart Alte Weinsteige 1001.JPG|Wagen 1001 „Heslach“<br /> Datei:Zacke1.jpg|Wagen 1001, Frontansicht<br /> Datei:Zahnradbahn Stuttgart Nägelestraße 1002.JPG|Wagen 1002 „Degerloch“<br /> Datei:Stuttgart Zacke 05.jpg|Wagen 1002, Seitenansicht<br /> Datei:Stuttgart Zacke 03.jpg|Wagen 1003 „Helene“<br /> Datei:Stuttgart - Zahnradbahn Stuttgart - 2017-06-15 17-33-22.jpg|Wagen 1003, Nahansicht<br /> Datei:Zahnradbahn Stuttgart 1001 Detail Wappen.JPG|Seitliches Wappen des Wagens 1001<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> <br /> == Außerbetriebnahme und Verbleib ==<br /> Ende 2018 bestellten die SSB Nachfolgefahrzeuge (genannt [[ZT 4.2]]) für die ZT 4, die laut den SSB das Ende ihrer technischen und wirtschaftlichen Lebensdauer erreicht hatten. In den letzten Betriebsjahren der ZT 4 gab es zunehmend Ausfälle und die Wagen seien „am Ende der Stetigkeit etlicher Baugruppen bei Druckluft oder Klimaanlage angekommen“. Außerdem mangele es an elektrischen Ersatzteilen und die Wagenkästen litten an [[Rost]]- und [[Korrosion]]sschäden.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |url=https://www.regio-tv.de/mediathek/video/bye-bye-alte-zacke-fahrzeuge-stellen-betrieb-ein/ |titel=Bye bye alte Zacke: Fahrzeuge stellen Betrieb ein |werk=regio-tv.de |hrsg=[[Regio TV Stuttgart]] |datum=2023-05-16 |sprache=de |abruf=2023-05-17}}&lt;/ref&gt; Dadurch sei zwar die Sicherheit nicht gefährdet, dennoch könnten die Wagen mit solchen Einschränkungen nicht mehr dauerhaft am Betrieb teilnehmen.&lt;ref name=&quot;:0&quot; /&gt;<br /> <br /> Als erstes Triebfahrzeug wurde Wagen 1003 „Helene“, der zuvor als Ersatzteilspender für die beiden anderen Wagen benutzt wurde, am 26. Juli 2022 außer Betrieb gestellt und mit einem [[Tieflader|Spezialtieflader]] in das [[Straßenbahnmuseum Stuttgart]] überführt.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor=Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart Germany |url=https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.zahnradbahn-in-stuttgart-die-neue-zacke-ist-da-und-bleibt-vorerst-im-betriebshof.5660fb24-4e82-4e17-a35f-04eb8f18a0ab.html |titel=Zahnradbahn in Stuttgart: Die neue Zacke ist da – und bleibt vorerst im Betriebshof |sprache=de |abruf=2021-10-07}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor=Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart Germany |url=https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nahverkehr-in-stuttgart-die-zacke-kommt-ins-museum.605fe22e-ce39-4127-8cdc-475e1d491e8d.html |titel=Nahverkehr in Stuttgart: Die Zacke kommt ins Museum |sprache=de |abruf=2022-07-26}}&lt;/ref&gt; Dies geschah, um Platz für den gleichzeitig neu angelieferten Wagen 1103 der Nachfolgegeneration zu schaffen. Die Wahl auf Wagen 1003 als Museumsobjekt fiel vor allem, weil dieser technisch substanziell im besten Zustand für eine solche Verwendung ist. Das Fahrzeug wurde aufgrund der Zahnradtechnik und der beengten Verhältnisse im Museum im Depotteil der Anlage untergebracht und wird somit zunächst allerdings nur im Rahmen von Gruppenführungen zu sehen sein.&lt;ref name=&quot;:0&quot; /&gt;&lt;ref name=&quot;:3&quot; /&gt; Ab Dezember 2022 wurden planmäßig nur noch die neuen Fahrzeuge eingesetzt, dabei verblieb Wagen 1002 noch als Betriebsreserve auf der Strecke und hatte noch sporadische Einsätze, wenn nur einer der neuen Wagen zur Verfügung stand, während Wagen 1001 in die [[Stadtbahn Stuttgart#Hauptwerkstatt|SSB-Hauptwerkstatt]] überführt und dort abgestellt wurde. Im Rahmen eines Familientages der [[Stuttgarter Historische Straßenbahnen|SHB e. V.]] am 14. Mai 2023 rund um das Thema Zahnradbahn war letztmals der verbliebene Wagen 1002 auf der Strecke zwischen Betriebshof und Degerloch im Einsatz.&lt;ref name=&quot;:1&quot; /&gt;<br /> <br /> In ihrer gesamten Betriebszeit liefen die Wagen etwa 772.250 Kilometer (TW 1002), 898.817 Kilometer (TW 1003) und 1.293.842 Kilometer (TW 1001).&lt;ref name=&quot;:2&quot; /&gt;&lt;ref name=&quot;:3&quot; /&gt;<br /> <br /> Die Wagen 1001 und 1002 wurden im Oktober 2022 zum freien Verkauf für jedermann angeboten, dabei veranschlagte die SSB für Kaufpreis und Transport Gesamtkosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor=Stuttgarter Zeitung, Stuttgart Germany |url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.oepnv-in-stuttgart-ssb-sucht-private-kaeufer-fuer-alte-zacke-waggons.483d61aa-be93-42de-bfd4-9035b3b9d82d.html |titel=ÖPNV in Stuttgart: SSB sucht private Käufer für alte Zacke-Waggons |sprache=de |abruf=2022-10-20}}&lt;/ref&gt; Wagen 1002 wurde zum 26. Juli 2023 zum privaten [[Schwäbisches Bauern- und Technikmuseum|Museum Kiemele]] in [[Eschach (bei Schwäbisch Gmünd)|Seifertshofen]] überführt, wo auch schon Wagen 103 der letzten Generation untergebracht ist.&lt;ref name=&quot;:2&quot;&gt;{{Internetquelle |autor=Markus Wiest |url=https://www.youtube.com/watch?v=QD_WVvX0kCI |titel=Zahnradbahn Stuttgart (Abschiedsfahrt) |werk=[[YouTube]] |datum=2023-05-14 |sprache=de |abruf=2023-05-14}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor=Christian Milankovic |url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zacke-bahn-kommt-ins-museum-zweiter-von-drei-zuegen-landet-auf-der-ostalb.cdf74505-08ab-4fc1-a2a7-ba32285ab510.html |titel=Ausrangierte Stuttgarter Zahnradbahn: Zacke steht jetzt auf der Ostalb |werk=[[Stuttgarter Zeitung]] |datum=2023-07-26 |sprache=de |abruf=2023-08-04}}&lt;/ref&gt; Auch bei Wagen 1001 gab es Gespräche über einen Erhalt mit einem privaten Interessenten.&lt;ref name=&quot;:3&quot; /&gt; Sollte sich kein Käufer finden, ist eine Verschrottung der Wagen vorgesehen. <br /> <br /> == Fahrradvorstellwagen ==<br /> {{Siehe auch|Zahnradbahn Stuttgart#Fahrradmitnahme|titel1=Abschnitt „Fahrradmitnahme“ im Artikel „Zahnradbahn Stuttgart“}}<br /> <br /> Angesichts des in den 1980er Jahren immer größer werdenden Stellenwertes des [[Fahrrad]]s als Verkehrsmittel, kam noch während des Baus der Triebwagen die Idee auf, auch den Radfahrern eine Erleichterung zu bieten, denn in der Vorgängergeneration war gar keine Fahrradmitnahme möglich. Da in den bereits im Bau befindlichen Triebwagen jedoch keine Fläche dafür verfügbar war, beauftragte man den damaligen Fahrzeugbauer [[Waggon Union]] Berlin mit dem Bau zweier separater zweiachsiger Transportwagen, die den Triebwagen „vorgestellt“ werden sollten.&lt;ref name=&quot;:3&quot; /&gt; Da sich die Wagen als zu leicht und zu laut erwiesen, schuf die SSB zunächst einen dritten Wagen in geänderter Bauweise selbst. Nachdem sich dies bewährte, baute sie die beiden anderen Fahrzeuge nach und nach im Eigenbau neu.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor=AG tram-info-Team |url=http://www.traminfo.de/wagenp/stuttgart.php |titel=Wagenparkliste Stuttgarter Straßenbahnen AG |werk=Tram-Info |abruf=2021-04-19}}&lt;/ref&gt; Insgesamt existieren somit drei Fahrradvorstellwagen mit den Betriebsnummern 1980 (Baujahr 1983), 1981 (Baujahr 1983) und 1982 (Baujahr 1986).<br /> <br /> Zusammen mit den ZT 4 wurden auch die zugehörigen Vorstellwagen außer Betrieb gestellt und ersetzt. Während einer zu Triebwagen 1003 ins Stuttgarter Straßenbahnmuseum kommen soll, gehen die beiden anderen an das [[Bergisches Straßenbahnmuseum|Bergische Straßenbahnmuseum]] bei [[Wuppertal]], das damit eine Fahrradmitnahme auf seiner Strecke ermöglichen will.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/zacke-stuttgart-zahnradbahn-wagen-liebhaber-abzugeben-100.html |titel=SSB verkauft alte Triebwagen der Stuttgarter &quot;Zacke&quot; |werk=[[SWR Aktuell]] |sprache=de |abruf=2022-10-20}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=&quot;:3&quot; /&gt;<br /> <br /> &lt;gallery&gt;<br /> Stuttgart - Zahnradbahn Stuttgart - 2017-06-15 17-32-03.jpg|Entladung des Vorstellwagens 1982 in Degerloch (2017)<br /> Stuttgart - Zahnradbahn Stuttgart - 2017-06-15 17-33-10.jpg|Leerer Vorstellwagen, Seitenansicht (2017)<br /> Stuttgart tandradlijn U10 1991 2.jpg|Vorstellwagen der alten Bauweise (1991)<br /> Stuttgarter Zahnradbahn TW 1001 und Fahrradvorstellwagen.jpg|Zwei der damals neuen Vorstellwagen am Zahnradbahnhof in Degerloch (1983)<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> <br /> == Literatur ==<br /> * ''Über Berg und Tal'' – Nachrichtenblatt der Stuttgarter Straßenbahnen AG / Stuttgarter Straßenbahnen AG (Hrsg.)<br /> * Ulrich Theurer: 100 Jahre Zahnradbahn Stuttgart–Degerloch<br /> * Dirk v. Harlem: Neue Zahnradbahn-Triebwagen für Stuttgart – Technische Beschreibung<br /> * Straßenbahn Magazin, Heft 53, August 1984, S. 163 ff. Franckh’sche Verlagshandlung Stuttgart, {{ISSN|0340-7071}}<br /> * Gottfried Bauer: Straßenbahn in Stuttgart, „Über Berg und Tal mit der SSB“, GeraMond Verlag, München 2003, ISBN 3-7654-7188-7<br /> * G. Bauer, U. Theurer, C. Jeanmaire: Strassenbahnen um Stuttgart, FBG, CSB, ESS, END, SSF. Verlag Eisenbahn 1984, ISBN 3-85649-047-7<br /> * Gottfried Bauer, Ulrich Theurer: ''Von der Straßenbahn zur Stadtbahn Stuttgart 1975–2000''. Stuttgarter Straßenbahnen AG, Stuttgart 2000, ISBN 3-00-006615-2.<br /> * Knupfer, H.-J.: Die Bahn zur schönen Aussicht – Stuttgarts Zahnradbahn. Stuttgart 2009, ISBN 978-3-9811082-2-4<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> {{Commonscat}}<br /> * [http://www.ssb-ag.de/ Offizielle Seite der Stuttgarter Straßenbahnen AG, welche u.&amp;nbsp;a. die Stuttgarter Zahnradbahn, die Schienenseilbahn (Standseilbahn) in Stuttgart-Heslach betreibt: www.ssb-ag.de]<br /> * {{Webarchiv | url=http://www.trampicturebook.de/tram/germany/stuttgar/zacke.htm | wayback=20051220172843 | text=Zahnradbahn Stuttgart}}<br /> * [http://www.werkbahn.de/eisenbahn/zahnrad/filder.htm Details aller Lokomotiven]<br /> * [http://forum.gtvier.de/myBB/showthread.php?tid=798&amp;pid=7385#pid7385 Sammelthread zur möglichen Restaurierung des historischen TW 104 im Bahnforum Stuttgart]<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references /&gt;<br /> <br /> {{Navigationsleiste Schienenfahrzeuge der SSB}}<br /> {{Navigationsleiste Maschinenfabrik Esslingen-Straßenbahnfahrzeuge}}<br /> <br /> {{SORTIERUNG:Zt 4, SSB}}<br /> [[Kategorie:Straßenbahnfahrzeug (Stuttgart)]]<br /> [[Kategorie:Straßenbahnfahrzeug (MAN)]]<br /> [[Kategorie:Zahnradelektrotriebwagen ohne Adhäsionsantrieb|SSB ZT 4]]<br /> [[Kategorie:Straßenbahnfahrzeug (AEG)]]</div> Immanuelle https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=SSB_ZT_4&diff=264166902 SSB ZT 4 2026-02-10T23:27:43Z <p>Immanuelle: (GR) File renamed: File:Stuttgarter Zahnradbahn TW 1001.jpg → File:Stuttgarter Zahnradbahn TW 1001 und Fahrradvorstellwagen.jpg Criterion 1 (original uploader’s request)</p> <hr /> <div>{{Infobox Schienenfahrzeug<br /> | Farbe1 = EADEBD<br /> | Farbe2 = 000000<br /> | Baureihe = SSB ZT 4<br /> | Abbildung = Zahnradbahn Stuttgart Alte Weinsteige 1001 2.JPG<br /> | Name = SSB ZT 4<br /> | Nummerierung = 1001–1003<br /> | Hersteller = [[MAN|Maschinenfabrik Augsburg – Nürnberg (MAN)]] (Mechanischer Teil, Wagenkasten), [[Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik|Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur (SLM)]] (Drehgestelle), [[AEG|Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG)]] (elektrische Ausrüstung)<br /> | Ausmusterung = 2022–2023<br /> | Anzahl = 3<br /> | Achsformel = (1z1)´(1z1)´(Zahnrad auf talseitiger, antriebsloser Laufachse)<br /> | Baujahre = 1981–1982<br /> | Spurweite = 1000 mm<br /> | Zahnradsystem = [[Zahnradbahn#Systeme|Riggenbach]]<br /> | Höchstgeschwindigkeit = 30 km/h, bei Talfahrt auf 21 km/h abregelbar<br /> | LängeÜberKupplung = 20.105 mm<br /> | Höhe = 3715 mm<br /> | Breite = 2650 mm<br /> | Leermasse = 33 t<br /> | Kupplungstyp = [[Scharfenbergkupplung]]<br /> | Stromsystem = 750 V Gleichstrom<br /> | Stromübertragung = [[Oberleitung]]<br /> | Dauerleistung = 2×263 kW<br /> | Halbmesser = 60 m<br /> | Sitzplätze = 56<br /> | Stehplätze = 56 (4 P/m²)<br /> | Fußbodenhöhe = 1005 mm<br /> }}<br /> <br /> Der '''ZT 4''' (interne Bezeichnung: '''S-ZT 4.1''';&lt;ref&gt;{{Literatur |Autor=Peter Thomas |Titel=Stuttgarts Zahnradbahn: Auf Zacke |Sammelwerk=FAZ.NET |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/technik/stuttgart-bekommt-neue-wagen-fuer-seine-zahnradbahn-18221617.html |Abruf=2022-10-21}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=&quot;:32&quot;&gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.ssb-ag.de/unternehmen/presse/detail/am-sonntag-14-mai-auf-der-zahnradbahn-abschied-vom-letzten-alten-zug-von-1982/ |titel=Am Sonntag, 14. Mai, auf der Zahnradbahn: Abschied vom letzten alten Zug von 1982 |werk=ssb-ag.de |hrsg=[[SSB AG]] |datum=2023-05-11 |sprache=de |abruf=2023-05-17}}&lt;/ref&gt; nach [[Straßenbahn Stuttgart#Bauer|Bauer]] '''Typ 33''') ist ein [[Meterspur|meterspuriges]] [[Triebfahrzeug]] der [[Stuttgarter Straßenbahnen]] (SSB), das zwischen 1982 und 2023 auf der Strecke der [[Zahnradbahn Stuttgart]] eingesetzt wurde und durch die Nachfolgebaureihe [[SSB ZT 4.2|ZT 4.2]] abgelöst wurde. Die Bezeichnung „ZT 4“ steht für „Zahnrad-[[Triebwagen]] mit vier Achsen“. Der Zahnradantrieb ist für eine einlamellige, leiterförmige [[Zahnstange]] nach dem [[System Riggenbach]] in Gleismitte und auf gleicher Höhe mit der Schienenoberkante konstruiert.<br /> <br /> == Vorgeschichte ==<br /> In den 1970er Jahren bestand das [[Rollmaterial]] der Stuttgarter Zahnradbahn aus fünf, zum Teil rund 40 Jahre alten, Triebwagen (101–105) und fünf [[Vorstellwagen]] aus der Eröffnungszeit (116–120). Das hohe Alter der Fahrzeuge, die es meist bereits auf weit über eine Million Laufkilometer gebracht hatten, und der zunehmende Mangel an Ersatzteilen führten zu immer kürzeren Wartungsintervallen der elektrischen und mechanischen Teile und immer häufigeren Ausfällen. 1974 musste bereits der Triebwagen Nummer 102 ausgemustert werden. Nicht zuletzt verursachten die Fahrzeuge einen beträchtlichen Lärm und waren in Ausstattung und Fahrkomfort nicht mehr zeitgemäß. Der Hintergrund der Überalterung des Fahrzeugparks war, dass die bereits 1959/60 geplant gewesene Beschaffung neuer Wagen gestoppt worden war, weil die SSB gleichzeitig dringend neue Straßenbahnwagen beschaffen musste, um überalterte Vorkriegswagen abzulösen.&lt;ref name=&quot;:3&quot;&gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.ssb-ag.de/unternehmen/presse/detail/am-sonntag-14-mai-auf-der-zahnradbahn-abschied-vom-letzten-alten-zug-von-1982/ |titel=Am Sonntag, 14. Mai, auf der Zahnradbahn: Abschied vom letzten alten Zug von 1982 |werk=ssb-ag.de |hrsg=[[SSB AG]] |datum=2023-05-11 |sprache=de |abruf=2023-05-17}}&lt;/ref&gt; In den folgenden Jahren gab es keine Fördergelder für meterspurige Wagen. Außerdem litten die SSB ihrerseits unter der wirtschaftlichen Situation und der nach wie vor anwachsenden Konkurrenz durch den [[Individualverkehr]] und waren so zu einem konsequenten Sparkurs gezwungen, weshalb sie den kostengünstigeren Ein-Mann-Betrieb auf allen Linien anstrebten. 1978 entschlossen sie sich daher zur Beschaffung neuer, größerer Triebwagen mit der Kapazität eines bisherigen Zuges und damit zum endgültigen Verzicht auf Vorstellwagen.<br /> <br /> Hinzu kamen verschärfend rechtliche und wirtschaftliche Probleme: der Einsatz von Wagen mit Holzaufbauten war nach [[Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung]] (BOStrab) nur noch mit Ausnahmegenehmigung zulässig, eine Automatisierung der Türen bzw. ein Verschließen der Plattformen wäre zumindest bei den Vorstellwagen nicht oder nur mit hohem Aufwand möglich gewesen. Doch selbst bei automatischen Türen und dem damit möglichen Wegfall des Schaffners hätte man bei den Vorstellwagen auf den Bremser nicht verzichten können, da der Triebfahrzeugführer vom talseitig angeordneten Triebwagen aus die Strecke nicht überblicken konnte.<br /> <br /> == Entwicklung ==<br /> Der ZT 4 wurde 1979 nahezu zeitgleich mit den ersten drei [[SSB DT 8|Stadtbahn-Prototypen]] von den SSB in Auftrag gegeben. Da die Firma [[MAN]] für den Aufbau und den mechanischen Teil beider Fahrzeugtypen verantwortlich zeichnete, bot es sich auch zwecks Vereinheitlichung des Fuhrparks an, auf die gewonnenen Erkenntnisse der Stadtbahnwagenentwicklung zurückzugreifen. Das Fahrzeug hat die äußere Form und das Aussehen eines halbierten [[SSB DT 8|DT 8]] nach dem Entwurf des Designerbüros [[Herbert Lindinger|Lindinger]]&amp;nbsp;&amp;&amp;nbsp;Partner, jedoch mit zwei Führerständen, die Innenraumaufteilung erfolgte nach dem später auch für die Stadtbahn-Serienfahrzeuge übernommenen Schema der Prototypen 1 und 3. So entstand als „Nebenprodukt“ des Stadtbahnwagens ein vierachsiger Solotriebwagen.&lt;ref name=&quot;:3&quot; /&gt;<br /> <br /> Da die Zahnradbahn von Anfang an nicht als [[Straßenbahn]]strecke, sondern als [[Eisenbahn]] mit entsprechend dimensionierten Fahrzeugen konzipiert war, wirkte sich auch die vermeintliche Überbreite der Meterspurwagen von 2,65&amp;nbsp;Metern kaum nachteilig aus. Auch die Überschreitung der geplanten Leermasse der Wagen um vier Tonnen auf 33 Tonnen wirkte sich nicht deutlich auf die Tragfähigkeit der Brücken aus.<br /> <br /> == Technik ==<br /> === Antrieb ===<br /> [[Datei:Stuttgart Zahnradbahn.jpg|mini|Blick aus dem Führerstand eines neuen ZT 4 auf einen weiteren an der Wielandshöhe (1983)]]<br /> Der Antrieb der ZT 4 erfolgte durch zwei quer zur Fahrtrichtung liegende Mischstrom-Reihenschlussmotoren über ein Getriebe nur auf das Antriebszahnrad, das sich ohne kraftschlüssige Verbindung an der jeweils talseitigen Achse eines Drehgestells befindet (Näheres siehe bei Besonderheiten). Die Drehgestelle stammen von der [[Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik|Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur (SLM)]] und verfügen über keinen Drehzapfen. Der Wagenkasten stützt sich über zwei Gummi-Metall-Schichtfedern als Querträger ab, die Längskräfte wurden von außen liegenden Längslenkern übernommen.<br /> <br /> Zur Vereinfachung der Wartung und um Standzeiten zu verkürzen beschaffte die SSB außerdem ein zusätzliches Reservedrehgestell. Jeweils eines der Drehgestelle wurde üblicherweise ständig in der [[Stadtbahn Stuttgart#Hauptwerkstatt|Hauptwerkstatt der SSB]] gewartet und im Wechsel in die drei Wagen eingebaut. Üblicherweise jede Woche wechselte der Fahrzeugeinsatz um einen Wagen weiter.<br /> <br /> Technisch sind die Fahrzeuge [[Doppeltraktion|doppeltraktionsfähig]], was im regulären Fahrgastbetrieb aus verschiedenen Gründen, insbesondere der unzureichenden Haltestellenlänge, nie gemacht wurde. Betrieblich nötig war die Doppeltraktionsfähigkeit zum beidseitigen Abschleppen durch einen weiteren Wagen. Außerdem konnten die Fahrzeuge so durch [[SSB ZT 4.2|die Nachfolgegeneration]] geschleppt werden.<br /> <br /> === Bremssysteme ===<br /> Der ZT 4 besitzt drei voneinander unabhängige Bremssysteme. Als Haupt- und Betriebsbremse dient die generatorische Widerstandsbremse, die eine Rückspeisung der Bremsenergie ins Leitungsnetz bei Anwesenheit eines Abnehmers ermöglicht. Dies ist in der Regel der zweite eingesetzte Wagen. Außerdem dient die [[Fahrleitung]] der Zahnradbahn zum Leistungsausgleich zwischen den Talquerlinien (Degerloch) und den Tallängslinien (Marienplatz) der Stadtbahn Stuttgart, so dass ein Stromverbundnetz vorliegt. Außerdem sind zwei mechanische Federspeicherbremsen ([[Klinkenbremse]] und Getriebebremse, beides hydraulische Federspeicherbremsen) vorhanden, die im unteren Geschwindigkeitsbereichen durch den Fahrer manuell betätigt wurden. Eine davon ist als Klinkenbremse zur Rücklaufsicherung bei Bergfahrt ausgeführt. Die Funktion ähnelt etwa einer Kombination von einem [[Fliehkraftregler]] mit einer [[Rücktrittbremse]], wie man sie vom Fahrrad kennt. Typisch für die Klinkenbremse war bei der Bergfahrt das klickende Geräusch der [[Rastnase]]n in der Bremstrommel, wo sie an einer mechanischen Kulisse entlangglitten. Bei der Talfahrt spreizten sich die Rastnasen hingegen durch die Umdrehung der Räder so weit von ihrer Achse ab, dass sie im Luftraum der Trommel rotierten, ohne anzustoßen. Würde die Geschwindigkeit talwärts ein gewisses Maß überschreiten, berühren die Rastnasen die Kulisse und greifen dort ein. Durch einen Öldämpfer abgemildert würde das Fahrzeug dann zum Stillstand gebracht. Die eigentliche Bremswirkung erfolgte dabei durch die mechanische Reibungsbremse auf die Hauptzahnräder. Bei der Bergfahrt wurde grundsätzlich mit der Hangabtriebskraft angehalten; hier dient die mechanische Bremse nur als Feststellbremse.<br /> <br /> === Besonderheit ===<br /> Damit Schienenfahrzeuge bei einer normalen [[Reibungsbahn]] den geometrisch idealen [[Sinuslauf]] auf dem Gleis erzielen können, sind üblicherweise Räder und Achswellen fest miteinander verbunden, genannt [[Radsatz]]. In den Gleisbögen führt dies zum geringfügigen intervallartigen Gleiten des jeweils einen Rades („Schlupf“), wird aber wegen der Vorteile im geraden Gleis hingenommen. Bei einem Zahnradbahnfahrzeug käme es selbst in der Geraden zum ständigen Schlupf, weil sich der Durchmesser der Laufräder durch Abnutzung verkleinern würde, während der Durchmesser des Zahnrades immer genau der gleiche bleibt. Denn das Zahnrad nützt sich nur an den talseitigen Flanken der Zähne ab, nicht an deren Spitze. Die Folge wäre, dass das Laufrad so gut wie nie die gleiche Geschwindigkeit am Umfang hätte wie das Zahnrad. Die weitere Folge wäre ein enorm hoher Verschleiß an der Oberfläche von Laufrädern und Schienen.<br /> <br /> Um dies zu umgehen, sitzt das Hauptzahnrad (Ritzel) lose auf der Achswelle. Damit erfolgte die Umdrehung des Hauptzahnrades jeweils exakt synchron zur Zahnstange, ohne Irritation durch die Laufräder. Alle Radsätze und Laufräder des Wagens liefen somit ohne Antrieb mit. Dadurch ist auch eine Fahrt durch den Gleisbogen ohne Ruckeln möglich, was das Sicherheitsgefühl bei einer Zahnradbahn stärkt.<br /> <br /> Weiter ist das Hauptritzel auf der Achswelle federnd angeordnet. So übertrugen sich Unebenheiten im Gleis, Schwingungen im Fahrzeuglauf oder Schwankungen des Wagenkastens, etwa bei starkem Andrang von Fahrgästen, nicht auf das Hauptritzel. Dadurch griff das Ritzel ständig mit gleichbleibender Tiefe in die Zahnstange, was für die gleichmäßige Kraftübertragung und Flächenbelastung der Zähne wichtig ist. Antrieb und Bremsung erfolgten nur durch die beiden Hauptritzel. Bei der starken Neigung der Zahnradbahn wären Antrieb oder Bremsung über die Laufräder ohne Belang. Die Achswelle diente lediglich als Widerlager für das Hauptritzel, in welches das Getriebe des Antriebsmotors eingreift. Auch die Bremsen wirkten auf das Hauptritzel, nicht auf die Achswelle oder die Laufräder. Die Führung des Wagens im Gleis übernahmen in gewohnter Weise die Laufräder. Die Zahnstange hatte keine führende Funktion, sie übertrug nur die Druckkräfte. Wegen der Sicherheit und der gleichmäßigeren Verteilung der Kräfte besitzt jedes Triebfahrzeug einer Zahnradbahn zwei Hauptritzel.<br /> <br /> == Ausstattung ==<br /> [[Datei:Zahnradbahnhof ZT 4.1.jpg|mini|Wagen 1001 im Jahr 1983 am Zahnradbahnhof in Degerloch, damals noch mit Rollband]]<br /> <br /> Der ZT 4 verfügte über 56 Sitz- und ebenso viele Stehplätze, die Innenraumaufteilung entsprach der des DT8 mit zwei abgetrennten, teilweise verglasten Fahrerkabinen, zwei doppelflügeligen Türen auf beiden Seiten und Anordnung der Sitzlehnen auf Höhe der Fensterholmen. Auch der ZT 4 ist ein Hochflurfahrzeug mit 1005 Millimeter Fußbodenhöhe, allerdings musste der Höhenunterschied mittels dreier fest eingebauter Trittstufen in den Türbereichen überwunden werden. Die ursprüngliche Farbgebung wich sowohl vom Serien-DT 8 als auch von den Prototypen ab: es wurden grüne Sitzpolster mit gelben Haltestangen und einem braunkarierten Textilteppich-Fußboden kombiniert, außen waren die Wagen schwarz im Unterbereich, [[Cadmiumsulfid|cadmiumgelb]] an den Seiten und [[Grau|anthrazit]] an Fensterpartie und Dach lackiert.<br /> <br /> Die Linien- und Zielbeschilderung erfolgte ursprünglich über [[Rollbandanzeige|Rollbänder]] an den Frontseiten, auf eine seitliche Beschilderung und eine innere Perlband-Anzeige wie beim DT 8 konnte verzichtet werden.<br /> <br /> == Einsatz und schrittweise Modernisierung ==<br /> [[Datei:Zahnradbahn Stuttgart ZT 4 1002 Innenraum.JPG|mini|Innenraum des Wagens 1002 mit Türbereich, Kunststoffbodenbelag und blauen Sitzpolstern]]<br /> <br /> Um den ZT 4 auf der Stuttgarter Zahnradbahnstrecke einsetzen zu können, musste diese zuvor grundlegend modernisiert werden. Dabei wurde unter anderem der Unterbau verstärkt, die leistungsschwache Doppelfahrleitung durch eine moderne Tragseilfahrleitung ersetzt und eine neue, längere Schiebebühne in den Betriebshof eingebaut. Der historische Zahnradbahnhof an der Filderstraße wurde zur modernen Abstellhalle für zwei ZT 4 umgestaltet, der dritte fand auf dem ertüchtigten Gleis 3 der südlichen Wagenhalle Platz. Die Werkstatthallen auf der Nordostseite wurden aufgegeben, hier zog einige Jahre später das [[Theater Rampe]] ein.<br /> <br /> Gebaut wurden die Wagen vom damaligen Generallieferant [[Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg|Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg]] (MAN) im Werk Nürnberg. Zulieferer waren die damalige [[Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik]] (SLM) Winterthur sowie der [[AEG|AEG-Konzern]], Werk Berlin, für die Elektrotechnik.&lt;ref name=&quot;:0&quot;&gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.ssb-ag.de/unternehmen/presse/detail/helene-zieht-ins-strassenbahnmuseum-ein/ |titel=„Helene“ zieht ins Straßenbahnmuseum ein |werk=ssb-ag.de |hrsg=SSB AG |datum=2022-07-26 |sprache=de |abruf=2022-10-22}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Der erste ZT 4 mit der Nummer 1001 wurde am 3. August 1982 im Zahnradbahnhof [[Degerloch]] angeliefert. Nachdem am 23. August 1982 mehrere der verkauften Altbauwagen abtransportiert worden waren und so Platz geschaffen war, traf am 27. August 1982 der Triebwagen 1002 bei der Zahnradbahn, ebenfalls in Degerloch, ein. Unter großem öffentlichem Interesse wurden die Neubaufahrzeuge von den historischen Triebwagen 103 beziehungsweise 101 und 104 in den Betriebshof Marienplatz geschleppt. Die technische Abnahme der Wagen erfolgte durch das Eidgenössische [[Bundesamt für Verkehr|Amt für Verkehr (BAV)]] nach [[Schweiz]]er Sicherheitsbestimmungen, da es in Deutschland keine entsprechenden Vorschriften gab. Unmittelbar danach begannen die Probefahrten (teilweise mit den [[Zahnradbahn Stuttgart#Vorstellwagen für Personen|alten Vorstellwagen]] als Bremslast), und bereits am 11. und 12. September 1982 konnten die Wagen im Rahmen eines „Zacke-Festes“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden.<br /> <br /> Am 23. Oktober 1982 folgte schließlich Triebwagen 1003. Seither übernahmen sie Zug um Zug den Planverkehr auf der Zahnradbahn, allerdings musste wegen anfänglicher unvorhergesehener Schwierigkeiten der zum Verkauf vorgesehene Triebwagen 105 bis Ende 1983 als Betriebsreserve vorgehalten werden. Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten 1984 erlitt schließlich der verbliebene Museumstriebwagen 104 einen Motorschaden. Seither können ausschließlich ZT 4 samt den zwischenzeitlich ausgelieferten Fahrradvorstellwagen auf der Strecke zum Einsatz kommen.<br /> <br /> Die ZT 4 Nummer 1001 und 1002 tragen seit der Hundert-Jahr-Feier der Zahnradbahn im Jahr 1984 die Namen ''[[Heslach]]'' und ''[[Degerloch]]'',&lt;ref name=&quot;:1&quot;&gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.ssb-ag.de/unternehmen/presse/detail/am-13-mai-namenstaufe-fuer-stuttgarts-neue-zahnradbahnen-am-14-mai-abschied-vom-alten-wagen-und/ |titel=Am 13. Mai: Namenstaufe für Stuttgarts neue Zahnradbahnen - Am 14. Mai: Abschied vom alten Wagen und Thementag im Museum |werk=ssb-ag.de |hrsg=[[SSB AG]] |datum=2023-05-10 |sprache=de |abruf=2023-05-10}}&lt;/ref&gt; Wagen 1003 wurde im Rahmen eines „Zacke-Festes“ am 6. Mai 1995 anlässlich des 111-jährigen Bestehens der Zahnradbahn auf den Namen ''Helene'', nach der Degerlocher Wohltäterin [[Helene Pfleiderer]], Tochter des Bauunternehmers [[Gustav Epple]], getauft.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor=AFu70000, Benjamin Maue |url=https://www.youtube.com/watch?v=qxeYpxNBNGg |titel=111 Jahre Zahnradbahn der SSB |werk=[[YouTube]] |datum=2016-10-08 |sprache=de |abruf=2023-05-14}}&lt;/ref&gt; Wagen 1001 trägt seit der Taufe das [[Stuttgart#Wappen|Wappen Stuttgarts]] (stellvertretend für das wappenlose Heslach), Wagen 1002 das [[Degerloch#Wappen|Wappen Degerlochs]] und Wagen 1003 eine stilisierte [[Büste]] Pfleiderers in Seitenansicht.<br /> <br /> Ab 1989 wurden als erster größerer Umbau Zug um Zug die störanfälligen elektrischen Schwingschiebetüren durch druckluftbetriebene Außenschwingtüren aus Kunststoff ersetzt, wie sie auch bei den DT 8 zur Anwendung kommen.<br /> <br /> [[Datei:Stuttgart tandradlijn U10 1991 2.jpg|mini|Wagen 1003 noch vor der Moderni-&lt;br /&gt;sierung mit alter Farbgebung (1991)]]<br /> <br /> Zwischen 1999 und 2003 wurden die Wagen in der SSB-Hauptwerkstatt in [[Möhringen (Stuttgart)|Möhringen]] nacheinander einer grundlegenden Modernisierung unterzogen,&lt;ref name=&quot;:0&quot; /&gt; wodurch zeitweilig nur ein Zug im Halbstundentakt auf der Strecke verkehren konnte. Als erster Triebwagen kam ab Februar 2001 Triebwagen 1001 in diesem neuen Design zum Einsatz, wobei sich die Farbgebung mit durchgehend ginstergelb lackiertem Wagenkasten und nachtblauem Fensterband am Stadtbahntyp [[SSB DT 8#Zweite Generation: DT 8.10–11|DT 8.10]] orientierte. Des Weiteren wurde der Teppichboden durch einen Kunststoffbodenbelag wie bei der Stadtbahn ersetzt und die Fahrzeugtechnik unter anderem durch elektronische Antriebssteuerung und Installation des Zugbeeinflussungssystems ZUB und des Bordinformationssystems [[Integriertes Bordinformationssystem|IBIS]] sowie Einbau eines [[Tachograph|Fahrtenschreibers]] modernisiert.<br /> <br /> Nach entsprechender Sanierung der anderen beiden Triebwagen folgten in den nächsten Jahren im Rahmen von Werkstattaufenthalten weitere Veränderungen: Die ZT 4 erhielten wie auch die Stadtbahntypen DT 8.4-9 zweiteilige, blaue Sitzpolster; im Herbst 2008 wurden schließlich die Rollbänder zur Liniennummern- und Zielbeschilderung durch [[Leuchtdiode|LED]]-Anzeigen ersetzt.<br /> <br /> &lt;gallery&gt;<br /> Datei:Zahnradbahn Stuttgart Alte Weinsteige 1001.JPG|Wagen 1001 „Heslach“<br /> Datei:Zacke1.jpg|Wagen 1001, Frontansicht<br /> Datei:Zahnradbahn Stuttgart Nägelestraße 1002.JPG|Wagen 1002 „Degerloch“<br /> Datei:Stuttgart Zacke 05.jpg|Wagen 1002, Seitenansicht<br /> Datei:Stuttgart Zacke 03.jpg|Wagen 1003 „Helene“<br /> Datei:Stuttgart - Zahnradbahn Stuttgart - 2017-06-15 17-33-22.jpg|Wagen 1003, Nahansicht<br /> Datei:Zahnradbahn Stuttgart 1001 Detail Wappen.JPG|Seitliches Wappen des Wagens 1001<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> <br /> == Außerbetriebnahme und Verbleib ==<br /> Ende 2018 bestellten die SSB Nachfolgefahrzeuge (genannt [[ZT 4.2]]) für die ZT 4, die laut den SSB das Ende ihrer technischen und wirtschaftlichen Lebensdauer erreicht hatten. In den letzten Betriebsjahren der ZT 4 gab es zunehmend Ausfälle und die Wagen seien „am Ende der Stetigkeit etlicher Baugruppen bei Druckluft oder Klimaanlage angekommen“. Außerdem mangele es an elektrischen Ersatzteilen und die Wagenkästen litten an [[Rost]]- und [[Korrosion]]sschäden.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |url=https://www.regio-tv.de/mediathek/video/bye-bye-alte-zacke-fahrzeuge-stellen-betrieb-ein/ |titel=Bye bye alte Zacke: Fahrzeuge stellen Betrieb ein |werk=regio-tv.de |hrsg=[[Regio TV Stuttgart]] |datum=2023-05-16 |sprache=de |abruf=2023-05-17}}&lt;/ref&gt; Dadurch sei zwar die Sicherheit nicht gefährdet, dennoch könnten die Wagen mit solchen Einschränkungen nicht mehr dauerhaft am Betrieb teilnehmen.&lt;ref name=&quot;:0&quot; /&gt;<br /> <br /> Als erstes Triebfahrzeug wurde Wagen 1003 „Helene“, der zuvor als Ersatzteilspender für die beiden anderen Wagen benutzt wurde, am 26. Juli 2022 außer Betrieb gestellt und mit einem [[Tieflader|Spezialtieflader]] in das [[Straßenbahnmuseum Stuttgart]] überführt.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor=Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart Germany |url=https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.zahnradbahn-in-stuttgart-die-neue-zacke-ist-da-und-bleibt-vorerst-im-betriebshof.5660fb24-4e82-4e17-a35f-04eb8f18a0ab.html |titel=Zahnradbahn in Stuttgart: Die neue Zacke ist da – und bleibt vorerst im Betriebshof |sprache=de |abruf=2021-10-07}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor=Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart Germany |url=https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nahverkehr-in-stuttgart-die-zacke-kommt-ins-museum.605fe22e-ce39-4127-8cdc-475e1d491e8d.html |titel=Nahverkehr in Stuttgart: Die Zacke kommt ins Museum |sprache=de |abruf=2022-07-26}}&lt;/ref&gt; Dies geschah, um Platz für den gleichzeitig neu angelieferten Wagen 1103 der Nachfolgegeneration zu schaffen. Die Wahl auf Wagen 1003 als Museumsobjekt fiel vor allem, weil dieser technisch substanziell im besten Zustand für eine solche Verwendung ist. Das Fahrzeug wurde aufgrund der Zahnradtechnik und der beengten Verhältnisse im Museum im Depotteil der Anlage untergebracht und wird somit zunächst allerdings nur im Rahmen von Gruppenführungen zu sehen sein.&lt;ref name=&quot;:0&quot; /&gt;&lt;ref name=&quot;:3&quot; /&gt; Ab Dezember 2022 wurden planmäßig nur noch die neuen Fahrzeuge eingesetzt, dabei verblieb Wagen 1002 noch als Betriebsreserve auf der Strecke und hatte noch sporadische Einsätze, wenn nur einer der neuen Wagen zur Verfügung stand, während Wagen 1001 in die [[Stadtbahn Stuttgart#Hauptwerkstatt|SSB-Hauptwerkstatt]] überführt und dort abgestellt wurde. Im Rahmen eines Familientages der [[Stuttgarter Historische Straßenbahnen|SHB e. V.]] am 14. Mai 2023 rund um das Thema Zahnradbahn war letztmals der verbliebene Wagen 1002 auf der Strecke zwischen Betriebshof und Degerloch im Einsatz.&lt;ref name=&quot;:1&quot; /&gt;<br /> <br /> In ihrer gesamten Betriebszeit liefen die Wagen etwa 772.250 Kilometer (TW 1002), 898.817 Kilometer (TW 1003) und 1.293.842 Kilometer (TW 1001).&lt;ref name=&quot;:2&quot; /&gt;&lt;ref name=&quot;:3&quot; /&gt;<br /> <br /> Die Wagen 1001 und 1002 wurden im Oktober 2022 zum freien Verkauf für jedermann angeboten, dabei veranschlagte die SSB für Kaufpreis und Transport Gesamtkosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor=Stuttgarter Zeitung, Stuttgart Germany |url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.oepnv-in-stuttgart-ssb-sucht-private-kaeufer-fuer-alte-zacke-waggons.483d61aa-be93-42de-bfd4-9035b3b9d82d.html |titel=ÖPNV in Stuttgart: SSB sucht private Käufer für alte Zacke-Waggons |sprache=de |abruf=2022-10-20}}&lt;/ref&gt; Wagen 1002 wurde zum 26. Juli 2023 zum privaten [[Schwäbisches Bauern- und Technikmuseum|Museum Kiemele]] in [[Eschach (bei Schwäbisch Gmünd)|Seifertshofen]] überführt, wo auch schon Wagen 103 der letzten Generation untergebracht ist.&lt;ref name=&quot;:2&quot;&gt;{{Internetquelle |autor=Markus Wiest |url=https://www.youtube.com/watch?v=QD_WVvX0kCI |titel=Zahnradbahn Stuttgart (Abschiedsfahrt) |werk=[[YouTube]] |datum=2023-05-14 |sprache=de |abruf=2023-05-14}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor=Christian Milankovic |url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zacke-bahn-kommt-ins-museum-zweiter-von-drei-zuegen-landet-auf-der-ostalb.cdf74505-08ab-4fc1-a2a7-ba32285ab510.html |titel=Ausrangierte Stuttgarter Zahnradbahn: Zacke steht jetzt auf der Ostalb |werk=[[Stuttgarter Zeitung]] |datum=2023-07-26 |sprache=de |abruf=2023-08-04}}&lt;/ref&gt; Auch bei Wagen 1001 gab es Gespräche über einen Erhalt mit einem privaten Interessenten.&lt;ref name=&quot;:3&quot; /&gt; Sollte sich kein Käufer finden, ist eine Verschrottung der Wagen vorgesehen. <br /> <br /> == Fahrradvorstellwagen ==<br /> {{Siehe auch|Zahnradbahn Stuttgart#Fahrradmitnahme|titel1=Abschnitt „Fahrradmitnahme“ im Artikel „Zahnradbahn Stuttgart“}}<br /> <br /> Angesichts des in den 1980er Jahren immer größer werdenden Stellenwertes des [[Fahrrad]]s als Verkehrsmittel, kam noch während des Baus der Triebwagen die Idee auf, auch den Radfahrern eine Erleichterung zu bieten, denn in der Vorgängergeneration war gar keine Fahrradmitnahme möglich. Da in den bereits im Bau befindlichen Triebwagen jedoch keine Fläche dafür verfügbar war, beauftragte man den damaligen Fahrzeugbauer [[Waggon Union]] Berlin mit dem Bau zweier separater zweiachsiger Transportwagen, die den Triebwagen „vorgestellt“ werden sollten.&lt;ref name=&quot;:3&quot; /&gt; Da sich die Wagen als zu leicht und zu laut erwiesen, schuf die SSB zunächst einen dritten Wagen in geänderter Bauweise selbst. Nachdem sich dies bewährte, baute sie die beiden anderen Fahrzeuge nach und nach im Eigenbau neu.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor=AG tram-info-Team |url=http://www.traminfo.de/wagenp/stuttgart.php |titel=Wagenparkliste Stuttgarter Straßenbahnen AG |werk=Tram-Info |abruf=2021-04-19}}&lt;/ref&gt; Insgesamt existieren somit drei Fahrradvorstellwagen mit den Betriebsnummern 1980 (Baujahr 1983), 1981 (Baujahr 1983) und 1982 (Baujahr 1986).<br /> <br /> Zusammen mit den ZT 4 wurden auch die zugehörigen Vorstellwagen außer Betrieb gestellt und ersetzt. Während einer zu Triebwagen 1003 ins Stuttgarter Straßenbahnmuseum kommen soll, gehen die beiden anderen an das [[Bergisches Straßenbahnmuseum|Bergische Straßenbahnmuseum]] bei [[Wuppertal]], das damit eine Fahrradmitnahme auf seiner Strecke ermöglichen will.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/zacke-stuttgart-zahnradbahn-wagen-liebhaber-abzugeben-100.html |titel=SSB verkauft alte Triebwagen der Stuttgarter &quot;Zacke&quot; |werk=[[SWR Aktuell]] |sprache=de |abruf=2022-10-20}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=&quot;:3&quot; /&gt;<br /> <br /> &lt;gallery&gt;<br /> Stuttgart - Zahnradbahn Stuttgart - 2017-06-15 17-32-03.jpg|Entladung des Vorstellwagens 1982 in Degerloch (2017)<br /> Stuttgart - Zahnradbahn Stuttgart - 2017-06-15 17-33-10.jpg|Leerer Vorstellwagen, Seitenansicht (2017)<br /> Stuttgart tandradlijn U10 1991 2.jpg|Vorstellwagen der alten Bauweise (1991)<br /> Stuttgarter Zahnradbahn TW 1001 und Fahrradvorstellwagen.jpg|Zwei der damals neuen Vorstellwagen am Zahnradbahnhof in Degerloch (1983)<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> <br /> == Literatur ==<br /> * ''Über Berg und Tal'' – Nachrichtenblatt der Stuttgarter Straßenbahnen AG / Stuttgarter Straßenbahnen AG (Hrsg.)<br /> * Ulrich Theurer: 100 Jahre Zahnradbahn Stuttgart–Degerloch<br /> * Dirk v. Harlem: Neue Zahnradbahn-Triebwagen für Stuttgart – Technische Beschreibung<br /> * Straßenbahn Magazin, Heft 53, August 1984, S. 163 ff. Franckh’sche Verlagshandlung Stuttgart, {{ISSN|0340-7071}}<br /> * Gottfried Bauer: Straßenbahn in Stuttgart, „Über Berg und Tal mit der SSB“, GeraMond Verlag, München 2003, ISBN 3-7654-7188-7<br /> * G. Bauer, U. Theurer, C. Jeanmaire: Strassenbahnen um Stuttgart, FBG, CSB, ESS, END, SSF. Verlag Eisenbahn 1984, ISBN 3-85649-047-7<br /> * Gottfried Bauer, Ulrich Theurer: ''Von der Straßenbahn zur Stadtbahn Stuttgart 1975–2000''. Stuttgarter Straßenbahnen AG, Stuttgart 2000, ISBN 3-00-006615-2.<br /> * Knupfer, H.-J.: Die Bahn zur schönen Aussicht – Stuttgarts Zahnradbahn. Stuttgart 2009, ISBN 978-3-9811082-2-4<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> {{Commonscat}}<br /> * [http://www.ssb-ag.de/ Offizielle Seite der Stuttgarter Straßenbahnen AG, welche u.&amp;nbsp;a. die Stuttgarter Zahnradbahn, die Schienenseilbahn (Standseilbahn) in Stuttgart-Heslach betreibt: www.ssb-ag.de]<br /> * {{Webarchiv | url=http://www.trampicturebook.de/tram/germany/stuttgar/zacke.htm | wayback=20051220172843 | text=Zahnradbahn Stuttgart}}<br /> * [http://www.werkbahn.de/eisenbahn/zahnrad/filder.htm Details aller Lokomotiven]<br /> * [http://forum.gtvier.de/myBB/showthread.php?tid=798&amp;pid=7385#pid7385 Sammelthread zur möglichen Restaurierung des historischen TW 104 im Bahnforum Stuttgart]<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references /&gt;<br /> <br /> {{Navigationsleiste Schienenfahrzeuge der SSB}}<br /> {{Navigationsleiste Maschinenfabrik Esslingen-Straßenbahnfahrzeuge}}<br /> <br /> {{SORTIERUNG:Zt 4, SSB}}<br /> [[Kategorie:Straßenbahnfahrzeug (Stuttgart)]]<br /> [[Kategorie:Straßenbahnfahrzeug (MAN)]]<br /> [[Kategorie:Zahnradelektrotriebwagen ohne Adhäsionsantrieb|SSB ZT 4]]<br /> [[Kategorie:Straßenbahnfahrzeug (AEG)]]</div> Immanuelle https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benutzer:Asthma/ablage/Shint%C5%8D&diff=264072074 Benutzer:Asthma/ablage/Shintō 2026-02-07T21:26:20Z <p>Immanuelle: (GR) File renamed: File:Descendants of izanagi alone.svg → File:Descendants of Izanagi alone.svg capitalization</p> <hr /> <div>Diese Sammlung von Begriffen soll eine zentrale Anlaufstelle zur Klärung von Bedeutung, Umfang und Herkunft eben jener Begriffe innerhalb der Wikipedia-Artikel mit [[Shintō]]-Bezug ermöglichen. Bereits in Übersichts- oder Spezialartikeln hinreichend geklärte Begriffe können entfernt werden.<br /> <br /> == ToDo ==<br /> <br /> * Deutsche (teilweise) Übersetzungen des [[Kojiki]] und [[Nihonshoki]] von [[Karl Florenz]] aufspüren (damit im Zusammenhang die Stelle des in [[Staats-Shintō]] benutzten Zitats suchen)<br /> * [[Izanagi und Izanami]] in einzelne Artikel trennen.<br /> * Überarbeiten: [[Susanoo]], [[Amaterasu]], [[Ninigi]], [[Hachiman]], [[Jimmu]] pp.<br /> * Rolle und Geschichte der Hohepriesterin am Ise- und Kamo-Schrein<br /> ** Saishu (chief of the matsuri) [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/bts/bts_s.html#saishu]<br /> ** Itsuki-no-miya<br /> ** Mi-tsue-shiro<br /> ** Saiō (?)<br /> ** Saigū [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=1272]<br /> ** Saiin [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=1271]<br /> * Genauere Infos zu der Theologie der [[:ja:熊野三山|Kumano-Schreine]] besorgen ([http://kumano-world.org/english/hshhist.html#2] [http://kumano-world.org/J-Html/hshhist.html#2] [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/k/kumanomandara.htm] [http://www.sgi-usa.org/buddhism/library/Nichiren/wnd/concord/pages.view/935.html] [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=1076] [[:ja:熊野権現]], [[:ja:熊野三山#熊野信仰]])<br /> * [[:ja:Template:神社]] übersetzen?<br /> <br /> === Stammtafel des japanischen Kaiserhauses ===<br /> Nach Jean Herberts &quot;Shinto&quot; (1967), S. 405; unter Auslassung der nicht relevanten Kinder und Frauen (da patrilinear). ''Siehe auch:'' [http://nihonsinwa.at.infoseek.co.jp/english/genealogy-deities.htm], [http://www.harapan.co.jp/english/miya_e/myth/familytree.htm]<br /> <br /> [[Takamimusubi|Taka-mi-musubi]]<br /> │<br /> ┌─┘ [[Izanagi]] + [[Izanami]]<br /> ┌───────┼────────────┬─────────────┴─────┬────────────────────┬─────────┐<br /> │ └─┐ │ │ │ │<br /> [[Watatsumi|Ō-wata-tsu-mi]] │ [[Amaterasu|Amaterasu-ō-mi-kami]] [[Ōyamatsumi|Ō-yama-tsu-mi]] │ [[Kagutsuchi|Hi-no-kagu-tsuchi]]<br /> │ │ │ │ │ │<br /> │ │ │ ┌────┴─┬───────┐ │ │<br /> │ │ │ │ │ │ │ │<br /> │[[Yorozuhatahime|Yorodzu-hata-toyo-]]+[[Amenooshihomimi|Ame-no-oshi-]] │ │ [[Ashinazuchi und Tenazuchi|Ashi-nazu-chi]] │ │<br /> │ [[Yorozuhatahime|aki-dzu-shi-hime]] │ [[Amenooshihomimi|ho-mimi]] │ │ │ │ │<br /> │ │ │ │ │ │ │<br /> │ [[Ninigi|Hiko-ho-no-]] + [[Konohanasakuyahime|Kono-hana-saku-]] │ │ │ │<br /> ┌──┴───────┐ [[Ninigi|ninigi]] │ [[Konohanasakuyahime|ya-hime]] │[[Kushinadahime|Kushi-nada-hime]]+[[Susanoo]] │<br /> │ │ │ │ │ │<br /> │ Toyo-tama-hime + Hiko-ho-ho-demi │ │ [[Kuraokami|Kura-okami]]<br /> │ │ │ │ │<br /> │ │ Kono-hana-chiru-hime + Ya-shima-ji-nu-mi │<br /> │ │ │ │<br /> Tama-yori-hime + Ugaya-fuki-aezu Fuha-no-moji-ku-nu-su-nu + Hi-kaha-hime<br /> │ │<br /> │ Fukafuchi-no-mizu-yare-hana<br /> │ │<br /> │ O-mizu-nu<br /> │ │<br /> │ Ame-no-fuyukinu<br /> │ │<br /> │ Ō-kuni-nushi<br /> │ │<br /> ┌────────┴─┬──────────┬───────────┐ Koto-shiro-nushi<br /> │ │ │ │ │<br /> Kamu-yamato-ihare-hiko + Hime-tatara-isuke-yori-hime<br /> ([[Jimmu]]-tennō) │<br /> │<br /> [[Liste der Tennō|Dynastie der Tennō]]<br /> <br /> ==== Galerie ====<br /> &lt;gallery&gt;<br /> Bild:Children born from the Challenge of Amaterasu and Susanoo-ja.svg<br /> Bild:Susanowo family tree.png<br /> Bild:Japanese Primordial Deities-ja.svg<br /> Bild:Descendants of Izanagi and Izanami.svg<br /> Bild:Descendants of Izanami alone.svg<br /> Bild:Descendants of Izanagi alone.svg<br /> Bild:Land Japanese Primordial Deities-ja.svg<br /> Bild:Ohokuninushi family tree.png<br /> Bild:Japanese Emperor family tree 0-2(ja).svg<br /> Bild:Emperor family tree0.png<br /> Bild:Emperor family tree1-10.png<br /> Bild:Emperor family tree8-15.png<br /> Bild:Emperor family tree15-26.png<br /> Bild:Emperor family tree26-37.png<br /> Bild:Emperor family tree38-50.png<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> <br /> ==== Kami ohne Artikel ====<br /> * [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=157 Toyo-tama-hime] [[:ja:トヨタマヒメ|(ja)]]<br /> * [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=64 Hiko-ho-ho-demi] [[:ja:ホオリ|(ja)]]<br /> * Kono-hana-chiru-hime<br /> * [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=181 Ya-shima-ji-nu-mi]<br /> * [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=152 Tama-yori-hime], [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=151 Tama-yori-bime] [[:ja:タマヨリビメ|(ja)]]<br /> * [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=161 Ugaya-fuki-aezu] [[:ja:ウガヤフキアエズ|(ja)]]<br /> * Fuha-no-moji-ku-nu-su-nu<br /> * Hi-kaha-hime<br /> * Fukafuchi-no-mizu-yare-hana<br /> * O-mizu-nu<br /> * [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=31 Ame-no-fuyukinu]<br /> * [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=121 Ō-kuni-nushi] [[:ja:大国主|(ja)]]<br /> * [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=95 Koto-shiro-nushi] [[:ja:事代主|(ja)]]<br /> * [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=77 Hime-tatara-isuke-yori-hime] [[:ja:ヒメタタライスズヒメ|(ja)]]<br /> <br /> === Schreine in von Japan besetzten Ländern ===<br /> Überprüfung folgender Länder (zu ergänzen aus [[Liste der Achsenmächte und ihrer Verbündeten]]):<br /> <br /> ** China <br /> *** [[Mandschurei]] ([[Mandschukuo]], Besetzung von 1932 bis 1945)<br /> **** [[Kentoku-shinbyō]] ([[:ja:建国神廟|建国神廟]])<br /> *** [[Liaodong]] ([[:en:Kwantung Leased Territory|(en)]]) (teilweise Besetzung von 1895 bis 1945) <br /> **** [[Dairen-Schrein]] ([[:ja:大連神社|大連神社]]) in [[Dalian]], heute in [[Shimonoseki]]; [[Kantō-jingū]] ([[:ja:関東神宮|関東神宮]]) in [[Lüshunkou]]<br /> *** [[Taiwan]] / [[Landkreis Penghu|Pescadoren]] (Kolonie von 1895 bis 1945) ([[Wikipedia_Diskussion:WikiProjekt_China#Shint.C5.8D-Schreine_in_Mandschuko_oder_Taiwan|Anfrage im WikiProjekt China]]) <br /> **** [[Taiwan-jingū]] ([[:ja:台湾神宮|台湾神宮]]) in [[Taipeh]]; [[Tōen-Schrein]] ([[:ja:桃園神社|桃園神社]]) in der Stadt [[Taoyuan]]; [[Tainan-Schrein]] ([[:ja:台南神社|台南神社]]) in [[Tainan]]; [[Shinchiku-Schrein]] ([[:ja:新竹神社|新竹神社]]) in [[Hsinchu]]; [[Ōgon-Schrein]] ([[:ja:黄金神社|黄金神社]]) in [[Rueifang]]; [[Kagi-Schrein]] ([[:ja:嘉義神社|嘉義神社]]) in [[Chiayi]]; [[Enpeigunōshi]] ([[:ja:延平郡王祠|延平郡王祠]]) in [[Tainan]]; [[Taichū-Schrein]] ([[:ja:台中神社|台中神社]]) in [[Taichung]]; [[Okayama-Schrein]] ([[:ja:岡山神社 (高雄州)|岡山神社 (高雄州)]]) in [[Gangshan]]; [[Karenkō-Schrein]] ([[:ja:花蓮港神社|花蓮港神社]]) in [[Hualien]]; [[Tansui-Schrein]] ([[:ja:淡水神社|淡水神社]]) in [[Danshui]]; [[:ja:Category:台湾の神社]]<br /> *** [[Shandong]]? (Besetzung 1937 bis 1945)<br /> *** [[Kiautschou]]? (Besetzung von 1914 bis 1922 und von 1937 bis 1945)<br /> *** [[Hainan]]? (Besetzung von 1939 bis 1945)<br /> *** [[Qingdao]]? (Besetzung von 1914 bis 1922 und von 1938 bis 1945(?))<br /> *** [[Suzhou (Jiangsu)]]? (Besetzung von 1937 bis 1945(?))<br /> *** [[Guangzhou]]? (Besetzung von 1938 bis 1945)<br /> *** [[Nanking]]? (Besetzung von 1937 bis 1945(?))<br /> *** [[Shanghai]]? (Besetzung von 1937 bis 1945)<br /> ** Innere Mongolei<br /> *** [[Mengjiang]]? ([[:en:Mengjiang|(en)]] (Besetzung 1936/1937 bis 1945)<br /> ** [[Korea unter japanischer Herrschaft|Korea]] (1905/1910 bis 1945) ([[Portal_Diskussion:Korea#Shint.C5.8D-Schreine_in_Korea.3F|Anfrage im Portal Korea]]) (Dr. James H. Grayson: ''[http://web.uni-marburg.de/religionswissenschaft/journal/diskus/grayson.html Christianity and State Shinto in Colonial Korea: A Clash of Nationalisms and Religious Beliefs]'') <br /> *** [[Chōsen-jingū]] ([[:ja:朝鮮神宮|朝鮮神宮]]) in [[Seoul]]; [[Kantō-Schrein]] ([[:ja:咸興神社|咸興神社]]) in [[Hamhŭng]]; [[Keijō-Schrein]] ([[:ja:京城神社|京城神社]]) in [[Seoul]]; [[Kōgen-Schrein]] ([[:ja:江原神社|江原神社]]) in [[Chuncheon]]; [[Kōshū-Schrein]] ([[:ja:光州神社|光州神社]]) in [[Gwangju]]; [[Zenshū-Schrein]] ([[:ja:全州神社|全州神社]]) in [[Jeonju]]; [[Daikyū-Schrein]] ([[:ja:大邱神社|大邱神社]]) in [[Daegu]]; [[Fuyo-Schrein]] ([[:ja:扶余神社|扶余神社]]) im Buyeo-gun, [[Chungcheongnam-do]]; [[Heijō-Schrein]] ([[:ja:平壌神社|平壌神社]]) in [[Pjöngjang]]; [[Ryūtōsan-Schrein]] ([[:ja:龍頭山神社|龍頭山神社]]) in [[Busan]]; [[:ja:Category:朝鮮の神社]]<br /> ** [[Deutsch-Neuguinea]] (gemeinsame Besetzung mit Australien 1914 bis 1945)<br /> ** Russland<br /> *** [[Sachalin]] (Siedlungsgebiet ab 1679; Kolonie spätestens seit dem [[Vertrag von Portsmouth]] (1905), Bemühungen dahingehend aber schon Jahrzehnte vorher; bis 1945) <br /> **** [[Nishikubo-Schrein]] ([[:ja:西久保神社|西久保神社]]) in [[Toyohara]]; [[Karafuto-Schrein]] ([[:ja:樺太神社|樺太神社]]) in [[Toyohara]]; Schrein in der Präfektur Karafuto ([http://members.at.infoseek.co.jp/sakhalina/now08.htm])<br /> *** [[Kurilen]]? (1855 bis 1945/1946)<br /> *** [[Kamtschatka]]? (1918-1927 antikommunistische Interventionen zusammen mit westlichen Streitkräften)<br /> *** [[Baikal]]? (1918-1927 antikommunistische Interventionen zusammen mit westlichen Streitkräften)<br /> *** [[Russisch-Fernost]]? (1918-1927 antikommunistische Interventionen zusammen mit westlichen Streitkräften)<br /> ** [[Singapur]] (Besetzung von 1942 bis 1945) <br /> *** [[Shōnan-Schrein]] ([[:ja:昭南神社|昭南神社]]) ([http://www.spi.com.sg/spi_files/shinto_shrine/Syonan_Jinja.htm], [http://livelife.ecitizen.gov.sg/culture/heritage/worldwar2_detail.asp?plc_id=23], [http://sg.pagenation.com/sin/Syonan%20Shrine%20(Japanese%20WW2)_103.7664_1.351.map], [http://www.pbase.com/zerod/shinto], [http://infopedia.nlb.gov.sg/details/SIP_236_2004-12-24.html], [http://www.aems.uiuc.edu/HTML/UAS/Tsu.html], [http://asia.news.yahoo.com/060213/kyodo/d8fo6afg0.html])<br /> ** [[Vietnam]]? (Besetzung von spätestens 1941 bis 1945)<br /> ** [[Kambodscha]]? (Besetzung von 1941 bis 1945)<br /> ** [[Laos]]? (kurzzeitige Besetzung 1945(?))<br /> ** [[Papua-Neuguinea]]/[[Neuguinea]]? (Besetzung von 1941/1942 bis 1945)<br /> ** [[Japanisches Südseemandat]] / Mikronesien (Donald R. Shuster: ''[http://patriot.lib.byu.edu/PacificStudies/image/51442161932003_516835.pdf State Shinto in Micronesia During Japanese Rule, 1914-1945*]'')<br /> *** [[Karolinen]]? (Besetzung von 1914 bis 1945)<br /> *** [[Marshallinseln]]? (Besetzung von 1914 bis 1944)<br /> *** [[Marianen]]? (Besetzung von 1914 bis 1944(?))<br /> **** [[Saipan-Katori-Schrein]] ([[:ja:彩帆香取神社|彩帆香取神社]]) auf [[Saipan]]<br /> *** [[Palau]] (Besetzung von 1914 bis 1944(?)) <br /> **** [[Peleliu-Schrein]] ([[:ja:ペリリュー神社|ペリリュー神社]]) auf [[Peleliu]]; [[Nanyō-Schrein]] ([[:ja:南洋神社|南洋神社]]) auf [[Koror]]<br /> ** [[Philippinen]]? (Besetzung von 1942 bis 1945)<br /> ** [[Malaysia]]? (Besetzung von 1942 bis 1945)<br /> ** [[Myanmar]]? (Besetzung von 1942 bis 1945)<br /> ** [[Imphal]]?<br /> ** [[Indonesien]]/[[Niederländisch-Ostindien]]? (Besetzung von 1942 bis 1945)<br /> ** [[Französisch-Indochina]]? (von 1940 bis 1945 unter japanischer Administration)<br /> ** [[Thailand]]? (1941/1942 bis 1945 militärische Allianz mit Japan)<br /> ** [[Guam]]? (Besetzung von 1941 bis 1944)<br /> ** [[Nauru]]? (Besetzung von 1942 bis 1945)<br /> ** [[Tarawa]]?<br /> ** [[Kiska]]? (Besetzung von 1942 bis 1943)<br /> ** [[Attu]]? (Besetzung von 1942 bis 1943)<br /> ** [[Weihnachtsinsel (Australien)|Weihnachtsinsel]]? (Besetzung von 1942 bis 1945)<br /> ** [[Wake]]? (Besetzung von 1941 bis 1945)<br /> <br /> === Liste der Jingū ===<br /> <br /> {| class=&quot;wikitable&quot; <br /> |+ Kami des Japanischen Kaiserhauses (皇室祖先神)<br /> !Name<br /> !Kami<br /> !Ort<br /> !Präfektur<br /> |-<br /> |[[Ise-jingū]] ([[:ja:伊勢神宮|伊勢神宮]])<br /> |[[Amaterasu]]<br /> |[[Ise (Mie)|Ise]]<br /> |[[Präfektur Mie]]<br /> |-<br /> |[[Izanagi-jingū]] ([[:ja:伊弉諾神宮|伊弉諾神宮]])<br /> |[[Izanagi]], [[Izanami]]<br /> |[[Awaji]]<br /> |[[Präfektur Hyōgo]]<br /> |-<br /> |[[Kirishima-jingū]] ([[:ja:霧島神宮|霧島神宮]])<br /> |[[Ninigi]]<br /> |[[Kirishima]]<br /> |[[Präfektur Kagoshima]]<br /> |-<br /> |[[Kagoshima-jingū]] ([[:ja:鹿児島神宮|鹿児島神宮]])<br /> |[[Hohodemi]]<br /> |[[Kirishima]]<br /> |[[Präfektur Kagoshima]]<br /> |-<br /> |[[Udo-jingū]] ([[:ja:鵜戸神宮|鵜戸神宮]])<br /> |[[Ugayafukiaezu]]<br /> |[[Nichinan]]<br /> |[[Präfektur Miyazaki]]<br /> |-<br /> |[[Hikosan-jingū]] ([[:ja:英彦山神宮|英彦山神宮]])<br /> |[[Amenooshihomimi]]<br /> |[[Soeda (Fukuoka)|Soeda]]<br /> |[[Präfektur Fukuoka]]<br /> |-<br /> |[[Taiwan-jingū]] ([[:ja:台湾神宮|台湾神宮]])<br /> |[[Amaterasu]]<br /> |[[Taipeh]]<br /> |[[Taihokushū]]<br /> |-<br /> |[[Chōsen-jingū]] ([[:ja:朝鮮神宮|朝鮮神宮]])<br /> |[[Amaterasu]], [[Meiji]]<br /> |[[Seoul]]<br /> |[[Gyeonggi-do]]<br /> |-<br /> |[[Kantō-jingū]] ([[:ja:関東神宮|関東神宮]])<br /> |[[Amaterasu]], [[Meiji]]<br /> |[[Lüshunkou]]<br /> |[[Kantōshū]]<br /> |-<br /> |}<br /> <br /> {| class=&quot;wikitable&quot; <br /> |+ [[Tennō]] (天皇)<br /> !Name<br /> !Kami<br /> !Ort<br /> !Präfektur<br /> |-<br /> |[[Kashihara-jingū]] ([[:ja:橿原神宮|橿原神宮]])<br /> |[[Jimmu]]<br /> |[[Kashihara]]<br /> |[[Präfektur Nara]]<br /> |-<br /> |[[Miyazaki-jingū]] ([[:ja:宮崎神宮|宮崎神宮]])<br /> |[[Jimmu]]<br /> |[[Miyazaki (Miyazaki)|Miyazaki]]<br /> |[[Präfektur Miyazaki]]<br /> |-<br /> |[[Kehi-jingū]] ([[:ja:氣比神宮|氣比神宮]])<br /> |[[Izasawake]], [[Chūai]]<br /> |[[Tsuruga]]<br /> |[[Präfektur Fukui]]<br /> |-<br /> |[[Usa-jingū]] ([[:ja:宇佐神宮|宇佐神宮]])<br /> |[[Ōjin]]<br /> |[[Usa (Ōita)|Usa]]<br /> |[[Präfektur Ōita]]<br /> |-<br /> |[[Ōmi-jingū]] ([[:ja:近江神宮|近江神宮]])<br /> |[[Tenji]]<br /> |[[Ōtsu]]<br /> |[[Präfektur Shiga]]<br /> |-<br /> |[[Shiramine-jingū]] ([[:ja:白峯神宮|白峯神宮]])<br /> |[[Sutoku]], [[Junnin]]<br /> |[[Kyōto]]<br /> |[[Präfektur Kyōto]]<br /> |-<br /> |[[Heian-jingū]] ([[:ja:平安神宮|平安神宮]])<br /> |[[Kammu]], [[Kōmei]]<br /> |[[Kyōto]]<br /> |[[Präfektur Kyōto]]<br /> |-<br /> |[[Akama-jingū]] ([[:ja:赤間神宮|赤間神宮]])<br /> |[[Antoku]]<br /> |[[Shimonoseki]]<br /> |[[Präfektur Yamaguchi]]<br /> |-<br /> |[[Minase-jingū]] ([[:ja:水無瀬神宮|水無瀬神宮]])<br /> |[[Go-Toba]], [[Tsuchimikado]], [[Juntoku]]<br /> |[[Shimamoto (Ōsaka)|Shimamoto]]<br /> |[[Präfektur Ōsaka]]<br /> |-<br /> |[[Yoshino-jingū]] ([[:ja:吉野神宮|吉野神宮]])<br /> |[[Go-Daigo]]<br /> |[[Yoshino (Nara)|Yoshino]]<br /> |[[Präfektur Nara]]<br /> |-<br /> |[[Hokkaidō-jingū]] ([[:ja:北海道神宮|北海道神宮]])<br /> |[[Meiji]]<br /> |[[Sapporo]]<br /> |[[Präfektur Hokkaidō]]<br /> |-<br /> |[[Meiji-Schrein|Meiji-jingū]] ([[:ja:明治神宮|明治神宮]])<br /> |[[Meiji]]<br /> |[[Shibuya]]<br /> |[[Präfektur Tokio]]<br /> |-<br /> |}<br /> <br /> {| class=&quot;wikitable&quot; <br /> |+ Andere (その他)<br /> !Name<br /> !Kami bzw. Objekt der Verehrung<br /> !Ort<br /> !Präfektur<br /> |-<br /> |[[Atsuta-jingū]] ([[:ja:熱田神宮|熱田神宮]])<br /> |[[Throninsignien Japans|Kusanagi]]<br /> |[[Nagoya]]<br /> |[[Präfektur Aichi]]<br /> |-<br /> |[[Isonokami-jingū]] ([[:ja:石上神宮|石上神宮]])<br /> |[[Futsunomitama]] (vgl. [[Yamatanoorochi]])<br /> |[[Tenri]]<br /> |[[Präfektur Nara]]<br /> |-<br /> |[[Hinokuma-jingū]] ([[:ja:日前神宮・國懸神宮|日前神宮]])<br /> |[[Hibokonokagami]]<br /> |[[Wakayama]]<br /> |[[Präfektur Wakayama]]<br /> |-<br /> |[[Kunikakasu-jingū]] ([[:ja:日前神宮・國懸神宮|國懸神宮]])<br /> |[[Higatanokagami]]<br /> |[[Wakayama]]<br /> |[[Präfektur Wakayama]]<br /> |-<br /> |[[Kashima-jingū]] ([[:ja:鹿島神宮|鹿島神宮]])<br /> |[[Takemikazuchi]]<br /> |[[Kashima (Ibaraki)|Kashima]]<br /> |[[Präfektur Ibaraki]]<br /> |-<br /> |[[Katori-jingū]] ([[:ja:香取神宮|香取神宮]])<br /> |[[Futsunushi]]<br /> |[[Katori]]<br /> |[[Präfektur Chiba]]<br /> |-<br /> |}<br /> <br /> [[:ja:神宮]]<br /> [[:zh:神宮]]<br /> <br /> == Generelle Datenbanken / Onlinequellen ==<br /> * [http://www.jinjahoncho.or.jp/en/index.html Jinja Honcho] The Association of Shinto Shrines<br /> * [http://www.jinja.or.jp/english/index.html The Shinto Online Network Association]<br /> * [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/ Encyclopedia Of Shinto] (alt: [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/index2.html Glossary of Shinto Names and Terms] &amp; [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/bts/ Basic Terms of Shinto]) - s. auch [[Vorlage:EOS]]<br /> * [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/ JAANUS] : Terminology of Japanese Architecture &amp; Art History<br /> * [http://www.univie.ac.at/rel_jap/start/index.html Religion in Japan] von... [[Benutzer:Bescheid]]?<br /> * [http://philtar.ucsm.ac.uk/encyclopedia/shinto/index.html St Martins College, Division of Religion and Philosophy, Encyclopedia of World Religions - Shinto]<br /> * [http://www.uni-tuebingen.de/cyberreligion/ Japanische Religionen im Internet]<br /> ** [http://www.uni-tuebingen.de/cyberreligion/shinto/schrein.htm Einzelne Schreine nach Regionen]<br /> ** [http://www.uni-tuebingen.de/cyberreligion/shinto/ausl.htm Schreine im Ausland] (s. auch [[:ja:Category:外地の神社]])<br /> ** [http://www.uni-tuebingen.de/cyberreligion/shinto/dach.htm Shintô-Organisationen]<br /> * [http://pnc-ecai.oiu.ac.jp/jhti/ Japanese Historical Text Initiative] der [[University of California]]<br /> * [http://etext.virginia.edu/japanese/index.html Japanese Text Initiative] [[:en:University of Virginia Japanese Text Initiative|(en)]] der [[University of Virginia]] Library und der [[University of Pittsburgh]]<br /> * [http://www2.kenyon.edu/Depts/Religion/Fac/Adler/Reln275/LINKS275.htm#Shinto Links for Japanese Religions des Kenyon College] - viele tote, aber auch viele nützliche Links<br /> * [http://travel2.2ch.net/kyoto/ 2channel Schrein- und Tempelforum]<br /> * [http://academy4.2ch.net/min/ 2channel Folklore- und Mythenforum]<br /> * [[:ja:Category:神社]] - Kategorie Shintō in der japanischen Wikipedia<br /> * [[:ja:利用者:Nnh/古事記に登場する順の神の一覧]] - Liste der Kami im Kojiki nach ihrem ersten Erscheinen<br /> * [[:ja:Wikipedia:ウィキプロジェクト 神道]] - WikiProjekt Shintō in der japanischen Wikipedia<br /> * [[:ja:Portal:神道]] - Portal Shintō in der japanischen Wikipedia<br /> * [http://www.uwec.edu/philrel/shimbutsudo/ Shimbutsudo: A Web Page for the Study of Japanese Religions] auf der Website der [[:en:University of Wisconsin-Eau Claire|University of Wisconsin-Eau Claire]]<br /> * [http://www.nanzan-u.ac.jp/SHUBUNKEN/publications/jjrs/jjrs_cumulative_list.htm Japanese Journal of Religious Studies: Cumulative list of Essays &amp; Book Reviews]<br /> <br /> == Schriften ==<br /> * [[shinten]]<br /> <br /> Hauptsächlich: <br /> * [[Kojiki]] (Furu-koto-bumi)<br /> * [[Nihonshoki]]<br /> * [[Kogoshūi]]<br /> * [[Engishiki]]<br /> <br /> * [[Kujiki]] (Furu-koto-fumi / Sendai-kuji-hongi)<br /> * [[Manyōshū]]<br /> * Taihō-ryō ([[Taihō-Kodex]])<br /> * Yōryō-ryō (insb. inkl. das Jingi-ryō)<br /> * [[Fudoki]]<br /> * [[Shinsen Shōji-roku]]<br /> * [[Sendai Kuji Hongi]]<br /> * [[Sansha-Takusen]]<br /> * [[Shintō-go-bu-sho]]<br /> <br /> == Theologen ==<br /> * [[kokugakusha]]<br /> <br /> ''Siehe auch: [[Kokugaku]]''<br /> <br /> == Typen der Kami ==<br /> * [[Yashikigami]] [[:ja:屋敷神]] &quot;Estate kami,&quot; a tutelary kami enshrined on or nearby the plot of land on which a human dwelling is built. [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=234]<br /> * [[Arahitogami]] [[:ja:現人神]] [[:en:Arahitogami]] - Zu Lebzeiten bereits Kami gewordene Personen, Titel des Tennō<br /> *[[Ujigami]] [[:ja:氏神]]<br /> *Mitama - die geistige Wesenheit eines Kami<br /> <br /> == Typen des Shintō ==<br /> Siehe auch [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/category.php?categoryID=34]<br /> <br /> * kyōha shintō ([[:ja:教派神道]] oder shūha shintō (宗派神道)- [[Sekten-Shintō]] (falscher Redirect)<br /> [http://www.britannica.com/eb/article-9046579?tocId=9046579], [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=354], [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/bts/bts_k.html#kyoha_shinto], [http://www.jinja.or.jp/english/s-2.html]<br /> &lt;small&gt;-- ''Ahh, das ist das, was du mit Shinto-Sekten meintest. Der Begriff &quot;Sekte&quot; hat im deutschen einen viel negativeren Unterton als das englische &quot;sect&quot;. Sieht so aus, als war meine Behauptung, dass es keine Shinto-Sekten gibt, falsch, zumindest für die Zeit 1882-1945'' -- mkill&lt;/small&gt;<br /> :&lt;small&gt;Jo, im Westen. Aber auch die buddhistischen Organisationen firmieren (auch im Selbstverständnis) unter &quot;Sekten&quot;. Ich meine, das hat damit zu tun, daß es weder im Shinto noch im Buddhismus so etwas wie die westlichen, übergeordneten &quot;Kirchen&quot; gibt. --[[Benutzer:Asthma|Asthma]] 12:53, 17. Jan 2006 (CET)&lt;/small&gt;<br /> ::&lt;small&gt;Daher ziehe ich es vor, beim Buddhismus neutraler von &quot;Schulen&quot; zu reden. --[[Benutzer:Mkill|Mkill]] 01:07, 13. Feb 2006 (CET)&lt;/small&gt;<br /> * &lt;s&gt;jinja shintō (神社神道) oder (vor Ende des WWII) kokka shintō - Schrein-Shintō [http://www.jinjahoncho.or.jp/en/h_enkaku.html], [http://www.jinja.or.jp/english/s-4.html], [http://philtar.ucsm.ac.uk/encyclopedia/shinto/jinja.html], [http://www.britannica.com/eb/article-9067545], [http://www.nanzan-u.ac.jp/SHUBUNKEN/publications/jjrs/pdf/19.pdf]&lt;/s&gt;<br /> * minzoku shintō (民俗神道 oder 民族神道) oder (abwertend) tsūzoku shintō - Volks-Shintō [http://www.jinja.or.jp/english/s-3.html]<br /> ** 民間信仰 minkan shin'''k'''ō ist ein allgemeiner Begriff für [[Volksfrömmigkeit]] und nicht nur auf Japan bezogen<br /> * kōshitsu shintō (皇室神道) oder kōshitsu saishi - Staats-Shintō, Verehrung des Kaiserhauses [[:ja:国家神道]]<br /> * &lt;s&gt;kokka shintō(国家神道): Staats-Shintō&lt;/s&gt;<br /> ** fukka shintō, auch reform- oder restaurations-shintō. Ursprüngliche Form des Staats-Shintō während des 18. Jahrhunderts, vor allem durch philologische Studien ausgezeichnet [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/bts/bts_f.html#fukko_shinto]<br /> * Ur-Shintō (?) &lt;small&gt;-- Einen einzelnen &quot;Ur-Shinto&quot; kann man schlecht rekonstruieren, eher eine Vielzahl lokaler und &quot;eingeschleppter&quot; Riten und Überlieferungen, von archaischen Fruchtbarkeitsriten über Hindu-Götter, koreanischen und sibirischen Schamanismus, Rituale der ersten Reis-Kulturen, polynesische Mythen und einiges mehr... --mkill&lt;/small&gt;<br /> :&lt;small&gt;Ja, das ist immer Konstruktion... genau wie in der Sprachwissenschaft die Indogermanischen Sprachen. Allerdings gibt es gute Gründe, so etwas zu konstruieren, jedenfalls ist mir der Begriff in der Literatur öfters untergekommen. Habe aber noch keine einheitliche Arbeit gefunden, die sich darauf konzentriert. --[[Benutzer:Asthma|Asthma]] 12:53, 17. Jan 2006 (CET)&lt;/small&gt;<br /> <br /> == Schrein-Shintō ==<br /> <br /> === Allgemeine Begriffe ===<br /> * Jinja Kensaku [[:ja:神社建築]] - Schreinbau<br /> * Gokoku-jina [[:ja:護国神社]] [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=244] - Schreine für Kriegstote, s. auch [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=267]<br /> * Miya [[:ja:宮]] A Shinto temple where the Kami is worshiped...<br /> **&lt;small&gt;Der Artikel in der japanischen Wikipedia ist eine BKL, Punkt 5 sagt Miya ist gleichbedeutend mit Jinja --[[Benutzer:Mkill|Mkill]] 02:58, 15. Feb 2006 (CET)&lt;/small&gt; <br /> * Yashiro (社) or Mi-yashiro indicates the residence. In ancient times people observed the rites for the Kami by cleaning the ground and preparing the sacred place on it. In later periods this sacred place for observing rites came to be called 'Yashiro,' replacing the meanings of 'palace' or 'residence' (Arai Hakuseki Zenshū, vol.4, p.78)<br /> * Zushi 厨子, A small shrine in which idols are kept.<br /> **&lt;small&gt;wadoku sagt: kleiner buddhistischer (!!!) Altar {m} mit Flügeltüren. --[[Benutzer:Mkill|Mkill]] 02:59, 15. Feb 2006 (CET)&lt;/small&gt;<br /> * [[Sengu]] [[:ja:遷宮]] Neubau eines Schreins und Umzug des Heiligtums<br /> * koma-inu ([[:ja:狛犬]]; lion-dog statues) [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=259] [[:en:Imperial guardian lions]]<br /> **&lt;small&gt;Offensichtlich keine Erfindung des Shinto, sondern mit dem Buddhismus über China nach Japan gekommen --[[Benutzer:Mkill|Mkill]] 03:02, 15. Feb 2006 (CET)&lt;/small&gt;<br /> [http://dict.regex.info/cgi-bin/j-e/jis/dosearch?sDict=on&amp;H=PS&amp;L=J&amp;T=%1B%24BKv%3CR%1B%28B&amp;WC=none&amp;LI=on]<br /> * tamagaki (玉垣) - A fence enclosing a shrine, sacred area, or royal palace. [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=276]<br /> * Tōrō (燈籠 / 灯籠) [[:ja:灯籠]] - lanterns [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=275]<br /> * [[Mikoshi]] - tragbarer Schrein [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=318], [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/m/mikoshi.htm]<br /> * Ichi-no-miya (一宮, [[:ja:一の宮]]) - die jeweils obersten Schreine der alten Provinzen<br /> * [[Shimenawa]] - Seil zur Abtrennung des heiligen Bezirks<br /> * Himorogi ([[:ja:神籬]]) - Originating in ancient times, himorogi refers to a temporarily erected sacred space or &quot;altar&quot; used as a locus of worship. [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=247], [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/h/himorogi.htm]<br /> * [[:ja:神社合祀]] (じんじゃごうし) - Schrein-Fest<br /> * [[Jinja Honcho]] [[:ja:神社本庁]](nach www.wadoku.de) &quot;{Verlagsn.} The Association of Shinto Shrines; Jinja Honchō (Tōkyō).&quot; - &lt;small&gt;''Kleiner Fehler: Es scheint allerdings kein Verlag zu sein, sondern eine religiöse Dachorganisation'' -- mkill&lt;/small&gt;<br /> * shūhai - Stätten der Anbetung<br /> * shūkei - Stätten der Ehrfurchterweisung<br /> <br /> === Hauptgebäude ===<br /> * 祭殿 (saiden) - Heilige Halle; Heiligtum [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=263]<br /> * 拝殿 (haiden) - Gottesdienstshalle<br /> * 本殿 (honden) - Haupthalle des Tempels<br /> <br /> === Nebengebäude ===<br /> * Sessha (摂社, [[:ja:境内社]]), Massha - Categories of shrine ranking [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=266], [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/m/massha.htm], [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/s/sessha.htm]<br /> * suesha (末社) - subordinate shrine; professional jester [http://dict.regex.info/cgi-bin/j-e/jis/dosearch?sDict=on&amp;H=PS&amp;L=J&amp;T=%1B%24BKv%3CR%1B%28B&amp;WC=none&amp;LI=on]<br /> * chinjusha (鎮守社) [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/c/chinjusha.htm]<br /> * jingūji ([[:ja:神宮寺]]) [http://www.aisf.or.jp/%7Ejaanus/deta/j/jinguuji.htm]<br /> <br /> === Gemeinde und Personal ===<br /> * [[:ja:神職]] - Shintō-Priester(tum)<br /> * Itsuki no hime miko - Kaiserliche Prinzessinen, die geistliche Funktionen an den Hauptschreinen ausübten.<br /> <br /> === Baustile ===<br /> * Baustile (''-zukuri''), grob nach Alter sortiert (s. auch Herbert, S. 107 ff.):<br /> <br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/s/shinmeizukuri.htm shinmei-zukuri 神明造]<br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/t/tenchikongenzukuri.htm tenchi kongen-zukuri 天地根元造]<br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/y/yuitsushinmeizukuri.htm yūitsu shinmei-zukuri 唯一神明造], z.&amp;nbsp;B. im Mi-shōden, dem Hauptschrein des Ise-jingū<br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/t/taishazukuri.htm taisha-zukuri 大社造]<br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/n/nagarezukuri.htm nagare-zukuri 流造]<br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/k/kasugazukuri.htm kasuga-zukuri 春日造]<br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/g/gongenzukuri.htm gongen-zukuri 権現造]<br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/g/gionzukuri.htm gion-zukuri 祇園造]<br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/h/hachimanzukuri.htm hachiman-zukuri 八幡造]<br /> <br /> außerdem:<br /> <br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/o/ootorizukuri.htm ootori-zukuri 大鳥造]<br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/s/sumiyoshizukuri.htm sumiyoshi-zukuri 住吉造]<br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/h/hiezukuri.htm hie-zukuri 日吉造]<br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/k/kibitsuzukuri.htm kibitsu-zukuri 吉備津造]<br /> ** [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/s/sengenzukuri.htm sengen-zukuri 浅間造]<br /> <br /> &lt;!-- (irrelevantes ist noch auszusortieren (mit &lt;nowiki&gt;&lt;del&gt;&lt;/nowiki&gt; durchstreichen)) [http://www.aisf.or.jp/sjaanus/namazu.cgi?query=zukuri%20shrine]<br /> ** nagare-zukuri 流造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/n/nagarezukuri.htm]<br /> ** ikkensha-zukuri 一間社造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/i/ikkenshazukuri.htm]<br /> ** sanja-zukuri  三社造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/s/sanjazukuri.htm]<br /> ** ryounagare-zukuri 両流造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/r/ryounagarezukuri.htm]<br /> ** hachiman-zukuri 八幡造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/h/hachimanzukuri.htm]<br /> ** shinden-zukuri 寝殿造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/s/shindenzukuri.htm]<br /> ** kasuga-zukuri 春日造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/k/kasugazukuri.htm]<br /> ** ouji-zukuri 王子造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/o/oujizukuri.htm]<br /> ** misedana-zukuri 見世棚造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/m/misedanazukuri.htm]<br /> ** miho-zukuri 美保造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/m/mihozukuri.htm]<br /> ** taisha-zukuri 大社造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/t/taishazukuri.htm]<br /> ** kirizuma-zukuri 切妻造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/k/kirizumazukuri.htm]<br /> ** sengen-zukuri 浅間造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/s/sengenzukuri.htm]<br /> ** yoseki-zukuri 寄木造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/y/yosekizukuri.htm]<br /> ** yatsumune-zukuri  八棟造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/y/yatsumunezukuri.htm]<br /> ** nurigome-zukuri 塗篭造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/n/nurigomezukuri.htm]<br /> ** shoin-zukuri 書院造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/s/shoinzukuri.htm]<br /> ** shichimen-zukuri 七面造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/s/shichimenzukuri.htm]<br /> ** ryousage-zukuri 両下造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/r/ryousagezukuri.htm]<br /> ** kibitsu-zukuri 吉備津造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/k/kibitsuzukuri.htm]<br /> ** dozou-zukuri 土蔵造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/d/dozouzukuri.htm]<br /> ** nuriya-zukuri 塗屋造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/n/nuriyazukuri.htm]<br /> ** irimoya-zukuri 入母屋造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/i/irimoyazukuri.htm]<br /> ** ookabe-zukuri 大壁造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/o/ookabezukuri.htm]<br /> ** mukou-zukuri 向造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/m/mukouzukuri.htm]<br /> ** tenchi kongen-zukuri 天地根元造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/t/tenchikongenzukuri.htm]<br /> ** rokuchuu-zukuri 六注造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/r/rokuchuuzukuri.htm]<br /> ** kashii-zukuri 香椎造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/k/kashiizukuri.htm]<br /> ** jougo-zukuri 漏斗造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/j/jougozukuri.htm]<br /> ** hiyoku irimoya-zukuri 比翼入母屋造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/h/hiyokuirimoyazukuri.htm]<br /> ** hatchuu-zukuri 八注造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/h/hatchuuzukuri.htm]<br /> ** hankirizuma-zukuri 半切妻造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/h/hankirizumazukuri.htm]<br /> ** buke-zukuri 武家造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/b/bukezukuri.htm]<br /> ** ichiboku-zukuri 一木造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/i/ichibokuzukuri.htm]<br /> ** hie-zukuri 日吉造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/h/hiezukuri.htm]<br /> ** yosemune-zukuri 寄棟造 [http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/y/yosemunezukuri.htm] --&gt;<br /> <br /> == Shintō-Sekten ==<br /> *shintō jūsampa ([[:ja:神道十三派]]) - Die 13 registrierten Shintō-Sekten im Staats-Shintō<br /> **Kurozumi-kyō ([[:ja:黒住教]]) - erste der unabhängigen Sekten [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_K.html#kurozumi-kyo]<br /> **Shintō shūsei-ha (神道修成派) - konfuzianisch ausgerichtete Sekte, nicht mehr sehr aktiv nach WWII [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_S.html#shinto_shusei-ha]<br /> **Izumo Ōyashiro-kyō ([[:ja:出雲大社教]]) - orientiert sich am Izumo-Schrein [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_I.html#izumo_oyashiro-kyo]<br /> **Fusō-kyō (扶桑教) - nach WWII insbesondere im Bereich der Berg-Verehrung tätig [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_F.html#fuso-kyo]<br /> **Jikkō-kyō (実行教 / 實行教?) - [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_J.html#jikko-kyo]<br /> **Shinshū-kyō (神習教) - [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_S.html#shinshu-kyo]<br /> **Shintō Taisei-kyō (神道大成教 / 大成教?) - [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_S.html#shinto_taisei-kyo]<br /> **Ontake-kyō (御嶽教) - [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_O.html#ontake-kyo]<br /> **Shintō Honkyoku / Shintō Taikyō (神道本局 / 神道大教?) - ohne personalen Gründer [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_S.html#shinto_honkyoku_also_shinto_taikyo]<br /> **Misogi-kyō (禊教) - [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_M.html#misogi-kyo]<br /> **Shinri-kyō (神理教) - [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_S.html#shinri-kyo]<br /> **Konkō-kyō ([[:ja:金光教]]) - betreibt Kirchen in Amerika, schon vor WWII in Übersee tätig [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_K.html#konko-kyo]<br /> **[[Tenrikyō]] ([[:ja:天理教]]) - von einer Frau gegründet, aggressive Übersee-Missionierungen [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_T.html#tenri-kyo]<br /> ::&lt;small&gt;''Tenrikyo gilt heutzutage als [[Neue religiöse Bewegung]], die nur noch historische Beziehungen zum Shinto hat. Die anderen sagen mir spontan nichts.'' -- [[Benutzer:Mkill|Mkill]] 01:34, 17. Jan 2006 (CET)&lt;/small&gt;<br /> :::Tenrikyo hat seit dem 20.1. einen Artikel, allerdings mußte ich einen Überarbeiten-Baustein setzen, weil der Artikel Ungenauigkeiten und Fehler enthält. --[[Benutzer:Mkill|Mkill]] 02:51, 14. Feb 2006 (CET)<br /> <br /> == Prinzipien, Gesetze und Politik ==<br /> * shinbutsu shugo (神仏習合, [[:en:Shinbutsu Shugo|(en)]]) oder shinbutsu-konkō - Shintō-buddhistischer Synkretismus [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=190]<br /> * kanzukasa - Zentrale Agentur am Kaiserlichen Hof für religiöse Zeremonien (vor der Taika-Reform)<br /> * [[17-Artikel-Verfassung]]<br /> * kanzukasa no kami - Amt zur Überwachung von Shintō-Angelegenheiten, späteste gesicherte direkte belegstelle zur existenz im Jahr 653<br /> * [[Ōmi-Code]], [[Tenmu-Code]] , [[Taihō-Code]], [[Yōrō-Code]]<br /> ** shikiinryō - Code über Öffentliche Ämter<br /> ** jingikan - Shintō-Amt<br /> ** jingiryō - Code über die Kami des Himmels und der Erde<br /> ** betsushiki - Spezielle Regeln zur Unterscheidung der Kami, zur Festlegung allgemeiner Festlichkeiten und Festtage<br /> ** denryō - Code über Lehensrecht mit großzügigen Ausnahmen für Tempel und Schreine<br /> * Engishiki ([[:ja:延喜式]]) - Code der Engi-Zeit, detaillierte Bestandsaufnahmen (30.000 Schreine, 3.000 davon kansha oder kanpeisha, daher zum Erhalt von kaiserlichen Opfergaben (kanpei) durch das jingikan am Frühlingsgebets-Fest (toshigoi no matsuri) berechtigt). 789 Erlaß zur Anweisung, äußere kansha durch die Gouverneure der Provinzen versorgen zu lassen (Opfergaben: kokuhei; derart berechtigte Schreine: kokuheisha). [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/glossary/def_E.html#engi_shiki], [http://www2.kokugakuin.ac.jp/ijcc/wp/bts/bts_e.html#engi_shiki]<br /> <br /> ... 12 Jahrhundert ff. fehlt hier noch...<br /> <br /> == Verwandte Themen ==<br /> *[[Utaki]] - Religiöse Stätten der Ryukyu-Inseln. Es bestehen Parallelen zum Shinto, es ist aber trotzdem nicht die gleiche Religion -- [[Benutzer:Mkill|Mkill]] 03:27, 10. Jan 2006 (CET)</div> Immanuelle https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benutzer:Bimmer02/Galerie&diff=263962808 Benutzer:Bimmer02/Galerie 2026-02-03T23:53:42Z <p>Immanuelle: (GR) File renamed: File:Nietbrille-Trig-Lane.jpg → File:Nietbrille-Swan-Stairs-London.jpg Criterion 1 (original uploader’s request) · Falsche Bezeichnung</p> <hr /> <div>&lt;gallery mode=&quot;packed&quot; heights=&quot;200&quot;&gt;<br /> 1352-Hugo von Provence-Treviso.jpg|1352 Hugo von Provence, Treviso<br /> 1439 Klosterneuburg Albrechtsaltar.jpg|1439 Apostel mit Nietbrille, Austria<br /> 1462 Herlin Nördlingen 12-jähriger Jesus.jpg|1462 Hochaltar Nördlingen<br /> 1466 Herlin Rothenburg 12 Apostel Petrus lesend.jpg|1466 Herlin-Altar, Rothenburg<br /> 1498um Meister von Großgmain Hl. Augustinus.jpg|Hl. Augustinus mit Nietbrille, Großgmain<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> &lt;gallery mode=&quot;packed&quot; heights=&quot;148&quot;&gt;<br /> 1403 Altarbild Conrad von Soest.jpg|Der &lt;span style=&quot;color:#008B8B&quot;&gt;'''„Brillenapostel“'''&lt;/span&gt; in der Pfingstgeschichte (um 33 n. Chr.) von [[Conrad von Soest]] (1403)<br /> 1400-10um Meister von Heiligenkreuz.jpg|1400-1430 Österreich, Tafelbild &lt;span style=&quot;color:#CD0000&quot;&gt;'''„Tod der Maria“'''&lt;/span&gt; (um 43 n. Chr.) mit Nietbrille<br /> 1466 Herlin Rothenburg 12-Apostel Beschneidung.jpg|1466 Herlin-Altar, Jakobskirche in Rothenburg<br /> 1538um-Der Dichter Vergil-Ludger tom Ring der aeltere.jpg|um 1538, Der Dichter Vergil (um 31 v. Chr.), gemalt von Ludger tom Ring d. Ä. (1496–1547)<br /> 1410-1430 Altarbild Maria-Himmelfahrt.jpg|1420c Maria Himmelfahrt (um 43 n. Chr.) Altarbild von Burgo de Osma<br /> 1490-Piero di Cosimo Maria Heimsuchung.jpg|1490 Florenz, Altarbild &lt;span style=&quot;color:#458B74&quot;&gt;'''„Maria Heimsuchung“'''&lt;/span&gt; (1 v. Chr.) mit Nietbrille <br /> Jan van Eyck-Madonna des Kanonikus.jpg|Kanonikus van der Paele (Brügge) liess sich 1436 mit Brille malen<br /> 1470c Saint Matthias Israhel van Meckenem.jpg|um 1470 Saint Matthias von Israhel van Meckenem ([[Meckenheim (Rheinland)|Meckenheim]])<br /> 1546-1550 Jan-Vermeyen-Landung-bei-Tunis.jpg|1546-1550, Mönch mit Bügelbrille, Landung Kaiser Karls V. 1535 bei Tunis<br /> 1622c Der ungläubige Thomas Hendrick ter Brugghen.jpg|um 1622, &lt;span style=&quot;color:#458B74&quot;&gt;'''„Der ungläubige Thomas“'''&lt;/span&gt; (Auferstehung um 33 n. Chr.) mit Leder Bügelbrille<br /> 1618-1639_Francisco_de_Quevedo_y_Villegas.jpg|1639vor, Spanien, Dichter Francisco de Quevedo<br /> 1600c Großinquisitor Fernando Niño de Guevara.jpg|1600, Der Spanier Fernando Niño de Guevara mit selten dargestellter Fadenbrille<br /> 1730um-Opticus Temmen in Cassel.jpg|Opticus Temmen in Cassel /&lt;Br&gt; Deutschland, 1. Viertel 18. Jh.<br /> 1787 John Boyne Titel Cicero gegen Verres.jpg|Seltene Darstellung (von 1787) einer in England getragenen Schläfenbrille<br /> 1794_Adriaan_de_Lelie_-_De_kunstgalerij_van_Jan_Gildemeester_Jansz.jpg|1794 Amsterdam, seltene Schläfenbrille mit birnenförmigen&lt;ref&gt;[https://bestveniceguides.it/wp-content/webp-express/webp-images/doc-root/wp-content/uploads/2021/02/figura-6-OAST15-scaled-e1619881552650.jpg.webp 18.Jh. Silber Niederlande, Vascellari-Sammlung]&lt;/ref&gt; Endstücken<br /> 1799 Wybrand Hendriks.jpg|1799 Wybrand Hendriks „Het Haarlemse Teekencollegie“<br /> 1800 Graff Daniel Chodowiecki.jpg | Der Grafiker und Illustrator Daniel Chodowiecki hält eine Schläfenbrille in den Händen, 1798 / Berlin<br /> 1815 alte Frau von Joannes Bemme.jpg|Niederlande, etwa um 1815, Joannes Bemme, 1775–1841, &lt;span style=&quot;color:#458B74&quot;&gt;'''„Alte Frau in einer Nische“'''&lt;/span&gt;<br /> Schlaefenbrille um 1740.jpg|Luxuriöse spanische Schläfenbrille (Paddelform) um 1740<br /> Anton Graff 1805 Selbstbildnis.jpg|Selbstporträt von [[Anton Graff]] mit aufgesetzter Schläfenbrille, 1805 / Dresden<br /> 1784 Robert Harris Ausschnitt mit Schläfenbrille.jpg|1784 England, Robert Harris hält eine „Martin’s Margins“<br /> 1796um Gabriel Sculp Le déjeuner.jpg|1796um Gabriel Sculp, Le déjeuner<br /> 1794-95_De_kunstgalerij_van_Jan_Gildemeester_Jansz_Adriaan_de_Lelie.jpg|1794 Amsterdam, seltene Darstellung einer Scherenbrillennutzung in einem Gemälde<br /> 1812-Gröger_Herr_Gebauer.jpg|1812 Friedrich Carl Gröger, Hamburg, Porträt eines Herrn Gebauer<br /> 1820 Les Lunettes Louis Léopold Boilly.jpg|1820um, Titel &lt;span style=&quot;color:#458B74&quot;&gt;'''„Les Lunettes“'''&lt;/span&gt;, Louis Léopold Boilly, Brillen des 18. Jh.<br /> 1795_Adélaide_Labille_Guiard.jpg|Ohrenbrille, über dem Haar getragen, François André Vincent, 1795 Paris<br /> 1800_James_Hook_by_Lemuel_Francis_Abbott.jpg|Eine vertikale Knickstangenbrille, getragen mit nach oben gewinkelten Endstücken. 1800 England<br /> 1807_Louis_Leopold_Boilly.jpg|Nach 1810 Frankreich, horizontale Knickstangenbrille mit runden Gläsern und X-Steg<br /> 1822c_Jacques_Albert_S%C3%A9nave.jpg |1822 Belgien, womöglich einziges zeitgenössisches Bildnis einer Ohrenbrille mit sichtbar hinter das Ohr abgewinkelten Bügelstangen.<br /> 1804 Anton Graff.jpg|1804 Dresden, Anton Graff, Selbstbildnis mit einer Knickstangenbrille noch aus dem 18. Jh.<br /> 1772 John Cuff von Johan Zoffany.jpg|Optiker [https://en.wikipedia.org/wiki/John%20Cuff%20(optician) John Cuff] 1772 in seiner Werkstatt, London<br /> 1817um_Der_junge_Schubert-Anfang_des_19._Jahrhunderts.jpg|&quot;Schubert-Brille&quot; Der junge Schubert, Anfang des 19. Jahrhundert, K-Steg<br /> 1815c Benjamin Henry Latrobe by Rembrandt Peale.jpg|um 1815 USA, Benjamin Henry Latrobe mit einer Schiebestangen-Brille<br /> 1846_Rembrandt_Peale_self_portrait.jpg|Ohrenbrille des 19. Jh. mit Achteck-Form und Omega-Steg (Ω). Rembrandt Peale, 1846 USA<br /> 1836 Sir Edwin Landseer-John Allen.jpg|1836 GB, Schriftsteller Dr.John Allen, typische vertikale Knickstangenbrille des 19. Jh.<br /> Admiral Peter Rainier (1741–1808).jpg|um 1805 England, Admiral Peter Rainier (1741–1808) mit einer „Martin’s Margin“ Brille<br /> 1791 Self Portrait Rienk Jelgerhuis.jpg|1791 NL, Selbstportrait des Malers und Kupferstecher Rienk Jelgerhuis mit einer Doppelbrille<br /> 1850–1851 Kušelev-Bezborodko.jpg|1850/51 St. Petersburg, Kušelev-Bezborodko mit einer Doppelbrille mit ovalen Gläsern.<br /> 1837 Nathaniel Olds Ohio Cleveland.jpg|1837 USA, Nathaniel Olds mit einer Doppelbrille als Öllampen Lichtschutz Brille. Jeptha Homer Wade (1811–1890)<br /> 1763 Lehrbuch Pablo Minguet e Irol.jpg|1763 Spanien, aus Erklärbuch über Alltagsgegenstände<br /> James_Ayscough_Sign.jpg|Firmenschild James Ayscough, London um 1750<br /> 1898 Katharine Wright.jpg|1898 USA, Katharine Wright<br /> 1903-Hadersleben-Frau mit Klemmer.jpg|1903 Hadersleben (DK), Frau mit Klemmer<br /> Porträt Dame mit Brille, 19.Jh.jpg|Dame mit randlosem Kneifer (um 1890)<br /> 1870um-Adelina Patti.jpg|[[Adelina Patti]] mit Kneifer (um 1870)<br /> 1896um Dame mit Asti-Klemmer.jpg|um 1896, Dame mit Asti-Klemmer<br /> 1881nach-Wien-junge-Frau-mit-Brille.jpg|um 1890, Brille mit Gespinstbügel<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> &lt;gallery mode=&quot;packed&quot; heights=&quot;148&quot;&gt;<br /> 1462 Herlin-Nietbrille.jpg|Nachbau, ähnlich der „Herlin“-Nietbrille mit geraden Stielen<br /> Nietbrille-Swan-Stairs-London.jpg|Historische Holz Nietbrille um 1400 aus der Krueger-Optik Sammlung<br /> 1780um Ohrenbrille Messing vertikale Bügelenden.jpg|Ohrenbrille mit schwachen Bi-Gläsern<br /> 1880 Reitbrille Oval englischer Steg.jpg|Reitbrille aus der Zeit von 1880 bis 1910, ovale Glasform, Gespinstbügel<br /> 1900 um Springlorgnette Schildpatt.jpg|Springlorgnette, Schildpatt, um 1900<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> &lt;gallery mode=&quot;packed&quot; heights=&quot;160&quot;&gt;<br /> James_Ayscough_book_4nd_edition.jpg|A Short Account of the Eye, James Ayscough, 1755<br /> Schl%C3%A4fenbrille_Typ_Scarlett.jpg|Stilisierte Trageart einer Schläfenbrille Typ Scarlett<br /> Edward-Scarlett_Trade-Card.jpg|Edward Scarlett Trade Card, frühes 18. Jahrhundert<br /> Edward-Scarlett-Trade-Card.jpg|Schläfenbrille Typ Scarlett 16 Jh.<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> &lt;gallery mode=&quot;packed&quot; heights=&quot;148&quot;&gt;<br /> Bi Zone 1945 29B Plattenfehler.jpg|1945 Bi-Zone Plattenfehler<br /> Bi Zone 1945 20B 20XXII.jpg|Bi-Zone &lt;small&gt;Plattenfehler&lt;/small&gt;<br /> DR 1923 318A 10mill Korbdeckel.jpg|1923 'Korbdeckel' mit Plattenfehler<br /> DR 1923 333A HT Korbdeckel.jpg|1923 'Korbdeckel' mit Plattenfehler „HT“<br /> DR 1923 313A PE1 Korbdeckel.jpg|1923 'Korbdeckel' mit Plattenfehler „PE1“<br /> Stadt Spremberg Niederlausitz 1948.jpg|1948 von Spremberg nach Spremberg<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references responsive /&gt;</div> Immanuelle https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nietbrille&diff=263962806 Nietbrille 2026-02-03T23:53:41Z <p>Immanuelle: (GR) File renamed: File:Nietbrille-Trig-Lane.jpg → File:Nietbrille-Swan-Stairs-London.jpg Criterion 1 (original uploader’s request) · Falsche Bezeichnung</p> <hr /> <div>{{Infobox &lt;!-- (Brille) --&gt;<br /> | Titel = Nietbrille<br /> | Bildname = 1403 Altarbild Conrad von Soest.jpg<br /> | Bildbreite = 280px<br /> | Bildtext = Der „Brillenapostel“ von [[Conrad von Soest]] (1403)<br /> | Stil = <br /> | Titelfarbe = 6<br /> | Abschnittsfarbe = <br /> | Farbe = <br /> | Style = <br /> | Feldstyle = links<br /> | Feldname1 = Kategorien | Daten1 = faltbare Brillen,&lt;Br&gt;Vorhaltebrillen,&lt;Br&gt;Nasen-Klemmbrillen<br /> | Feldname2 = Zeit | Daten2 = 13. bis 15. Jh.<br /> | Feldname3 = Region | Daten3 = westliches Europa<br /> | Feldname4 = | Daten4 = <br /> | Feldname5 = | Daten5 = <br /> | Feldname6 = | Daten6 = <br /> | Feldname7 = | Daten7 = <br /> | Feldname8 = Vorgänger | Daten8 = gestieltes [[Einglas]]<br /> | Feldname9 = Nachfolger | Daten9 =<br /> | Feldname10 = | Daten10 =<br /> | Feldname11 = direkter Nachfolger | Daten11 = [[Bügelbrille]] <br /> | Feldname12 = spätere Nachfolger&lt;Br&gt;(faltbare Brillen) | Daten12 = [[Gelenkbrille]],&lt;Br&gt;[[Scherenbrille]], [[Lorgnon]]<br /> | Feldname13 = | Daten13 = <br /> }}<br /> Diese Seite behandelt die faltbaren Brillen (Nietbrille und [[Gelenkbrille]]) von der Entstehung der Brille um 1285 bis zum Beginn des 18.&amp;nbsp;Jh. (siehe dazu auch: [[Scherenbrille]])<br /> <br /> Die '''Nietbrille''' (auch Nagelbrille) ist erstmals Mitte des 14.&amp;nbsp;Jh. in einem Bild dargestellt. Historiker datieren die Erfindung der Nietbrille etwas früher auf die Zeit zwischen 1285 und 1289. Diese ersten Brillen entstanden durch Handwerker oder Mönche in Italien. Es war die erste [[Brille|Sehhilfe]] mit zwei Gläsern, für das rechte und linke Auge und hatte in dieser Form über 150 Jahre Bestand. Die Nietbrille war aus zwei gestielten [[Einglas|Eingläsern]] zusammengesetzt und durch einen Niet, mit Scharnierfunktion, am Ende der kurzen Stiele verbunden.&lt;ref&gt;R. Greeff, Die historische Entwicklung der Brille, 1913&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Die Nietbrille wurde mit der Hand vor die Augen gehalten. Je nach Schwergängigkeit des Scharnieres konnte man sie auch auf die Nase geklemmt tragen. Das Scharnier bedurfte man zum zusammenklappen der Brille, um sie bei Nichtgebrauch platzsparend und sicher aufzubewahren bzw. zu verbergen. Aufgrund von Abbildungen auf alten Gemälden benutzte man dazu vorzugsweise tropfenförmigen Behältnisse (Beutel, Etui), die gerne auch am Gürtel befestigt wurden.&lt;ref&gt;[https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pietro_di_Giovanni_d%27Ambrogio._St_Bernardino_196x89cm._ca.1444._Pinacoteca,_Siena.jpeg Nietbrillen-Etui am Gürtel, um 1444, Italien]&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;[https://znaj.ua/crops/308522/620x0/1/0/2019/03/13/uwxss0VK4SHKzDmrmspOSCd5ML3f0T3aGTiBDw68.jpeg.webp Lederetui und Brille aus der Zeit Heinrichs IV. von Navarra (1553–1610)]&lt;/ref&gt; Die Nietbrillen waren aus Holz (Funde ausschließlich in Deutschland), Tierknochen (Funde in: Schweden, Italien, Niederland, Belgien und besonders viele in Großbritannien) und Horn (3 Funde, Herkunft unklar). Aufgrund diverser erhaltener Schriftstücke (Inventarlisten, Testamente), aus der Zeit der Nietbrillen, gab es aber auch solche aus Metall (Kupfer, Silber, vergoldet). Die Stiele kamen in gerader oder gebogener Form vor. Die Linsen waren [[Bikonvex|Bi-Konvex]] und Plan-Konvex Gläser (Plus-Linsen), aus leicht grünlichem Waldglas oder mehr oder weniger hellem, meist unreinen rosa bis bräunlichem Bergkristall (Beryll) und wurden vor allem zum Lesen in der Nähe benutzt. Verwendet und auch gefertigt wurden sie wohl in ganz Europa in der Zeit vom 13. bis 15.&amp;nbsp;Jahrhundert. Der direkte Nachfolger war die [[Bügelbrille]] im 15.&amp;nbsp;Jahrhundert.<br /> <br /> == Liste mit Erwähnungen und Darstellungen von Nietbrillen ==<br /> [[Datei:1352-Hugo von Provence-Treviso.jpg|miniatur|hochkant=0.75|[Bild 1] 1352, Italien&lt;Br&gt;1.&amp;nbsp;Darstellung einer Brille]]<br /> [[Datei:1439 Klosterneuburg Albrechtsaltar.jpg|miniatur|hochkant=0.75|[Bild&amp;nbsp;2] 1439, Österreich&lt;Br&gt;Lesender Apostel]]<br /> [[Datei:1462 Herlin Nördlingen 12-jähriger Jesus.jpg|miniatur|hochkant=0.75|[Bild&amp;nbsp;3] 1462 Hochaltar St.&amp;nbsp;Georg, Nördlingen]]<br /> Auswahl. Viele der bildlichen Darstellungen, vor allem die biblischen, sind vorgreifende [[Anachronismus|Anachronismen]]. Ebenso ist kein Bild bekannt, auf dem eine zur damaligen Zeit lebende Person sich mit Nietbrille porträtieren ließ.<br /> * um 1285, Erwähnung in einer Predigt von Bruder Giordano da Rivalto (auch genannt Jordan of Pisa), 1305 in Florenz, von einer Brillenerfindung 20 Jahre zuvor durch einen ihm Bekannten.{{FN|1}}<br /> * 1289, Sandra di Popozo schrieb in dem Florentiner Manuskript „Traite de con uite de la famille“ von seinen vom Alter geschwächten Augen und dem Vorteil, dass vor Kurzem die Brille erfunden wurde.{{FN|1}}<br /> * um 1290, In der „Chronica antiqua“ des Klosters St. Caterina in Pisa (geschrieben im 14.&amp;nbsp;Jh.) wird der italienische Dominikanermönch Alessandro della Spina (✝︎1313) unter anderem als Brillen Erbauer postum geehrt. Er soll zwei kleine Lupen in einen Holzrahmen gesteckt und so eine tragbare Brille gebaut haben, die er nicht nur für sich, sondern auch anderen (Mönchen) zugänglich gemacht hat. Es wird allerdings auch erwähnt, dass er die Idee bei einem anderen, nicht namentlich genannten, zuvor gesehen und abgeschaut hatte.{{FN|1}}<br /> * um 1340, älteste vollständig erhaltene Brille. Nonnenkloster zu [[Wienhausen]] bei Celle. Nietbrillen Funde aus Holz, zwei komplette und div. Bruchstücke, die auf vor Mitte des 14.&amp;nbsp;Jh. datiert werden und einen Glasdurchmesser zwischen 30 und 34&amp;nbsp;mm haben. Die aufgefundenen Gläser sind [[Sammellinse|Plankonvex]] und haben eine Stärke von +3.0 Dioptrien.&lt;ref&gt;[https://i0.wp.com/www.historischkader.nl/wordpress/wp-content/uploads/2020/09/celle-wienhausen.jpg älteste vollständig erhaltene Brille]&lt;/ref&gt;<br /> * vor 1350, Freiburger Kloster Funde, Holz-Nietbrillen von wahrscheinlich 1278 bis ~1350.&lt;ref&gt;[https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/anb/article/view/50628/44151.pdf Mittelalterliche Nietbrillen aus Freiburg] (PDF; 4,5&amp;nbsp;MB)&lt;/ref&gt;<br /> * 1352, 1.&amp;nbsp;bekannte Darstellung einer Brille. Fresko mit Nietbrille tragendem Kardinal Hugo von Provence (gest.&amp;nbsp;1263). Treviso, Italien. [Bild&amp;nbsp;1]<br /> * 1370–72, Der „Altar von Schloss Tirol“ bei Meran / Italien. Flügelaltar. Am Fußende des Sterbebettes Marias, liest der Apostel St. Lucas mit Nietbrille aus einem Buch, Kurze Stiele.&lt;ref&gt;[https://www.tiroler-landesmuseen.at/wp-content/uploads/2020/05/9_ALTAR_VON_SCHLOSS_TIROL_c_TLM-2420x1360.jpg Nietbrille am Sterbebett Marias]&lt;/ref&gt;<br /> * um 1380, In einer noch handgeschriebenen Bibel ist im Buch Lukas eine Nietbrille zu entdecken. Sie ist Teil eines Initial, einem großen grafisch ausgeschmückten „D“ eines Satzanfanges, lange Stiele mit gerader Form.&lt;ref&gt;Bibliothèque nationale de France, Paris&lt;/ref&gt;<br /> * 1403, 1. Darstellung nördlich der Alpen. Altarbild, Apostel, Conrad von Soest, Bad Wildungen [siehe&amp;nbsp;Titelbild].<br /> * 1425, 1. bekannte Darstellung einer Brille auf Glas. Glasfenster zeigt den Apostel Petrus mit Nietbrille, Ulmer Münster.&lt;ref&gt;[https://www.sonntagsblatt.de/artikel/bayern/apostel-mit-augenleiden Apostel mit Augenleiden]&lt;/ref&gt;<br /> * 1439, 1.&amp;nbsp;bekannte Darstellung einer Brille in Österreich. Seitlich am Sterbebett Marias liest der Hl. Lukas mit Nietbrille aus einem Buch. Gebogene Stiele. Klosterneuburg bei Wien. [Bild&amp;nbsp;2]<br /> * 1440, Nietbrille aus Rinderlangknochen, ohne Gläser, Fund in London (Trig Lane). Aufgrund dem Fundort lässt sich die Brille sehr genau auf die Zeit 1440 und wenige Jahre danach einordnen.<br /> * um 1440 Italien, Zeichnung die [[Bono da Ferrara]] zugeordnet wird. Seltene Nietbrillenform mit runden Stielen.&lt;ref&gt;[https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pisanello_-_Codex_Vallardi_2623_r.jpg Drei Männerköpfe, einer davon mit Brille]&lt;/ref&gt;<br /> * 1462 Friedrich Herlin, „12 jähriger Jesus“, Hochaltar ev. Stadtpfarrkirche Nördlingen, gerade Stiele und heller Rahmen. [Bild&amp;nbsp;3]<br /> * 1466 Friedrich Herlin, Zwölf-Apostel-Hochaltar, Jakobskirche in Rothenburg ob der Tauber. Zwei Darstellungen in zwei Einzelbildern. Petrus lesend und Arzt bei Beschneidung Christi. Beide mit geraden Stielen und hellem Rahmen.&lt;ref&gt;[/media/wikipedia/commons/thumb/6/60/Main_altarpiece_-_St.Jakob_-_Rothenburg_ob_der_Tauber_-_Germany_2017.jpg/800px-Main_altarpiece_-_St.Jakob_-_Rothenburg_ob_der_Tauber_-_Germany_2017.jpg Altar von Friedrich Herlin, Rothenburg]&lt;/ref&gt;<br /> * 1471-1481. Michael Pacher, Flügelaltar St. Wolfgang. Seitlich am Sterbebett Marias, liest der Apostel Lukas mit Nietbrille aus einem Buch, gebogene Stiele&lt;ref&gt;[https://www.optiker.at/wp-content/uploads/2017/09/Pacher-Altar-vorne-Nietbrille.jpg Apostel liest aus einem Buch mit Nietbrille]&lt;/ref&gt;. Auf der Rückseite ein weiterer Apostel mit Nietbrille&lt;ref&gt;[https://realonline.imareal.sbg.ac.at/detail/nr-004775 Hl. Markus und der Hl. Lukas mit Nietbrille]&lt;/ref&gt;.<br /> * um 1475, Florentiner Kupferstich mit Nietbrillendarstellung „Das Martyrium des Simon von Trient“, bogenförmige Form.<br /> * 1475, 1. gedruckte Darstellung einer Brille in einer Enzyklopädie „Rudimentum Novitiorum“, Lübeck. Das Bild zeigt einen Mönch mit Nietbrille (nur halb zu erkennen).&lt;ref&gt;[https://64.media.tumblr.com/f9ddba2cb0ff8eceae41f5672511fbfd/7542e1b1f253adf8-89/s1280x1920/64d3c2b4c4855ce10a49ded973a4f853cd1eec2c.jpg Aus Enzyklopädie Rudimentum Novitiorum]&lt;/ref&gt;<br /> * 1491–92, „Die Dormition der Jungfrau“, Hans Holbein der Ältere (1465–1524). Am Fußende des Sterbebettes Marias, ein Apostel (St. Lukas) mit Nietbrille liest aus einem Buch, gerade Stiele.<br /> * 1493, 1. gedruckte Darstellung einer kompletten Nietbrille in einem Buch, [[Schedelsche Weltchronik]], Nürnberg. Nietbrille bogenförmige Form.&lt;ref&gt;[https://i0.wp.com/www.historischkader.nl/wordpress/wp-content/uploads/2020/09/invention_spectacles_06.jpg Holzschnitt Druck, Schedelsche Weltchronik]&lt;/ref&gt;<br /> * 1497, Hieronymus Brunschwig „Buch der Cirurgia“. Abbildung, lange Stiele mit gerader Form.&lt;ref&gt;[https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0002/bsb00026481/images/index.html?seite=156 Hantwirckung der Wund Artzney]&lt;/ref&gt;<br /> {{FNZ|1|Es ist nicht sicher, wie diese als „occhiali“ bezeichneten frühen Sehhilfen aus der Region Florenz / Pisa tatsächlich aussahen.&lt;ref&gt;Vincent Ilardi, Renaissance vision from spectacles to telescopes&lt;/ref&gt; Die Nietbrillenform ist allerdings am wahrscheinlichsten, da andere Brillenformen erst rund 150 Jahre später auftauchen.}}<br /> <br /> == Bilder und sonstige Darstellungen von Nietbrillen ==<br /> &lt;gallery mode=&quot;packed&quot; heights=&quot;150&quot;&gt;<br /> 1400-10um Meister von Heiligenkreuz.jpg|1400-1430 Eger (CZ), Tafelbild „Tod der Maria“ mit Nietbrille<br /> 1466 Herlin Rothenburg 12-Apostel Beschneidung.jpg|1466 Herlin-Altar, Jakobskirche in Rothenburg<br /> 1462 Herlin-Nietbrille.jpg|Nachbau, ähnlich der „Herlin“-Nietbrille mit geraden Stielen<br /> 1466 Herlin Rothenburg 12 Apostel Petrus lesend.jpg|1466 Herlin-Altar, Rothenburg<br /> 1490-Piero di Cosimo Maria Heimsuchung.jpg|1490 Florenz, Altarbild mit Nietbrille<br /> 1538um-Der Dichter Vergil-Ludger tom Ring der aeltere.jpg|Um 1538, Der Dichter Vergil, von Ludger tom Ring d. Ä. (1496–1547)<br /> Nietbrille-Swan-Stairs-London.jpg|15. Jahrhundert, Historische Holz Nietbrillen Replik <br /> 1498um Meister von Großgmain Hl. Augustinus.jpg|1498, Hl. Augustinus<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> <br /> === Lochbrille ===<br /> Womöglich die älteste Darstellung einer [[Lochbrille]] (Sehen nur mit den der optischen Achse nahen Brennpunktstrahlen). Auf einem Altarbild Mariä Himmelfahrt (Spanien), ist eine Nietbrille mit je einem Loch in zwei undurchsichtigen Scheiben zu sehen. Hier dürfte es sich um eine Lochbrille handeln, mit der vor allem stark kurzsichtige Personen ein Stück weit besser sehen können. Einzige Möglichkeit für Myope, bevor man um 1460 das [[Konkave Linse|konkave]] Brillenglas erfunden hatte. Die gleiche Funktion könnten die „Zierlöcher“ im Stiel diverser Nietbrillen gehabt haben.<br /> &lt;gallery mode=&quot;packed&quot; heights=&quot;170&quot;&gt;<br /> 1410-1430 Altarbild Maria-Himmelfahrt.jpg|Um 1420 Nietbrille, Altarbild Maria Himmelfahrt, Barcelona<br /> Bone_handle_pince_nez.svg | Zeichnung mit den englischen Begriffen&lt;/gallery&gt;<br /> <br /> == Gelenkbrille (auch Scharnierbrille) ==<br /> Nachdem die Nietbrille bereits durch diverse Varianten der starren [[Bügelbrille|Klemmbrille]] (Bügelbrille, Schlitzbrille, Klemm-, Klamm-, Federparille) ersetzt war, kam Mitte des 16.&amp;nbsp;Jh. eine verbesserte und elegantere Version der Nietbrille erneut in Mode, die bis ins 18. Jh. benutzt wurde. In der Regel war die Gelenkbrille (auch Scharnierbrille genannt) aus Metall, oft auch mit zusätzlicher Vergoldung oder in Silber gefertigt. Oft auch mit Hornrändern, die durch einen Klappmechanismus aus Metall verbunden waren.<br /> &lt;gallery mode=&quot;packed&quot; heights=&quot;150&quot;&gt;<br /> 1763 Lehrbuch Pablo Minguet e Irol.jpg|1763 Spanien, aus Erklärbuch über Alltagsgegenstände<br /> Bow folding spectacles, England, 1650-1750 Wellcome L0059063.jpg|Gelenkbrille, England, 1650-1750<br /> Kunsthistorisches Museum 09 04 2013 Glasses.jpg|Paris, 3. Viertel des 16. Jahrhunderts.&lt;Br&gt;Gold, Emaille, Glas<br /> &lt;/gallery&gt;<br /> Von Vorteil war wohl, bei einer gewissen Eitelkeit der Benutzer, das kurzfristige Hindurchsehen und anschließendes Zusammenklappen zum Verbergen. Nachfolger dieser Brillenart war, neben der Scherenbrille, die [[Lorgnette]] mit kurzem seitlichem Stiel.<br /> <br /> == Siehe auch ==<br /> * [[Brille]]<br /> * [[Schläfenbrille]]<br /> * [[Kneifer]]<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references responsive /&gt;<br /> <br /> [[Kategorie:Brille]]<br /> [[Kategorie:Historische Sehhilfe]]</div> Immanuelle https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Franz%C3%B6sischer_Revolutionskalender&diff=243653851 Französischer Revolutionskalender 2024-04-01T20:21:00Z <p>Immanuelle: /* Einzelnachweise */</p> <hr /> <div>[[Datei:Calendrier-republicain-debucourt2.jpg|mini|Republikanischer Kalender von 1794]]<br /> [[Datei:Musee-historique-lausanne-img 0143.jpg|mini|Exemplar des Französischen Revolutionskalenders im Historischen Museum von Lausanne.]]<br /> Der '''Französische Revolutionskalender''', auch '''republikanischer Kalender''' ({{frS|calendrier révolutionnaire français}} bzw. {{lang|fr|''calendrier républicain''}}), wurde infolge der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] von 1789 geschaffen und galt offiziell ab dem 22. September 1792 bis zum 31. Dezember 1805.<br /> <br /> In Beschreibungen der Revolution werden einzelne Daten zur Bezeichnung bestimmter Ereignisse nach dem Revolutionskalender eingesetzt, so etwa der 9.&amp;nbsp;Thermidor (das Ende der [[Jakobinische Diktatur|jakobinischen Schreckensherrschaft]]) oder der [[18.&amp;nbsp;Brumaire]] (die Machtergreifung Napoleons).<br /> <br /> == Einführung und Geltung ==<br /> {| class=&quot;wikitable float-right&quot;<br /> |-<br /> ! Von !! Bis !!<br /> |-<br /> |style=&quot;text-align:right&quot;| 15. Juli 1789 ||style=&quot;text-align:right&quot;| 31. Dezember 1789 || Jahr I der Freiheit<br /> |-<br /> |style=&quot;text-align:right&quot;| 1. Januar 1790 ||style=&quot;text-align:right&quot;| 31. Dezember 1790 || Jahr II der Freiheit<br /> |-<br /> |style=&quot;text-align:right&quot;| 10. August 1792 ||style=&quot;text-align:right&quot;| 21. September 1792 || Jahr I der Gleichheit<br /> |-<br /> |style=&quot;text-align:right&quot;| 22. September 1792 ||style=&quot;text-align:right&quot;| 31. Dezember 1792 || Jahr I der Republik<br /> |-<br /> |style=&quot;text-align:right&quot;| 1. Januar 1793 ||style=&quot;text-align:right&quot;| 21. September 1793 || erst Jahr II, dann Jahr I der Republik<br /> |-<br /> |style=&quot;text-align:right&quot;| 22. September 1793 ||style=&quot;text-align:right&quot;| 24. November 1793 || rückwirkend neue Tage/Monate<br /> |-<br /> |style=&quot;text-align:right&quot;| 22. September 1793 ||style=&quot;text-align:right&quot;| 21. September 1794 || Jahr II der Republik<br /> |-<br /> |style=&quot;text-align:right&quot;| 22. September 1805 ||style=&quot;text-align:right&quot;| 31. Dezember 1805 || letztes Jahr des republikanischen Kalenders<br /> |}<br /> <br /> Mit dem 15. Juli 1789, einen Tag nach [[Sturm auf die Bastille|Erstürmung der Bastille]], wurde das ''An I de la liberté'' („Jahr Eins der Freiheit“) ausgerufen, allerdings nach diesem Kalender zunächst nur inoffiziell, beispielsweise von revolutionären Zeitungen wie dem ''Moniteur'' datiert. Da ansonsten der [[Gregorianischer Kalender|gregorianische Kalender]] beibehalten wurde, dauerte das Jahr&amp;nbsp;I nur 5½ Monate. Der 1. Januar 1790 war der Beginn des Jahres II der Freiheit. Diese [[Ära|Jahreszählung]] wurde 1849 im [[Positivisten-Kalender]] wieder aufgegriffen.<br /> <br /> Am 10. August 1792, mit dem [[Tuileriensturm]], wurde das „Jahr&amp;nbsp;I der Gleichheit“ ausgerufen.<br /> <br /> Am 22. September 1792 schaffte der [[Nationalkonvent]] die Monarchie ab; zugleich beschloss er, mit diesem Stichtag das „Jahr I der Republik“ ''(An I de la République Française)'' beginnen zu lassen und die staatlichen Institutionen zu verpflichten, die neue, geänderte Jahreszahl zu verwenden. Am 5. Oktober 1793 entschied der Nationalkonvent, auch die Zählung der Tage und Monate zu erneuern. Dieser ''2. republikanische Kalender'' trat am 24. November 1793 (4. Frimaire&amp;nbsp;II) rückwirkend ab dem 22. September 1792 in Kraft. Der Teil des Jahres 1793 bis zum 21. September, der nach der vorherigen Orientierung am gregorianischen Kalender zum Jahr II gezählt hatte, wurde dem Jahr I zugerechnet. Der Französische Revolutionskalender war nicht [[proleptisch]], das heißt, er wurde nicht rückwirkend angewendet. Für Daten vor dem 22. September 1792 wurde weiterhin die Datierung des gregorianischen Kalenders verwendet; Datierungen nach dem alten Kalender wurden durch den Zusatz E.V. (''ère vulgaire'', also „gemeine (im Sinne von ‚übliche, gewöhnliche‘) Ära“) gekennzeichnet.<br /> <br /> Der republikanische Kalender galt bis zum 31. Dezember 1805. [[Napoleon Bonaparte|Napoleon&amp;nbsp;I.]] führte 1806 den gregorianischen Kalender wieder ein. In den Teilen Europas, [[Französische Départements in Mitteleuropa von 1792 bis 1814|die während der napoleonischen Zeit zum französischen Staatsgebiet gehörten]], galt der Revolutionskalender verbindlich in öffentlichen Angelegenheiten.<br /> <br /> 1871 kam er nochmals während der linksradikalen [[Pariser Kommune]] zum Einsatz. Heute verwenden Autoren die Datierung nach diesem Kalender gelegentlich, um Büchern über die Revolution ein gewisses historisches Kolorit zu geben.<br /> <br /> == Hintergrund ==<br /> Die Revolution hatte in Frankreich die [[Trennung von Staat und Kirche]] durchgesetzt, weshalb der neue Kalender keinen christlichen Bezug (z.&amp;nbsp;B. Christi Geburt, [[Kirchenjahr|christliche Feiertage]]) mehr enthalten sollte. Vielmehr sollte für alle Lebensbereiche das Prinzip der [[Vernunft]] bestimmend sein, so auch in der Einführung von Währungs-, Maß- und Gewichtseinheiten, die auf dem [[Dezimalsystem]] und möglichst „natürlichen“ Basiswerten beruhten. Am 1. August 1793 wurden mit Wirkung zum 1. Juli 1794 auch am Dezimalsystem orientierte Maß- und Währungseinheiten ([[Geschichte von Maßen und Gewichten#Das metrische System|Meter und Gramm]], Liter, Franc) eingeführt.<br /> <br /> Wirtschaftlich brachte der Kalender eine erhebliche Erhöhung der Zahl der Arbeitstage mit sich, da es nur noch alle zehn statt alle sieben Tage einen Ruhetag gab und die zahlreichen kirchlichen Feiertage wegfielen. Das trug allerdings nicht zu seiner Beliebtheit bei.<br /> <br /> == Struktur ==<br /> Das Jahr besaß gemäß dem Revolutionskalender 12&amp;nbsp;Monate zu 30&amp;nbsp;Tagen mit jeweils 3&amp;nbsp;Dekaden (10&amp;nbsp;Tagen). Dazu kamen fünf (in [[Schaltjahr]]en sechs) Ergänzungstage.<br /> <br /> Der Jahresbeginn war während der gesamten Gültigkeitsdauer des Revolutionskalenders auf den Tag der Tag-und-Nacht-Gleiche im Herbst festgelegt, genauer auf Mitternacht vor dem [[Herbstäquinoktium#Wahres Äquinoktium und mittleres Äquinoktium|wahren Herbstäquinoktium]] – bezogen auf Paris. Da hierdurch zukünftige Daten ohne Himmelsbeobachtung nicht zu bestimmen waren und dies keine festen Regeln zuließ, wurden am 7.&amp;nbsp;Fructidor&amp;nbsp;III (24.&amp;nbsp;August 1795) von einer Kommission unter Vorsitz des Mathematiklehrers [[Charles-Gilbert Romme|Gilbert Romme]] Schaltjahresregeln vorgeschlagen, die sich am gregorianischen Kalender orientierten. Romme orientierte sich dabei stark am [[Maréchal-Kalender]], der bereits zum Jahresende 1787 erschienen war und der seinen Herausgeber [[Sylvain Maréchal]] ins Gefängnis gebracht hatte. Die Schalttage sollten jeweils an das Ende der durch vier teilbaren republikanischen Jahre gelegt werden. Die gregorianische Regel der ausnahmsweise normalen Jahre sollte auf den neuen Kalender übertragen werden. Zusätzlich sollte entweder jedes 3600. oder jedes 4000. Jahr auch kein Schaltjahr sein. Dadurch hätte sich eine durchschnittliche Jahreslänge von ''365&amp;nbsp;Tagen 5&amp;nbsp;Stunden 48&amp;nbsp;Minuten 48&amp;nbsp;Sekunden'' beziehungsweise 50,4&amp;nbsp;Sekunden&lt;!--{{fact}}--&gt; (gregorianisch: 365d 5h 49′ 12″) ergeben, das heißt etwa zwei bis dreieinhalb Sekunden ''länger'' als das damalige, tatsächliche [[Tropisches Jahr|tropische Jahr]]. Ein Vier-Jahres-Zyklus sollte ''Franciade'' genannt werden.<br /> <br /> Das Dekret der Regulation der Schaltjahre ''(années sextiles)'' wurde nie erlassen oder umgesetzt. So waren die Jahre III, VII und XI der Republik „sextile Jahre“. Das Jahr XV war ebenfalls als Schaltjahr vorgesehen, die Abschaffung des Systems zum Jahresbeginn 1806 ([[Französischer Revolutionskalender/Y14|11. Nivôse XIV]]) erledigte dies jedoch.<br /> [[Datei:Clock-french-republic.jpg|mini|„Revolutionsuhr“ (Ende 18. Jh.). Innere Skala mit arabischen Ziffern: die neue „dezimale“ 10-Stunden-Einteilung, äußere Skala mit römischen Ziffern: die herkömmliche 24-Stunden-Einteilung.]]<br /> <br /> === Tage ===<br /> Die zehn Tage der Dekaden wurden durchgezählt:<br /> <br /> # [[Primidi]]<br /> # [[Duodi]]<br /> # [[Tridi]]<br /> # [[Quartidi]]<br /> # [[Quintidi]]<br /> # [[Sextidi]]<br /> # [[Septidi]]<br /> # [[Octidi]]<br /> # [[Nonidi]]<br /> # [[Decadi]]<br /> <br /> === Monate ===<br /> Die 12 Monate des republikanischen Kalenders wurden, basierend auf einem Namenskatalog, der von dem Abgeordneten [[Fabre d’Églantine]] ausgearbeitet wurde, in vier jahreszeitliche Gruppen eingeteilt, beginnend mit dem Jahrestag der Republik als erstem Tag des Jahres:<br /> <br /> {| class=&quot;wikitable&quot;<br /> ! colspan=&quot;3&quot;| Herbstmonate (auf ''-aire'' endend)<br /> |-<br /> | [[Vendémiaire]]<br /> | {{laS|vindemia}} „Weinlese“<br /> | 22. September bis 21. Oktober<br /> |-<br /> | [[Brumaire]]<br /> | {{frS|brume}} „Nebel“<br /> | 22. Oktober bis 20. November<br /> |-<br /> | [[Frimaire]]<br /> | {{frS|frimas}} „Raureif“<br /> | 21. November bis 20. Dezember<br /> |-<br /> ! colspan=&quot;3&quot;| Wintermonate (auf ''-ôse'' endend)<br /> |-<br /> | [[Nivôse]]<br /> | {{laS|nix, nivis}} „Schnee“<br /> | 21. Dezember bis 19. Januar<br /> |-<br /> | [[Pluviôse]]<br /> | {{laS|pluvia}} „Regen“<br /> | 20. Januar bis 18. Februar<br /> |-<br /> | [[Ventôse]]<br /> | {{laS|ventus}} beziehungsweise {{frS|vent}} „Wind“<br /> | 19. Februar bis 20. März<br /> |-<br /> ! colspan=&quot;3&quot;| Frühlingsmonate (auf ''-al'' endend)<br /> |-<br /> | [[Germinal (Monat)|Germinal]]<br /> | {{laS|germen, germinis}} „Keim; Spross“<br /> | 21. März bis 19. April<br /> |-<br /> | [[Floréal]]<br /> | {{laS|flos, floris}} „Blume“<br /> | 20. April bis 19. Mai<br /> |-<br /> | [[Prairial]]<br /> | {{frS|prairie}} „Wiese“<br /> | 20. Mai bis 18. Juni<br /> |-<br /> ! colspan=&quot;3&quot;| Sommermonate (auf ''-idor'' endend)<br /> |-<br /> | [[Messidor]]<br /> | {{laS|messis}} „Ernte“<br /> | 19. Juni bis 18. Juli<br /> |-<br /> | [[Thermidor]]<br /> | {{elS}} ''thermós'' „warm“<br /> | 19. Juli bis 17. August<br /> |-<br /> | [[Fructidor]]<br /> | {{laS|fructus}} „(Feld-)Frucht“<br /> | 18. August bis 16. September<br /> |}<br /> <br /> === Übergangstage ===<br /> Die sechs Übergangstage am Jahresende (''[[Sansculottiden]]'' genannt) waren Feiertage.<br /> <br /> * ''Jour de la Vertu'', Tag der Tugend (17. September, ab 1800 18. September)<br /> * ''Jour du Génie'', Tag des Geistes (18. September, ab 1800 19. September)<br /> * ''Jour du Travail'', Tag der Arbeit (19. September, ab 1800 20. September)<br /> * ''Jour de l’Opinion'', Tag der Meinung (20. September, ab 1800 21. September)<br /> * ''Jour des Récompenses'', Tag der Belohnung (21. September, ab 1800 22. September)<br /> * ''Jour de la Révolution'', Tag der Revolution (nur in Schaltjahren 22. September 1795/99 und 23. September 1803)<br /> <br /> === Tageseinteilung ===<br /> Das Kalendergesetz vom 4. Frimaire II (24. November 1793) sah eine [[Dezimalzeit|dezimale Zeiteinteilung]] mit Beginn des Jahres III (22. September 1794) vor. Der Tag sollte in 10&amp;nbsp;Stunden ''(heure décimale)'' zu 100&amp;nbsp;Minuten ''(minute décimale)'' zu 100&amp;nbsp;Sekunden ''(seconde décimale)'' eingeteilt werden. Die neue Sekunde war damit etwas kürzer als die alte (−13,6 %), die Minute deutlich länger (+44 %), während die ''Revolutionsstunde'' mit ihrer 2,4-fachen Länge gegenüber der alten Stunde eine völlig neue Zeiteinheit darstellte. Die Umsetzung dieses Vorhabens hätte alle vorhandenen Uhren unbrauchbar gemacht. Neue Maßstäbe und Gewichte waren einfach herzustellen, neue Uhren waren jedoch sehr teuer. Am 18. Germinal III (7. April 1795) beschloss der Konvent, das Gesetz zur dezimalen Tageseinteilung auszusetzen; es trat nie in Kraft.<br /> <br /> ==== Umrechnung ====<br /> (Stunden&amp;nbsp;×&amp;nbsp;3600 + Minuten&amp;nbsp;×&amp;nbsp;60 + Sekunden) ÷ 0,864 = Dezimalsekunden des Tages<br /> <br /> ==== Beispiele ====<br /> * 19:12 Uhr = (19 × 3.600 + 12&amp;nbsp;×&amp;nbsp;60 + 0) ÷ 0,864 = 80.000, was für die achtzigtausendste Dezimalsekunde des Tages steht. Da der Revolutionskalender auf dem Dezimalsystem basiert, lässt sich relativ leicht ablesen, dass es genau 8 Uhr der Revolutionszeit wäre. 80.000 → 8:00:00 → 8 Uhr.<br /> * 20:15 Uhr = (20 × 3.600 + 15&amp;nbsp;×&amp;nbsp;60 + 0) ÷ 0,864 = 84.375 → 8:43:75 → 8 Dezimalstunden 43 Dezimalminuten und 75 Dezimalsekunden.<br /> <br /> ==== Dezimaluhren ====<br /> Die Uhrenhersteller [[Ferdinand Berthoud|Berthoud]], [[Martin Firstenfelder|Firstenfelder]], [[Étienne LeNoir (Uhrmacher)|Lenoir]] und Perrier bauten entsprechende Dezimaluhren nach dem neuen System (1 Tag mit 10 Stunden; jede Stunde hat 100 Minuten).&lt;ref&gt;{{Webarchiv |url=http://www.kalendersysteme.de/deutsch/kalender/systeme/kalender_20.html |text=Der französische Revolutionskalender |wayback=20051226203432}}, abgerufen am 3. September 2018&lt;/ref&gt; Die meisten hatten ein Zifferblatt, das die alte und neue Tageseinteilung nebeneinander anzeigte. Während der Revolution wurde an den Tuilerien in Paris eine große Dezimaluhr angebracht, eine weitere wurde im Konferenzsaal der Nationalversammlung aufgestellt.<br /> <br /> Erhaltene Revolutionsuhren sind im [[Musée Carnavalet]] in Paris, im historisch-archäologischen Museum zu Orléans ''(le musée historique et archéologique, Orléans)'' sowie im Museum für Kunst und Geschichte in Genf (''[[Musée d’art et d’histoire (Genf)]]'') und waren auch im früheren [[Uhrenmuseum Abeler]] in Wuppertal zu sehen.<br /> <br /> == Entstehung der Namen ==<br /> Im Dekret vom 5. Oktober 1793 wurden die Tage der Dekaden durchgezählt ''(premier, second, troisième…); jour de la première (seconde, troisième…) décade.'' Der als Ruhetag vorgesehene zehnte Tag erhielt den Namen ''decadi.'' Der Dichter [[Fabre d’Églantine]] schlug am 24. Oktober eine Benennung auch der anderen Tage nach diesem Muster vor.<br /> <br /> Nach dem Vorbild und zur Ersetzung der christlichen [[Kirchenjahr#Weitere Bestandteile|Tagesheiligen]] wurden alle Tage mit einem Eigennamen bezeichnet. Die ''Decadis'' wurden nach landwirtschaftlichen Arbeitsgeräten, die ''Quintidis'' nach Haustieren, alle übrigen Tage – außer im [[Nivose]] – nach Pflanzen benannt ''(Namensverzeichnisse in den [[#Monate|Artikeln zu den einzelnen Monaten]], hier auf die Monatsnamen klicken)''.<br /> <br /> Ebenso wie die Tage der Dekaden wurden auch die Monate im ersten Entwurf einfach durchgezählt ''(premier, second, troisième etc. mois de l’année)''. Stattdessen schlug Fabre d’Églantine Monatsnamen vor, die auf einen typischen Aspekt des Klimas verwiesen (etwa Dezember: ''nivôse'' „der Verschneite“) oder auf wichtige Zeitpunkte des landwirtschaftlichen Lebens (der Erntemonat September: ''vendémiaire'' zu {{laS|vindemia}} „Weinlese“). Da diese Namen eng mit dem französischen Klima verknüpft waren, war dieser Kalender, obwohl seine Gestalter ihn universell verwendet wissen wollten, von sehr regionaler Natur. Für die Ergänzungstage, die zunächst ''jours complémentaires'' hießen, schlug Fabre d’Églantine den Namen ''Sansculottides'' vor. Er schlug auch die Namen der Tage (statt ''premier jour complémentaire''…) vor. Am 24. November 1793 wurden diese Vorschläge mit geringfügigen Änderungen angenommen. So erscheinen die ''Sansculottides'' als ''Sansculotides'' und bei den Monaten auf ''-ose'' wurde auf den [[Zirkumflex]] verzichtet.<br /> <br /> == Siehe auch ==<br /> * [[Dekadenkult]]<br /> * [[Liste der Kalendersysteme]]<br /> * [[Umrechnungstafel zwischen gregorianischem und republikanischem Kalender]]<br /> * [[Era Fascista]]<br /> * [[Swatch-Internetzeit]] teilt ebenfalls den Tag in dezimale Teile.<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> {{Wikisource|Décret de la Convention nationale portant sur la création du calendrier républicain|''Décret de la Convention nationale portant sur la création du calendrier républicain''|lang=fr}}<br /> * [[Peter Aufgebauer]]: [http://webdoc.sub.gwdg.de/edoc/p/fundus/4/aufgebauer.pdf Die astronomischen Grundlagen des französischen Revolutionskalenders] (PDF; 55&amp;nbsp;kB)<br /> * {{Webarchiv |url=http://www.rondelot.com/spip.php?article43 |text=Revolutionskalender |wayback=20120305094745}}<br /> * {{archive.org |calendrierrepubl00fran |Digitalisat}} eines Revolutionskalenders für das 2. Jahr der Freiheit (1790)<br /> * [http://www.familienbuch-euregio.eu/etc/calendar/french.html Online-Kalenderrechner von familienbuch-euregio.eu]<br /> '''Parallelkalender'''<br /> * [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/titleinfo/2190953 Calender für das dritte Jahr der französischen Republick, mit deren Namen der Monate, Decaden und jeden einzeln Tages, Verglichen mit dem teutschen Reichs-Calender vom 22. September 1794 bis zum 21. September 1795]<br /> * [http://www.aachener-geschichtsverein.de/Online-Beitraege/revolutionaer-franzoesische-und-deutsche-datumsangaben Das synoptische Kalendarium zum Jahre 1794–95, Köln 1794] (Webseite des [[Aachener Geschichtsverein]]s)<br /> * [http://pierre.collenot.pagesperso-orange.fr/Issards_fr/outils/calrepub.htm Conversion de dates républicaines en dates grégoriennes], online-Umrechnung (französisch)<br /> * [http://www.dilibri.de/rlb/periodical/structure/116827 „Kalender zum Gebrauche der Bewohner der vier neuen Departemente auf dem linken Rheinufer“, Koblenz 1798]<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references /&gt;<br /> <br /> {{NaviBlock<br /> |Navigationsleiste Französischer Revolutionskalender<br /> |Navigationsleiste Monate des Französischen Revolutionskalenders<br /> }}<br /> <br /> {{Normdaten|TYP=s|GND=7503331-8}}<br /> <br /> [[Kategorie:Französischer Revolutionskalender| ]]<br /> [[Kategorie:Astronomischer Kalender]]<br /> [[Catégorie:Histoire du chronométrage]]</div> Immanuelle https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Beru_(Mesopotamien)&diff=230313790 Beru (Mesopotamien) 2023-01-29T06:44:57Z <p>Immanuelle: https://www.sumerian.org/sumerfaq.htm#s81 they are the same thing in different languages</p> <hr /> <div>#redirect[[Danna (Mesopotamien)]]</div> Immanuelle https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Diesseits&diff=229108159 Diesseits 2022-12-22T23:15:58Z <p>Immanuelle: </p> <hr /> <div>{{Dieser Artikel|erläutert den Begriff. Für den Ort im Innkreis in Oberösterreich siehe [[Diesseits (Gemeinde St. Martin)]].}}<br /> <br /> Die Ortsbestimmung „diesseits“ ist wie dessen Gegenwort „jenseits“ in substantivierter Form zu einem religiös-philosophischen Begriff geworden: ''das'' '''Diesseits''' – im Allgemeinen häufig für die [[Natur]]wirklichkeit verwandt – und ''das'' [[Jenseits]] – generell meist für die „andere“ ([[Gott|göttliche]]) Wirklichkeit verwandt.<br /> <br /> Die beiden Wörter [[Implikation|implizieren]] im Allgemeinen, dass das Gemeinte abstrakt, unanschaulich ist. Sie setzen eine Grenzlinie, die das Weltganze in zwei „Bereiche“ teilt, wobei ''Diesseits'' der Bereich ist, in dem sich der Sprecher befindet, und ''Jenseits'' der andere. Diese Grenze wird gewöhnlich mit der Todeslinie identifiziert. Dem ''Diesseits'' fallen aus der [[Weltanschauung]] der [[Metaphysik]] und vieler [[Religion]]en Zuschreibungen wie „natürlich, endlich, sinnlich, vorläufig“ zu, dem ''Jenseits'' solche wie „himmlisch, ewig, geistig, (end-)gültig“. Dies wird bestritten von vielen nicht-religiösen [[Humanismus|Humanisten]] und [[Freidenker]]n, in deren Vorstellung das menschliche Leben lediglich im ''Diesseits'' bzw. ausschließlich in einer alleinigen Naturwirklichkeit existiert.<br /> <br /> Bei der sogenannten „verdoppelten“ Sicht der Welt kann eine doppelte Sicht des Menschen (siehe [[Anthropologie]]) einem (eben der Vorstellung oder dem [[Glaube]]n nach) zugleich „diesseitigen“ (vergänglichen) und „jenseitigen“ (ewigen) Daseinszustand entsprechen.<br /> <br /> Die [[Weltreligion]]en und viele andere Religionen gehen von einer diesseitigen und jenseitigen Wirklichkeit aus. Das Typische einer Religion lässt sich insbesondere an ihrer Beschreibung, Verhältnisbestimmung und Grenzziehung von Diesseits und Jenseits zeigen.<br /> <br /> Auch die Mehrzahl der [[Philosophie|philosophischen]] Systeme enthält in irgendeiner Form die Diesseits-Jenseits-Beziehung. Einige pointiert „diesseitig“ ausgerichtete Denker nehmen zumindest negativ auf Jenseitsvorstellungen Bezug.<br /> <br /> [[Ludwig Feuerbach]] betrachtete Religion als Anthropologie und formulierte eine Ethik des Diesseits.&lt;ref&gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: ''[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.'' 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 35.&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Zeitschrift ''diesseits'' des Humanistischen Verbands Deutschlands ==<br /> Der [[Humanistischer Verband Deutschlands|Humanistische Verband Deutschlands]] gibt seit 1987 die Zeitschrift ''diesseits – Das humanistische Magazin'' heraus, seit 2011 ergänzt durch ein Online-Magazin.&lt;ref&gt;[http://www.diesseits.de/ diesseits] Magazin und website des Humanistischen Verband Deutschlands&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> {{Wiktionary}}<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references /&gt;<br /> <br /> {{Normdaten|TYP=s|GND=4332222-0}}<br /> <br /> [[Kategorie:Weltanschauung]]<br /> [[Kategorie:Metaphysik]]<br /> [[Kategorie:Religionsphilosophie]]<br /> [[Kategorie:Eschatologie]]</div> Immanuelle https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benutzer:Immanuelle&diff=224303412 Benutzer:Immanuelle 2022-07-07T09:51:05Z <p>Immanuelle: AZ: Die Seite wurde neu angelegt: I don&#039;t know German well but I might start seriously learning the language soon</p> <hr /> <div>I don't know German well but I might start seriously learning the language soon</div> Immanuelle https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Immanuelle&diff=224303407 Benutzer Diskussion:Immanuelle 2022-07-07T09:50:37Z <p>Immanuelle: /* Deine Übersetzung von Benutzer:Immanuelle/Draft:Haplogroup DE */ Antwort</p> <hr /> <div><br /> <br /> == Deine Übersetzung von [[:Benutzer:Immanuelle/Draft:Haplogroup DE]] ==<br /> Hallo {{STAMMSEITE}}! 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Greetings, &lt;span style=&quot;text-shadow:#0000FF 1px 1px 2px;&quot;&gt;[[Benutzer:Luke081515/Bot|Luke081515]][[User:Luke081515Bot|Bot]]&lt;/span&gt; 11:45, 7. Jul. 2022 (CEST) &lt;/small&gt;<br /> <br /> :I'm sorry I don't know German well and was just trying to test out the tool. <br /> :Es tut mir leid, ich kann nicht gut Deutsch und habe nur versucht, das Tool zu testen. --[[User:Immanuelle|'''Immanuel'''le]] 💗 [[User_talk:Immanuelle|(please tag me)]] 11:50, 7. Jul. 2022 (CEST)</div> Immanuelle https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Dikarya&diff=219845774 Dikarya 2022-02-04T00:59:53Z <p>Immanuelle: </p> <hr /> <div>&lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&gt;<br /> {{Taxobox<br /> | Taxon_Name = <br /> | Taxon_WissName = Dikarya<br /> | Taxon_Rang = Unterreich<br /> | Taxon_Autor = [[David S. Hibbett|Hibbett]], [[Timothy James|T. Y. James]] &amp; [[Rytas Vilgalys|Vilgalys]]<br /> | Taxon2_Name = Pilze<br /> | Taxon2_WissName = Fungi<br /> | Taxon2_Rang = Reich<br /> | Taxon3_WissName = Nucletmycea<br /> | Taxon3_Rang = ohne Rang<br /> | Taxon4_WissName = Opisthokonta<br /> | Taxon4_Rang = ohne Rang<br /> | Taxon5_WissName = Amorphea<br /> | Taxon5_Rang = ohne Rang<br /> | Taxon6_Name = Eukaryoten<br /> | Taxon6_WissName = Eukaryota<br /> | Taxon6_Rang = Domäne<br /> | Bild = Clitocybe_odora_02.jpg<br /> | Bildbeschreibung = [[Grüner Anistrichterling]] (''Clitocybe odora'')<br /> | Subtaxa_Rang = Abteilung<br /> | Subtaxa =<br /> * [[Schlauchpilze]] (Ascomycota)<br /> * [[Ständerpilze]] (Basidiomycota)<br /> }}<br /> [[File:Fungus cell cycle-en.svg|thumb|Dikaryonen im Mitosezyklus eines Basidiomyceten. Man beachte die beiden Kerne, die von zwei verschiedenen Ursprungspilzen stammen]]<br /> '''Dikarya''' ist ein Unterreich der [[Pilze]], das 2007 erstbeschrieben wurde, um den gemeinsamen Merkmalen der [[Ascomycota]] und der [[Basidiomycota]] mit einem [[Taxon]], das diese beiden Gruppen umfasst, zu entsprechen.<br /> <br /> == Merkmale ==<br /> Die Dikarya sind einzellige oder fadenförmige Pilze. [[Flagellum|Geißeln]] fehlen in allen Stadien. Charakteristisch für die Dikarya ist, dass sie in ihrem Lebenszyklus Stadien mit zwei [[Zellkern]]en pro Zelle besitzen.<br /> <br /> == Systematik ==<br /> Die gemeinsamen Merkmale der Schlauch- und Ständerpilze führte mehrfach dazu, dass sie in ein gemeinsames Taxon gestellt wurden. Ein nicht korrekter Name war Dikaryomycota. [[Thomas Cavalier-Smith]] nannte die Gruppe 1998 Neomycota. Die Endung -mycota ist gemäß [[Internationaler Code der Nomenklatur für Algen, Pilze und Pflanzen|ICBN]] jedoch für die Rangstufe [[Abteilung (Biologie)|Abteilung]] reserviert. James [[et al.|''et&amp;nbsp;al''.]]&lt;ref name=&quot;James&quot;/&gt; nannten die Sippe 2006 Dikarya, ohne sie formal zu beschreiben. Dies wurde von D.&amp;nbsp;S. Hibbett, T.&amp;nbsp;Y. James &amp; Vilgalys 2007 nachgeholt.&lt;ref name=&quot;Hibbett2007&quot;/&gt;<br /> <br /> Die Dikarya umfasst die beiden Abteilungen<br /> * [[Schlauchpilze]] (Ascomycota)<br /> * [[Ständerpilze]] (Basidiomycota)<br /> <br /> Diese beiden Gruppen bilden zusammen eine Abstammungseinheit, sind also ein [[monophyletisch]]es Taxon. Ihre [[Schwestergruppe]] sind die [[Glomeromycota]].&lt;ref name=&quot;James&quot;&gt;T.&amp;nbsp;Y. James ''et&amp;nbsp;al'': '' Reconstructing the early evolution of Fungi using a six-gene phylogeny''. In: ''Nature'', Band 443, 19. Oktober 2006, S.&amp;nbsp;818–822. {{DOI|10.1038/nature05110}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Ein Kladogramm sieht folgendermaßen aus:<br /> {{Klade<br /> |label1=<br /> |1={{Klade<br /> |label1=&amp;nbsp;'''Dikarya'''&lt;sup&gt;&amp;nbsp;&lt;/sup&gt;<br /> |1={{Klade<br /> |1=&amp;nbsp;[[Schlauchpilze]] (Ascomycota)<br /> |2=&amp;nbsp;[[Ständerpilze]] (Basidiomycota) <br /> }}<br /> |2=&amp;nbsp;[[Glomeromycota]]<br /> }}<br /> }}<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references&gt;<br /> &lt;ref name=&quot;Hibbett2007&quot;&gt;<br /> D.&amp;nbsp;S. Hibbett, T.&amp;nbsp;Y. James &amp; Vilgalys: ''A higher-level phylogenetic classification of the Fungi''. In: ''Mycological research'', Band 111, Nr.&amp;nbsp;5, Mai 2007; S.&amp;nbsp;509–547. Epub 2007 13. März 2007. {{DOI|10.1016/j.mycres.2007.03.004}}, [https://www2.clarku.edu/faculty/dhibbett/AFTOL/documents/Hibbett_et_al_AFTOL_class_2007.pdf (PDF; 1,27 MB)]<br /> &lt;/ref&gt;<br /> &lt;/references&gt;<br /> <br /> [[Kategorie:Pilze]]<br /> [[Kategorie:Fungi]]</div> Immanuelle