https://de.wikipedia.org/w/api.php?action=feedcontributions&feedformat=atom&user=Docdrum Wikipedia - Benutzerbeiträge [de] 2026-02-23T01:35:33Z Benutzerbeiträge MediaWiki 1.46.0-wmf.16 https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Vertragsrecht&diff=92522183 Vertragsrecht 2011-08-16T14:49:48Z <p>Docdrum: /* Drohung und Zwang */ typos</p> <hr /> <div>Unter dem Terminus '''Vertragsrecht''' werden diejenigen Regeln zusammengefasst, die das Zustandekommen und die Wirkungen von [[Vertrag|Verträgen]] regeln.<br /> <br /> == Rechtsfamilien ==<br /> === Deutscher Rechtskreis ===<br /> : [[Datei:Hauptartikel.svg|15px]] [[Allgemeiner Teil des Bürgerlichen Rechts (Deutschland)]], [[Schuldrecht (Deutschland)]]<br /> : [[Datei:Hauptartikel.svg|15px]] [[Schuldrecht (Österreich)]]<br /> : [[Datei:Hauptartikel.svg|15px]] [[Obligationenrecht (Schweiz)]]<br /> <br /> Das deutsche Bürgerliche Gesetzbuch kennt keinen eigenen Abschnitt über Verträge. In kühler Abstraktion wird der Vertrag lediglich im ersten Buch, dem allgemeinen Teil, als spezieller Unterfall der allgemeinen Kategorie ''[[Rechtsgeschäft]]'' behandelt, im zweiten Buch als Schuldverhältnis.<br /> <br /> === Romanischer Rechtskreis ===<br /> : [[Datei:Hauptartikel.svg|15px]] [[Schuldrecht (Frankreich)]]<br /> <br /> === Common Law ===<br /> : [[Datei:Hauptartikel.svg|15px]] [[Contract law (England und Wales)]]<br /> <br /> === China und Japan ===<br /> China und Japan teilen, bei allen Unterschieden, die eine Verbindung zu einem eigenen Rechtskreis verbieten, ein über Jahrhunderte gewachsenes ähnliches kulturelles und geistesgeschichtliches Fundament. Der konfuzianischen Tradition beider Länder entstammt eine gemeinsame Abneigung gegen vor staatlichen Gerichten einzuklagendes Recht. Viele, dem westlichen Juristen unverzichtbar scheinende Teilungen wie Recht und Moral, Verwaltung und Justiz, Öffentliches, Straf- und Privatrecht, Recht und Pflicht, materielles und Prozessrecht waren im China der [[Qing-Dynastie]] und dem [[Tokugawa]]-Japan unbekannt. Die jeweiligen Zentralregierungen beschränkten sich auf die Aufgaben der Verwaltung und sahen die Schlichtung von Streitigkeiten einzelner Personen durch Bereitstellung von Gerichten nicht als ihre Aufgabe an. Subjekte der staatlichen Verwaltung waren nicht einzelne Individuen, sondern die jeweiligen Dorf- oder Familienoberhäupter. Entsprechend diesem sozio-kulterellen Umfeld ist das westliche Rechtsinstitut ''Vertrag,'' als eine zwischen Individuen geschlossene, vor Gerichten einklagbare und durchsetzbare Vereinbarung, in China und Japan vor 1900 unbekannt.&lt;ref name=&quot;IECL-VII-6-2&quot;&gt;{{Literatur | Autor=D.F. Henderson und P.M. Torbert | Titel=Traditional Contract Law in China and Japan | Herausgeber=[[Arthur T. von Mehren]] | Sammelwerk=[[International Encyclopedia of Comparative Law]] | Band=VII Contracts in General | Verlag=Mohr Siebeck | Ort=Tübingen | Jahr=2008 | ISBN= | Kapitel=6. Contract in the Far East—China and Japan | Seiten=6–2 bis 6–40 }}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> ==== Japan zur Tokugawa-Zeit ====<br /> Unter dem Shogunat der Tokugawa-Familie (1603 bis 1867) entstand in Japan eine streng ständisch-feudale Gesellschaft. Der unterste Stand war der der Kaufleute. Über ihnen standen Handwerker, Bauern und Krieger. Kleinste Einheit waren die etwa 150.000 [[mura]]. Etwa 85 % der 30 Millionen Einwohner siedelten in Mura. Ihnen war ein großer Spielraum bei der Gestaltung ihrer inneren Angelegenheiten eröffnet, solange sie ihre Steuern zahlten und Dienste leisteten. Die räumlische und soziale Mobilität war äußerst gering. Die Funktion von Verträgen innerhalb dieser Mura wurde durch Vereinbarungen übernommen, deren Einhaltung durch soziale Kontrolle und im schlimmsten Fälle Ausschluss aus der Gemeinschaft gewährleistet wurde.&lt;ref name=&quot;IECL-VII-6-2&quot;/&gt;<br /> <br /> In den Burgstädten, die Sitz der jeweiligen [[Shogun]] oder [[Daimyo]] waren, siedelten größtenteils Samurai und Händler. Es entwickelte sich eine rege Handelstätigkeit. In der Regel war diese auf Angehörige desselben Standes beschränkt. Die höhere Einwohnerzahl machte eine Überwachung durch soziale Sanktionen nur eingeschränkt möglich, die geschlossenen Vereinbarungen waren komplexer. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts schlossen sich Kaufleute zu Gilden zusammen, die die Durchsetzung von Vereinbarungen effizient durch informelle Übereinkünfte ermöglichten.&lt;ref name=&quot;IECL-VII-6-2&quot;/&gt;<br /> <br /> In den seltenen Fällen, in denen die jeweiligen sozialen Verbünde einen Konflikt nicht konsensual beilegen konnten, konnte die Shogunatsverwaltung eingreifen. Darin ist kein Anspruch des Einzelnen auf Rechtsschutz zu sehen, sondern vielmehr ein Akt der Gnade zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Friedens. Die Beamten agierten dabei weniger als Richter denn als Mediator mit dem Ziel einer einvernehmlichen Lösung. Ein Überprüfung dieser Mediation im Sinne einer Berufung gab es nicht.&lt;ref name=&quot;IECL-VII-6-2&quot;/&gt;<br /> <br /> ==== Modernes chinesisches Vertragsrecht ====<br /> Die Entwicklung des modernen chinesischen Vertragsrecht kann deutlich in zwei Phasen eingeteilt werden: Eine erste von 1949 bis 1978 und eine zweite seit 1979. Die chinesische Wirtschaft befand sich 1949 in desolatem Zustand. Der Bürgerkrieg hatte das Land in mehrere regionale Einheiten gespalten. Daneben bestanden verschiedene wirtschaftliche Sektoren, die sich durch den Anteil des staatlichen Eigentums bzw. staatlicher Intervention unterschieden. Zur Wiederherstellung eines einheitlichen nationalen Wirtschaftsraums und der Verknüpfung des sozialistischen mit dem privaten Sektor wurde innerhalb Chinas zunächst freier Handel zugelassen. Wichtiger Schritt in der ersten Phase war der Erlass einer ''Vorläufigen Methode für Vertragsschlüsse zwischen Behörden, Staatsunternehmen und Kooperativen.'' Ihre Anwendbarkeit beschränkte sich somit auf den sozialisten Sektor der Wirtschaft. Die wichtigsten Regelungsinhalte waren:<br /> * Zwischen Staatsorganen, staatseigenen Unternehmen und Genossenschaften mussten schriftliche Verträge über alle Rechtsgeschäfte von gewisser Relevanz abgeschlossen werden, soweit sie nicht unmittelbar durchgeführt wurden.<br /> * Verträge konnten nur zwischen juristischen Personen und nicht zwischen Individuen geschlossen werden.<br /> * Alle Zahlungen mussten durch Banken der Partei abgewickelt werden.<br /> * Für Darlehen mussten entweder dingliche Sicherheiten geboten werden oder die vorgesetzte Behörde musste für die Rückzahlung bürgen. In letzterem Fall überwachte die vorgesetzte Behörde die Durchführung des Vertrages.<br /> * Bei Vertragsverletzung haften Schuldner und Bürge gemeinsam auf Schadensersatz.<br /> * Jeder Vertragsschluss musste der vorgesetzten Behörde gemeldet werden.<br /> * Streitigkeiten aus Verträgen wurden von der vorgesetzten Behörde geschlichtet. Scheiterte die Schlichtung konnte vor dem [[Oberster Volksgerichtshof der Volksrepublik China|Volksgerichtshof]] geklagt werden.&lt;ref name=&quot;IECL-VII-6-43&quot;&gt;{{Literatur | Autor=Xie Huaishi | Titel=The Contract Law of Modern China | Herausgeber=[[Arthur T. von Mehren]] | Sammelwerk=[[International Encyclopedia of Comparative Law]] | Band=VII Contracts in General | Verlag=Mohr Siebeck | Ort=Tübingen | Jahr=2008 | ISBN= | Kapitel=6. Contract in the Far East—China and Japan | Seiten=6–43 bis 6–75}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Verträge blieben in den 50er und 60er Jahren hauptsächlich Mittel staatlicher Wirtschaftsplanung und wurden durch Formulare geschlossen, in denen nur noch Namen, Mengen und Termine einzutragen waren. Das Wirtschaftsvertragsgesetz von 1981 ließ demgegenüber Vertragsfreiheit in gewissem Umfang zu. Auch dieses Gesetz galt jedoch nur für Verträge zwischen staatlichen Unternehmen. Für rechtliche Teilgebite folgten in den Jahren 1985 und 1987 das Außenwirtschaftsvertragsgesetz und das Technikvertragsgesetz. Die ''Allgemeinen Grundsätze des Zivilrechts'' stellten 1986 den ersten Versuch, das Vertragsrecht auf eine breitere und systematischere Grundlage zu stellen. Das Nebeneinander verschiedener Gesetze, zahlreiche Ausführungsbestimmungen und über 50 Weisungen des Volksgerichtshofs führten jedoch zu großer Rechtsunsicherheit und zahlreichen Lücken – einfachste Grundlagen wie [[Angebot und Annahme]] oder die Aufrechnung blieben ungeregelt; gesetzgebungstechnisch wurden vage Formulierungen bevorzugt, um im Zweifel eine der Partei günstige Auslegung zu sichern. Mit dem langfristigen Ziel der Erarbeitung eines Zivilgesetzbuches begann im Oktober 1993 die Rechtsarbeitskommission des Nationalen Volkskongresses die Arbeiten zu einem einheitlichen und umfassenden Vertragsrecht. 1999 trat schließlich das Vertragsgesetz in Kraft. In Gesetzgebungstechnik und Inhalt stütz es sich in weiten Teilen auf das das deutsche BGB.<br /> <br /> == Rechtsvergleichende Analyse ==<br /> === Vertragsfreiheit ===<br /> In fast allen modernen Privatrechtskodifikationen wie auch in den Regeln des ''common law'' gilt der Grundsatz, dass als bindend anzuerkennen ist, was die Parteien vereinbart haben. Es gilt der Grundsatz der [[Vertragsfreiheit]]. Exemplarisch ist etwa die Formulierung des schweizerischen [[Obligationenrecht]]<br /> {{Zitat|Der Inhalt des Vertrages kann innerhalb der Schranken des Gesetzes beliebig festgestellt werden.|Art. 19 Abs. 1 OR}}<br /> Ähnlich pathetisch ist auch im berühmten Art. 1134 des französischen Code civil formuliert:<br /> {{Zitat-fr|Les conventions légalement formées tiennent lieu de loi à ceux qui les ont faites}}<br /> Die Begründungen für diesen Grundsatz lassen im Groben in zwei Lager einteilen: eine [[Naturrecht|naturrechtliche]] und eine [[Utilitarismus|utilitaristische]]. Eingeschränkt werden musste dieser Grundsatz freilich in denjenigen Fällen, in denen einer der Kontrahenten nicht die notwendige Urteilsfähigkeit besaß, die Folgen des Vertrages abzuschätzen, das heißt dann, wenn er nicht [[Geschäftsfähigkeit|geschäftsfähig]] war; ferner in den Fällen, bei denen der Vertragspartner das Geschäft nur durch Täuschung oder Drohung zum Abschluss bringen konnte. Diesen Fällen rein ''prozeduraler'' Unwirksamkeit wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts auch Fälle beigesellt, bei denen der Vertrag aus ''inhaltlichen'' Gründen nicht als wirksam erachtet werden sollte: So wurde der Grundsatz der Vertragsfreiheit etwa durch Regelungen über [[Allgemeine Geschäftsbedingungen]] und im Besonderen durch Maßnahmen der Sozialgesetzgebung im Bereich des Arbeits- und Wohnraummietrechts eingeschränkt.<br /> <br /> === Zustandekommen von Verträgen ===<br /> In allen entwickelten Rechtssystemen kommen Verträge durch [[Angebot und Annahme]] zustande.<br /> <br /> ==== Bindungswirkung der Offerte ====<br /> Für die Bindungswirkung der Offerte haben sich weltweit drei Lösungen herausgebildet. Das anglo-amerikanische Recht misst der Offerte die geringste Bindung bei: Sie ist grundsätzlich frei widerruflich, selbst dann, wenn er sich innerhalb einer Frist für gebunden erklärt hat. Konstruktiv wird dies damit gerechtfertigt, dass für das ''common law'' für jegliche Bindung eine [[consideration]] fordert, der Adressat einer Offerte für eine Bindung jedoch keine ''consideration'' erbracht hat. Im Grundsatz gilt diese Regelung auch im romanischen Rechtskreis, wurde jedoch durch die Rechtsprechung insoweit eingeschränkt, als dem Adressaten ein Schadensersatzanspruch zusteht, wenn der Offerent sich innerhalb einer Frist für gebunden erklärt hat. Das deutsche BGB hält den Offerenten nach § 145 BGB für gebunden: Ein Widerruf ist, zumindest innerhalb angemessener Frist, ohne jegliche Wirkung; ähnliches gilt auch für die übrigen Länder des deutschen Rechtskreises, wie der Schweiz, Österreich, Portugal und Griechenland.<br /> <br /> Die Vereinheitlichung auf internationaler Eben gestaltete sich aufgrund der stark divergierenden Lösungen schwierig. Für die CISG gelang ein Kompromiss, der der deutschen Lösung recht nahe kommt: Die Offerte ist zwar grundsätzlich frei widerruflich, jedoch enthält Art. 16 Abs. 2 CISG Ausnahmen, die die praktisch wichtigsten Fälle hiervon ausnehmen und eine Bindung an die Offerte statuieren.<br /> <br /> ==== Stellvertretung ====<br /> Dem römischen Recht war das Konzept der Stellvertretung nicht bekannt. Sie ist seit dem 17. Jahrhundert als Produkt wirtschaftlicher Notwendigkeit in einer modernen arbeitsteiligen Gesellschaft entstanden. „Ursprünglich gibt es nirgends direkte Stellvertretung. Sie ist ein juristisches Wunder.“&lt;ref&gt;{{Literatur | Autor=[[Ernst Rabel]] | Titel=Die Stellvertretung in den hellenistischen Rechten und in Rom (1934) | Herausgeber=Hans Julius Wolf | Sammelwerk=Gesammelte Aufsätze | Band=IV | Verlag=Mohr Siebeck | Ort=Tübingen | Jahr=1971 | ISBN=978-3166304229}}&lt;/ref&gt; Ausgangspunkt für die moderne Lehre von der Stellvertretung die naturrechtliche Vorstellung der Parteiautonomie durch [[Hugo Grotius]] und [[Christian Wolff (Philosoph)|Christian Wolff]]. Über [[Robert Joseph Pothier]] kam die Stellvertretung schließlich in den Code civil, dessen Art. 1984 den Auftrag wie folgt definiert:<br /> <br /> {{Zitat-fr|Le mandat ou procuration est un acte par lequel une personne donne à une autre le pouvoir de faire quelque chose pour le mandant et en son nom.}}<br /> <br /> Der Code civil trennt dabei nicht zwischen dem zugrunde liegenden Schuldverhältnis (dem ''mandat'' – ‚Auftrag‘) und Befugnis zur Vertretung, d.h. der Vollmacht. Auch das österreichische ABGB ordnet die Bevollmächtigung den vertraglichen Schuldverhältnissen zu. Die Vollmacht ist hier mit dem Auftrag letztlich identisch. Einen Unterschied zwischen beiden behauptete erst [[Rudolf von Jhering|von Jhering]] 1847, ihre abstrakte Wirksamkeit [[Paul Laband|Laband]].<br /> <br /> ==== Drohung und Zwang ====<br /> Alle kontinentalen Rechtsordnungen kennen neben Irrtum und Täuschung die Drohung als Nichtigkeitsgrund eines Vertrages. Die Drohung wird dabei einerseits gegenüber physischem Zwang abgegrenzt, andererseits gegenüber der Ausnutzung einer bestehenden Zwangslage. Das ''common law'' im engeren Sinne zieht die Grenze dagegen anders: Erklärungen sind nur dann unter ''duress'' zustandegekommen, wenn sie durch Androhung körperlicher Gewalt oder Freiheitsberaubung herbeigeführt wurden. Eine Korrektur erfuhr diese enge Auffassung durch die Figur des ''undue influence'' bei den ''[[Equity (Recht)|equity]]''-Gerichten; auch wenn diese Figur primär auf die Ausnutzung von Vertrauenslagen zugeschnitten ist, wird sie dennoch auch auf Fälle angewandt, die nach kontinentaler Vorstellung als Drohung aufgefasst werden.<br /> <br /> Die Fälle physischen Zwangs sind unproblematisch zu entscheiden: Handlungen, die unter physischem Zwang stattfinden, sind rechtlich nicht existent. Schwieriger ist es, diejenigen Fälle der Drohung ausfindig zu machen, die einen Vertrag zu Fall bringen sollen: Die Drohung, ein Arbeitsangebot abzulehnen und für einen Konkurrenten zu arbeiten, wenn der potentielle Arbeitgeber die Gehaltsvereinbarung nicht erhöht, wird in allen Rechtsordnungen nicht als Wirksamkeitshindernis für den Vertrag aufgefasst. Es müssen also aus den Fällen der Drohung diejenigen ausgesondert werden, die rechtlich zu missbilligen sind.<br /> <br /> In den kontinentaleuropäischen Kodifikationen werden diese Fälle nur generalklauselartig umschrieben: Das deutsche BGB verlangt, dass die Drohung „widerrechtlich“ sein muss (§ 123 BGB), ebenso § 870 ABGB in Österreich, Art. 29 Abs. 1 OR in der Schweiz und Art. 3:44 Abs. 2 des niederländischen NBW. Damit werden zunächst alle Fälle erfasst, in denen das angedrohte Verhalten gegen geltendes Recht verstößt: etwa strafrechtliche Tötungs- oder Eigentumsdelikte gegen den Vertragspartner.&lt;ref&gt;{{Literatur | Autor=Konrad Zweigert und Hein Kötz | Titel=Einführung in die Rechtsvergleichung | Verlag=Mohr Siebeck | Ort=Tübingen | Jahr=1996 | Auflage=3. | Seiten=425–427}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Die klassische ökonomische Analyse des Rechts sieht den Ansatzpunkt zur Scheidung von einklagbaren und nicht einklagbaren Verträgen in der utilitaristischen Funktion des Vertrages. Als Faustformel gilt: Ist ein Versprechen der Preis dafür, durch Kooperation produktiver zu sein als ohne Kooperation, so soll es einklagbar sein. Wird das Versprechen dadurch erreicht, dass damit gedroht wird Werte zu zerstören oder unfreiwillig umzuverteilen, so soll es nicht einklagbar sein.&lt;ref&gt;{{Literatur | Autor=Robert Cooter und Thomas Ulen | Titel=Law &amp; Economics | Verlag=Addison Wesley | Ort=Boston | Jahr=2008 | Auflage=8. | ISBN=0-321-52290-7 | Seiten=281–281}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> === Vertragsverletzung ===<br /> Die erbrachte Leistung kann aus verschiedenen Gründen nicht der vertraglich vereinbarten entsprechen:<br /> * Der Schuldner kann die vereinbarte Leistung aus tatsächlichen Gründen nicht erbringen. ''Beispiel:'' Das verkaufte Auto ist durch einen Unfall zerstört.<br /> * Die vereinbarte Leistung kann zwar erbracht werden, der Schuldner erbringt sie jedoch nur mit zeitlicher Verzögerung. ''Beispiel:'' Der Bau einer Hauses wird erst drei Monate nach dem vertraglich festgelegten Zeitpunkt vollendet.<br /> * Die vereinbarte Leistung wird zwar erbracht, jedoch nicht in der vertraglich vereinbarten Qualität. ''Beispiel:'' Im erbauten Haus wurden gebrauchte Türen und Fenster verbaut.<br /> * Die vereinbarte Leistung wird erbracht, der Schuldner verletzt jedoch sonstige Pflichten, die zwar im Vertrag nicht vereinbart waren, jedoch zur Erfüllung des Vertragszwecks wesentlich sind.<br /> <br /> In all diesen Fällen stellt sich die Frage, ob der Vertrag dadurch hinfällig geworden ist, ob der Gläubiger weiterhin auf Erfüllung bestehen kann oder, ob der Gläubiger Schadensersatz fordern kann.<br /> <br /> == Literatur ==<br /> '''Einführungen'''<br /> * {{Literatur<br /> | Autor=E. Allan Farnsworth<br /> | Titel=Comparative Contract Law<br /> | Herausgeber=[[Mathias Reimann]] und [[Reinhard Zimmermann]]<br /> | Sammelwerk=Oxford Handbook of Comparative Law<br /> | Verlag=Oxford University Press<br /> | Ort=Oxford<br /> | Jahr=2008<br /> | ISBN=978-0199535453<br /> | Seiten=899–936<br /> }}<br /> <br /> '''Umfassende Darstellungen, Enzyklopädien'''<br /> * {{Literatur<br /> | Herausgeber=[[Arthur von Mehren]]<br /> | Titel=[[International Encyclopedia of Comparative Law]]<br /> | Band=VII – Contracts in General<br /> | Verlag=Mohr Siebeck<br /> | Ort=Tübingen<br /> | Jahr=<br /> | ISBN=978-9004167902<br /> }}<br /> <br /> '''Rechtskreise und Rechtsgeschichte'''<br /> * {{Literatur<br /> | Autor=[[Max Rheinstein]]<br /> | Titel=Die Struktur des vertraglichen Schuldverhältnisses im anglo-amerikanischen Recht<br /> | Verlag=Walter de Gruyter &amp; Co.<br /> | Ort=Berlin/Leipzig<br /> | Jahr=1932<br /> }}<br /> * {{Literatur<br /> | Autor=Kevin M. Teeven<br /> | Titel=A History of the Anglo-American Common Law of Contract<br /> | Verlag=Greenwood Press<br /> | Ort=New York/Westport, Ct/London<br /> | Jahr=1990<br /> | ISBN=0313261512<br /> }}<br /> <br /> '''Rechtsvergleichende Darstellungen einzelner Problemstellungen'''<br /> * {{Literatur<br /> | Autor=[[Hein Kötz]]<br /> | Titel=Europäisches Vertragsrecht<br /> | Band=Bd.1, Abschluß, Gültigkeit und Inhalt des Vertrages. Die Beteiligung Dritter am Vertrag<br /> | Verlag=Mohr Siebeck<br /> | Ort=Tübingen<br /> | Jahr=199<br /> | ISBN=978-3161465673<br /> }}<br /> * {{Literatur<br /> | Herausgeber=Rudolf B. Schlesinger et al.<br /> | Titel=Formation of Contracts: Study of the Common Core of Legal Systems<br /> | Verlag=Oceana Publ.<br /> | Ort=Dobbs Ferry, N.Y.<br /> | Jahr=1968<br /> }}<br /> * {{Literatur<br /> | Autor=Jacques H. Herbots<br /> | Titel=Interpretation of contracts<br /> | Herausgeber=Jan M. Smits<br /> | Sammelwerk=Elgar Encyclopedia of Comparative Law<br /> | Verlag=Edward Elgar<br /> | Ort=Cheltenham/Northampton, M.A.<br /> | Jahr=2006<br /> | ISBN=978-1845420130<br /> | Seiten=325–347<br /> }}<br /> * {{Literatur<br /> | Autor=Franco Ferrari<br /> | Titel=Offer and acceptance inter absentes<br /> | Herausgeber=Jan M. Smits<br /> | Sammelwerk=Elgar Encyclopedia of Comparative Law<br /> | Verlag=Edward Elgar<br /> | Ort=Cheltenham/Northampton, M.A.<br /> | Jahr=2006<br /> | ISBN=978-1845420130<br /> | Seiten=497–516<br /> }}<br /> * {{Literatur<br /> | Autor=Marco Torsello<br /> | Titel=Remedies for breach of contract<br /> | Herausgeber=Jan M. Smits<br /> | Sammelwerk=Elgar Encyclopedia of Comparative Law<br /> | Verlag=Edward Elgar<br /> | Ort=Cheltenham/Northampton, M.A.<br /> | Jahr=2006<br /> | ISBN=978-1845420130<br /> | Seiten=610–629<br /> }}<br /> <br /> '''Zur ökonomischen Analyse des Vertragsrechts'''<br /> * {{Literatur<br /> | Autor=[[Ronald Coase]]<br /> | Titel=The Problem of Social Cost<br /> | Sammelwerk=[[Journal of Law and Economics]]<br /> | Band=3<br /> | Jahr=1960<br /> | Seiten=1–44<br /> | Online=[http://www.sfu.ca/~allen/CoaseJLE1960.pdf Online]<br /> }}<br /> * {{Literatur<br /> | Autor=<br /> | Titel=Contracts<br /> | Herausgeber=[[Peter Newman]]<br /> | Sammelwerk=The new Palgrave dictionary of economics and the law<br /> | Band=I<br /> | Verlag=Palgrave<br /> | Ort=London<br /> | Jahr=1998<br /> | ISBN=0-333-67667-X<br /> }}<br /> * {{Literatur<br /> | Autor=Robert Cooter und Thomas Ulen<br /> | Titel=Law &amp; Economics<br /> | Verlag=Addison Wesley<br /> | Ort=Boston<br /> | Jahr=2008<br /> | Auflage=8.<br /> | ISBN=0-321-52290-7<br /> | Kapitel=6. An Economic Theory of Contract Law/7. Topics in the Economics of Contract Law<br /> }}<br /> * {{Literatur<br /> | Autor=[[David D. Friedman]]<br /> | Titel=Law's Order<br /> | Verlag=Princeton University Press<br /> | Ort=Princeton/Oxford<br /> | Jahr=<br /> | ISBN=978-0691090092<br /> | Kapitel=12—The Economics of Contract<br /> }}<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references /&gt;<br /> <br /> [[Kategorie:Vertragsrecht| ]]<br /> <br /> [[bg:Облигационно право]]<br /> [[lt:Sutarčių teisė]]<br /> [[no:Avtalerett]]<br /> [[uk:Договірне право]]</div> Docdrum https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Komposition_(Musik)&diff=90548677 Komposition (Musik) 2011-06-27T09:30:01Z <p>Docdrum: /* Komposition „Klassischer Musik“ */ Anführungszeichen berichtigt</p> <hr /> <div>Als '''Komposition''' ([[Latein|lat.]] „Zusammensetzung“) wird bezeichnet:<br /> # die Schöpfung, Erarbeitung und [[Urheber]]schaft eines musikalischen [[Kunstwerk]]s (''das Komponieren''), sowie<br /> # das vollendete, zur Aufführung bereitliegende Tonstück selbst, insbesondere sein musikalischer Aufbau.<br /> In der Regel ist es das Werk eines [[Komponist]]en, um es zur wiederholbaren Ausführung zu überliefern. Gegenbegriffe sind <br /> * [[mündliche Überlieferung]]: Ein Musikwerk lässt sich nicht auf eine Person zurückführen, sondern wird als Gemeinschaftsgut weitergetragen und dabei mitunter auch weiterentwickelt.<br /> * [[Improvisation]]: Musik entsteht im Spielprozess selbst und ist nicht zur wiederholten Ausführung gedacht;<br /> ** hingegen ist die [[Fantasie (Kompositionsform)|Fantasie]] eine eigene Kompositionsform<br /> * [[Interpretation (Musik)|Interpretation]]: Ein als Komposition vorliegendes Musikwerk wird von einem [[Interpretation (Musik)|Interpreten]] (Sänger, Musiker) aufgeführt.<br /> <br /> Die '''''Kompositionsform''''' kann sehr vielfältig sein. Zu den einfachen Formen zählen [[Lied]], Tanz, Marsch, [[Hymne]] usw., zu den rundläufigen Formen das [[Rondo (Musik)|Rondo]] oder der [[Kanon (Musik)|Kanon]]. Sogenannte Durchführungsformen reichen von der [[Fuge (Musik)|Fuge]] oder der Sonate über Orchesterwerke wie Konzert, [[Sinfonie]] oder Oratorium bis zu Bühnenformen wie der [[Oper]].<br /> <br /> In früheren Jahrhunderten wurde die jeweils aktuelle ''[[Kompositionslehre]]'' meist von erfahrenen Komponisten im Lehrer-Schüler-Verhältnis weitergegeben. Heute ist sie an europäischen [[Musikhochschule]]n ein zumeist zehnsemestriges Hauptstudienfach.<br /> <br /> == Komposition „Klassischer Musik“ ==<br /> <br /> [[Bild:Kdf2.jpg|right|300px|thumb|Fuge aus J. S. Bachs „Musikalischem Opfer“]]<br /> <br /> Komposition ist v.&amp;nbsp;a. der für die „[[Kunstmusik|Klassische Musik]]“ charakteristische Schaffensprozess. Er bezeichnet die Erfindung eines Musikwerkes und die Fixierung desselben durch den [[Komponist]]en. Die Festlegungen, die der Komponist trifft, sind dabei je nach [[Musikalische Parameter|Parameter]] und auch von Werk zu Werk unterschiedlich genau. In klassisch-romantischer Musik sind die Tonhöhen präzise definiert, die Tondauern und der sich damit ergebende [[Rhythmus (Musik)|Rhythmus]] sind in Relation zum Grundtempo exakt bestimmbar. Damit lassen sich diese als primäre Parameter oder Kompositionskategorien bezeichnen. [[Dynamik (Musik)|Dynamik]] und [[Artikulation (Musik)|Artikulation]] können zwar auch sehr differenziert vorgeschrieben werden, sind aber nicht wie die primären Parameter in genauen Werten in der Notenschrift darstellbar und damit sekundäre Parameter oder Kompositionskategorien. Auf diese Weise entstehende Leerstellen sind durch den Interpreten auszulegen. Dies gilt auch für das [[Tempo (Musik)|Tempo]], da es keine entsprechende absolute Tempowahrnehmung gibt, die Abweichungen von einem vorgeschriebenen Tempo (z.&amp;nbsp;B. in [[Metronom|Schlägen pro Minute]]) tatsächlich auch als Abweichung von der Komposition interpretiert, solange sich nicht der Tempoeindruck („schnell“, „mäßig“, „langsam“) ändert. In der Hand des Komponisten liegt zudem die Wahl der [[Besetzung (Musik)|Besetzung]] und die [[Instrumentation]]. Mit fortschreitender Ausdifferenzierung des sinfonischen [[Orchester]]s bekamen diese im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts zunehmend ebenfalls den Charakter einer Kompositionskategorie, wobei es sich allerdings meistens doch um einen der eigentlichen Komposition vorgelagerten (Wahl der Besetzung) oder nachgeordneten Prozess (Instrumentation) handelt.<br /> <br /> In der Konzentration des musikalischen Schaffensprozesses auf den Komponisten und damit auf ein Individuum liegt ein entscheidendes Wesensmerkmal der Klassischen Musik, das für ihre geschichtliche Entwicklung bestimmend ist. Sie ist Voraussetzung für die seit dem 19. Jahrhundert zunehmende Verehrung des Komponisten als „[[Genie]]“, für die Überlieferung eines wachsenden Kanons an „Meisterwerken“ und schließlich für die immer striktere Trennung und Spezialisierung von Komponist und Interpret.<br /> <br /> Paradoxerweise führten aber gerade diese Entwicklungen im 20. Jahrhundert zu einer abnehmenden Bedeutung des Komponisten gegenüber dem Interpreten, da dieser auf den Kanon an allgemein anerkannten „Meisterwerken“ zurückgreifen kann, zu denen der zeitgenössische Komponist in Konkurrenz treten muss. „Klassische Musik“ bedeutete damit zunehmend die Wandlung von historisch überlieferter Musik in ein aktuelles Musikgeschehen und der Interpret wurde ihr eigentlicher Träger. Die Komponisten fanden ihre Nischen nur noch im sich vom historischen Material immer weiter unterscheidenden Experiment (die auch die o.&amp;nbsp;g. Merkmale des „Komponierens“ betrafen und gelegentlich in Frage stellten), waren damit aber in spezialisierte Konzertreihen und Festivals abgedrängt. Als Folge davon hat sich auch das Publikum in Hörer „Klassischer“ und „[[Neue Musik|Neuer Musik]]“ aufgespalten (vgl. [[Geschichte der Musik|Musikgeschichte]]). Da die Schallaufzeichnung wiederum einen „Kanon“ an „Meisterinterpretationen“ überlieferbar macht, sehen sich die Interpreten heute in einer den Komponisten vergleichbaren Situation, welche die gesamte „Klassische Musik“ in eine Stagnation führt, von der fraglich ist, ob sie sich daraus befreien kann.<br /> <br /> == Komposition in Jazz und Rockmusik ==<br /> <br /> Außerhalb der „klassischen Musik“ sind Komposition und Komponist von vergleichsweise geringerer Bedeutung, da hier zahlreiche traditionelle Aufgaben des Komponisten arbeitsteilig erledigt werden. So wird im [[Jazz]] in der Regel als Komposition lediglich die Melodie und das harmonische Grundgerüst eines Stückes bezeichnet, während am hörbaren Endergebnis das [[Arrangement]] und die [[Improvisation]] einen ebenfalls bedeutenden Anteil hat (eine Konstellation, wie sie in der europäischen Kunstmusik bis in die Mitte des Barockzeitalters vorkommen konnte). Bedeutende Komponisten des Jazz wie [[Duke Ellington]], [[Miles Davis]] oder [[Wayne Shorter]] stehen entsprechend in ihrem eigenen Schatten als ausübende Musiker. So wird im Gegensatz zur klassischen Musik die geschichtliche Entwicklung des Jazz auch von ausübenden Musikern und nicht von Komponisten geprägt.<br /> <br /> In der [[Rockmusik]] sind Komposition, Arrangement und Aufführung ein in der Regel kollektiver, nie ganz in seine Einzelheiten aufschlüsselbarer Prozess, dessen Ergebnis auch nur zur Darbietung durch ihre Urheber gedacht ist und nicht zur Überlieferung an andere Interpreten, die es im „klassischen“ Sinne daher hier auch nicht gibt. Oft werden in diesem Fall Noten nur in reduzierter Form oder gar nicht mehr benötigt, vor allem, wenn eng mit Studioaufnahmen gearbeitet wird, was die klassische [[Notation]] überflüssig machen kann.<br /> <br /> Der unterschiedliche Stellenwert des Komponierens in „U“- und „E“-Musik führt bisweilen zu uneinheitlichen Maßstäben im wertschätzenden [[Ästhetik|ästhetischen]] Vergleich.<br /> <br /> == Siehe auch ==<br /> *[[Musikästhetik]]<br /> *[[Improvisation (Musik)]]<br /> *[[Centonisation]]<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> {{Commonscat|Compositions}}<br /> <br /> [[Kategorie:Arrangement und Instrumentation| ]] <br /> [[Kategorie:Musikalisches Werk|!]]<br /> <br /> [[ca:Composició musical]]<br /> [[da:Komposition]]<br /> [[en:Musical composition]]<br /> [[eo:Komponado (muziko)]]<br /> [[es:Composición musical]]<br /> [[fi:Sävellys]]<br /> [[fr:Composition musicale]]<br /> [[fy:Komposysje]]<br /> [[he:יצירה מוזיקלית]]<br /> [[hr:Kompozicija (glazba)]]<br /> [[id:Komposisi musik]]<br /> [[it:Composizione musicale]]<br /> [[ja:作曲]]<br /> [[lv:Skaņdarbs]]<br /> [[nl:Compositie (muziek)]]<br /> [[no:Komposisjon]]<br /> [[pl:Kompozycja (muzyka)]]<br /> [[pt:Composição musical]]<br /> [[ru:Композиция (музыка)]]<br /> [[sh:Kompozicija (muzika)]]<br /> [[simple:Composition (music)]]<br /> [[sk:Hudobné dielo]]<br /> [[sl:Glasbena kompozicija]]<br /> [[sv:Komposition]]<br /> [[tr:Beste]]<br /> [[yi:מוזיקאלישע קאמפאזיציע]]</div> Docdrum https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Tor_(Felsformation)&diff=129620888 Tor (Felsformation) 2011-05-23T13:10:38Z <p>Docdrum: /* Name */ Moved inselberg-link to first occurrence</p> <hr /> <div>{{About|a geological formation}}<br /> <br /> {{refimprove|date=November 2006}}<br /> [[Image:Hawk's Tor.jpg|thumb|right|300px|Hawk's Tor, on [[Bodmin Moor]]]]<br /> A '''tor''' is a [[rock (geology)|rock]] outcrop formed by [[weathering]], usually found on or near the summit of a [[hill]]. In the [[South West England|South West of England]], where the term originated, it is also a word used for the hills themselves – particularly the high points of [[Dartmoor]] in [[Devon]] and [[Bodmin Moor]] in [[Cornwall]].<br /> <br /> ==Name==<br /> [[Image:Tors on Colonels Mountain NB Canada2.jpg|thumb|right|Mushroom-shaped tors on [[Colonels Mountain (New Brunswick)]], Canada (IR Walker 1986)]]<br /> <br /> The word 'tor' is also used in southern [[Wales]], particularly on the rocky coastlines such as the [[Vale of Glamorgan]] and the [[Gower Peninsula]]; on the Gower one of the sandy beaches near [[Oxwich Bay]] is called &quot;Tor Bay&quot; because the beach is framed by a huge outcrop of [[carboniferous limestone]]. ''Tor'' ([[Cornish language|Cornish]] ''tor'', [[Old Welsh]] ''twrr'', [[Modern Welsh]] ''tŵr'', [[Scottish Gaelic|Scots Gaelic]] ''tòrr'', meaning ''hill''&lt;ref name=Crossing&gt;Crossing's Guide to Dartmoor, 1912 Edition, 1965 Reprint (David &amp; Charles, Newton Abbott)&lt;/ref&gt;) is notable for being one among a mere handful of [[Celtic languages|Celtic]] loanwords to be borrowed into vernacular [[English language|English]] before the modern era &amp;ndash; such borrowings are mainly words of a geographic or [[Topography|topographical]] nature, also including crag (from the [[Welsh language|Welsh]] word ''craig'', meaning &quot;rock&quot;) and &quot;avon&quot; (from the [[Welsh language|Welsh]] word ''afon'', meaning &quot;river&quot;).<br /> <br /> Tors are composed usually of [[granite]] or [[metamorphic rock]]s. Tors can also be found around any previously erupted volcanoes (although [[Devonian]] and [[Carboniferous]] outcrops are also found), though occasionally of other hard rocks such as [[quartzite]], and are the result of millions of years of [[weathering]]. In prehistoric times, when the land was covered in forest, rain water seeped into the ground and gradually weathered the bedrock through its natural cracks, or joints. Once the land became exposed, the weathering was accelerated, particularly during the [[Ice age]] when freezing water expanded in the cracks. The result can be seen today in dramatic rock formations.<br /> <br /> Weathering has also given rise to circular &quot;rock basins'&quot; formed by the accumulation of water and the repeated freezing and thawing – a fine example is to be found at [[Kes Tor]] on Dartmoor.<br /> <br /> As the weathering of the tors continues, the rock is broken down into ever smaller sizes. Many hillsides are covered with loose rocks, known as clitter, which have provided ready building materials for thousands of years. Eventually the granite is weathered down to a level equivalent to sandy [[gravel]], known as growan, which consists of individual crystals.<br /> <br /> The most distinctive granite landform in temperate countries is the tor and in tropical regions, the [[Monadnock|inselbergs]]. Both suggest the removal of material by [[solifluction]] and hence lead to the opinion that tors and inselbergs are relict features.<br /> <br /> ==Tors on Dartmoor==<br /> [[File:Saddle tor to Hey tor pano.jpg|Panorama of some of Dartmoor's tors in the snow|left|thumb]]<br /> Dartmoor represents one of the largest areas of exposed granite in the [[United Kingdom]], covering an area of 368 square miles (954 square kilometres).&lt;ref&gt;[http://www.dartmoor-npa.gov.uk/index/aboutus.htm Dartmoor National Park Authority website, retrieved 12 October 2008]&lt;/ref&gt; It is part of a chain of granite stretching through Cornwall, as far as the [[Isles of Scilly]].<br /> <br /> Some of the more durable granite survived to form the rocky crowns of Dartmoor tors. One of the best known is at [[Haytor]], on the eastern part of the moor, whose granite is of unusually fine quality and was quarried during the 19th and early 20th centuries. Its stone was used to construct the pillars outside the [[British Museum]] in [[London]], and to build [[London Bridge]] (now in [[Arizona]]). The last granite to be quarried there was used to build [[Exeter]] War Memorial in 1919.<br /> <br /> [[Ten Tors]] is an annual weekend [[hiking|hike]] on Dartmoor.<br /> <br /> For a list of Dartmoor's tors see [[List of Dartmoor tors and hills]].<br /> <br /> [[Image:Higger Tor 14-04-06.jpg|right|thumb|Higger Tor in the [[Peak District]].]]<br /> <br /> ==Other tors==<br /> ===United Kingdom===<br /> *Back Tor, [[Derwent Edge]] (538m)<br /> *Dovestone Tor, Derwent Edge (505m)<br /> *[[Glastonbury Tor]]<br /> *Great Tor, Bamford, [[Peak District]]<br /> *Howshaw Tor, overlooking [[Sheffield]]<br /> *Ladybower Tor, [[Upper Derwent Valley]]<br /> *Low tor<br /> *[[Mam Tor]] (517m)<br /> *[[Shining Tor]]<br /> *[[Stiperstones]], [[Shropshire Hills]]<br /> *[[Over Owler Tor]] (375m)<br /> *[[Higger Tor]] (384m)<br /> *Whinstone Lee Tor<br /> *White Tor, Derwent Moors (487m)<br /> *The Barns of Bynack, Granite tors on [[Bynack More]] in the [[Cairngorms]]<br /> *The Salt Cellar, Gritstone tor on [[Derwent Edge]] in the [[Peak District]]<br /> * Tor Heard, [[Long Whatton]]<br /> * Tor Raynor [[Broomhill, Sheffield]]<br /> <br /> === Germany ===<br /> [[File:Externsteine pano.jpg|thumb|Externsteine, Germany]]<br /> *[[Externsteine]] in the [[Teutoburg Forest]], [[North Rhine-Westphalia]]<br /> *[[Greifensteine]] in the [[Erzgebirge|Ore Mountains]] of [[Saxony]]<br /> *[[Großer Waldstein]] in the [[Fichtelgebirge]] mountains of [[Bavaria]]<br /> *[[Heinrichshöhe]] in the [[Harz mountains]] of central Germany<br /> *[[Hohneklippen]] in the [[Harz mountains]] of central Germany<br /> *[[Wolfenstein (rock)|Wolfenstein]] in [[Bavaria]]<br /> <br /> ===North America===<br /> * Angel Rocks north of [[Fairbanks, Alaska]], USA<br /> * Granite Tors north of [[Fairbanks, Alaska]], USA<br /> * [[Elephant Rocks State Park|Elephant Rocks]] in [[Missouri]]<br /> * [[High Tor]] in [[New York]]<br /> * [[Apache Leap Formation]] in [[Superior, Arizona]]<br /> <br /> ===Africa===<br /> [[Image:Kit-Mikayi.JPG|thumb|right|[[Kit-Mikayi]], a celebrated tor near [[Kisumu]], [[Kenya]]]]<br /> * [[Kit-Mikayi]], Kenya<br /> <br /> ==See also==<br /> *[[List of peaks of the Peak District]]<br /> *The book [[Red Shift (novel)]] the Mow Cop Tor at the centre of its plot.<br /> <br /> ==Notes==<br /> {{commonscat|Tors}}<br /> {{reflist}}<br /> <br /> [[Category:Dartmoor]]<br /> [[Category:Geography of Derbyshire]]<br /> [[Category:Geography of Cornwall]]<br /> [[Category:Geography of Devon]]<br /> [[Category:Geology of England]]<br /> [[Category:West Country]]<br /> [[Category:Geology of Derbyshire]]<br /> [[Category:Geology of Cornwall]]<br /> [[Category:Geology of Devon]]<br /> <br /> [[bn:টর]]<br /> [[cy:Tor]]<br /> [[es:Tor (geomorfología)]]<br /> [[gl:Tor (xeomorfoloxía)]]<br /> [[it:Tor (geologia)]]<br /> [[nl:Tor (landvorm)]]<br /> [[pl:Tor (geomorfologia)]]<br /> [[simple:Tor]]</div> Docdrum https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nuklearkatastrophe_von_Fukushima&diff=87568376 Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011-04-11T09:40:53Z <p>Docdrum: /* Japanische Gesellschaft */ typo</p> <hr /> <div>Die '''Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi''' sind eine Reihe von schweren Unfällen und Störfällen im nordost-japanischen [[Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi]] (''Fukushima I''), die am {{FormatDate|2011-03-11}} um 15:42 Uhr nach dem Eintreffen des vom [[Tōhoku-Erdbeben]] ausgelösten [[Tsunami]] begann.<br /> <br /> == Hergang ==<br /> [[Datei:Fukushima I by Digital Globe 2.jpg|miniatur|hochkant=1.4|Satellitenfoto der Reaktorblöcke 1 bis 4 (von rechts nach links) am 16. März 2011 nach mehreren Explosionen und Bränden.]]<br /> {{Siehe auch|Chronologie der Katastrophe in Japan von 2011}}<br /> <br /> Mit Beginn des Erdbebens wurden die Reaktorblöcke 1 bis 3 des Kernkraftwerks [[Reaktorschnellabschaltung|schnellabgeschaltet]]; die Blöcke 4 bis 6 waren außer Betrieb. Durch Erdbeben und Tsunami fiel nach und nach die gesamte Stromversorgung aus; damit versagten auch alle Kühlsysteme. Es kam zur übermäßigen Erhitzung der [[Reaktorkern]]e 1 bis 3 und sämtlicher [[Abklingbecken]] sowie zur Beschädigung von [[Brennelement]]en. Es folgten mehrere Explosionen – vermutlich [[Knallgas|Wasserstoffexplosionen]] – und Brände, durch die die Reaktorgebäude 1 bis 4 erheblich beschädigt wurden. In mehreren Reaktorblöcken kam es wahrscheinlich zu einer [[Kernschmelze#Partielle Kernschmelzen|teilweisen Kernschmelze]]. Radioaktive Partikel wurden in großem Ausmaß freigesetzt und verbreitet. Acht Menschen starben durch das Erdbeben und die erste Explosion.<br /> <br /> [[Datei:110326-F-VJ538-161.jpg|miniatur|Mitarbeiter der japanischen Streitkräfte und der US Navy bei der Arbeit in Fukushima I]]<br /> Die Rettungskräfte konnten aufgrund der mechanischen Schäden nur verzögert und nur mit unzureichender Ausrüstung und mangelhafter Stromversorgung eingreifen. Mit unkonventionellen Maßnahmen wie dem Einspritzen von Meerwasser in die Reaktoren und der Kühlung von Abklingbecken mit [[Wasserwerfer]]n und [[Betonpumpe]]n wurde eine weitere Eskalation verhindert. Die Rettungskräfte sind dabei erheblichen Gefahren durch [[Trauma (Medizin)|mechanische Unfälle]] und [[ionisierende Strahlung]] ausgesetzt. Mindestens 21 Personen erhielten gefährliche [[Dosis#Strahlenschutz|Strahlungsdosen]], weitere erlitten Verletzungen. <br /> <br /> Bereits am Tag des Bebens hatte die Regierung einen nationalen nuklearen [[Notstand]] ausgerufen. In den nachfolgenden zwei Wochen wurden weit mehr als hunderttausend Anwohner aus einem schrittweise bis auf 20 Kilometer erweiterten Umkreis [[Evakuierung|evakuiert]], und ein [[Luftsperrgebiet]] wurde eingerichtet. Eine Reihe von Staaten empfahl ihren in Japan weilenden Bürgern, auch das weitere Umfeld (80 Kilometer) zu verlassen; die japanische Regierung empfahl dies später für einen Umkreis von 30 Kilometern. In Leitungswasser und landwirtschaftlichen Erzeugnissen der Umgebung bis in benachbarte [[Präfekturen Japans|Präfekturen]] wurden stark erhöhte Konzentrationen von radioaktivem [[Iod]] und [[Caesium]] festgestellt; daher wurde vor dem Genuss von Leitungswasser und frisch geernteten Lebensmitteln gewarnt. Die Suche nach Tsunami-Opfern wurde durch die Strahlungsrisiken behindert.<br /> <br /> Während die Strahlenbelastung auf dem Festland in der zweiten Märzhälfte wieder nachließ, nahm die Kontamination des Meerwassers in der Umgebung des Kraftwerks zu und wurde zu einer Gefahr für das ozeanische Leben und die Fischerei. Durch Errichtung von Stahlwänden und aufgeschütteten Wällen soll das Meer geschützt werden.<br /> <br /> Verschiedene Atomaufsichtsbehörden stuften die Ereignisse auf der [[Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse|Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse]] als „ernsten Unfall“ (Stufe 5) oder „schweren Unfall“ (Stufe 6) ein und blieben damit bisher unterhalb der höchstmöglichen Einstufung als „katastrophaler Unfall“ (Stufe 7). In den Medien wird das Gesamtgeschehen jedoch häufig als [[Katastrophe]] bezeichnet.<br /> <br /> Nach dem Willen der japanischen Regierung soll das Kraftwerk Fukushima-Daiichi ganz aufgegeben werden.&lt;ref name=kyodo-stilllegung&gt;{{cite web| url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79802.html| title=Fukushima nuclear plant to be decommissioned: Gov't| publisher=Kyodo News| date=2011-03-20|accessdate=2011-03-21| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xq3pu2OT |archivedate=2011-04-10| language=englisch}}&lt;/ref&gt; Über das Schicksal der noch funktionsfähigen Reaktorblöcke 5 und 6 wurde aber noch nicht endgültig entschieden.&lt;ref&gt;{{cite web| url=http://stretchingminds.wordpress.com/2011/03/30/japanese-operator-says-it-will-scrap-four-reactors-at-plant/| title=Japanese Operator Says It Will Scrap Four Reactors at Plant| publisher=worldpress.com (ursprünglich [http://www.webcitation.org/5xntfm49X hier] aus der New York Times, aber dort nur noch in überarbeiteter Form verfügbar)| author=David Jolly|date=2011-03-30| accessdate=2011-04-10| http://www.webcitation.org/5xq4uQovu| language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Die Unfälle haben Auswirkungen auf laufende und geplante Kernenergieprogramme in Japan und anderen Staaten.<br /> <br /> == Informationsquellen ==<br /> Der Großteil der verfügbaren Informationen über die Vorgänge auf dem Kraftwerksgelände stammt direkt oder indirekt von der Betreibergesellschaft [[Tokyo Electric Power Company]] (Tepco). Tepco meldet wichtige Ereignisse und Messdaten an die [[japanische Atomaufsichtsbehörde]] (NISA) und das [[Japan Atomic Industrial Forum|Japanische Atomindustrie-Forum]] (JAIF), die beide mehrfach täglich auf ihrer Website darüber berichten, sowohl in Japanisch als auch in englischer Übersetzung Außerdem veröffentlicht Tepco einzelne, ausgewählte Informationen direkt auf der Firmenwebsite – manche davon nur auf Japanisch, manche auch zeitverzögert in Englisch – und berichtet darüber in regelmäßig abgehaltenen Pressekonferenzen.<br /> <br /> Auch Regierungssprecher [[Yukio Edano]] erläutert die Lage regelmäßig der Presse. Die japanische Regierung ist am Krisenstab in der Tepco-Firmenzentrale beteiligt und führt über die NISA auch eigene Messungen vor Ort durch. Den Krisenstab ließ Premierminister [[Naoto Kan]] am {{FormatDate|2011-03-15}} einrichten, weil er mit der Informationspolitik und dem Krisenmanagement Tepcos unzufrieden war.&lt;ref name=standard-2011-03-16&gt;{{cite web |url=http://derstandard.at/1297820453277/AKW-Betreiber-in-Fukushima-Tepco-oder-zwei-Jahrzehnte-voller-Pannen |title=Tepco oder zwei Jahrzehnte voller Pannen |publisher=Der Standard|date=2011-03-16|accessdate=2011-03-28|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xofXdN6N|archivedate=2011-04-09}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=spiegel-2011-03-15-verstimmungen&gt;{{cite web |url=http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,750961,00.html |title=Inkompetenz und Irreführung |publisher=Spiegel Online |date=2011-03-15 |accessdate=2011-03-30 |archiveurl=http://www.webcitation.org/5xofcXhSe |archivedate=2011-04-09}}&lt;/ref&gt; Auch später kam es wiederholt zu Verstimmungen zwischen Tepco und der Regierung wegen fehlender, unzureichender oder zu spät weitergegebener Informationen.&lt;ref name=standard-2011-03-16 /&gt;&lt;ref name=kyodo-2011-03-28-informationspolitik&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/81540.html|title=Tokyo Electric comes under fire for releasing wrong nuclear data|hrsg=Kyodo News|date=2011-03-28|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xofhAccF|archivedate=2011-04-09|accessdate=2011-03-28|sprache=en}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/81266.html|title=Fears of radioactive seawater grow near nuke plant despite efforts|quote=chief Cabinet secretary also urged TEPCO to disclose information in a more appropriate and timely manner|publisher=Kyodo News|date=2011-03-27|accessdate=2011-03-26|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xohOS0I3|archivedate=2011-04-09|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;&lt;!-- Zugriff vor Veröffentlichung wegen unterschiedlicher Zeitzonen --&gt;<br /> <br /> Zu den wenigen von Tepco unabhängigen, öffentlich verfügbaren Informationen vom Kraftwerksgelände gehören Aufnahmen und Messungen, die von außerhalb des Geländes gemacht wurden, zum Beispiel Luftaufnahmen&lt;ref&gt;{{Internetquelle |url=http://cryptome.org/eyeball/daiichi-npp/daiichi-photos.htm |titel=Fukushima Daiichi Nuclear Plant Hi-Res Photos |kommentar=mit roter [[Autobetonpumpe]] zur Wasserkühlung von Block 4; Bild 3 seitenverkehrt |datum=2011-03-31 |archiv-url=http://www.webcitation.org/5xofmCyr1|archiv-datum=2011-04-09|zugriff=2011-04-09| sprache=en}}&lt;/ref&gt; und Satellitenbilder, sonstige Foto- und Videoaufnahmen sowie Strahlungsmessdaten [[Unbemanntes Luftfahrzeug|unbemannter]] US-amerikanischer Aufklärungsflugzeuge. Außerdem existieren einzelne Fotos und Messergebnisse von Rettungskräften und anderen auf dem Gelände tätigen Organisationen. Informationen von US-amerikanischen Experten, die für die [[Nuclear Regulatory Commission]] in Japan tätig sind, gelangten durch eine Indiskretion an die Öffentlichkeit.&lt;ref name=nyt-2011-04-05 /&gt;<br /> <br /> Aus der weiteren Umgebung in Japan sind Messwerte von verschiedenen Quellen verfügbar, zum Beispiel von staatlichen Stellen wie dem [[MEXT|japanischen Kultusministerium]] (MEXT), dem [[MHLW|Gesundheitsministerium]] (MHLW) und dem nach Ausrufung des nuklearen Notstands eingerichteten Katastrophenschutzkommando,&lt;ref name=mhlw-2011-03-23&gt;{{cite web|url=http://www.mhlw.go.jp/english/topics/2011eq/dl/march_23_01.pdf|title=Detection of radioactive materials in tap water in Fukushima Prefecture and Tokyo|publisher=japanisches Gesundheitsministerium|date=2011-03-23|accessdate=2011-04-06|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xlbNvBJb|archivedate=2011-04-07|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; von regionalen Behörden und Organisationen, von Privatpersonen und von internationalen Beobachtern. <br /> <br /> Die deutsche [[Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit]] (GRS) sammelt und bewertet im Auftrag des [[Bundesumweltministerium]]s Informationen zu den Unfällen und stützt sich dabei im Wesentlichen auf die oben genannten Quellen. Auch die [[Internationale Atomenergie-Organisation]] (IAEO) und viele weitere Fachorganisationen und -publikationen werten die Daten aus Japan aus und berichten regelmäßig darüber.<br /> <br /> Weltweit veröffentlichten Organisationen wie die IAEO, die [[Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen]] (CTBTO) und die [[Environmental Protection Agency]] Daten ihrer empfindlichen Messstellen zur Verbreitung der radioaktiven Partikel aus Fukushima.<br /> <br /> == Allgemeiner Ablauf ==<br /> <br /> === Ausgangssituation ===<br /> [[Datei:Mark I Containment.jpg|miniatur|Reaktorgebäude – Abklingbecken hellblau dargestellt]]<br /> Das Kernkraftwerk Fukushima I besteht aus sechs Reaktorblöcken mit je einem [[Siedewasserreaktor]]. In jedem Reaktorgebäude befindet sich ein [[Abklingbecken]] zur Zwischenlagerung verbrauchter und ein Lagerbecken für neue [[Brennelement]]e. Daneben gibt es auf dem Kraftwerksgelände ein größeres, zentrales Abklingbecken und ein Brennelement-Trockenlager mit Spezialbehältern.<br /> <br /> Vor den Unfällen gab es Hinweise auf Konstruktionsmängel der verwendeten Reaktortypen und der Anlage in Fukushima-Daiichi, Warnungen vor möglichen schweren Erdbeben und Tsunamis sowie Kritik an unzureichender Wartung. Tepco ignorierte die meisten dieser Hinweise (siehe dazu [[Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi#Konstruktionsmängel|Konstruktionsmängel und Warnungen]] im Artikel [[Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi]]). <br /> <br /> Zum Zeitpunkt des Bebens waren die Reaktorblöcke 1, 2 und 3 in Betrieb.&lt;ref&gt;{{cite web |url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11031222-e.html |archiveurl=http://www.webcitation.org/5xfX3o3tx |archivedate=2011-04-03 |title=Impact to TEPCO's Facilities due to Miyagiken-Oki Earthquake (as of 3PM) |publisher=Tepco| date=2011-03-12 |accessdate=2011-03-12 |language=englisch }}&lt;/ref&gt; Reaktorblock 4 war bereits seit dem 30. November 2010 wegen einer großen Revision außer Betrieb; die Brennelemente dieses Blocks lagerten daher zum Unfallzeitpunkt vollständig im zugehörigen Abklingbecken. Die Blöcke 5 und 6 waren am {{FormatDate|2011-01-03}} bzw. am {{FormatDate|2010-08-14}} heruntergefahren und im Rahmen der Wartung schon wieder mit Brennelementen bestückt worden.&lt;ref name=&quot;IAEA_2011-03-15T18:00&quot;&gt;{{cite web |url=http://www.iaea.org/newscenter/news/2011/fukushima150311.html |title=Fukushima Nuclear Accident Update Log (15 March 2011, 18:00 UTC) |publisher=[[IAEA]] |language=englisch |date=2011-03-15 |accessdate=2011-03-24 |archiveurl=http://www.webcitation.org/5xoqS3dVJ| archivedate=2011-04-08}}&lt;/ref&gt; Reaktorblock 3 war im Gegensatz zu Block 1 und 2 auch mit [[MOX-Brennelement|Mischoxid-Brennelementen]] bestückt, die eine Mischung aus [[Urandioxid]] und [[Plutoniumdioxid]] enthalten. Jedes Brennelement besteht aus 60 [[Brennstab|Brennstäben]] und enthält Brennstoff mit einer Masse von 170 bis 173 Kilogramm (je nach Reaktor).&lt;ref name=&quot;grs-technische-daten&quot;&gt;{{cite web|url=http://fukushima.grs.de/sites/default/files/Technische_Daten_Reaktoren_Fukushima_Nr_1_0.pdf|title=Technische Daten Fukushima Nr. 1 im Normalbetrieb|publisher=GRS|accessdate=2011-04-07|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xkieP6p5|archivedate=2011-04-07|format=pdf}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> In den Reaktorkernen, Abklingbecken und Lagerbecken befand sich folgende Anzahl an Brennelementen und Masse an [[Kernbrennstoff]]:<br /> <br /> {| class=&quot;wikitable&quot;<br /> ! rowspan=2| Lagerort<br /> ! colspan=2| Brennelemente&lt;br /&gt;im Reaktorkern&lt;ref name=atn-4008511524 /&gt;&lt;ref name=&quot;grs-technische-daten&quot; /&gt;<br /> ! colspan=2| Brennelemente&lt;br /&gt;im Abklingbecken&lt;ref name=grs-2011-03-19&gt;{{cite web|title=Kurzübersicht aktuelle Sicherheitslage|url=http://www.grs.de/sites/default/files/Kurzuebersicht_Stand%201100_19032011_web.pdf|publisher=[[Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit]]|date=2011-03-19|accessdate=2011-03-19| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xoqZCLBn| archivedate=2011-04-09| format=pdf}}&lt;/ref&gt;<br /> ! colspan=2| Brennelemente&lt;br /&gt;unbenutzt&lt;ref&gt;{{cite web|title=Fukushima Nuclear Accident Update Log|url=http://www.iaea.org/newscenter/news/2011/fukushima220311.html|publisher=IAEA|date=2011-03-22|accessdate=2011-04-04| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xoqbR96l| archivedate=2011-04-08| language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> ! rowspan=2 width=10%| Geschätzte&lt;br /&gt;Wärmeleistung&lt;br /&gt;im Abklingbecken&lt;br /&gt;([[Watt (Einheit)|kW]])&lt;ref name=grs-2011-03-19 /&gt;<br /> ! rowspan=2| Volumen des&lt;br /&gt;Abkling-&lt;br /&gt;beckens&lt;br /&gt;(m³)&lt;ref name=grs-2011-03-19 /&gt;<br /> |-<br /> ! Anzahl<br /> ! Masse&lt;br /&gt;(t)<br /> ! Anzahl<br /> ! Masse&lt;br /&gt;(t)<br /> ! Anzahl<br /> ! Masse&lt;br /&gt;(t)<br /> |-<br /> | Block&amp;nbsp;1<br /> |align=&quot;right&quot;| 400<br /> |align=&quot;right&quot;| 68<br /> |align=&quot;right&quot;| 292<br /> |align=&quot;right&quot;| 50<br /> |align=&quot;right&quot;| 100<br /> |align=&quot;right&quot;| 17<br /> |align=&quot;right&quot;| 60 <br /> |align=&quot;right&quot;| 1020 <br /> |-<br /> |Block&amp;nbsp;2<br /> |align=&quot;right&quot;| 548<br /> |align=&quot;right&quot;| 94<br /> |align=&quot;right&quot;| 587<br /> |align=&quot;right&quot;| 101<br /> |align=&quot;right&quot;| 28<br /> |align=&quot;right&quot;| 5<br /> |align=&quot;right&quot;| 400 <br /> |align=&quot;right&quot;| 1425<br /> |-<br /> |Block&amp;nbsp;3<br /> |align=&quot;right&quot;| 548&lt;br /&gt;&lt;ref group=&quot;Anm.&quot;&gt;davon 32 Mischoxid-Brennelemente&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://fukushima.grs.de/content/nachweis-von-plutonium|title=Nachweis von Plutonium auf dem Gelände des Kernkraftwerkes Fukushima Daiichi|publisher=GRS|accessdate=2011-04-04| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xoqfIVA5| archivedate=2011-04-09}}&lt;/ref&gt;<br /> |align=&quot;right&quot;| 94<br /> |align=&quot;right&quot;| 514<br /> |align=&quot;right&quot;| 88<br /> |align=&quot;right&quot;| 52<br /> |align=&quot;right&quot;| 9<br /> |align=&quot;right&quot;| 200 <br /> |align=&quot;right&quot;| 1425 <br /> |-<br /> |Block&amp;nbsp;4<br /> |align=&quot;right&quot;| 0<br /> |align=&quot;right&quot;| 0<br /> |align=&quot;right&quot;| 1331<br /> |align=&quot;right&quot;| 229<br /> |align=&quot;right&quot;| 204<br /> |align=&quot;right&quot;| 35<br /> |align=&quot;right&quot;| &lt;ref name=&quot;leistung_b4&quot; group=&quot;Anm.&quot;&gt;Die [[Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit|GRS]] gibt unter Berufung auf [[Asahi Shimbun]] und Tepco eine Schätzung von 2000 kW an, die Website ''All Things Nuclear'' unter Berufung auf Tepco und japanische Presseberichte 1600 kW.&lt;/ref&gt;&lt;ref name=atn-4008511524&gt;{{cite web| url=http://allthingsnuclear.org/post/4008511524/more-on-spent-fuel-pools-at-fukushima | title=More on Spent Fuel Pools at Fukushima |publisher=All Things Nuclear |date=2011-03-21|accessdate=2011-03-22| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xoqiB6Z5| archivedate=2011-04-09| language=englisch}}&lt;/ref&gt; 2000<br /> |align=&quot;right&quot;| 1425<br /> |-<br /> |Block&amp;nbsp;5<br /> |align=&quot;right&quot;| 548<br /> |align=&quot;right&quot;| 94<br /> |align=&quot;right&quot;| 946<br /> |align=&quot;right&quot;| 162<br /> |align=&quot;right&quot;| 48<br /> |align=&quot;right&quot;| 8<br /> |align=&quot;right&quot;| 700<br /> |align=&quot;right&quot;| 1425<br /> |-<br /> |Block&amp;nbsp;6<br /> |align=&quot;right&quot;| 764<br /> |align=&quot;right&quot;| 132<br /> |align=&quot;right&quot;| 876<br /> |align=&quot;right&quot;| 151<br /> |align=&quot;right&quot;| 64<br /> |align=&quot;right&quot;| 11<br /> |align=&quot;right&quot;| 600<br /> |align=&quot;right&quot;| 1497<br /> |-<br /> |Zentrales Abklingbecken<br /> |align=&quot;right&quot;| <br /> |align=&quot;right&quot;| <br /> |align=&quot;right&quot;| &lt;ref name=atn-4008511524 /&gt;6375<br /> |align=&quot;right&quot;| 1093&lt;br /&gt;&lt;ref group=&quot;Anm.&quot;&gt;geschätzt auf Grundlage einer durchschnittlichen Brennstoffmasse von 0,1715 t je Brennelement&lt;/ref&gt;<br /> |align=&quot;right&quot;| <br /> |align=&quot;right&quot;| <br /> |align=&quot;right&quot;| <br /> |align=&quot;right&quot;| &lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.world-nuclear.org/info/fukushima_accident_inf129.html|title=Fukushima Accident 2011|date=2011-04-02|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xhQwstpC|archivedate=2011-04-04|accessdate=2011-04-04|language=englisch}}&lt;/ref&gt;3828<br /> |-<br /> |'''Summe'''<br /> |align=&quot;right&quot;| '''2808'''<br /> |align=&quot;right&quot;| '''480'''<br /> |align=&quot;right&quot;| '''10921'''<br /> |align=&quot;right&quot;| '''1865'''<br /> |align=&quot;right&quot;| '''496'''<br /> |align=&quot;right&quot;| '''85'''<br /> |align=&quot;right&quot;| <br /> |align=&quot;right&quot;| '''12045'''<br /> |}<br /> <br /> &lt;references group=&quot;Anm.&quot; /&gt;<br /> <br /> Außerdem befanden sich im Abfalllager des Kraftwerks mindestens 10.000 Tonnen kontaminiertes Wasser.&lt;ref name=tepco-11040404/&gt;<br /> <br /> === Unfallserie ===<br /> [[Datei:Nuclear plants Japan.svg|miniatur|Lage der japanischen Kernkraftwerke und Ausbreitung der Tsunamiwellen]]<br /> [[Datei:Fukushima_I_NPP_1975_medium_crop_rotated_labeled.jpg|miniatur|Luftbildaufnahme des Kernkraftwerks Fukushima I aus dem Jahr 1975, als der Reaktorblock 6 noch nicht fertiggestellt war. Die Nummern bezeichnen die einzelnen Reaktorgebäude; die nördliche Himmelsrichtung ist oben.]]<br /> <br /> Das Tōhoku-Erdbeben mit der Stärke von 9,0 [[Magnitude (Erdbeben)|M&lt;sub&gt;w&lt;/sub&gt;]]&lt;ref&gt;{{cite web |url=http://www.jma.go.jp/jma/en/News/2011_Earthquake_01.html |title=The 2011 off the Pacific coast of Tohoku Earthquake ~first report~ |publisher=Japan Meteorological Agency |archiveurl=http://www.webcitation.org/5xd2ZK9o2 |archivedate=2011-04-01 |date=2011-03-13 |accessdate=2011-03-13 |language=englisch}}&lt;/ref&gt; und einem [[Epizentrum]] 163&amp;nbsp;km nordöstlich von Fukushima&amp;nbsp;I&lt;ref name=&quot;USGS&quot;&gt;{{cite web |publisher=[[United States Geological Survey]] |url=http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/usc0001xgp.php |title=Magnitude 9.0 – NEAR THE EAST COAST OF HONSHU, JAPAN |date=2011-03-14 |accessdate=2011-03-24 |language=englisch}}&lt;/ref&gt; begann um 14:46:23 Uhr (Ortszeit). <br /> <br /> Ab 15:42 traf am Kraftwerk ein Tsunami mit einer Wellenhöhe von 14 bis 15&amp;nbsp;Metern ein,&lt;ref&gt;{{cite web |url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11040910-e.html| title=Results of the investigation regarding tsunami arrived in Fukushima Daiichi Nuclear Power Station and Fukushima Daini Nuclear Power Station| publisher=Tepco| date=2011-04-09| accessdate=2011-04-11| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xqtx8Rgx| archivedate=2011-04-11| language=englisch}}&lt;/ref&gt; während dessen Schutzwälle nur auf eine Wellenhöhe von maximal 5,70&amp;nbsp;Meter ausgelegt waren.&lt;ref&gt;{{cite news |url=http://www.bloomberg.com/news/2011-03-17/japan-s-nuclear-disaster-caps-decades-of-faked-safety-reports-accidents.html |author=Jason Clenfield |quote={{lang|en|Tokyo Electric ignored warnings about the tsunami risks that caused the crisis at Fukushima, Tatsuya Ito, who represented Fukushima prefecture in the national parliament from 1991 to 2003, said in a March 16 telephone interview. }} |title=Japan Nuclear Disaster Caps Decades of Faked Reports, Accidents |publisher=[[Bloomberg L.P.|Bloomberg News]] |language=englisch |date=2011-03-18 |accessdate=2011-03-20}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=WNN20&gt;{{cite web |url=http://www.world-nuclear-news.org/RS_Stabilisation_at_Fukushima_Daiichi_2003111.html |title=Stabilisation at Fukushima Daiichi, update 2 |publisher=World Nuclear News |date=2011-03-20 |accessdate=2011-03-24 |language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Aufgrund des Erdbebens erfolgte eine automatische Schnellabschaltung der in Betrieb stehenden Reaktoren 1 bis 3. Der Kraftwerksbetreiber TEPCO ([[Tokyo Electric Power Company]]) berichtete, dass wegen Versagens der externen Stromversorgung die Notstromdieselaggregate starteten, jedoch nach 56 Minuten infolge einer „Fehlfunktion“ wegen des Tsunami stoppten ([[Stromausfall#Schwarzfall|Schwarzfall]] oder ''station blackout'') ,&lt;ref name=&quot;world-nuclear-news-2011-03-12&quot;&gt;{{cite web |url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11031102-e.html |title=Occurrence of a Specific Incident Stipulated in Article 10, Clause 1 of the Act on Special Measures Concerning Nuclear Emergency Preparedness (Fukushima Daiichi) |publisher=[[Tōkyō Denryoku|TEPCO]] |date=2011-03-11 |accessdate=2011-03-29 |language=englisch |archiveurl=http://www.webcitation.org/5xfbVW2y1 |archivedate=2011-04-03}}&lt;/ref&gt; so dass für die Blöcke 1, 2 und 3 und – wie sich vier Tage später ergab – auch für Block 4, 5 und 6 keine ausreichende Kühlung mehr gewährleistet war, um die [[Nachzerfallswärme]] abzuführen.&lt;ref&gt;{{cite web |url=http://www.world-nuclear-news.org/RS_Massive_earthquake_hits_Japan_1103111.html |title=Massive earthquake hits Japan |date=2011-03-11 |accessdate=2011-03-12 |language=englisch}}&lt;/ref&gt; Zwar blieb ein einzelner von mehreren Notstromgeneratoren an Block 6 weiter in Betrieb und wurde zur Speisung der Kühlsysteme für die Abklingbecken der Blöcke 5 und 6 verwendet,&lt;ref name=nisa-2011-03-17-17-30&gt;{{cite web |url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110318-1.pdf |title=Seismic Damage Information (the 28th Release) (As of 17:30 March 17th, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-18 |accessdate=2011-03-20 |language=englisch |format=PDF}}&lt;/ref&gt; was jedoch zur vollständigen Kühlung nicht ausreichte. Die vorhandenen Batterien von Block 1 bis 4, die normalerweise nur die Zeit zum Anlaufen der Notstromdiesel puffern, waren nach wenigen Stunden erschöpft.&lt;ref&gt;{{cite news |url=http://www.stern.de/panorama/akw-in-japan-ausser-kontrolle-die-50-helden-von-fukushima-1664363.html |title=Die 50 Helden von Fukushima |publisher=[[Stern (Zeitschrift)|Stern]] |date=2011-03-17 |accessdate=2011-03-20}}&lt;/ref&gt; Zwar gab es [[Stromerzeugungsaggregat|mobile Generatoren]] vor Ort und weitere, die später herantransportiert wurden. Diese konnten allerdings mangels geeigneter Kabel, eventuell auch wegen der Versperrung von Zufahrtswegen, nicht angeschlossen werden.&lt;ref name=&quot;spiegel-2011-03-11&quot;&gt;{{cite news |url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750346,00.html |title=Drohende Kernschmelze: Notaktion soll Krisen-AKW retten |author=Markus Becker, Christoph Seidler |publisher=[[Spiegel Online]] |date=2011-03-11 |accessdate=2011-03-12 }}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=&quot;tazAtomalarm&quot;&gt;{{cite news |url=http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/atomalarm-in-japan/ |title=Nach dem schweren Erdbeben: Atomalarm in Japan |publisher=[[die tageszeitung]] |author=Reiner Metzger |date=2011-03-12 |accessdate=2011-03-24}}&lt;/ref&gt; Die Reaktoren 1, 2 und 3 wurden daraufhin durch Einpumpen von Meerwasser über das Feuerlöschsystem gekühlt.&lt;ref name=feuerloeschsystem&gt;{{cite web |url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110321-4.pdf |archiveurl=http://www.webcitation.org/5xLjC0ANV |archivedate=2011-03-21 |title=Outline of Warter Injection to RPVs |publisher=[[NISA]] |date=201-03-14 |accessdate=2011-03-21 |language=englisch|format=PDF}}&lt;/ref&gt; Die Anweisung zum Einleiten von Meerwasser gab Premierminister [[Naoto Kan]] am {{FormatDate|2011-03-12}} um 19:55.&lt;ref name=nisa-2011-03-26-12-00&gt;{{cite web |url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110326-2-1.pdf |title=Seismic Damage Information (the |54th Release) |publisher=NISA |date=2011-03-26 |accessdate=2011-03-26| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xq8UC303| archivedate=2011-04-10 |language=englisch |format=PDF}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> {{Anker|AnkerFukushima50}}<br /> Mangels Kühlung kam es zu Überhitzung von Reaktoren und Abklingbecken und zur Freisetzung von Wasserstoff in die Reaktorgebäude (siehe Abschnitte [[#Probleme in den Reaktoren|Probleme in den Reaktoren]] und [[#Probleme in den Abklingbecken|Probleme in den Abklingbecken]]). Wasserstoffexplosionen beschädigten vom 12. bis zum 16.&amp;nbsp;März nacheinander die Reaktorgebäude der Blöcke 1, 3, 2 und 4. Im Reaktorgebäude 4 brachen mehrere Brände aus. Nach diesen Ereignissen stieg jeweils die Strahlenbelastung auf dem Gelände vorübergehend stark an (siehe [[Strahlungsbelastung durch die Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi#Anker Grafik Strahlung Kraftwerksgelände|Grafik]]). Am 17.&amp;nbsp;März musste daher der Großteil der Tepco-Mitarbeiter evakuiert werden. Nun waren nur noch rund 50 Mitarbeiter des Kraftwerksbetreibers, die in den Medien auch als „Fukushima 50“ bezeichnet wurden, und 130 weitere von Einheiten wie Feuerwehr oder [[Selbstverteidigungsstreitkräfte|Armee]] auf dem Gelände tätig.&lt;ref name=wnn-2011-03-17-04-56&gt;{{cite web|url=http://www.world-nuclear-news.org/RS_Progress_by_on-site_workers_1703111.html|title=Progress by on-site workers|publisher=world nuclear news|date=2011-03-17|accessdate=2011-03-18|language=englisch}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.sueddeutsche.de/politik/arbeiter-im-fukushima-reaktor-die-retter-japans-1.1075298 |title=Arbeiter in den Fukushima-1-Reaktoren – Die Retter Japans |publisher=[[Süddeutsche Zeitung]] |author=Christoph Neidhart |date=2011-03-21 |accessdate=2011-03-24}}&lt;/ref&gt; Am folgenden Tag stießen noch Kräfte der [[Feuerwehr Tokio|Tokioter Feuerwehr]] hinzu, die nach Aussage von Gouverneur [[Shintarō Ishihara]] von Wirtschaftsminister [[Banri Kaieda]] zu diesem Einsatz gezwungen wurden.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/80104.html|date=2011-03-22|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xNJC3NeO|archivedate=2011-03-22|title=Minister Kaieda sorry for reportedly 'forcing' water-spraying mission|publisher=Kyodo News|accessdate=2011-03-22|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Arbeiten in den Leitständen des Kraftwerks waren seit den Explosionen nur noch eingeschränkt möglich, weil die Mitarbeiter laufend einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt waren.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/80219.html|title=Disrupted work resumes to restore power at Fukushima reactors|publisher=Kyodo News|date=2011-03-22|accessdate=2011-03-22|language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Die Reaktorblöcke 3 und 4 sowie das zentrale Abklingbecken wurden provisorisch mit Wasserwerfern der [[Selbstverteidigungsstreitkräfte|Streitkräfte]] (SDF) und der Feuerwehr gekühlt; später dienten dann [[Autobetonpumpe]]n zur Kühlung von Block 1, 2 und 4. Ausgehend von einer benachbarten Hochspannungsleitung wurden neue Stromleitungen zum Kraftwerk verlegt, um die Kühlsysteme wieder ans Stromnetz anschließen zu können.&lt;ref name=grs-2011-03-25&gt;{{cite web|url=http://www.grs.de/kommunikation-medien/japan-statusmeldung-stand-25-03-2011-1300 |title=Informationen zur Lage in Japan: Stand 25.03.2011, 13:00 Uhr (MEZ) |publisher=GRS |date=2011-03-25 |accessdate=2011-03-25}}&lt;/ref&gt; Die Blöcke 5 und 6 erreichten am 19. März wieder einen stabilen Betriebszustand, nachdem ihre Notstromversorgung wiederhergestellt war. Am 20. März wurden Reaktorblock 1 und 2 wieder ans Stromnetz angeschlossen, bis zum 22. März auch alle übrigen Blöcke. <br /> <br /> In den Tagen ab dem 20. März kam es wiederholt zu [[#AnkerGefahrBlock3|gefährlichen Situationen an Block 3]]. Aus den Blöcken 2, 3 und 4 stieg immer wieder Dampf oder Rauch auf, ab dem 25. März aus allen dreien (Stand: 30. März).&lt;ref name=nisa-2011-03-24-08-00&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110325-2-1.pdf |title=Seismic Damage Information (the 50th Release, As of 08:00 March 25th, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-25 |accessdate=2011-03-25 |language=englisch |format=pdf}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> [[Datei:US Navy 110326-N-UZ446-088.jpg|miniatur|Amerikanischer Schleppkahn unterwegs von [[Yokosuka]] nach Fukushima I]]<br /> Ab dem 25./26. März wurde wieder Süßwasser statt Meerwasser in die Reaktordruckbehälter von Block 1 bis 3 eingeleitet, welches von [[Schleppkahn|Schleppkähnen]] der [[United States Navy]] mit jeweils rund 1 Million Liter Fassungsvermögen stammt, die von Schiffen der japanischen Streitkräfte gezogen oder geschoben werden. Damit sollen mögliche Salzkrusten und damit verbundene schädliche Effekte reduziert werden.&lt;ref kyodo-süßwasser&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/81116.html|title=Fresh coolant injected, high-radiation water leaks in nuke crisis |publisher=Kyodo News|date=2011-03-25|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xd2u44uS|archivedate=2011-04-01 |accesddate=2011-04-01|language=englisch}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=schleppkaehne&gt;{{cite web| url=http://www.huffingtonpost.com/2011/03/26/us-assists-japan-nuclear-plant-fresh-water_n_840938.html | title=U.S. Naval Barges Bring Fresh Water To Assist With Cooling At Japan Nuclear Plant | publisher=Huffington Post| date=2011-03-26 | accessdate=2011-03-26 | language=englisch}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Für Ende März schätzte das [[Institut de Radioprotection et de sûreté nucléaire]] die Wärmeleistung der Brennelemente in Reaktor 1 auf 2,5 [[Watt (Einheit)|Megawatt]] und in den Reaktoren 2 und 3 auf 4,2 Megawatt. Diese Energie würde ausreichen, um 95 bzw. 160 Tonnen Wasser pro Tag verdampfen zu lassen.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.world-nuclear.org/info/fukushima_accident_inf129.html|title=Fukushima Accident 2011|publisher=World Nuclear Association|date=2011-04-04|accessdate=2011-04-05|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xiVQpJUq|archivedate=2011-04-05|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Während die Lage in den Reaktorblöcken 2 bis 4 sich stabilisierte, kam es ab dem 29. März erneut zu [[#AnkerGefahrBlock1|Problemen in Reaktor 1]]. Die US-amerikanische [[Nuclear Regulatory Commission]] machte sich währenddessen laut einem Bericht der [[New York Times]] Sorgen darum, dass die Sicherheitsbehälter in Block 1 bis 3 durch das Auffüllen mit Wasser aus den Reaktoren nicht mehr hinreichend stabil sein könnten, um weiteren [[Erdbeben|Nachbeben]] standzuhalten.&lt;ref name=nyt-2011-04-05&gt;[http://www.nytimes.com/2011/04/06/world/asia/06nuclear.htm U.S. Sees Array of New Threats at Japan’s Nuclear Plant] (englisch), New York Times (5. April 2011), abgerufen am 7. April 2011; archivert am 7. April 2011: [http://www.webcitation.org/5xksEugft Seite 1], [http://www.webcitation.org/5xnBhg2cZ Seite 2]&lt;/ref&gt;<br /> <br /> === Sicherungsmaßnahmen ===<br /> Am 18. März 2011 wurde bekannt, dass der Betreiber den Bau eines [[Sarkophag]]s wie in Tschernobyl prüfe.&lt;ref&gt;{{cite web| url=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,751682,00.html| title=Atomkatastrophe in Japan: Betreiber prüft Sarkophag-Bau wie in Tschernobyl| publisher=Spiegel Online| date=2011-03-18| accessdate=2011-03-18| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xoshAM20| archivedate=2011-04-09}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Ab dem 30. März erwog Tepco, mit einem unbemannten Fahrzeug wasserlösliches Harz auf dem Gelände zu versprühen, um radioaktive Partikel zu binden. Außerdem wurde eine Abdeckung der Gebäude mit Spezialgewebe erörtert.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1837631/Atombehoerde-Weiterer-Ort-soll-evakuiert-werden.html|title=Atombehörde: Weiterer Ort soll evakuiert werden; Katastrophe in Fukushima|publisher=Axel Springer|work=abendblatt.de|date=2011-03-30|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xdF1211s|archivedate=2011-04-02 |accessdate=2011-04-02}}&lt;/ref&gt; Ab dem 6. April wurde eine kleine Fläche probeweise mit Harz besprüht.&lt;ref&gt;{{cite web| url=http://fukushima.grs.de/kommunikation-medien/japan-statusmeldung-stand-07-04-2011-1300| title=Informationen zur Lage in Japan: Stand 07.04.2011, 13:00 Uhr (MESZ)| publisher=GRS| date=2011-04-07| accessdate=2011-04-10| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xqgPB1D9| archivedate=2011-04-10}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am 4. April wurde eine Anfrage der japanischen Behörden bekannt, das Schiff ''[[Suzuran]]'' (Maiglöckchen) in Fukushima einzusetzen. Die Suzaran, ein Spezialschiff zur Behandlung von radioaktiven Abwässern, war ursprünglich zusammen mit Russland für die Absicherung der japanischen See und die umweltgerechte Entsorgung der Abfälle der russischen Atom-Uboote in [[Wladiwostok]] gebaut worden.&lt;ref&gt;[http://www.reuters.com/article/2011/04/04/us-japan-idUSTRE72A0SS20110404 Japan seeks Russian help to end nuclear crisis] Reuters ([http://www.webcitation.org/5xot08PLk Archiv]), von [http://blogs.reuters.com/search/journalist.php?edition=us&amp;n=chizu.nomiyama&amp; Chizu Nomiyama] und Shinichi Saoshiro TOKYO 4.4.2011&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Nach dem 4. April pumpte Tepco rund 10.000 Tonnen kontaminiertes Wasser aus dem Abfalllager des Kraftwerks ins Meer, um Platz für stärker belastetes Wasser zu schaffen.&lt;ref name=tepco-11040404&gt;{{cite web|url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11040404-e.html|title=Discharge of low level radioactive accumulated water in the Fukushima Daiichi Nuclear Power Station to the sea(2nd Release)|publisher=Tepco|date=2011-04-04|accessdate=2011-04-04|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xoaLrVz1|archivedate=2011-04-09|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Proteste japanischer Fischer wurden ignoriert.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11040608-e.html|title=Regarding a letter of protest from National Federation of Fisheries Cooperative Associations|publisher=Tepco|date=2011-04-06|accessdate=2011-04-09|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xoaOzHVF |archivedate=2011-04-09| language=englisch}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Am 8. April unterbreitete die Firma [[Toshiba]], die mehrere der Reaktorblöcke von Fukushima-Daiichi gebaut hatte und auch an den Entsorgungsarbeiten nach dem [[Kernkraftwerk Three Mile Island#Der Unfall vom 28. März 1979|Unfall von Three Mile Island]] beteiligt war, Tepco ein Angebot für Sicherungsarbeiten am Kraftwerk. Innerhalb von 10 Jahren will Toshiba alle Brennstäbe vom Kraftwerksgelände entfernen, verschiedene Anlagen abbrechen und die Kontamination des Bodens verringern.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/84098.html| title=Toshiba proposes decommissioning 4 reactors in 10 years| publisher=Kyodo News| date=2011-04-08| accessdate=2011-04-08| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xot6HJbj |archivedate=2011-04-09| language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Ab dem 9. April ließ Tepco eine Stahlwand am Wassereinlass von Reaktorblock 2 bauen und Schlammwälle („silt curtains“) aufschütten, um den Austritt von hoch kontaminiertem Wasser ins Meer einzudämmen.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/84291.html|title=TEPCO tries to enclose high radiation in sea in nuke crisis|publisher=Kyodo News|date=2011-04-10|accessdate=2011-04-09| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xosL9JcO| archivedate=2011-04-09| language=englisch}}&lt;!-- zugriff vor veröffentlichung wg. unterschiedlicher zeitzonen --&gt;&lt;/ref&gt;<br /> <br /> === Verletzte und getötete Mitarbeiter ===<br /> Am 11. März 2011 wurden laut NISA durch das Erdbeben acht Angestellte verletzt, fünf davon leicht; einer erlitt einen Schlaganfall, einer bekam Brustschmerzen und einer brach sich beide Beine. Zwei Personen wurden danach vermisst&lt;ref name=&quot;nisa-2011-03-24-12-30&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110324-2-1.pdf |title=Seismic Damage Information (the 48th Release, As of 12:30 March 24th, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-24 |accessdate=2011-03-24 |language=englisch |format=pdf}}&lt;/ref&gt; und drei Wochen später im Keller eines Turbinenhauses tot aufgefunden.&lt;ref&gt;http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/japan-zwei-tote-im-akw-fukushima-gefunden_aid_614683.html&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am 12. März verletzten die Explosion des Reaktorblocks 1 und der Rauch im Turbinengebäude laut NISA vier Angestellte leicht. Alle wurden nach Untersuchung nach Hause entlassen.&lt;ref name=&quot;nisa-2011-03-24-12-30&quot; /&gt; Ein einzelner Mitarbeiter erhielt laut Tepco eine Strahlendosis von 106,3 Millisievert.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11031229-e.html|title=Plant Status of Fukushima Daiichi Nuclear Power Station, as of 8PM March 12th)|publisher=Tepco|work=tepco.co.jp|date=2011-03-12|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xdDNyRuU|archivedate=2011-04-02 |accessdate=2011-04-02|language=englisch}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Am 14. März verletzte die Explosion im Reaktorblock 3 zehn Personen, darunter vier Mitglieder der Streitkräfte, von denen eines radiologisch untersucht wurde. Laut NISA wurde dabei keine erhöhte Strahlenbelastung festgestellt.&lt;ref name=&quot;nisa-2011-03-24-12-30&quot; /&gt; Augenzeugen berichteten, dass bei der Explosion sechs Mitarbeiter der ''Japanese Central Nuclear Biological Chemical Weapon Defence Unit'' unter den Trümmern begraben wurden.&lt;ref name=the_telegraph-2011-03-27-07-00 /&gt;<br /> <br /> {{Anker|Anker verstrahlte Füße}}<br /> Am 24. März wurde laut NISA bei drei Arbeitern, die Stromleitungen im Untergeschoss des Turbinengebäudes von Reaktorblock 3 verlegt hatten, eine Strahlenbelastung von zwischen 173 und 180 Millisievert festgestellt. Zwei dieser Arbeiter erhielten Strahlenverbrennungen durch [[Betastrahlung|Beta-Strahlen]] (Elektronenstrahlen) an den Beinen, da sie keine Schutzstiefel trugen und radioaktives Wasser ihre Schuhe durchnässte. Die so erhaltene Strahlendosis auf ihrer Haut betrug zwischen 2 und 3 Sievert.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.iaea.org/newscenter/news/2011/fukushima280311.html|title=Fukushima Nuclear Accident Update Log|publisher=IAEA|work=iaea.org|date=2011-03-28|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xdDXqZ84|archivedate=2011-04-02 |accessdate=2011-04-02|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Aufgrund der Strahlungsbelastung ihres Urins wurde zudem angenommen, dass sie radioaktiven Wasserdampf eingeatmet hatten.&lt;ref name=&quot;nisa51&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110325-3-1.pdf|title=Seismic Damage Information (the 51st Release, As of 12:30 March 25th, 2011)|publisher=Nuclear and Industrial Safety Agency|work=nisa.meti.go.jp|date=2011-03-25|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xdDuj54G|archivedate=2011-04-02 |accessdate=2011-04-02|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/news_images/pdf/ENGNEWS01_1300968438P.pdf|title=Earthquake Report No. 27 (JAIF) | publisher=Japan Atomic Industrial Forum (JAIF) |date=2011-03-24|accessdate=2011-03-27|format=pdf|language=englisch}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/647139/radioaktive-partikel-wohl-koerper-akw-arbeiter-eingedrungen.html?sh=3&amp;h=858940129 | title=Radioaktive Partikel wohl in Körper der AKW-Arbeiter eingedrungen | work=Ärztezeitung | archiveurl=http://www.webcitation.org/5xdDzSAfE|archivedate=2011-04-02|date=2011-03-25 | accessdate=2011-03-27}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Am 25. März teilte Tepco mit, die Arbeiter hätten den Alarm ihrer [[Dosimeter]] ignoriert, weil sie nicht gemerkt hätten, dass sie in einer anderen Umgebung als tags zuvor tätig waren.&lt;ref&gt;{{internetquelle|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110325-4-1.pdf|titel=Survey result of workers’ exposure in the turbine building of Unit 3 of Fukushima Dai-ichi Nuclear Power Station |kommentar=Mitteilung zu den am 24. März verletzten Mitarbeitern|hrsg=NISA|datum=2011-03-25|zugriff=2011-03-25|sprache=en|format=pdf}}&lt;/ref&gt; Am 26. März räumte Tepco ein, dass man die Arbeiter vor ihrem Einsatz in Block 3 nicht über Messergebnisse im Turbinenhaus von Block 1 informiert hatte: Dort lagen die Strahlenwerte am 24. März um 09:30 an der Oberfläche von Wasseransammlungen bei 200 Millisievert pro Stunde.&lt;ref name=ashai-200msv&gt;{{cite web| url=http://www.asahi.com/national/update/0326/TKY201103260185.html | title=3人被曝の1時間前「1号機地下に汚染水」 東電伝えず | accessdate=2011-03-26 | publisher=asahi.com | language=japanisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Der IAEO und Regierung Japans zufolge sollen bis zum 17. März mindestens 20 Arbeiter gefährlichen [[Strahlendosis|Strahlendosen]] ausgesetzt worden sein.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.tagesschau.de/ausland/fukushimaverletzte100.html|title=Mindestens 20 Tepco-Mitarbeiter verstrahlt; Verletzte im AKW Fukushima I|publisher=ARD|work=tagesschau.de|date=2011-03-16|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xdEDCSgi|archivedate=2011-04-02 |accessdate=2011-04-02}}&lt;/ref&gt; Bis zum 25. März sollen laut NISA 17 Arbeiter Strahlendosen von mehr als 100 Millisievert erhalten haben;&lt;ref name=&quot;nisa51&quot; /&gt;&lt;!-- S. 19 --&gt; am 1. April meldete NISA eine Zahl von 21.&lt;ref name=nisa-2011-04-01-09-30&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110402-2-1.pdf|title=Seismic Damage Information (the 66th Release)|publisher=NISA|date=2011-04-01|accessdate=2011-04-02|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> ''Siehe auch: [[#Arbeitsbedingungen|Arbeitsbedingungen im Kraftwerk während und nach der Unfälle]]''<br /> <br /> == Ablauf in den einzelnen Systemen ==<br /> === Probleme in den Reaktoren ===<br /> [[Datei:Boiling water reactor german.svg|miniatur|Schema eines Siedewasserreaktors]]<br /> [[Datei:Reaktor.svg|miniatur|Reaktorgebäude, darin Sicherheitsbehälter Mark I (orange), bestehend aus Druckkammer (11) und Kondensationskammer (24) zum Druckabbau, sowie Abklingbecken (5). Reaktordruckbehälter (8, gelb) mit Reaktorkern (1, Brennelemente rot)]]<br /> <br /> Dieser Abschnitt beschreibt in vereinfachter Form den bei den Reaktorblöcken 1 bis 3 im Prinzip gleichen Verlauf des Unfalls.<br /> <br /> Sofort nach Beginn des Erdbebens um 14:46 Uhr Ortszeit lösten Messfühler auf dem Kraftwerksgelände, die von den [[Seismische Welle|Primärwellen]] (P-Wellen) des Bebens angeregt wurden, die [[Reaktorschnellabschaltung]] und den Abschluss des [[Sicherheitsbehälter]]s aus.&lt;ref&gt;Der Spiegel Nr. 12/21. März 2011: ''Die Rekonstruktion eines Jahrhundertunglücks im Atomkraftwerk Fukushima'' (S. 91)&lt;/ref&gt; Durch das damit verbundene Schließen von Frischdampf- und Speisewasserventil ging planmäßig die [[Wärmesenke|Hauptwärmesenke]] (Kühlung) des Reaktors verloren. Die von verdampfendem Wasser in den Reaktoren aufgenommene [[Nachzerfallswärme]] wurde nun in die Ersatzwärmesenke, die wassergefüllte Kondensationskammer im Sicherheitsbehälter abgeführt. Von dort hätte sie weiter über die Nachkühlkette abgeführt werden sollen. <br /> <br /> Infolge des Erdbebens und des nachfolgenden Tsunamis fielen sowohl die externe als auch die Notstromversorgung aus; damit stoppten auch die Pumpen des Kühlsystems. <br /> <br /> Nach dem Ausfall der Pumpen wurden die Druckbehälter mit weniger [[Speisewasser]] versorgt, als in ihnen [[Verdampfen|verdampfte]]. Das hatte zur Folge, dass der Wasserstand absank und die Reaktorbrennstäbe teilweise nicht mehr von Wasser umgeben waren, wodurch sie sich stark erhitzten. <br /> <br /> Die Brennstabhüllen bestehen aus einer [[Zirkalloy]] genannten Zirkoniumlegierung. Bei Temperaturen ab etwa 800 °C reagiert das [[Zirkonium]] der Hüllen mit dem umgebenden Wasserdampf unter Bildung von Zirkoniumoxid und [[Wasserstoff]].&lt;ref&gt;{{Literatur |Online=[http://juwel.fz-juelich.de:8080/dspace/bitstream/2128/291/1/Energietechnik_36.pdf#page=10 PDF, 6MB] |Seiten=1 |Jahr=2004 |Titel=Entwicklung und Untersuchung von Katalysatorelementen für innovative Wasserstoff-Rekombinatoren |Autor=Inga Maren Tragsdorf |Herausgeber=Forschungszentrum Jülich |ISBN=3-89336-384-X |ISSN=1433-5522 |Sammelwerk=Reihe Energietechnik / Energy Technology |Band=Band / Volume 36 |Zugriff=2011-03-19 |format=pdf}} {{Webarchiv | url=http://juwel.fz-juelich.de:8080/dspace/bitstream/2128/291/1/Energietechnik_36.pdf | webciteID=5xnDxMQoG | text=Archivierte Version der PDF-Fassung}}&lt;/ref&gt; Die mit dem [[Oxidation]]svorgang verbundene erhebliche Wärmeentwicklung treibt diesen weiter voran ([[exotherme Reaktion]]). Ab ca. 1.200&amp;nbsp;°C nimmt die Oxidation des Zirkoniums dramatisch zu.&lt;ref name=grs-kernschmelze&gt;{{cite web|url=http://www.grs.de/aktuelles/was-ist-eine-kernschmelze |title=Was ist eine Kernschmelze? |publisher=[[Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit]] |date=2011-03-18 |accessdate=2011-03-21}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=&quot;Makhijani&quot;&gt;{{Internetquelle|url=http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Moegliche_Folgen_Unfall_Fukushima.pdf|autor=Arjun Makhijani|titel=Mögliche Folgen des Unfalls in der Fukushima Nuklearanlage||werk=ippnw.de|datum=|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xd7PN6ht|archiv-datum=2011-04-02 |zugriff=2011-04-02|format=pdf|kommentar=Zusammenfassung des Papiers „Post‐Tsunami Situation at the Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant in Japan“}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Bei Temperaturen ab etwa 900&amp;nbsp;°C beginnen die Hüllrohre der Brennstäbe durch den inneren [[Gasdruck]] zu bersten. Dadurch werden radioaktive Gase und Partikel des Brennmaterials freigesetzt, darunter die [[Iod]]-Isotope &lt;sup&gt;131&lt;/sup&gt;I und &lt;sup&gt;129&lt;/sup&gt;I, die weiteren Spaltprodukte [[Caesium|&lt;sup&gt;137&lt;/sup&gt;Cs]], [[Caesium|&lt;sup&gt;134&lt;/sup&gt;Cs]] und [[Strontium|&lt;sup&gt;90&lt;/sup&gt;Sr]] sowie das [[Brutreaktor|Brutprodukt]] [[Plutonium|&lt;sup&gt;239&lt;/sup&gt;Pu]]. Oberhalb von etwa 1.750 °C schmilzt das Zirkalloy,&lt;ref name=grs-kernschmelze /&gt; fließt zusammen mit gelöstem Uranoxid der Brennstäbe auf den Boden des Druckbehälters und lagert sich dort als sogenanntes [[Corium (Reaktortechnik)|Corium]] ab&lt;ref name=&quot;temperatur_Zr&quot;&gt;P. Kuan, D.J. Hanson und F. Odar: [http://www.osti.gov/energycitations/servlets/purl/5642843-WEBy3N/5642843.pdf Managing water addition to a degraded core], 1992, S. 3-5&lt;/ref&gt; – eine Kernschmelze hat begonnen. Ab 2850 °C schmilzt auch das Uranoxid der Brennstäbe&lt;ref name=grs-kernschmelze /&gt; und bildet zusammen mit geschmolzenen [[Steuerstab|Steuerstäben]] weiteres „Corium“.Vermutlich trat dieser Ablauf einer Kernschmelze zumindest teilweise bei den Reaktorblöcken 1 und 2 ein.&lt;ref name=washingtonpost-edano-kernschmelze /&gt;&lt;ref name=kyodo-2011-03-81431 /&gt; Auch in Block 3 wurde ein Teil der Brennstäbe beschädigt.&lt;ref name=kyodo-2011-04-83628 /&gt;<br /> <br /> Durch die starke Erhitzung der Reaktordruckbehälter und die beginnende Wasserstoffproduktion stieg der Druck in den Reaktordruckgefäßen auf bedenkliche Werte an, so dass Druckentlastungen in den Sicherheitsbehälter vorgenommen werden mussten. Mit dem Dampf entwichen hierbei die freigewordenen [[Radionuklide]] sowie der Wasserstoff. <br /> <br /> Durch fehlende Kühlung kondensierte nicht ausreichend Wasserdampf in den Kondensationskammern, wodurch der Druck in den Sicherheitsbehältern schnell anstieg. Um den Druck zu senken und damit ein Bersten des Sicherheitsbehälters zu verhindern, sollte das mit Radionukliden (unter anderem [[Caesium|&lt;sup&gt;137&lt;/sup&gt;Cs]] und [[Iod|&lt;sup&gt;131&lt;/sup&gt;I]]) kontaminierte Dampf-Wasserstoff-Gemisch aus den Sicherheitsbehältern in die Umgebung abgelassen werden ([[Venting (Kernreaktor)|Venting]]). <br /> <br /> Vermutlich gelangte durch ein fehlerhaft funktionierendes Venting-System zumindest ein Großteil dieses Dampf / Wasserstoffgemisches in die Reaktorgebäude, wo es zu [[Knallgas]]explosionen kam, welche die Gebäudehülle (bei Block 1 nur das Dach) zerstörte.&lt;ref&gt;[http://www.nytimes.com/cwire/2011/03/25/25climatewire-us-experts-blame-fukushima-1-explosions-and-19903.html U.S. Experts Blame Fukushima 1 Explosions and Radiation on Failed Venting System], New York Times (25. März 2011), abgerufen am 8. April, archiviert am 8. April: [http://www.webcitation.org/5xnM78xPZ Seite 1], [http://www.webcitation.org/5xnM9yvYT Seite 2]&lt;/ref&gt; Inwieweit die innerhalb der Reaktorgebäude befindliche Betonabschirmung bei den Explosionen beschädigt wurde, war nicht bekannt. Während bei Block 1 und 3 davon ausgegangen wurde, dass der stählerne Reaktorsicherheitsbehälter intakt geblieben sei, wurde bei Block 2 vermutet, dass ein Bruch eintrat.&lt;ref name=&quot;JAIF_2011-03-18T16:00&quot; /&gt;<br /> <br /> Um die Reaktorkerne zu kühlen und bei einem Schmelzen der Brennstäbe eine unkontrollierte [[Kettenreaktion#Neutroneninduzierte Kernspaltung|Kettenreaktion]] zu unterbinden, wurde mit [[Borsäure]] versetztes Meerwasser in die Reaktorkerne sowie die Sicherheitsbehälter&lt;ref name=&quot;JAIF_2011-03-18T16:00&quot; /&gt; geleitet. Das in natürlichem [[Bor]] zu 20 % vorhandene [[Isotop]] [[Bor|&lt;sup&gt;10&lt;/sup&gt;B]] kann aus einer Kernspaltung entstehende [[Neutron]]en sehr effizient absorbieren ([[Neutronenabsorber]]), wobei es zu [[Lithium]] und [[Helium]] zerfällt.<br /> <br /> Für eine Aufstellung der gemessenen Strahlungsdosisleistungen in den Reaktoren, siehe [[Daten und Messwerte der Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi#Strahlungswerte in den Reaktoren 1 bis 3|Strahlungswerte in den Reaktoren 1 bis 3]].<br /> <br /> === Probleme in den Abklingbecken ===<br /> Eine zusätzliche Gefahr ergab sich daraus, dass die gebrauchten Brennelementstäbe in Fukushima-Daiichi zunächst im Reaktorgebäude und später in einem zentralen Abklingbecken über mehrere Jahre gelagert wurden und nach wie vor werden. Die gelagerten Brennelemente geben aufgrund der [[Nachzerfallswärme]] weiterhin Energie an das Wasser des Beckens ab, welches auf einen Kühlkreislauf angewiesen ist. Durch den vollständigen Stromausfall fiel dieser Kühlkreislauf bei allen Abklingbecken aus, sodass sich das Wasser dort allmählich erhitzte und teilweise verdunstete. <br /> <br /> Werden die Elemente nicht mehr vollständig von Wasser bedeckt, drohen deren Überhitzung und chemische Reaktionen ähnlich wie im Reaktor, bis hin zum Bersten der Brennstäbe. Ohne Kühlwasser und ohne Dach, das bei drei Reaktoren nach den Explosionen fehlte, würden die im Vergleich zu den Reaktoren sogar verstärkt enthaltenen Radionuklide in die Umwelt frei gesetzt.&lt;ref name=&quot;Makhijani&quot;&gt;{{Internetquelle|url=http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Moegliche_Folgen_Unfall_Fukushima.pdf|autor=Arjun Makhijani|titel=Mögliche Folgen des Unfalls in der Fukushima Nuklearanlage||werk=ippnw.de|datum=|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xd7PN6ht|archiv-datum=2011-04-02 |zugriff=2011-04-02|format=pdf|kommentar=Zusammenfassung des Papiers „Post‐Tsunami Situation at the Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant in Japan“}}&lt;/ref&gt; Inwieweit es bei den einzelnen Reaktoren zu solchen Vorgängen gekommen ist, ist nur ansatzweise bekannt. So wurde die Explosion von Block 4 zum Beispiel durch im Abklingbecken entstandenen Wasserstoff erklärt. Vermutlich wurden auch Brennstäbe bei den Explosionen zerstört und dadurch zusätzliche Spaltprodukte aus deren Innerem freigesetzt.&lt;ref name=nyt-2011-04-05 /&gt;<br /> <br /> === Reaktorblock 1 ===<br /> [[File:Fukushima 1 Nuclear Power Plant 02.jpg|miniatur|Nordwestansicht von Reaktorgebäude 1 und 2 (1999)]]<br /> Am 11. März 2011 um 14:46 (Ortszeit) wurde der Reaktor automatisch heruntergefahren. Um 15:42 Uhr fielen die Generatoren zur Notstromversorgung aus und das System schaltete auf Batteriebetrieb um.&lt;ref name=jaif-2011-03-018c&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/aij/member/2011/2011-03-18c.pdf|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xKrp1OCS|archivedate=2011-03-20|title=Sequence of Developments at Nuclear Power Stations Affected by the Earthquake|publisher=JAIF|date=2011-03-18|accessdate=2011-03-20|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=spiegel-batteriebetrieb&gt;{{cite web| url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750346,00.html|title=Drohende Kernschmelze – Notaktion soll Krisen-AKW retten|work=spiegel.de|date=2011-03-11|accessdate=2011-03-20}}&lt;/ref&gt; Um 16:36 versagte das Wassereinspritzsystem zur Kühlung.&lt;ref name=&quot;JAIF_2011-03-18T16:00&quot;&gt;{{cite web| url=http://www.jaif.or.jp/english/news_images/pdf/ENGNEWS01_1300433768P.pdf|title=JAIF Reactor Status and Major Events Update 12 – NPPs in Fukushima as of 16:00 March 18|publisher=Japan Atomic Industrial Forum|date=2011-03-18 | accessdate=2011-03-18 | language=englisch }}&lt;/ref&gt; Da der Inhalt des Druckbehälters nicht mehr gekühlt wurde, verdampfte Kühlwasser, bis Teile der Brennstäbe aus dem Wasser ragten.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/news_images/pdf/ENGNEWS01_1302261533P.pdf| title=Earthquake Report - JAIF, No. 46: 20:00, April 8| publisher=JAIF| date=2011-04-08| accessdate=2011-04-09| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xozr7eh9| archivedate=2011-04-09}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am 12. März kam es um 00:46 zu einem abrupten Druckanstieg. Daraufhin wurde ab 09:07 Dampf aus dem [[Reaktordruckbehälter]] abgelassen und ab 14:30 gefiltert aus dem [[Sicherheitsbehälter]] ({{lang|en|Containment}}), da sich der Druck dort von 4 auf 8,4&amp;nbsp;bar erhöht hatte.&lt;ref name=jaif-2011-03-018c&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/aij/member/2011/2011-03-18c.pdf|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xKrp1OCS|archivedate=2011-03-20|title=Sequence of Developments at Nuclear Power Stations Affected by the Earthquake|publisher=JAIF|date=2011-03-18|accessdate=2011-03-20|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=&quot;JAIF_2011-03-18T16:00&quot; /&gt; Dabei gelangten auch geringe Konzentrationen der [[Radioaktivität|radioaktiven]] [[Caesium]]- und [[Iod]]-[[Isotop]]e &lt;sup&gt;137&lt;/sup&gt;Cs und &lt;sup&gt;131&lt;/sup&gt;I in die Umgebung.&lt;ref name=&quot;world-nuclear-news-2011-03-12&quot;/&gt;&lt;ref name=&quot;tazAtomalarm&quot;/&gt;<br /> <br /> [[Datei:Hydrogen_explosion_Fukushima_Unit_1_cg_visualization.png|miniatur|vorher/nachher-Darstellung des Reaktorgebäudes von Block 1 (Computergrafik)]]<br /> <br /> Am 12. März um 15:36&amp;nbsp;Uhr kam es dann zwischen Sicherheitsbehälter und Außenhülle des Reaktorgebäudes zu einer [[Knallgas|Knallgasexplosion (Wasserstoff-Explosion)]], bei der der obere Teil der Außenverkleidung des Reaktorblocks weggesprengt wurde.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2011/03/12/AR2011031205493.html |title=Japanese nuclear plants' operator scrambles to avert meltdowns |publisher=The Washington Post |author=Chico Harlan und Steven Mufson |language=englisch |date=2011-03-13 |accessdate=2011-03-13}}&lt;/ref&gt; Videoaufnahmen zeigen einen schnellen, kaum sichtbaren Explosionsstoß nach oben, und dann eine sich mehr horizontal als vertikal ausbreitende Rauchwolke um das Reaktorgebäude.&lt;ref&gt;[[Bayerisches Fernsehen]]: [http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/japan-atomkraftwerk-fukushima-ID1299922761639.xml Video der Explosion von Block 1 von Fukushima I]&lt;/ref&gt; Einer Stellungnahme der Regierung zufolge wurde der Sicherheitsbehälter nicht beschädigt. Die Strahlungswerte am Werkstor sollen 70-fach über den Normalwerten gelegen haben.&lt;ref name=&quot;kyodonew-2011-03-12-en&quot;&gt;{{cite web| url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77156.html | title=Explosion did not occur at Fukushima reactor: Japan spokesman | date=2011-03-12 | accessdate=2011-03-12 | language=englisch }}&lt;/ref&gt; Durch die Explosion wurden vier Arbeiter vor Ort verletzt. Zudem wurde ein Arbeiter einer erhöhten Strahlungsdosis ausgesetzt.&lt;ref name=&quot;IAEA_2011-03-13T02:35&quot;&gt;{{Internetquelle |url=http://www.iaea.org/newscenter/news/2011/fukushima130311.html |titel=Fukushima Nuclear Accident Update Log |titelerg=Fukushima Nuclear Accident Update (13 March 2011, 02:35 CET) – Corrected |hrsg=[[IAEA]] |sprache=en|datum=2011-03-13 |zugriff=2011-03-24}}&lt;/ref&gt; Der Evakuierungsradius um das Kraftwerk wurde auf 20&amp;nbsp;km ausgeweitet.&lt;ref&gt;{{cite web| url=http://www.agi.it/english-version/world/elenco-notizie/201103120925-cro-ren1015-japan_nhk_tv_workers_injured_in_fukushima_explosion | title=JAPAN: NHK TV, WORKERS INJURED IN FUKUSHIMA EXPLOSION | author= | publisher=agi.it | work= | date=2011-03-12 | accessdate=2011-03-12 | language=englisch }}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{cite web| url=http://www.n-tv.de/panorama/Unklarheit-ueber-Explosion-in-Fukushima-1-article2810866.html | title=13.24 Uhr: +++ 10.000 Menschen in Minamisanriku vermisst +++ | date=2011-03-12 | accessdate=2011-03-12 }}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> In Fukushima blies zum Explosionszeitpunkt ein Westwind mit einer Geschwindigkeit von etwa 15&amp;nbsp;km/h. Die japanischen Behörden vermuteten ab zirka 17:00&amp;nbsp;Uhr&amp;nbsp;MEZ aufgrund stark erhöhter [[Iod]]- und [[Caesium]]werte eine partielle [[Kernschmelze]], die japanische Tageszeitung ''[[Asahi Shimbun]]'' berichtete von partiell freiliegenden Brennstäben.&lt;ref&gt;{{cite web| url=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,750472,00.html | title=Spiegel-Live-Ticker | publisher=spiegel.de | accessdate=2011-03-12 }}&lt;/ref&gt; Der Behördensprecher, der die mögliche Kernschmelze bekanntgab, wurde danach nicht wieder eingesetzt; Tepco machte dazu keine weiteren Angaben.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.tagesthemen.de/ausland/fukushima138.html|titel=Japan: Neue Probleme im AKW Fukushima I |titelerg=Angst vor nuklearer Katastrophe nach Beben in Japan|hrsg=tagesschau.de|werk=tagesthemen.de|datum=2011-03-13|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xd8weKCP|archiv-datum=2011-04-02 |zugriff=2011-04-02}}&lt;/ref&gt; Die Behörden bereiteten die Verteilung von [[Iodblockade|Iod-Tabletten]] vor.&lt;ref name=&quot;world-nuclear-news-2011-03-12&quot;/&gt;&lt;ref name=&quot;cnn_t1&quot;&gt;[http://edition.cnn.com/2011/WORLD/asiapcf/03/12/japan.nuclear/?hpt=T1 Japan struggles with nuclear reactors in wake of quake] (englisch)&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Ab dem 12. März um 20:20 Uhr wurde mithilfe des Feuerlöschsystems [[Meerwasser]] zur Abkühlung mit [[Borsäure]] als [[Neutronenabsorber]] in den Reaktordruckbehälter gepumpt.&lt;ref&gt;{{cite web| url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77171.html | title=Explosion did not occur at reactor: Japan gov't spokesman | date=2011-03-12 | accessdate=2011-03-12 | language=englisch }}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Premierminister [[Naoto Kan]] flog mit einem Hubschrauber zur Anlage und forderte dort einen Leiter von Tepco auf, die umliegende Bevölkerung zu unterstützen.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77196.html|title=Damage from mega quake increasing, death toll feared to top 1,800 |publisher=Kyodo News|work=english.kyodonews.jp|date=2011-03-13|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xdA32cA2|archivedate=2011-04-02 |accessdate=2011-04-02|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Die [[Internationale Atomenergie-Organisation]] (IAEO/IAEA) teilte am {{FormatDate|2011-03-12}} gegen 21&amp;nbsp;Uhr (MEZ) mit, dass bis zu diesem Zeitpunkt etwa 170.000&amp;nbsp;Menschen innerhalb eines Radius von 20&amp;nbsp;km ihre Wohnungen verlassen mussten und dass die Evakuierungsmaßnahmen noch nicht abgeschlossen seien.&lt;ref name=&quot;IAEA_2011-03-12T20:10&quot;&gt;{{Internetquelle |url=http://www.iaea.org/newscenter/news/2011/fukushima120311.html |titel=Fukushima Nuclear Accident Update Log |titelerg=Fukushima Nuclear Accident Update (12 March 2011, 20:10 UTC) |hrsg=[[IAEA]] |sprache=en|datum=2011-03-12 |zugriff=2011-03-24}}&lt;/ref&gt; Kabinettssekretär [[Yukio Edano]] sagte, offizielle Stellen handelten nun auf der Basis der Annahme, dass in Block 1 sehr wahrscheinlich eine Kernschmelze in Gang sei.&lt;ref name=washingtonpost-edano-kernschmelze&gt;''Chief Cabinet Secretary Yukio Edano said officials were acting on the assumption that a meltdown could be underway at that reactor, Fukushima Daiichi's unit 3, and that it was &quot;highly possible&quot; that a meltdown was underway at Fukushima Daiichi's unit 1 reactor, where an explosion destroyed a building a day earlier.'' [http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2011/03/12/AR2011031205493.html The Washington Post], abgerufen 13. März 2011.&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Am 14. März wurde die Einspeisung von Meerwasser unterbrochen, nachdem eine Pumpe versagt hatte.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www3.nhk.or.jp/daily/english/15_52.html|titel=Efforts to cool Fukushima reactors continue|titelerg=Daily News|hrsg=NHK|werk=.nhk.or.jp|datum=2011-03-15|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xdB9Igp6|archiv-datum=2011-04-02 |zugriff=2011-04-02|sprache=en}}&lt;/ref&gt; In der Nacht zum 15. März wurde die Einspeisung wieder aufgenommen.&lt;ref name=nisa-2011-03-21-15-30&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110321-4-1.pdf|title=Seismic Damage Information (the 39th Release, As of 15:30 March 21st, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-21 |accessdate=2011-03-21 |language=englisch |format=pdf}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am 20. März wurde die externe Stromversorgung des Blocks wiederhergestellt.&lt;ref name=&quot;stab&quot;&gt;[http://www.world-nuclear-news.org/RS_Stabilisation_at_Fukushima_Daiichi_2003111.html Stabilisation at Fukushima Daiichi]&lt;/ref&gt; Am 24. März um 11:30 Uhr konnte die Beleuchtung im zentralen Bedienraum (Central Operation Room) wiederhergestellt werden&lt;ref name=nisa-2011-03-26-12-00 /&gt;<br /> <br /> Seit dem 23. März um 02:30 Uhr kann zusätzlich zu der weiter laufenden Noteinspeisung durch das Feuerlöschsystem auch wieder Wasser über ein reguläres Einspeisesystem in den Druckbehälter eingebracht werden.&lt;ref name=nisa-2011-03-23-08-00&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110323-2-4.pdf|title=Seismic Damage Information (the 44th Release)|publisher=NISA|date=2011-03-23|accessdate=2011-03-23|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; Am 25. März wurde die Kühlung des Reaktordruckbehälters von Meer- auf Süßwasser umgestellt.&lt;ref name=nisa-2011-04-04-15-00&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110404-5-1.pdf|title=Seismic Damage Information (the 73rd Release)|publisher=NISA|date=2011-04-04|accessdate=2011-04-06|language=englisch|format=pdf|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xrF8RmEI|archivedate=2011-04-11}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Seit dem 25. März ab 06:20 Uhr tritt kontinuierlich weißer Dampf/Rauch aus.&lt;ref name=nisa-2011-03-26-12-00 /&gt;&lt;!-- Unklar ob seit oder am 25. März --&gt;<br /> <br /> {{Anker|AnkerGefahrBlock1}}<br /> Ab dem 29. März eskalierte die Lage im Reaktor 1 erneut. Die Strahlungssensoren des Druckbehälters zeigten bis zum 1. April einen Anstieg auf einen neuen Höchstwert (siehe [[Daten und Messwerte der Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi#Strahlungswerte in den Reaktoren 1 bis 3|Tabelle der Strahlungswerte in den Reaktoren 1 bis 3]]). Laut einem Bericht der New York Times hatten vermutlich Salzablagerungen den Fluss von Kühlwasser im Druckbehälter eingeschränkt oder blockiert.&lt;ref name=nyt-2011-04-05 /&gt; <br /> <br /> Am 6. April begann Tepco nach Rücksprache mit dem Wirtschaftsministerium mit der Einleitung von [[Stickstoff]] in den Sicherheitsbehälter, um einer möglichen Knallgasexplosion vorzubeugen. &lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11040613-e.html|title=Injection of nitrogen to reactor containment vessel of Fukushima Daiichi Nuclear Power Station Unit 1|publisher=Tepco|date=2011-04-06|accessdate=2011-04-07|language=englisch}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=kyodo-2011-04-83628&gt;{{cite web | url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/83628.html | title=Nitrogen injected into Fukushima reactor to reduce risk of explosion | accessdate=2011-04-06 | publisher=Kyodo News | language=englisch | archiveurl= | archivedate= }}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am 8. April zeigte der Strahlungssensor im Druckbehälter von Block 1 einen extremen Anstieg; am nachfolgenden Tag fiel er aus (siehe [[Daten und Messwerte der Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi#Strahlungswerte in den Reaktoren 1 bis 3|Tabelle der Strahlungswerte in den Reaktoren 1 bis 3]]).<br /> <br /> === Reaktorblock 2 ===<br /> [[File:Fukushima 1 Nuclear Power Plant 18.jpg|miniatur|Einer der Kraftwerksleitstände (1999)]]<br /> Am 11. März 2011 um 14:46 (Ortszeit) wurde der Reaktor automatisch heruntergefahren. Um 15:42 Uhr fielen die Generatoren zur Notstromversorgung aus und das System schaltete auf Batteriebetrieb um. Um 16:36 versagte das Wassereinspritzsystem zur Kühlung.&lt;ref name=jaif-2011-03-018c&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/aij/member/2011/2011-03-18c.pdf|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xKrp1OCS|archivedate=2011-03-20|title=Sequence of Developments at Nuclear Power Stations Affected by the Earthquake|publisher=JAIF|date=2011-03-18|accessdate=2011-03-20|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; Später wurde gemeldet, dass die Wassereinspritzung am 13. März um 14:00 Uhr noch funktioniert habe.&lt;ref name=nisa-2011-03-18-15-00&gt;{{cite web| url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110318-3.pdf | title=NISA Seismic Damage Information (the 30th Release) (As of 15:00 March 18th, 2011) | publisher=Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA)| date=2011-03-18 | accessdate=2011-03-18 | language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am 14. März nach 11:00 Uhr wurde die Ausblasklappe (''blow out panel'') des Reaktorgebäudes 2 geöffnet, um eine Explosion wie in Block 3 zu verhindern. Um 13:18 wurde ein niedriger Wasserspiegel im Reaktordruckbehälter festgestellt, woraus Tepco schloss, dass das Kühlsystem zwischenzeitlich ausgefallen war.&lt;ref name=jaif-2011-03-018c&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/aij/member/2011/2011-03-18c.pdf|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xKrp1OCS|archivedate=2011-03-20|title=Sequence of Developments at Nuclear Power Stations Affected by the Earthquake|publisher=JAIF|date=2011-03-18|accessdate=2011-03-20|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; Im weiteren Verlauf kam es zu einem nahezu vollständigen Verlust an flüssigem Wasser im Reaktor, das sich in Wasserdampf verwandelte, wodurch die Gefahr einer Kernschmelze deutlich zunahm. Daraufhin wurde um 13:49 Alarm ausgelöst und ab 16:34 Meerwasser in die Reaktordruckkammer eingeleitet. Um 22:50 wurde ein abnormaler Druckanstieg und weiter fallender Wasserspiegel im Reaktordruckbehälter registriert.<br /> <br /> Am 15. März ab 00:00 Uhr wurde Druck aus dem Reaktor abgelassen. Um 06:20 ereignete sich eine Explosion. Gleichzeitig fiel der Druck in der Kondensationskammer ab, was darauf hindeutete, dass diese beschädigt wurde und sich möglicherweise auch die Explosion dort abspielte.&lt;ref name=NISA-2011-03-15-11-00&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110316-2.pdf|title=Seismic Damage Information (24th Release) as of 11:00 March 15th, 2011 | publisher=NISA|date=2011-03-15|accessdate=2011-04-06|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; Anders als bei den Explosionen in den Blöcken 1, 3 und 4 blieben die Außenwände des Reaktorgebäudes 2 weitgehend intakt. Ab 08:25 wurde aus Block 2 aufsteigender weißer Dampf und/oder Rauch beobachtet, der aus mindestens einem Loch in der Gebäudehülle entwich und auch an den nachfolgenden Tagen noch zu beobachten war (siehe das [[#FotoRauch|Foto zu Beginn des Artikels]]).&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,750714,00.html|title=AKW-Katastrophe: Japaner fürchten sich vor dem Strahlentod|publisher=Spiegel Online|date=2011-03-14|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xdBUB5e6|archivedate=2011-04-02 |accessdate=2011-04-02}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=&quot;JAIF_2011-03-18T16:00&quot; /&gt;&lt;ref name=nisa-2011-03-18-15-00&gt;{{cite web| url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110318-3.pdf | title=NISA Seismic Damage Information (the 30th Release) (As of 15:00 March 18th, 2011) | publisher=Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA)| date=2011-03-18 | accessdate=2011-03-18 | language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Während Regierungssprecher Edano am 15. März die Blöcke 1 und 3 als „auf dem Weg zu Normalität“ bezeichnete, nannte er die Situation von Block 2 weiter instabil.&lt;ref name=&quot;BBC12749444&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-pacific-12749444|title= Japan earthquake: Radiation levels fall at Fukushima |publisher=BBC |language=englisch |date=2011-03-15 |accessdate=2011-03-21}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am {{formatDate|2011-03-16}} schätzte Tepco, dass ein Drittel der Brennstäbe von Block 2 defekt sei; die Brennstäbe lägen teilweise frei.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.grs.de/kommunikation-medien/japan-statusmeldung-16-03-2011-0600|title=Japan: Statusmeldung vom 16.03.2011, 06:00 Uhr (MEZ) |publisher=GRS - Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit|work=grs.de|date=2011-03-16|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xdBjaziS|archivedate=2011-04-02 |accessdate=2011-04-02}}&lt;/ref&gt; Trotz Einspeisen von Wasser gelang es nicht, den Wasserstand im Reaktor zu erhöhen. Dies deutete auf Lecks im Reaktordruckgefäß hin. <br /> <br /> Am 20. März um 15:00 Uhr wurde mit dem Einfüllen von Meerwasser in das Abklingbecken von Block 2 begonnen. Um 15:46 wurde die externe Stromversorgung des Blocks wiederhergestellt.&lt;ref name=&quot;nisa-2011-03-20-16-30&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110320-4-1.pdf|title=Seismic Damage Information (the 36th Release) (As of 16:30 March 20th, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-20 |accessdate=2011-03-20 |language=englisch |format=pdf}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Zwischen dem 21. März 18:22 Uhr und dem 22. März 07:11 Uhr trat erneut weißer Dampf oder Rauch aus dem Reaktorblock aus.&lt;ref name=nisa-2011-03-21-21-00&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110322-1-1.pdf|title=Seismic Damage Information (the 40th Release)|publisher=NISA|date=2011-03-21|accessdate=2011-03-21|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Ab dem 22. März wurde – jeweils im Abstand von mehreren Tagen – Meerwasser in das Abklingbecken von Block 2 eingefüllt.&lt;ref name=&quot;nisa-2011-03-22-18-00&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110322-4-1.pdf |title=Seismic Damage Information (the 43rd Release) (As of 18:00 March 22nd, 2011) |date=2011-03-22 |accessdate=2011-03-22 |language=englisch |format=pdf}}&lt;/ref&gt;Seit dem 26. März wird wieder Süßwasser statt Meerwasser in den Reaktordruckbehälter eingespritzt.&lt;ref name=nisa-2011-03-26-12-00 /&gt;<br /> <br /> Am 26. März maß Tepco im Untergeschoss des Turbinengebäudes von Block 2 (laut JAIF) eine sehr hohe Strahlung von mehr als 1000 mSv/h an der Oberfläche des Wassers, das sich dort angesammelt hatte.&lt;ref name=jaif_32&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/aij/member/2011/earthquakereport32.pdf|title=Earthquake Report No. 32 (JAIF) | publisher=Japan Atomic Industrial Forum (JAIF) |date=2011-03-27|accessdate=2011-03-27|format=pdf|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Am folgenden Tag wurden ähnliche Strahlungswerte auch im Wasser eines Tunnels außerhalb des Turbinengebäudes von Block 2 entdeckt, durch den Rohre verlaufen.&lt;ref name=nisa-2011-03-29-08-00&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110329-7-1.pdf|title=Seismic Damage Information (the 60th Release)|publisher=NISA|date=2011-03-29|accessdate=2011-04-05|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; Daraufhin teilte die japanische Regierung am 28. März mit, dass sie von einer vorübergehenden Teil-Kernschmelze in Reaktor 2 ausgehe.&lt;ref name=kyodo-2011-03-81431&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/81431.html|title=Radioactive water at No. 2 reactor due to partial meltdown: Edano|publisher=Kyodo News|date=2011-03-28|accessdate=2011-03-28|language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am 1. April wurde auch die Kühlung des Abklingbeckens von Meer- auf Süßwasser umgestellt.&lt;ref name=nisa-2011-04-04-15-00 /&gt;<br /> <br /> [[File:Fukushima I nuclear powerplant nuclear (leak case of high-level radiation water, trenches and tunnels).PNG|miniatur|hochkant=1.5|Möglicher Weg des Wassers aus dem Reaktorgebäude (1) durch das Turbinenhaus (2) bis in den Kabelschacht (3)]]<br /> Am 2. April entdeckte Tepco in einem betonierten Kabelschacht nahe dem Wassereinlass von Block 2&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110404-1-2.pdf|title=Horizontaler Lageplan des Kabelschachts (orange) bei Block 2|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xhCyZacx|archiv-date=2011-04-04|accessdate=2011-04-04|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=nisa-en20110404-2-5&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110404-2-5.pdf|title=Vertikaler Lageplan des Kabelschachts (orange) bei Block 2|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xhDBRQhY|archivedate=2011-04-04|accessdate=2011-04-04|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; einen 20 Zentimeter langen Riss, aus dem radioaktiv hochkontaminiertes Wasser in den Pazifik floss. Ein Versuch, das Leck mit Beton zu verschließen,&lt;ref name=tepco-11040203&gt;{{cite web|url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11040203-e.html|title=Out flow of fluid containing radioactive materials to the ocean from areas near intake channel of Fukushima Daiichi Nuclear Power Station Unit 2|publisher=Tepco|date=2011-04-02|accessdate=2011-04-02|language=englisch}}&lt;/ref&gt; schlug ebenso fehl&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://edition.cnn.com/2011/WORLD/asiapcf/04/02/japan.nuclear.reactors/index.html|title=Workers struggle to plug leak at Japan nuclear plant|publisher=CNN|date=2011-04-02|accessdate=2011-04-03|language=englisch}}&lt;/ref&gt; wie das Einbringen eines Gemischs aus [[Superabsorber]], Sägemehl und zerkleinertem Zeitungspapier in Verbindungsrohre zum Turbinengebäude.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/82882.html|title=Absorbent yet to soak up radioactive water at Fukushima plant|publisher=Kyodo News|date=2011-04-03|accessdate=2011-04-04|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Am 6. April konnte Tepco das Leck dann mit einem Abdichtmittel auf [[Wasserglas]]-Basis verschließen.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/83451.html|title=Highly radioactive water leaking into sea stops: TEPCO|publisher=Kyodo News|date=2011-04-06|accessdate=2011-04-06&gt;}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Am 9. April begann Tepco den Bau einer Stahlwand vor dem Wassereinlass von Block 2, um weitere mögliche Austritte von stark radioaktivem Wasser zu verhindern.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/84191.html|title=TEPCO begins building steel wall, fence to prevent sea contamination|publisher=Kyodo News|date=2011-04-09|accessdate=2011-04-09|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Durch die beschädigte Kondensationskammer könnte weiterhin Wasser aus dem vermutlich beschädigten Druckbehälter über verschiedene Kanäle und Schächte in Meer gelangen (siehe Grafik).&lt;ref name=nisa-en20110404-2-5 /&gt;<br /> <br /> === Reaktorblock 3 ===<br /> Zum Zeitpunkt des Unfalls war der Reaktorblock 3 im Gegensatz zu Block 1 und 2 auch mit 32 [[MOX-Brennelement|Mischoxid-Brennelementen]] (von insgesamt 548 Brennelementen) bestückt, die eine Mischung aus [[Urandioxid]] und [[Plutoniumdioxid]] enthalten, wobei der Plutonium-Anteil wegen der Giftigkeit dieses Elements zusätzlich gefährlich ist.<br /> ;11. März 2011:<br /> Am 11. März um 14:46 (Ortszeit) wurde der Reaktor automatisch heruntergefahren. Um 15:42 Uhr fielen die Generatoren zur Notstromversorgung aus und das System schaltete auf Batteriebetrieb um. <br /> ;12. März:<br /> Am 12. März gegen 14 Uhr gab die [[japanische Atomaufsichtsbehörde]] (NISA) bekannt, dass die Notkühlung im Block 3 nicht mehr funktionsfähig sei und dringend eine Methode zur Bereitstellung von Kühlwasser gefunden werden müsse.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.reuters.com/article/2011/03/12/us-japan-quake-nuclear-cooling-idUSTRE72B3GI20110312|title=Japan's Fukushima nuclear plant faces new reactor problem|publisher=Reuters|date=2011-03-12|accessdate=2011-03-12}}&lt;/ref&gt; <br /> ;13. März:<br /> Am 13. März meldete Tepco den vollständigen Ausfall des Reaktorkühlsystems für 05:10 oder 05:58 (je nach Quelle) an die Behörden.&lt;ref name=jaif-2011-03-20-22-00&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/news_images/pdf/ENGNEWS01_1300624909P.pdf|title=Status of nuclear power plants in Fukushima as of 22:00 March 20|publisher=JAIF|date=2011-03-20|accessdate=2011-03-21|language=englisch}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=jaif-2011-03-018c&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/aij/member/2011/2011-03-18c.pdf|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xKrp1OCS|archivedate=2011-03-20|title=Sequence of Developments at Nuclear Power Stations Affected by the Earthquake|publisher=JAIF|date=2011-03-18|accessdate=2011-03-20|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; Um 08:41 wurden Drucksicherheitsventile des Druckbehälters geöffnet, um Dampf abzulassen. Ab 11:55 wurde dann Süßwasser über das Feuerlöschsystem in den Reaktordruckbehälter eingespritzt, ab 13:12 mit Borsäure versetztes Meerwasser.&lt;ref name=jaif-2011-03-018c&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/aij/member/2011/2011-03-18c.pdf|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xKrp1OCS|archivedate=2011-03-20|title=Sequence of Developments at Nuclear Power Stations Affected by the Earthquake|publisher=JAIF|date=2011-03-18|accessdate=2011-03-20|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=nisa-2011-03-18-15-00&gt;{{cite web| url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110318-3.pdf | title=NISA Seismic Damage Information (the 30th Release) (As of 15:00 March 18th, 2011) | publisher=Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA)| date=2011-03-18 | accessdate=2011-03-18 | language=englisch}}&lt;/ref&gt; An diesem Tag deutete auch Hidehiko Nishiyama vom [[METI]] an, dass der Kern in Block 3 wahrscheinlich teilweise geschmolzen sei.&lt;ref&gt;''Hidehiko Nishiyama, a senior official of the Economy, Trade and Industry Ministry indicated Sunday that the core of the No. 3 reactor has also melted partially, telling a news conference, &quot;I don't think the fuel rods themselves have been spared damage&quot;.'' [http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77392.html Water injected into troubled nuclear power plant to avert disaster]&lt;/ref&gt;<br /> ;14. März:<br /> Am 14. März um 01:10 musste die Einspritzung von Meerwasser in die Reaktordruckbehälter mangels Meerwasser in der Sammelgrube sowohl für Reaktorblock 1 als auch für Reaktorblock 3 unterbrochen werden. Für Block 3 wurde die Einspritzung um 03:20 wieder aufgenommen. Ab 07:44 begann der Druck im Sicherheitsbehälter kontinuierlich anzusteigen. Um 11:01 ereignete sich dann eine Explosion, bei der wesentliche Teile des Reaktorgebäudes zerstört wurden. Man nahm an, dass es sich um eine Wasserstoffexplosion handelte. Videoaufnahmen zeigen einen Feuerball im oberen Bereich des Gebäudes und eine dunkle, schnell und senkrecht nach oben aufsteigende Rauchwolke.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.youtube.com/watch?v=FkLf6VWxd4k|title=Video der Explosion von Reaktor 3|publisher=Youtube|date=2011-03-14|accessdate=2011-03-19}}&lt;/ref&gt; Von der Außenhülle des Gebäudes war anschließend nur noch ein Metallgerippe zu sehen. Nach Angaben von Tepco wurden bei der Explosion 7 Menschen verletzt.&lt;ref name=&quot;TEPCO11031405-e&quot;&gt;[http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11031405-e.html ''White smoke around the Fukushima Daiichi Nuclear Power Station Unit 3 (3rd release)''] Pressemitteilung TEPCO vom {{formatDate|2011-03-14}} (abgerufen am {{formatDate|2011-03-14}})&lt;/ref&gt; Augenzeugen berichteten, dass bei der Explosion sechs Mitarbeiter der &quot;Japanese Central Nuclear Biological Chemical Weapon Defence Unit&quot; getötet wurden.&lt;ref name=the_telegraph-2011-03-27-07-00&gt;{{cite web|url=http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/japan/8408863/Japan-tsunami-Fukushima-Fifty-the-first-interview.html|title=Japan tsunami: Fukushima Fifty, the first interview|publisher=The Telegraph|author=Andrew Gilligan und Robert Mendick|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xnALbst2|archivedate=2011-04-08|date=2011-03-27|accessdate=2011-04-02|language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> ;16. März:<br /> [[Datei:Fukushima I by Digital Globe 2 crop.jpg|miniatur|Dampf und Rauch über Block&amp;nbsp;3 am 16.&amp;nbsp;März; verzerrtes Satellitenbild]]<br /> Seit dem Morgen des 16. März und auch noch an den nachfolgenden Tagen wurde weißer Dampf und/oder Rauch beobachtet, der aus dem Gebäude aufstieg. Schon seit dem Vortag wurden Strahlenwerte von 400 Millisievert pro Stunde (mSv/h) am Reaktorblock 3 gemessen.&lt;ref name=jaif-2011-03-20-22-00&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/news_images/pdf/ENGNEWS01_1300624909P.pdf|title=Status of nuclear power plants in Fukushima as of 22:00 March 20|publisher=JAIF|date=2011-03-20|accessdate=2011-03-21|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Wegen der relativ hohen Strahlung und der Möglichkeit eines Schadens am Reaktorkern wurde um 10:45 die Bedienungsmannschaft des zentralen Kontrollraums für Reaktorblock 3 und 4 (gemeinsamer Kontrollraum) evakuiert. Um 11:30 kehrte die Bedienungsmannschaft wieder an ihren Arbeitsplatz zurück und nahm die Einspritzung von Meerwasser in die beiden Reaktordruckbehälter wieder auf.&lt;ref name=nisa-2011-03-18-15-00&gt;{{cite web| url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110318-3.pdf | title=NISA Seismic Damage Information (the 30th Release) (As of 15:00 March 18th, 2011) | publisher=Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA)| date=2011-03-18 | accessdate=2011-03-18 | language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am 16. März sollte das Abklingbecken von Block 3 durch Wasserabwurf von [[Boeing-Vertol CH-47|Chinook-Hubschraubern]] der Streitkräfte gekühlt werden. Der Versuch wurde jedoch am Abend wegen zu hoher Verstrahlungsgefahr für die Piloten abgebrochen. <br /> ;17. März:<br /> [[Datei: Kyunan-syoubou.jpg|miniatur|Sonderlöschfahrzeug der japanischen Streitkräfte]]<br /> Am 17. März zwischen 09:48 und 10:01 wurden dann im Vorbeiflug vier Wasserladungen von je 7,5 Tonnen aus [[Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber|Löschbehältern]] abgeworfen.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-03/fukushima-kuehlung-helikopter |title=Fukushima: Hubschrauber und Wasserwerfer sollen Reaktoren kühlen |work=Zeit Online |date=2011-03-17 |accessdate=2011-03-17}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=nisa-2011-03-18-15-00&gt;{{cite web| url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110318-3.pdf | title=NISA Seismic Damage Information (the 30th Release) (As of 15:00 March 18th, 2011) | publisher=Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA)| date=2011-03-18 | accessdate=2011-03-18 | language=englisch}}&lt;/ref&gt; Videoaufnahmen zeigen, dass der Abwurf wenig treffsicher war und ein Großteil des Wassers neben dem Reaktorblock niederging.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.youtube.com/watch?v=Rgt6cS_vv9c&amp;feature=related|title=Military helicopters dump water on Fukushima Daiichi reactors|publisher=Youtube|date=2011-03-16|accessdate=2011-03-21|language=japanisch mit englischen Untertiteln}}&lt;/ref&gt;<br /> Am 17. März gegen 19 Uhr begann die Kühlung von Block 3 durch Einsprühen von Wasser. Ein [[Wasserwerfer]] der Polizei und fünf [[Sonderlöschfahrzeug]]e der japanischen Streitkräfte spritzten insgesamt etwa 30 Tonnen Wasser auf bzw. in das Reaktorgebäude. Auch nach diesen Kühlversuchen strömte weiterhin weißer Dampf und/oder Rauch aus.&lt;ref name=&quot;JAIF_2011-03-18T16:00&quot; /&gt;&lt;ref name=nisa-2011-03-18-15-00&gt;{{cite web| url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110318-3.pdf | title=NISA Seismic Damage Information (the 30th Release) (As of 15:00 March 18th, 2011) | publisher=Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA)| date=2011-03-18 | accessdate=2011-03-18 | language=englisch}}&lt;/ref&gt; Die Kühlung mit Löschfahrzeugen der Streitkräfte wurde in den nachfolgenden Tagen fortgesetzt. <br /> ;20. März:<br /> Ab dem 20. März beteiligten sich auch 14 hinzugezogene Löschfahrzeuge der Sondereinheit ''Hyper Rescue Unit'' der Tokioter Feuerwehr an dem Einsatz.&lt;ref name=&quot;nisa-2011-03-20-16-30&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110320-4-1.pdf |title=Seismic Damage Information (the 36th Release) (As of 16:30 March 20th, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-20 |acessdate=2011-03-20 |language=englisch |format=pdf}}&lt;/ref&gt; Die Menge an aufgesprühten Wasser erhöhte sich in den folgenden Tagen auf mehrere hundert Tonnen täglich.&lt;ref name=nisa-2011-03-23-12-30&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110323-3-1.pdf|title=Seismic Damage Information (the 45th Release)|publisher=NISA|date=2011-03-23|accessdate=2011-03-23|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;<br /> {{Anker|AnkerGefahrBlock3}}<br /> In den Tagen um den 20. März traten Druckschwankungen im Sicherheitsbehälter (''Containment'') von Block 3 auf. Es bestand die Gefahr, dass wieder radioaktiver Dampf in die Umwelt abgelassen werden müsste; hierauf wurde jedoch zunächst verzichtet.&lt;ref name=nisa-2011-03-21-10-30&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110321-3.pdf|title=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110321-3.pdf|publisher=nisa|date=2011-03-21|accessdate=2011-03-21|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=jaif-2011-03-21-16-00&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/news_images/pdf/ENGNEWS01_1300691852P.pdf|title=Status of nuclear power plants in Fukushima as of 16:00 March 21|publisher=JAIF |date=2011-03-21|accessdate=2011-03-21|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; <br /> [[Datei:Fukushima I reactor 3 blacksmoke.jpg|thumb|Dunkler Rauch über der Ruine des Reaktorblocks 3]]<br /> ;21. März:<br /> Ab dem 21. März um 16 Uhr wurde grauer Rauch beobachtet, der aus den Überresten des Reaktorgebäudes aufstieg und dessen Intensität ab 18 Uhr wieder nachließ. Tepco zog sicherheitshalber seine Mitarbeiter vorübergehend vom Kraftwerksgelände ab. Der Kühleinsatz mit Löschfahrzeugen und die Arbeiten an der Stromversorgung an Block 3 wurden unterbrochen.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79920.html|title=Grayish smoke seen billowing from Fukushima No. 3 reactor building|publisher=Kyodo News|date=2011-03-21|accessdate=2011-03-21|language=englisch}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=kyodo-2011-03-21-rauch&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79977.html|title=White smoke at Fukushima No. 2 reactor, smoke at No.3 reactor stops|publisher=Kyodo News|date=2011-03-21|accessdate=2011-03-21|language=englisch}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=nisa-2011-03-21-21-00&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110322-1-1.pdf |title=Seismic Damage Information (the 40th Release(corrected)) (As of 21:00 March 21st, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-21 |accessdate=2011-03-21 |language=englisch |format=pdf}}&lt;/ref&gt; <br /> ;23. März:<br /> Nach Wiederherstellung der Stromversorgung wurde am 23. März von 11:03 bis 13:20 erstmals wieder Wasser (Meerwasser) über das Kühlsystem in das Abklingbecken eingeleitet. Um 16:20 war schwärzlicher Rauch sichtbar, der aus dem Reaktorgebäude kam.&lt;ref name=nisa-2011-03-24-19-00&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110323-4-1.pdf |title=Seismic Damage Information (the 46th Release) (As of 19:00 March 23rd, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-23 |accessdate=2011-03-24 |language=englisch |format=pdf}}&lt;/ref&gt; <br /> ;24. März<br /> Am 24. März kam es bei zwei Arbeitern, die Stromleitungen im Untergeschoss des Turbinengebäudes von Block 3 verlegt hatten, zu „Strahlenverbrennungen“ (akute Strahlenschäden der Körperoberfläche). Nachforschungen ergaben, dass sich dort hoch radioaktiv kontaminiertes Wasser angesammelt hatte.&lt;ref name=nisa-2011-03-25-messung-block3&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110325-6.pdf|title=Messwerte des kontaminierten Wassers im Untergeschoss von Block 3|date=2011-03-26|accessdate=2011-03-25|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xSCPF1rT|archivedate=2011-03-25|publisher=NISA|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; Nach Auskunft der NISA handelte es sich dabei offenbar um Wasser aus dem Reaktorkern. Jedoch sei unklar, wie es dort hin gelangt sei, weil man keine Anzeichen dafür habe, dass der Druckbehälter beschädigt sei.&lt;ref name=kyodo-2011-03-81048&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/81048.html|title=High-level radiation suspected to be leaking from No. 3 reactor's core|publisher=Kyodo Nows|date=2011-03-25|accessdate=2011-03-26|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Das Wasser wurde anschließend in verschiedene Tanks umgepumpt.&lt;ref name=nisa-2011-03-31-15-00&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110402-1-1.pdf|title=Seismic Damage Information (the 65th Release)|publisher=NISA|date=2011-03-31|accessdate=2011-04-02|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;<br /> ;25. März:<br /> Ab dem 25. März wurde die Kühlung des Reaktordruckbehälters auf Süßwasser umgestellt.&lt;ref name=nisa-2011-03-26-12-00 /&gt;<br /> ;27. März:<br /> Ab dem 27. März kam bei der Kühlung des Abklingbeckens statt der Wasserwerfer eine [[Betonpumpe]] zur Anwendung. An diesem Tag oder spätestens am 29. März wurde auch hier Süßwasser statt Meerwasser verwendet.&lt;ref name=nisa-2011-04-04-15-00 /&gt;<br /> ;29. März:<br /> Am 29. März war wieder weißer Dampf oder Rauch an Block 3 zu sehen.&lt;ref name=2011-03-29-08-00&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110329-7-1.pdf|title=Seismic Damage Information (the 60th Release)|publisher=NISA|date=2011-03-29|accessdate=2011-03-29|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;<br /> ;6. April:<br /> Am 6. April schätze Tepco, dass ungefähr ein Viertel der Brennstäbe in Block 3 beschädigt seien.&lt;ref name=kyodo-2011-04-83628 /&gt;<br /> <br /> === Reaktorblock 4 ===<br /> Reaktorblock 4 war seit dem 30. November 2010 wegen Instandsetzungsarbeiten an der Hülle des Reaktordruckbehälters außer Betrieb. Daher befanden sich zum Zeitpunkt des Bebens im Inneren des Reaktors keine Brennstäbe. Diese lagerten statt dessen im Abklingbecken im Inneren des Reaktorgebäudes.&lt;ref name=&quot;IAEA_2011-03-15T18:00&quot; /&gt;<br /> <br /> Am 14. März 2011 stieg um 04:08 Uhr (Ortszeit) die Temperatur im Abklingbecken für Brennstäbe auf 84&amp;nbsp;°C an. <br /> <br /> Am 15. März ereignete sich um 06:14 Uhr eine Explosion, die zwei Löcher von etwa 8 m² Größe in den Gebäudewänden verursachte.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.washingtonpost.com/business/economy/nuclear-crisis-deepens-as-third-reactor-loses-cooling-capacity/2011/03/14/ABk6rQV_story.html|title=New fire reported at nuclear plant as Japan races to avert catastrophe|author=Brian Vastag und Chico Harlan|publisher=The Washington Post|work=washingtonpost.com|date=2011-03-15|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xbG5V9o3|archivedate=2011-03-31 |accessdate=2011-03-31|language=englisch}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11031504-e.html|title=Damage to the Unit 4 Nuclear Reactor Building at Fukushima Dai-ichi Nuclear Power Station|publisher=Tepco|date=2011-03-15|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xbGEfrcW|archivedate=2011-03-31 |accessdate=2011-03-31|language=englisch}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=“bmu-20110317&gt;{{Internetquelle|url=http://www.bmu.de/atomenergie_sicherheit/doc/47131.php|titel=Informationen zu den vom Erdbeben vom 11. März 2011 in Japan betroffenen Kernkraftwerken|titelerg=Atomenergie / Sicherheit |hrsg=Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit |werk=bmu.de|datum=2011-03-17|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xbGRixVk|archiv-datum=2011-03-31 |zugriff=2011-03-31}}&lt;/ref&gt; Später brach dann im 3. Stock des Gebäudes um 09:38 ein Feuer aus, das gegen 11:00 von alleine erlosch. Ein reduzierter Wasserspiegel im Abklingbecken wurde festgestellt. Die Brennelemente lagen teilweise frei, wodurch sie beschädigt werden und Radioaktivität freisetzen können.&lt;ref name=&quot;spiegel-abkling20110315&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,751086,00.html |title=Pannenreaktoren in Fukushima: Gefahr aus dem Abklingbecken |work=Spiegel Online |author=Christoph Seidler |date=2011-03-15 |accessdate=2011-03-15}}.&lt;/ref&gt;&lt;ref name=&quot;kyodonews_2011-03_78267&quot;&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/78267.html|title=Spent nuke fuel pool may be boiling, further radiation leak feared|publisher=Kyodo News|work=english.kyodonews.jp|date=2011-03-15|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xbGuRggH|archivedate=2011-03-31 |accessdate=2011-03-31|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Laut Tepco wurde anschließend eine erhöhte Strahlung gemessen. Am Nachmittag des 15. März teilte [[Yukio Edano]] mit, dass die Strahlendosis am Werkstor auf einen für Menschen ungefährlichen Wert abgefallen sei.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://edition.cnn.com/2011/WORLD/asiapcf/03/15/japan.nuclear.reactors/index.html?hpt=T1|title=Agency: Damaged container may be causing smoke, radiation spike|publisher=Cable News Network|work=edition.cnn.com|date=2011-03-16|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xbH9RGoQ|archivedate=2011-03-31 |accessdate=2011-03-31|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA bezeichnete die Situation von Block 4 als die kritischste von allen Blöcken. Befürchtet wurde ein zusätzlicher [[Kritikalitätsstörfall]], ähnlich wie er sich 1999 in einer [[Wiederaufarbeitungsanlage]] in [[Tokaimura]] ereignete.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.zeit.de/news-032011/19/iptc-bdt-20110319-46-29343994xml?page=all&amp;print=true|title=Erdbeben: Japan bangt weiter: Reaktor-Ruine strahlt, Erde bebt|publisher=Zeit Online|work=zeit.de|date=2011-03-19|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xbHKsP6a|archivedate=2011-03-31 |accessdate=2011-03-31}}&lt;/ref&gt; Bei einem solchem Verlauf kann es durch Wiedereinsetzen der nuklearen [[Kettenreaktion]] zu einer umfangreichen Freisetzung von Radioaktivität kommen.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://content.usatoday.com/communities/ondeadline/post/2011/03/new-fire-reported-at-fukushima-reactor-no-4/1|title=New Fukushima fear: Spent fuel at No. 4 might restart chain reaction |author=Michael Winter|publisher=USA TODAY |work=content.usatoday.com|date=2011-03-15|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xbHYjlzL|archivedate=2011-03-31 |accessdate=2011-03-31|language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am Abend des {{formatDate|2011-03-15}} wies NISA die Betreibergesellschaft Tepco an, Wasser in das Abklingbecken einzuleiten.&lt;ref name=&quot;kyodonews_2011-03_78267&quot; /&gt; Diese teilte jedoch um 23:00 mit, eine Wassereinleitung in das Abklingbecken sei nicht möglich.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://derstandard.at/1297820399687/Nachlese-Live-Ticker-Dienstag--1532011-Feuer-in-Reaktor-4-offenbar-geloescht---Zwei-Arbeiter-vermisst|title=Feuer in Reaktor 4 offenbar gelöscht - Zwei Arbeiter vermisst | publisher=derStandard.at|date=2011-03-16|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xdCYGaX7|archivedate=2011-04-02 |accessdate=2011-04-02}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=&quot;JAIF_2011-03-19T22:00&quot;&gt;{{cite web| url=http://www.jaif.or.jp/english/news_images/pdf/ENGNEWS01_1300544332P.pdf | title=JAIF Reactor Status and Major Events Update 16 – NPPs in Fukushima as of 22:00 March 19 | work=Japan Atomic Industrial Forum (JAIF)| date=2011-03-19 | accessdate=2011-03-19 | language=englisch }}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=&quot;NISA_33th&quot;&gt;{{cite web |url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110319-5.pdf |title=NISA Seismic Damage Information (the 33th Release) (As of 13:30 March 19th, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-19 |accessdate=2011-03-19 |language=englisch |format=pdf}}&lt;/ref&gt; Eine weitere Messung der Wassertemperatur im Becken war nicht mehr möglich.<br /> <br /> Am {{formatDate|2011-03-16}} brach gegen 05:45 Uhr im Reaktorblock 4 erneut ein Feuer aus, welches jedoch um 06:15 nicht mehr nachweisbar war.&lt;ref name=&quot;sueddeutsche-20110316-0011&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.sueddeutsche.de/panorama/japan-atomkatastrophe-neue-explosion-im-akw-fukushima-strahlung-tritt-aus-1.1072079 |title=Drohender Super-GAU – Fukushima-Reaktor 4 brennt erneut'' |work=sueddeutsche.de |accessdate=2011-03-16}}.&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11031606-e.html | title=Press Release (Mar 16,2011) Fire occurrence at Fukushima Daiichi Nuclear Power Station Unit 4 (2nd Release) | publisher=Tokyo Electric Power Company (TEPCO) |date=2011-03-16|acessdate=2011-03-16|language=englisch}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=&quot;JAIF_2011-03-19T22:00&quot; /&gt;&lt;ref name=&quot;NISA_33th&quot; /&gt; An diesem Tag veröffentlichte Fotos zeigen das Reaktorgebäude 4 mit einer stark beschädigten Hülle, ähnlich wie Gebäude 3 nach der Explosion zwei Tage zuvor. Das [[Japan Atomic Industrial Forum|Japanische Atomindustrie-Forum]] (JAIF) meldete später, es habe sich bei Block 4 um die [[Knallgas|Explosion von Wasserstoff]] gehandelt, der im überhitzten Abklingbecken entstand.&lt;ref name=jaif-2011-03-18-22-00&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/aij/110318FukushimaEventStatus-14|title=Status of nuclear power plants in Fukushima as of 22:00 March 18|publisher=JAIF|date=2011-03-18|accessdate=2011-03-21|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Über den genauen Zeitpunkt der Explosion ist nichts bekannt.<br /> <br /> Da das Abklingbecken von Block 4 nicht mit Meerwasser gekühlt werden konnte,&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.welt.de/gesundheit/article12843229/Kampf-gegen-Super-GAU-ist-Himmelfahrtskommando.html|title=Kampf gegen Super-GAU ist Himmelfahrtskommando|work=welt.de|date=2011-03-16|accessdate=2011-03-18}}&lt;/ref&gt; sollte dies nun von Hubschraubern aus und mit Wasserwerfern versucht werden. Diese Arbeiten konzentrierten sich jedoch zunächst nur auf den dampfenden bzw. rauchenden Block 3.&lt;ref name=kyodonews-2011-03-17&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/78986.html |title=SDF trucks join choppers in dousing crisis-hit Fukushima reactor |publisher=Kyodo News |language=englisch |date=2011-03-17 |accessdate=2011-03-17}}&lt;/ref&gt; Der Vorsitzende der US-amerikanischen Atomaufsicht [[Nuclear Regulatory Commission|NRC]], Gregory Jaczko, hielt diese Entscheidung für falsch, weil nach seinen Informationen von Block 4 die größere Gefahr ausgehe&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,751455,00.html|title=USA zweifeln an Japans Rettungsstrategie|work=[[spiegel.de]]|date=2011-03-17|accessdate=2011-03-17}}&lt;/ref&gt;, <br /> weswegen eine Ausweitung der Evakuierungszone diskutiert wurde.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://spectrum.ieee.org/energywise/energy/nuclear/japan-nuclear-accident-worse-than-worst-again|title=Japan Nuclear Accident: Worse than Worst, Again - IEEE Spectrum|author=Bill Sweet|publisher=Institute of Electrical and Electronics Engineers|work=spectrum.ieee.org|date=2011-03-12|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xdCzCwJE|archivedate=2011-04-02 |accessdate=2011-04-02|language=englisch}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Am 20. März um 08:21 begann auch bei Block 4 die Kühlung des Abklingbeckens mit Hilfe von Löschfahrzeugen der Streitkräfte.&lt;ref name=&quot;nisa-2011-03-20-16-30&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110320-4-1.pdf |title=Seismic Damage Information (the 36th Release) (As of 16:30 March 20th, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-20 |accessdate=2011-03-20 |language=englisch |format=pdf}}&lt;/ref&gt; Ab dem 22. März wurde dann statt der Löschfahrzeuge eine in Deutschland gebaute [[Autobetonpumpe]] eingesetzt, um täglich etwa 150 Tonnen Wasser auf das Becken zu sprühen.&lt;ref name=&quot;nisa-2011-04-04-15-00&quot; /&gt;&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1826909/AKW-Fukushima-Kontrollraum-im-Reaktor-3-hat-wieder-Licht.html|title=AKW Fukushima: Kontrollraum im Reaktor 3 hat wieder Licht|date=2011-03-22|accessdate=2011-03-22}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Ab dem 27. März wurde das Abklingbecken nicht mehr täglich, sondern im Abstand von mehreren Tagen mit Wasser aus der Betonpumpe gekühlt. An diesem Tag oder spätestens am 29. März wurde von Meer- auf Süßwasser umgestellt.&lt;ref name=&quot;nisa-2011-04-04-15-00&quot; /&gt;<br /> <br /> === Reaktorblöcke 5 und 6 ===<br /> [[Datei:Fukushima I Nuclear Powerplant site close-up (wotext).PNG|Block 5 und 6 liegen ungefähr einen Kilometer abseits von Block 1 bis 4|miniatur]]<br /> Die Blöcke 5 und 6 befanden sich während des Erdbebens wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb, waren jedoch schon wieder mit Kernbrennstäben bestückt worden. Da alle Generatoren an Block 5 durch den Tsunami ausfielen und so die Kühlung der Brennstäbe nicht mehr gewährleistet war, erhitzte sich in Folge das Wasser im Abklingbecken, und durch Verdunstung fiel der Wasserspiegel im Reaktor. Der Füllstand lag jedoch am {{formatDate|2011-03-16}} noch ca. zwei Meter oberhalb der Brennstäbe. Einer der Generatoren an Block 6 war noch einsatzbereit und wurde nun auch zur Füllstandsregulierung in Block 5 verwendet.&lt;ref&gt;{{cite web| url=http://www3.nhk.or.jp/daily/english/16_09.html | title=Agency: Water level falls in No.5 reactor| accessdate=2011-03-16}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Die Temperatur in den Abklingbecken stieg bis zum 14. März auf knapp 60&amp;nbsp;°C&lt;ref name=&quot;IAEA_2011-03-16T22:00&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.iaea.org/newscenter/news/2011/fukushima160311.html |title=Fukushima Nuclear Accident Update Log |titelerg=Fukushima Nuclear Accident Update (16 March 2011, 22:00 UTC) |publisher=[[IAEA]] |language=englisch|date=2011-03-16 |accessdate=2011-03-24}}&lt;/ref&gt; und erreichte am 19. März einen Höchstwert von etwa 66&amp;nbsp;°C&lt;ref name=&quot;nisa-2011-03-19-13-30&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110319-5.pdf |title=Seismic Damage Information (the 33rd Release) (As of 13:30 March 19th, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-19 |accessdate=2011-03-19 |language=englisch |format=pdf}}&lt;/ref&gt; (siehe auch: [[Daten und Messwerte der Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi#Reaktorblöcke 5 und 6|Tabelle der Temperaturen in den Abklingbecken von Block 5 und 6]]). <br /> <br /> Am 19. März wurden in die Dächer der beiden Blöcke Entlüftungslöcher eingebracht, um das Risiko einer Knallgasexplosion zu verringern.&lt;ref name=&quot;IAEA_2011-03-19T14:00_roof56&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.iaea.org/newscenter/news/2011/fukushima190311.html |title=Fukushima Nuclear Accident Update Log; Fukushima Nuclear Accident Update (19 March 2011, 14:00 UTC) |publisher=[[IAEA]] |language=englisch|date=2011-03-19 |accessdate=2011-03-24 |quote=holes have been made in the roof of the reactor building at Units 5 and 6 to avoid the risk of a hydrogen explosion}}&lt;/ref&gt; Noch am gleichen Tag wurde die Notstromversorgung von Block 5 und 6 wiederhergestellt. Dadurch konnten wieder Pumpen des Kühlsystems eingesetzt werden, die die Wassertemperatur in den Abklingbecken beider Blöcke schnell normalisierten: Am 20. März fiel sie bereits unter die normale Betriebstemperatur von etwa 40 °C&lt;ref name=&quot;nisa-2011-03-20-22-30&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110321-2.pdf |title=Seismic Damage Information (the 37th Release) (As of 22:30 March 20th, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-20 |accessdate=2011-03-20 |language=englisch |format=pdf}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=kyodonews-2011-03-79674&gt;[http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79674.html Positive signs for Japan nuclear crisis but radiation traces found]&lt;/ref&gt; und pendelte sich anschließend zwischen 20 und 40&amp;nbsp;°C ein.&lt;ref name=nisa-2011-03-30-15-30&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110331-2-5.pdf|title=Seismic Damage Information (the 63rd Release)|publisher=NISA|date=2011-03-30|accessdate=2011-03-31|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; Beide Blöcke erreichten am 20. März erstmals seit Beginn der Störfälle wieder den stabilen, abgeschalteten Betriebszustand „kalt, unterkritisch“ (''„cold shutdown“'').&lt;ref name=jaif-2011-03-20-10-00&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/news_images/pdf/ENGNEWS01_1300780501P.pdf|title=Status of nuclear power plants in Fukushima as of 16:00 March 22|publisher=JAIF|date=2011-03-22|accessdate=2011-03-22|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;&lt;!--RHR-pump = residual heat removal pump--&gt;<br /> <br /> Am 21. März wurde die Stromversorgung von Block 5 von Notstromgeneratoren auf Netzstrom umgestellt, am 22. März folgte Block 6.<br /> <br /> Ab dem 4. April pumpte Tepco radioaktiv kontaminiertes [[Sickerwasser]] ins Meer, das sich in [[Drainage (Bau)|Drainageschächten]]&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/betu11_e/images/110404e3.pdf|title=Plan der von Block 5 und 6|publisher=Tepco|accessdate=2011-04-04|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xhFwlnMo|archivedate=2011-04-04|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; von Block 5 und 6 angesammelt hatte. Durch die überfüllte Drainage war bereits Wasser in die Gebäude gelaufen.&lt;ref name=tepco-11040404 /&gt;<br /> <br /> === Zentrales Abklingbecken ===<br /> [[Datei:Fukushima I NPP 1975 medium crop.jpg|miniatur|Gebäude mit zentralem Abklingbecken hier oberhalb von Block 3 und 4 erkennbar (1975)]]<br /> Das zentrale Abklingbecken befindet sich in einem separaten Gebäude neben den Reaktorgebäuden 3 und 4 und benötigt ebenfalls eine Stromversorgung zur Kühlung. Auch hier gab es Probleme nach dem völligen Stromausfall: Die Temperatur stieg bis zum 18. März 2011 auf 55&amp;nbsp;°C&lt;ref name=&quot;nisa-2011-03-19-20-30&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110320-1.pdf |title=Seismic Damage Information (the 34th Release) (As of 20:30 March 19th, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-19 |accessdate=2011-03-20 |language=englisch |format=pdf}}&lt;/ref&gt; und dann bis zum 24. März weiter auf 73&amp;nbsp;°C,&lt;ref name=nisa-2011-03-26-08-00&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110326-1-1.pdf |title=Seismic Damage Information (the 53th Release) (As of 08:00 March 26th, 2011) |publisher=[[NISA]] |date=2011-03-26 |accessdate=2011-03-26 |language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; obwohl Tepco zeitweise versuchte, das Becken mit Wasserwerfern zu kühlen.&lt;ref name=nisa-2011-03-22-07-30&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110322-2-1.pdf|title=Seismic Damage Information (the 41th Release)|publisher=NISA|date=2011-03-22|accessdate=2011-03-22|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Nachdem am 24. März die Stromversorgung wieder hergestellt werden konnte,&lt;ref name=nisa-2011-03-24-19-30&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110325-1-1.pdfl|title=Seismic Damage Information (the 49th Release)|publisher=NISA|date=2011-03-24|accessdate=2011-03-24|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; sank die Temperatur bis zum 27. März auf unter 40&amp;nbsp;°C&lt;ref name=nisa-2011-03-27-15-30&gt;{{cite web|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110327-2-1.pdf|title=Seismic Damage Information (the 57th Release)|publisher=NISA|date=2011-03-27|acessdate=2011-04-01|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; und fiel in den nachfolgenden Tagen weiter.&lt;ref name=2011-03-29-08-00 /&gt;<br /> <br /> {{Siehe auch|Daten und Messwerte der Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi#Zentrales Abklingbecken|titel1=Tabelle der Temperaturen im zentralen Abklingbecken}}<br /> <br /> === Zustand der Reaktorblöcke ===<br /> Das [[Japan Atomic Industrial Forum|Japanische Atomindustrie-Forum]] informiert seit dem 15. März 2011 in regelmäßigen Berichten über den Zustand der Anlage;&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.jaif.or.jp/english/|title=JAIF-Stausberichte|acessdate=2011-04-02|}}&lt;/ref&gt; mehr dazu unter [[Daten und Messwerte der Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi#Zustand der Reaktorblöcke|Zustand der Reaktorblöcke (Tabelle)]].<br /> <br /> == Technische Unterstützung aus dem Ausland ==<br /> [[Datei:US Navy 110317-F-YC711-074 U.S. Air Force Airmen and members of the Japan Ground Self-Defense force load high-capacity pumps provided by the U.S. N.jpg|An der Yokota Air Base wird eine Pumpe verladen|miniatur]]<br /> Südkorea lieferte ab dem 17. März 2011 52 Tonnen seiner Borreserven nach Japan. Das Halbmetall [[Bor]] wurde als [[Neutronenabsorber]] für das eingespritzte Kühlwasser benötigt.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/winde_drehen_und_lassen_tokio_aufatmen_1.9920705.html|title=Winde drehen und lassen Tokio aufatmen|publisher=NZZ|date=2011-03-17|accessdate=2011-06-04}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Die USA setzten [[Unbemanntes Luftfahrzeug|unbemannte Aufklärungsflugzeuge]] ein, um Daten aus der Umgebung des Kraftwerks zu sammeln (siehe [[Strahlungsbelastung durch die Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi#Anker Luftmessungen Umgebung|Strahlungsmessungen in der Umgebung]])&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.welt.de/print/die_welt/wissen/article12902556/Drohnen-kreisen-ueber-Fukushima.html|titel=Drohnen kreisen über Fukushima|titelerg=Aufklärungsflugzeuge messen Temperatur und Radioaktivität|autor=Anatol Johansen|hrsg=Axel Springer |werk=welt.de|datum=2011-03-21|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xe542bvG|archiv-datum=2011-04-02 |zugriff=2011-04-02}}&lt;/ref&gt; und entsandten das [[Nuclear Emergency Support Team]]. Die [[United States Air Force]] stellte von der [[Yokota Air Base]] aus Pumpen für Kühlwasser zur Verfügung, die [[United States Navy]] von der ihrem Stützpunkt in [[Yokosuka]] Schleppkähne für den Transport von Kühlwasser und die Lagerung von kontaminiertem Wasser.&lt;ref name=schleppkaehne /&gt;<br /> <br /> Aus Deutschland und den USA wurden leistungsstarke [[Betonpumpe]]n geliefert, die zur Kühlung der Abklingbecken in den Reaktorblöcken dienen.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.pmw.de/cps/rde/xchg/pm_online/hs.xsl/9419_DEU_HTML.htm|title=Weitere vier Putzmeister Autobetonpumpen für Fukushima|publisher=Putzmeister Concrete Pumps GmbH|date=2011-03-28|accesdate=2011-04-06|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xkIptbNt|archivedate=2011-04-06}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Aus Frankreich wurden ab dem 6. April unbemannte Beobachtungshubschrauber nach Japan geliefert.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/83616.html|title=French unmanned helicopters to be used to monitor Fukushima plant|publisher=Kyodo News|date=2011-04-06|accessdate=2011-04-06|language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Kontaminationen ==<br /> {{Hauptartikel|Strahlungsbelastung durch die Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi}}<br /> <br /> === Verbreitung durch die Luft ===<br /> <br /> Nach der Serie von Wasserstoffexplosionen und Bränden in den Reaktorblöcken 1 bis 4 kam es zu einem massiven Austritt von Radioaktivität in die Atmosphäre.<br /> Die Belastung durch verschiedene radioaktive Partikel und Gase hatte Auswirkungen auf die weitere Umgebung und auf die Rettungsarbeiten nach dem Erdbeben. <br /> <br /> Durch den [[Radioaktiver Niederschlag|radioaktiven Niederschlag]] wurden landwirtschaftliche Erzeugnisse in den Präfekturen [[Präfektur Fukushima|Fukushima]] und [[Präfektur Ibaraki|Ibaraki]] bis zu einem Vielfachen der gesetzlichen Grenzwerte kontaminiert, weshalb das japanische Gesundheitsministerium Verkaufs- und Verzehrverbote für eine Reihe von Nahrungsmitteln erließ.&lt;ref name=&quot;IAEA_2011-03-19T12:00&quot;&gt;{{cite web|url=http://www.iaea.org/newscenter/news/2011/fukushima190311.html |title=Fukushima Nuclear Accident Update (19 March 2011 12:00 UTC) – Corrected |publisher=[[IAEA]] |language=englisch|date=2011-03-19 |accessdate=2011-03-24}}&lt;/ref&gt;<br /> Auch vor dem Trinken von hoch kontaminiertem Leitungswasser wurde gewarnt.&lt;ref name=&quot;Spiegel Trinkwasser&quot;&gt;http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,752096,00.html Japans Regierung warnt vor verstrahltem Trinkwasser&lt;/ref&gt;<br /> Im 250 Kilometer entfernten Tokyo überschritt die Belastung des Leitungswassers vorübergehend die Iod-131-Grenzwerte für Kleinkinder.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.iaea.org/newscenter/news/2011/fukushima250311.html|title=Fukushima Nuclear Accident Update Log; Updates of 25 March 2011|publisher=IAEA|date=2011-03-25|accessdate=2011-03-26|language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Während die Strahlungsbelastung in der japanischen Präfektur Fukushima in der zweiten Märzhälfte wieder nachließ (siehe [[Strahlungsbelastung durch die Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi#Anker Luftmessungen Umgebung|Strahlungsmessungen in der Umgebung]]), rief die [[Europäische Union]] einen „radiologischen Notstand“ aus.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:080:0005:0008:DE:PDF|title=Durchführungsverordnung (EU) Nr. 297/2011 der Kommission|werk=Amtsblatt der Europäischen Union|date=2011-03-25|accessdate=2011-04-05|format=pdf}}&lt;/ref&gt; Dadurch wurden die normalen Grenzwerte für radioaktiv kontaminierte Lebensmittel durch höhere Werte ersetzt, die nach der [[Tschernobyl-Katastrophe]] für solche Situationen festgelegt worden waren.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:31989R0944:DE:HTML|title=Verordnung (Euratom) Nr. 944/89 der Kommission vom 12. April 1989 zur Festlegung von Höchstwerten an Radioaktivität in Nahrungsmitteln von geringerer Bedeutung im Falle eines nuklearen Unfalls oder einer anderen radiologischen Notstandssituation|work=Amtsblatt der Europäischen Union|date=1989-04-13|accessdate=2011-04-05}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:31989R2218:DE:HTML|title=Verordnung (Euratom) Nr. 2218/89 des Rates vom 18. Juli 1989 zur Änderung der Verordnung (Euratom) Nr. 3954/87 zur Festlegung von Höchstwerten an Radioaktivität in Nahrungsmitteln und Futtermitteln im Falle eines nuklearen Unfalls oder einer anderen radiologischen Notstandssituation|work=Amtsblatt der Europäischen Union|date=1989-07-22|accesdate=2011-04-05}}&lt;/ref&gt; Zwei Wochen später setzt die EU die Grenzwerte für Japan-Importe wieder herunter.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.ftd.de/politik/international/:live-ticker-zur-katastrophe-in-japan-eu-beschliesst-strengere-grenzwerte-fuer-japanisches-essen/60036459.html#gmap-0-Fukushima%20Daiichi%20%28Reaktor%201%29|title=EU beschließt strengere Grenzwerte für japanisches Essen|publisher=Financial Times Deutschland|werk=ftd.de|date=2011-04-08|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xnKSY9nT|archivedate=2011-04-08}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Die in Fukushima-Daiichi freigesetzten Partikel verteilten sich über die [[Nordhalbkugel]] der Erde und sind dort mit empfindlichen Messgeräten fast überall nachweisbar.<br /> <br /> === Kontamination des Meeres ===<br /> <br /> Die Reaktoren 1 bis 3 und die Abklingbecken von Block 3 und 4 werden seit Mitte März 2011 laufend durch Einspritzen von Wasser gekühlt; insgesamt sind es mindestens mehrere hundert Tonnen täglich.&lt;ref name=nisa-2011-03-30-15-30 /&gt; Dieses Wasser wird wegen der mutmaßlichen Kernschmelzen und der wahrscheinlich beschädigten Brennelemente in den Abklingbecken hoch radioaktiv kontaminiert, vor allem bei Block 2. Ein Teil davon verdampft in die Atmosphäre – zu sehen als weiße Dampfschwaden über den Reaktorblöcken –, der Rest verbleibt zunächst auf dem Kraftwerksgelände. Bis zum 4.&amp;nbsp;April 2011 sammelten sich auf diese Weise etwa 60.000 Tonnen&lt;ref name=kyodo-2011-04-83228&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/83228.html|title=Removal of 60,000 tons of radioactive water eyed at Fukushima plant|hrsg=Kyodo News|date=2011-04-05|accessdate=2011-04-05|language=englisch}}&lt;/ref&gt; radioaktives Wasser im Untergeschoss der Turbinengebäude&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/81252.html|title=Fears of radioactive seawater grow near nuke plant despite efforts|publisher=Kyodo News|date=2011-03-26|accessdate=2011-03-26|language=englisch}}&lt;/ref&gt; und in verschiedenen Schächten an.&lt;ref name=nisa-2011-03-29-08-00 /&gt;&lt;ref name=tepco-2011-04-02-03-e&gt;{{cite web|url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11040203-e.html|title=Out flow of fluid containing radioactive materials to the ocean from areas near intake channel of Fukushima Daiichi Nuclear Power Station Unit 2|publisher=Tepco|date=2011-04-02|accessdate=2011-04-02|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Der Boden des Geländes wurde so sehr mit radioaktivem Wasser durchtränkt, dass es bis in die Gebäude der einen Kilometer entfernten Reaktorblöcke 5 und 6 drang&lt;ref name=tepco-11040404 /&gt; (siehe auch: [[Strahlungsbelastung durch die Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi#Wassermessungen|Strahlungsmessungen von Wasser auf dem Kraftwerksgelände]]). <br /> <br /> Durch [[Drainage (Bau)|Drainagen]]&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11033110-e.html|title=A correction of &quot;The status of water analysis in the trench of Fukushima Daiichi Nuclear Power Station&quot;|publisher=Tepco|date=2011-03-31|accessdate=2011-04-05|language=englisch}}&lt;/ref&gt;&lt;ref name=tepco-11040404 /&gt; und Schächte&lt;ref name=tepco-2011-04-02-03-e /&gt; fließen Teile des hoch kontaminierten Wassers in den [[Pazifischer Ozean|Pazifischen Ozean]] (siehe [[Strahlungsbelastung durch die Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi#Meerwasser|Kontamination von Meerwasser]]). Tepco versucht, stark belastete Wasseransammlungen in andere Behältnisse und in Schiffe abzupumpen,&lt;ref name=kyodo-2011-04-83228 /&gt; während gleichzeitig sogenanntes „leicht radioaktives Wasser“ (Belastung beim 100-fachen der gesetzlichen Grenzwerte&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.sueddeutsche.de/politik/atomkraftwerk-fukushima-japaner-leiten-verstrahltes-wasser-ins-meer-1.1081175|title=Japaner leiten verstrahltes Wasser ins Meer|publisher=Süddeutsche Zeitung|date=2011-04-04|accessdate=2011-04-05}}&lt;/ref&gt;) in größeren Mengen ins Meer gepumpt wird, weil nicht genügend Lagerraum vorhanden ist.&lt;ref name=tepco-11040404 /&gt;<br /> <br /> Überschreitungen der gesetzlichen Grenzwerte für radioaktives Iod und Caesium im Meerwasser wurden in Entfernungen bis zu 15 Kilometer vom Kraftwerk nachgewiesen.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/betu11_e/images/110407e14.pdf|title=The resulte of the nuclide analysis of seawater around 15km off shore of Fukushima Daiichi Nuclear Power Station|publisher=tepco|date=2011-04-07|accessdate=2011-04-07|language=englisch|format=pdf}}&lt;/ref&gt; Der Fischfang musste teilweise eingestellt werden.&lt;ref name=jaif_44&gt;{{cite web| url=http://www.jaif.or.jp/english/news_images/pdf/ENGNEWS01_1302087780P.pdf| title=Earthquake Report - JAIF, No. 44: 20:00, April 6| quote=Ibaraki fishermen suspend fishing activities| publisher=JAIF| date=2011-04-06| accessdate=2011-04-09| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xp0VmJFg| archivedate=2011-04-09}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Einstufungen auf der INES-Skala ==<br /> Ziel der siebenstufigen [[Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse|Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse]] (INES) ist es, die Öffentlichkeit rasch über die sicherheitstechnische Bedeutung eines kerntechnischen Ereignisses zu informieren.&lt;ref&gt;{{Internetquelle| url=http://www.iaea.org/Publications/Factsheets/English/ines.pdf | titel=INES: The international nuclear and radiological event scale |hrsg=International Atomic Energy Agency (IAEO) |datum=2011-03-23|zugriff=2011-03-23|sprache=en}}&lt;/ref&gt; Die [[Japanische Atomaufsichtsbehörde]] (NISA) stufte die Vorfälle in Reaktorblock&amp;nbsp;1 am 12. März zunächst als Stufe 4 („Unfall“) ein.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/japan_erdbeben_unfall_fukushima_explosion_unfall_eingestuft_1.9868304.html|titel=Explosion in Fukushima 1 als „Unfall“ eingestuft|hrsg=NZZ Online|datum=2011-03-12|zugriff=2011-03-12}}&lt;/ref&gt; Am {{FormatDate|2011-03-18}} erhöhte die NISA die Einstufung für die Blöcke 1 bis 3 auf Stufe 5 („Ernster Unfall“) und ordnete die Vorfälle in Block 4 vorläufig als Stufe 3 („Ernster Störfall“) ein.&lt;ref&gt;{{Internetquelle |url=http://www.grs.de/informationen-zur-lage-den-japanischen-kernkraftwerken-fukushima-onagawa-und-tokai |titel=Informationen zur Lage in den japanischen Kernkraftwerken Fukushima, Onagawa und Tokai |hrsg=[[Gesellschaft für Reaktorsicherheit]] |datum=2011-03-18 |zugriff=2011-03-18}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{Internetquelle| url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110319-6.pdf | titel=NISA: INES Ratings on the Events in Fukushima Dai-ichi NPS and Fukushima Dai-ni NPS by the Tohoku Regional Pacific Ocean Offshore Earthquake | werk=Nuclear and Industrial Safety Agency NISA |datum=2011-03-19|zugriff=2011-03-19|sprache=en}}&lt;/ref&gt; Sie bewertete die Einstufung nach den Kriterien des INES-Benutzerhandbuchs von 2008&lt;ref name=&quot;INES Users Manual&quot;&gt;{{Internetquelle|url=http://www-pub.iaea.org/MTCD/publications/PDF/INES-2009_web.pdf|titel=INES – The International Nuclear and Radiological Event Scale: User’s Manual 2008 Edition|hrsg=[[Internationale Atomenergie-Organisation]]|datum=2009-05-00|zugriff=2011-03-23|sprache=en}}&lt;/ref&gt; wie folgt:&lt;ref name=&quot;NISA-INES&quot;&gt;{{Internetquelle|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110319-6.pdf|titel=INES Ratings on the Events in Fukushima Dai-ichi NPS and Fukushima Dai-ni NPS by the Tohoku Regional Pacific Ocean Offshore Earthquake |datum=2011-03-18 |zugriff=2011-03-23 |sprache=en}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> {| class=&quot;wikitable&quot;<br /> |-<br /> !style=&quot;width:39%&quot; | Kriterium<br /> !style=&quot;width:10%&quot; | Maximal&lt;br /&gt;mögliche&lt;br /&gt;Stufe<br /> !style=&quot;width:17%&quot; | Einstufung&lt;br /&gt;Block&amp;nbsp;1,&amp;nbsp;2&amp;nbsp;und&amp;nbsp;3<br /> !style=&quot;width:17%&quot; | Einstufung&lt;br /&gt;Block&amp;nbsp;4<br /> !style=&quot;width:17%&quot; | Einstufung&lt;br /&gt;Block&amp;nbsp;5&amp;nbsp;und&amp;nbsp;6<br /> |-<br /> |1. Menschen und Umwelt<br /> |align=&quot;center&quot;|7<br /> |align=&quot;center&quot;|''noch nicht festgelegt''<br /> |align=&quot;center&quot;|''noch nicht festgelegt''<br /> |align=&quot;center&quot;|–<br /> |-<br /> |2. Strahlungs­barrieren und Anlagen­kontrolle<br /> |align=&quot;center&quot;|5<br /> |align=&quot;center&quot;|Stufe 5<br /> |align=&quot;center&quot;|''noch nicht festgelegt''<br /> |align=&quot;center&quot;|–<br /> |-<br /> |3. Gestaffelte Sicher­heits­ebenen<br /> |align=&quot;center&quot;|3<br /> |align=&quot;center&quot;|Stufe 3<br /> |align=&quot;center&quot;|Stufe 3<br /> |align=&quot;center&quot;|–<br /> |-<br /> | colspan=&quot;5&quot; |<br /> |-<br /> |'''Gesamtwertung (vorläufig)'''<br /> |align=&quot;center&quot;|7<br /> |align=&quot;center&quot;|'''Stufe 5'''<br /> |align=&quot;center&quot;|'''Stufe 3'''<br /> |align=&quot;center&quot;|–<br /> |}<br /> <br /> Eine Einordnung oberhalb der Stufe 5 ist nur bei erheblicher Freisetzung von Radioaktivität (über 1000 [[Becquerel (Einheit)|TBq]]) möglich. Die NISA legte jedoch noch keine Abschätzung dieses Kriteriums vor, da das Entweichen radioaktiven Materials noch nicht abgeschlossen sei. Für Block 4 legte sie auch das zweite Kriterium nicht fest, da der Vorfall noch nicht abgeschlossen war. Für die Blöcke 5 und 6 vergab sie keine INES-Einstufung.&lt;ref name=&quot;NISA-INES&quot; /&gt; Die Gesamtbewertung ergibt sich aus der jeweils höchsten Einzelbewertung.&lt;ref name=&quot;INES Users Manual&quot; /&gt; <br /> <br /> Unfälle der Stufe 5 sind streng genommen [[Auslegungsstörfall#Auslegungsüberschreitende Störfalle|auslegungsüberschreitende Störfälle]] und demnach „Super-GAUs“.&lt;ref&gt;{{Literatur|Autor=Dietrich Schwarz|Titel=3.3 Moderne Kernspaltungskraftwerke|Herausgeber=[[Eckhard Rebhan]]|Sammelwerk=Energiehandbuch. Gewinnung, Wandlung und Nutzung von Energie|Verlag=Springer|Ort=Berlin, Heidelberg|Jahr=2002|ISBN=3-540-41259-X|Seiten=[http://books.google.de/books?id=AG8QeQUQ2bIC&amp;pg=PA260 260]}}&lt;/ref&gt; Diesen Begriff verwenden Politik und Presse jedoch meist erst für Unfälle der Stufen 6 und 7.<br /> <br /> Manche Behörden und Einzelpersonen außerhalb Japans ordnen die Unfälle anders ein. So stufte André-Claude Lacoste, Präsident der [[Autorité de sûreté nucléaire]] (ANS, französische Kontrollbehörde für Nuklearsicherheit) sie nach der Explosion in Block 3 am 14. März als Stufe 5 („Ernster Unfall“) oder Stufe 6 („Schwerer Unfall“) ein.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://uk.reuters.com/article/2011/03/14/us-japan-quake-nuclear-france-idUKTRE72D6PR20110314|titel=French nuclear agency rates Japan accident 5 or 6|werk=reuters.com|datum=2011-03-14|zugriff=2011-03-18|sprache=en}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Nach den Explosionen in Block&amp;nbsp;2 und Block&amp;nbsp;4 am 15. März stufte das US-amerikanische [[Institute for Science and International Security]] (ISIS) die Ereignisse als Stufe 6 ein.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://isis-online.org/isis-reports/detail/isis-statement-on-events-at-fukushima-daiichi-nuclear-site-in-japan/|titel=ISIS Statement on Events at Fukushima Daiichi Nuclear Site in Japan|datum=2011-03-15|zugriff=2011-03-15|sprache=en}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Das [[Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire]] (IRSN) und die österreichische [[Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik]] (ZAMG) rechneten mit [[Abschätzung]]smodellen anhand japanischer Angaben und Messungen der [[CTBTO]] seit dem 12. März fortlaufend die Emissionsmengen hoch, nahmen aber selbst keine INES-Einstufung vor. Auf der Basis eines IRSN-Berichts vom 22. März&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.irsn.fr/EN/news/Documents/IRSN_fukushima-radioactivity-released-assessment-EN.pdf|titel=IRSN publishes assessment of radioactivity released by the Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant (Fukushima I) through 22 March 2011|titelerg=Information Report|hrsg=Institut de Radioprotection et de sûreté nucléaire|werk=irsn.fr|datum=2011-03-22|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xdFLbV2B|archiv-datum=2011-04-02 |zugriff=2011-04-02|sprache=en|format=pdf}}&lt;/ref&gt;, der ZAMG-Abschätzungen der „Quellterme“ bis zum 23. März&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=3&amp;artikel=ZAMG_2011-03-23GMT10:57|titel=Unfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima|titelerg=(Update: 23. März 2011 11:00)|hrsg=Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)|werk=zamg.ac.at|datum=2011-03-23|archiv-url=Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)|archiv-datum=2011-04-02 |zugriff=2011-04-02}}&lt;/ref&gt; sowie eigener Abschätzungen kam der von [[Greenpeace]] beauftragte österreichische Physiker [[Helmut Hirsch (Physiker)|Helmut Hirsch]] zu dem Schluss, dass es sich bei gemeinsamer Betrachtung sämtlicher Blöcke von Fukushima-Daiichi um ein Ereignis der Stufe 7 handele.&lt;ref name=&quot;hirsch&quot;&gt;{{Internetquelle|url=http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/HH_INES_Rating_Fukushima_23_03_2011.pdf|titel=Fukushima – Einstufung auf INES‐Skala|autor=Helmut Hirsch |hrsg=Greenpeace|werk=greenpeace.de| datum=2011-03-23| archiv-url=http://www.webcitation.org/5xdFgQiFt|archiv-datum=2011-04-02 |zugriff=2011-04-02|format=pdf}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung ==<br /> === Alarmierung ===<br /> Die [[Japanische Atomaufsichtsbehörde]] (''Nuclear and Industrial Safety Agency'', NISA) wurde sofort nach Ausbruch des Erdbebens am {{FormatDate|2011-03-11}} um 14:46 Uhr (Ortszeit) vom Kernkraftwerksbetreiber [[Tōkyō Denryoku|Tokyo Electric Power Company]] (TEPCO) über die Lage informiert. Nach Eintreffen des Tsunami und Ausfall der Notstromaggregate meldete Tepco um 15:42 erstmals einen nuklearen Notfall (''Nuclear Emergency'') im Kernkraftwerk Fukushima I. Nachdem weitere Berichte über Notfallsituationen aus anderen Kernkraftwerken eintrafen, rief die japanische Regierung am 11. März um 19:03 Uhr den Nuklearen Notfallzustand (''State of Nuclear Emergency'') aus.&lt;ref name=&quot;autogenerated1&quot;&gt;{{Internetquelle |url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110316-2.pdf |titel=NISA Seismic Damage Information (the 24th Release) |titelerg=(As of 11:00 March 15th, 2011) |hrsg=[[NISA]] |datum=2011-03-15 |zugriff=2011-03-16 |sprache=en}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am 12. März um 17:00 – eineinhalb Stunden nach der ersten Explosion – meldete Tepco eine ungewöhnliche Erhöhung der Strahlung an der Geländegrenze.&lt;ref name=nisa-2011-03-26-12-00 /&gt;<br /> <br /> === Evakuierung ===<br /> ==== Einheimische Bevölkerung ====<br /> [[Datei:Fukushima accidents overview map.svg|miniatur|hochkant=1.4|right|Karte der verschiedenen Evakuierungszonen um die Kernkraftwerke Fukushima I und II; Strahlungsmessungen von 15. März 2011]]<br /> Am 11. März 2011 um 20:50 verfügte die Notfalleinsatzzentrale der Präfektur Fukushima die Evakuierung der Bevölkerung in einem Radius von zwei Kilometer um das betroffene Kernkraftwerk. Später ließ der Premierminister diesen Radius schrittweise auf drei (11. März 21:23), zehn (12. März 05:44) und 20 (12. März 18:25) Kilometer erweitern.&lt;ref name=nisa-2011-03-16-14-00&gt;{{Internetquelle |url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110317-1.pdf |titel=Seismic Damage Information (the 26th Release) |titelerg=(As of 14:00 March 16th, 2011) |hrsg=[[NISA]] |datum=2011-03-16 |zugriff=2011-03-16 |sprache=en |format=pdf}}&lt;/ref&gt; Bis zum 13. März wurden etwa 62.000 von bis zu 80.000 betroffenen Menschen evakuiert.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www3.nhk.or.jp/daily/english/13_25.html|titel=Evacuation advised for 80,000 near nuclear plants|werk=NHK World News|hrsg=NHK|datum=2011-03-13|sprache=en|zugriff=2011-03-17| archiv-url=http://www.webcitation.org/5xp97ri11| archiv-datum=2011-04-09}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Bewohner der von 20 bis 30 Kilometer vom Kraftwerk entfernten Gebiete sollten nach Anweisung des Premierministers vom 15. März um 11:00 zunächst in ihren Häusern bleiben.&lt;ref name=nisa-2011-03-16-14-00 /&gt; Am 25. März riet die Regierung ihnen dazu, das Gebiet freiwillig zu verlassen; als Begründung gab sie Versorgungsengpässe an.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/80957.html|titel=Gov't asks people within 20-30 km of nuke plant to leave voluntarily|hrsg=Kyodo News|datum=2011-03-25|zugriff=2011-03-26|sprache=en}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Am 19. März wurde die gesamte Bevölkerung von [[Futaba (Fukushima)|Futaba]], auf dessen Stadtgebiet (neben dem des benachbarten [[Ōkuma (Fukushima)|Ōkuma]]) sich das Kraftwerksgelände befindet, nach [[Saitama]] umgesiedelt. Eine Umsiedlung ihrer Bewohner planen auch die Ortschaften Ōkuma (etwa 2&amp;nbsp;km entfernt) nach [[Aizu-Wakamatsu]], [[Naraha (Fukushima)|Naraha]] (15&amp;nbsp;km entfernt) nach [[Aizumisato (Fukushima)|Aizumisato]]. Beide Zielorte liegen im Westen der Präfektur.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www3.nhk.or.jp/daily/english/26_21.html|titel=Collective relocation of Fukushima residents|werk=NHK World News|hrsg=NHK|datum=2011-03-26|sprache=en|zugriff=2011-03-27}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am 28. März bestätigte Regierungssprecher Edano, dass die 20-Kilometer-Evakuierungszone aufrecht erhalten werden solle. Lokale Behörden wurden angewiesen, den Zutritt zu diesem Gebiet zu untersagen.&lt;ref name=nisa-2011-03-29-15-00&gt;{{Internetquelle|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110330-1-1.pdf|titel=Seismic Damage Information (the 61st Release)|hrsg=NISA|datum=2011-03-29|zugriff=2011-03-30|sprache=en|format=pdf}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Verschiedene Seiten kritisierten den Evakuierungsradius als unzureichend, so die Atomaufsicht der USA ab dem 17. März.&lt;ref name=&quot;evakuierungsradius-usa&quot;&gt;[http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,751401,00.html Minutenprotokoll] 17. März 2011 [[spiegel.de]]-Liveticker vom 17. März um 09:13 Uhr&lt;/ref&gt; Greenpeace forderte Japans Regierung am 27. März auf, vor allem schwangere Frauen und Kinder sofort auch aus dem weiteren Umkreis von 30 bis 60 km zu evakuieren.&lt;ref name=greenpeace-2011-03-29&gt;[http://www.greenpeace.org/international/en/press/releases/Greenpeace-radiation-experts-present-findings-announce-further-Fukushima-contamination-work-/ Greenpeace, Presserklärung 29. März 2011: ''Greenpeace radiation experts present findings, announce further Fukushima contamination work'']&lt;/ref&gt;<br /> Die IAEA riet am 30. März zur Ausweitung der Sperrzone auf 40&amp;nbsp;km.&lt;ref name=&quot;welt-2011-03-30&quot;&gt;{{Internetquelle | url=http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13018443/IAEA-raet-Japan-zu-Ausweitung-der-Sperrzone.html | titel=IAEA rät Japan zu Ausweitung der Sperrzone | autor= | hrsg=Axel Springer AG | werk=Welt Online | seiten= | datum=2011-03-30 | zugriff=2011-03-30 }}&lt;/ref&gt; In dem 7000-Einwohner-Dorf [[Iitate]], rund 40 Kilometer nordwestlich des Kraftwerks, wurde von Greenpeace eine Strahlenbelastung von bis zu 10 Mikrosievert in der Stunde gemessen, so dass die [[IAEO]] wie auch [[Greenpeace]] die japanischen Behörden am 30. März 2011 auffordern, die Evakuierung auf Iitate auszuweiten.&lt;ref&gt;[http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/greenpeace-fordert-evakuierung-von-iitate/4003738.html Greenpeace fordert Evakuierung von Iitate], Der Tagesspiegel, 30. März 2011&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Beim Festlegen der Evakuierungszone am 12. März hatte die japanische Regierung eine maximale Strahlungsbelastung von 50 Millisievert pro Jahr (mSv/a) zugrunde gelegt; dies entspricht durchschnittlichen 0,0057 Millisievert pro Stunde (mSv/h). Bei erwarteten Werten zwischen 10 und 50 mSv/a sollen die Anwohner ihre Häuser nicht verlassen. Anfang April riet die NISA der Regierung, bereits ab einer möglichen Belastung von 20 mSv/a zu evakuieren.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/83604.html|title=Gov't reviewing radiation exposure level for evacuation|publisher=Kyodo News|date=2011-04-06|accessdate=2011-04-06|language=de}}&lt;/ref&gt; Zum Vergleich: Die natürlichen Strahlungswerte in Japan liegen im Durchschnitt bei 0,4 mSv/a.&lt;ref&gt;{{cite web| url=http://eq.wide.ad.jp/110315houshasen_en.html | date=2011-03-15 | archiveurl=http://www.webcitation.org/5xkFGVcEI | archivedate= 2011-04-06 | title=Radiation Exposure in Daily Life (Japan) | publisher = MEXT | zugriff=2011-04-06 | sprache=en}})&lt;/ref&gt; In Deutschland sind es im Durchschnitt 2,1 mSv/a, bei einem Grenzwert für zusätzliche Belastungen aus Nuklearanlagen von 1 mSv/a.<br /> &lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.bfs.de/de/endlager/endlagerung_ueberblick/strahlung_endlagerung_text.html/printversion|title=Strahlung und Endlagerung|publisher=Bundesamt für Strahlenschutz|date=2011-10-06|accessdate=2011-04-06|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xkELessE|archivedate=2011-04-06}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> ==== Angehörige anderer Staaten ====<br /> Verschiedene Staaten wie Russland, Belgien, Philippinen und die USA stellten Flugzeuge bereit, um Staatsbedienstete und weitere Bürger zu evakuieren.&lt;ref name=stern-2011-03-17-18-03&gt;{{Internetquelle|url=http://www.stern.de/reise/fernreisen/reisen-nach-japan-us-buerger-sollen-japan-verlassen-1664812.html|titel=US-Bürger sollen Japan verlassen |werk=stern.de|datum=2011-03-17|zugriff=2011-03-17}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Die Atomaufsicht der USA empfahl US-Bürgern, einen Abstand von mindestens 80&amp;nbsp;km zum havarierten Kraftwerk einzuhalten.&lt;ref name=&quot;evakuierungsradius-usa&quot; /&gt; Die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] und [[Thailand]] empfahlen ihren Bürgern ferner eine Ausreise.&lt;ref name=stern-2011-03-17-18-03&gt;{{Internetquelle|url=http://www.stern.de/reise/fernreisen/reisen-nach-japan-us-buerger-sollen-japan-verlassen-1664812.html|titel=US-Bürger sollen Japan verlassen|werk=stern.de|datum=2011-03-17|zugriff=2011-03-17|format=HTML}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.focus.de/politik/schlagzeilen/nid_66994.html|titel=Keine Atom-Panik in Asien- und Pazifikregion|werk=focus.de|datum=2011-03-16|zugriff=2011-03-17|format=HTML}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Das deutsche [[Auswärtiges Amt|Auswärtige Amt]] sprach am 16. März 2011 eine [[Reisewarnung|Teilreisewarnung]] aus und empfahl allen Deutschen aus der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und dem Großraum Tokio-Yokohama, vorübergehend nach Ōsaka oder über Ōsaka ins Ausland auszuweichen.&lt;ref&gt;http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/Nodes/JapanSicherheit_node.html&lt;/ref&gt; Unternehmen wie [[SAP]], [[Bayer AG|Bayer]] und [[Daimler AG|Daimler]] verlegten Teile ihrer Belegschaft in den Süden Japans oder flogen sie nach Deutschland aus.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.ftd.de/politik/international/:agenda-die-grosse-evakuierung/60026784.html|titel=Die große Evakuierung|werk=ftd.de|datum=2011-03-17|zugriff=2011-03-17}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am {{formatDate|2011-03-17}} forderte auch [[Frankreich]] seine Bürger in Tokio auf, Japan zu verlassen oder sich in den Süden des Landes zu begeben.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,751396,00.html|titel=Neue Stromleitung nach Fukushima fast fertig|datum=2011-03-16|zugriff=2011-03-17|format=HTML}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Das österreichische [[Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten]] gab bereits am 15. März eine partielle Reisewarnung für den Nordosten Japans heraus. Die österreichische Botschaft verlegte am 16. März den operativen Bereich nach Ōsaka.&lt;ref&gt;[http://www.bmeia.gv.at/aussenministerium/buergerservice/reiseinformation/a-z-laender/japan-de.html Reisewarnung des Außenministeriums] abgerufen am 17. März 2011&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Der US-Mediziner [[Robert Peter Gale]], der 1986 in Tschernobyl die ärztliche Hilfe im Auftrag der russischen Regierung koordiniert hatte, kritisierte einzelne Evakuierungsempfehlungen und – so wörtlich – „Panikreaktionen“ einzelner Staaten. Schädlicher als die Strahlung selbst sei die Angst vor ihr.&lt;ref&gt;Der Spiegel 14/2011 vom 04.04.2011 [http://wissen.spiegel.de/wissen/epaper/SP/2011/14/114.html Debatte: Der US-Hämatologe Robert Peter Gale über deutsche Strahlenangst und japanische Strahlenrisiken]&lt;/ref&gt; Gale zufolge wäre die Folge des Exodus von Ausländern in Japan verheerend. Deshalb solle die deutsche Reaktion auf Fukushima nicht nur von Emotionen und einer Panikreaktion bestimmt sein, sondern möglichst rücksichtsvoll und bedacht ausfallen.&lt;ref&gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,754931,00.html Debatte Die wahre Gefahr], von Robert Peter Gale, 4.4.2011, Der Spiegel&lt;/ref&gt;<br /> <br /> === Luftverkehr ===<br /> [[File:Operations at Narita International Airport Terminal 1 (NRT-RJAA).jpg|miniatur|Internationaler Flughafen Tokio-Narita (2007)]]<br /> Am {{FormatDate|2011-03-14}}&lt;ref&gt;{{cite news |url=http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12825135/Erneutes-Erdbeben-laesst-Gebaeude-in-Tokio-wackeln.html |title=Erneutes Erdbeben lässt Gebäude in Tokio wackeln |pblisher=[[Die Welt|Welt Online]] |date=2011-03-15 |accessdate=2011-03-17 }}&lt;/ref&gt; verhängte die japanische Regierung ein [[Luftsperrgebiet]] für einen Umkreis von 20 Kilometern um das Kraftwerk, das am Folgetag auf 30 km erweitert wurde.&lt;ref&gt;{{cite web |url=http://www.nbaa.org/news/2011/japan/#airspace |publisher=National Business Aviation Association |title=Japan Crisis inklusive [[NOTAM]] (Update)|language=englisch |date=2011-3-25 |accessdate=2011-04-02| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xqgk5lc3| archivedate=2011-04-10}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Die deutsche [[Lufthansa]] lässt seit dem {{FormatDate|2011-03-14}} alle aus Japan heimkehrenden Flugzeuge auf radioaktive Strahlung testen.&lt;ref&gt;{{cite web |url=http://www.stern.de/news2/aktuell/lufthansa-ueberprueft-maschinen-bei-rueckkehr-aus-japan-auf-strahlung-1663480.html |title=Lufthansa überprüft Maschinen bei Rückkehr aus Japan auf Strahlung |publisher=stern.de |date=2011-03-14 |accessdate=2011-03-17| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xqgrUCGw| archivedate=2011-04-10}}&lt;/ref&gt; Vom 15. bis zum 23. März 2011 leitete sie ihre Flüge mit Ziel [[Flughafen Tokio-Narita|Tokio-Narita]] nach [[Nagoya]] und [[Ōsaka]] um.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,751085,00.html |title=Lufthansa fliegt Tokio nicht mehr an |publisher=[[Spiegel Online]] |date=2011-03-15 |accessdate=2011-03-17| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xqgvMIet| archivedate=2011-04-10}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{cite web |url=http://www.lufthansa.com/online/portal/lh/de/nonav/local?nodeid=1874371&amp;l=en&amp;solo=norm&amp;blt_p=JP&amp;blt_l=en&amp;blt_t=Homepage&amp;blt_e=Homepage%20-%20Hero&amp;blt_n=Current%20travel%20information&amp;blt_z=Current%20travel%20information |title=Current travel information |publisher=[[Lufthansa]] |archiveurl=http://www.webcitation.org/5xSlSJo77 |archivedate=2011-03-26 |accessdate=2011-03-26 |language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Die österreichische Lufthansa-Tochter [[Austrian Airlines]] flog Tokio unter Begleitung militärischer Strahlenschutzexperten weiter an. Im Gegensatz zum normalen Linienverkehr wurde allerdings der Aufenthalt nur kurz gehalten und der Crewwechsel in [[Seoul]] durchgeführt.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://wien.orf.at/stories/504889/ |title=AUA fliegt vorerst weiter nach Tokio |publisher=[[Österreichischer Rundfunk]] Wien |date=2011-03-17 |accessdate=2011-04-03 |archiveurl=http://www.webcitation.org/5xfXyKgvW |archivedate=2011-04-03}}&lt;/ref&gt;Die [[Swiss]] verlegte den Crewwechsel nach [[Hong Kong]].&lt;ref&gt;{{cite web |url=http://austrianaviation.net/news-international/news-detail-mainnews/datum/2011/03/16/euro-airlines-fliegen-weiter-nach-tokio.html |author=Martin Metzenbauer |title=Euro-Airlines fliegen weiter nach Tokio |publisher=Austrian Aviation Net |date=2011-03-16 |accessdate=2011-03-17 |archiveurl=http://www.webcitation.org/5xqh3hX7q |archivedate=2011-04-10 }}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> === Lebensmittelverbote und -warnungen in Japan ===<br /> → ''Siehe [[Strahlungsbelastung durch die Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi#Nahrungsmittel|Kontamination von Nahrungsmitteln]] und [[Strahlungsbelastung durch die Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi#Leitungswasser|Kontamination von Leitungswasser]] im Artikel [[Strahlungsbelastung durch die Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi]]<br /> <br /> === Import- und Exportverbote für Lebensmittel ===<br /> Am 24. März 2011 ordnete die [[Europäische Union]] vorsorglich Zwangskontrollen für nach dem 11. März hergestellte Lebensmittel aus zwölf Präfekturen Japans an. Sie dürfen ab dem 27. März nur in die EU-Staaten eingeführt werden, wenn sie in Japan auf Radioaktivität getestet und die Testergebnisse schriftlich bescheinigt wurden. Die japanischen Angaben sollen stichprobenartig überprüft werden.&lt;ref&gt;http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/21/0,3672,8226741,00.html Heute.de, 24. März 2011: ''EU ordnet Zwangskontrollen für Lebensmittel aus Japan an''&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Russland, China, Taiwan, Australien und die USA verhängten Importverbote für bestimmte Nahrungsmittel aus vier oder fünf von überhöhten Strahlenwerten betroffenen japanischen Präfekturen und testen Importe auf Radioaktivität.&lt;ref&gt;[http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12951573/10-000-fach-erhoehte-Strahlung-in-weiterem-Reaktor.html Die Welt, 25. März 2011: ''10.000-fach erhöhte Strahlung in weiterem Reaktor'']&lt;/ref&gt; Auch Südkorea beschloss zunächst ein solches Verbot, hob es aber am 24. März wieder auf, nachdem die japanische Regierung ihrerseits den Export bestimmter Lebensmittel aus der [[Präfektur Fukushima]] verboten hatte.&lt;ref&gt;[http://rki.kbs.co.kr/german/news/news_Ec_detail.htm?No=34232 KBS World, 24. März 2011: ''Südkorea hält Importstopp von Produkten aus Fukushima für nicht notwendig'']&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am 6. April verbot Russland den Import von japanischem Fisch.&lt;ref name=ftdticker-2011-04-06 /&gt;<br /> <br /> == Kritik am Krisenmanagement ==<br /> === Bewältigung der technischen Probleme ===<br /> Einem Bericht der [[Die Zeit|ZEIT]] zufolge äußerten verschiedene Kritiker die Ansicht, dass bei der Reaktion auf den Ausfall der Kühlsysteme im Kraftwerk zu langsam, mit den falschen Mitteln und zu wenig entschlossen gehandelt wurde. Wesentliche Verzögerungen gingen demnach auf die japanische Konsensorientierung und eine auffällige Unfähigkeit der Verantwortlichen zurück, vor Ort schnelle Entscheidungen zu treffen und die Gesamtlage auch über die jeweilige Zuständigkeit hinaus im Auge zu behalten. Unter anderem sei zu lange gezögert worden, Meerwasser einzuleiten, weil damit die Entscheidung verbunden war, die Reaktoren dauerhaft kommerziell abschreiben zu müssen.&lt;ref Name=Zeit31311 &gt;{{cite web | url=http://www.zeit.de/2011/14/Japan-Energiekonzern-Tepco?page=all | title=Fukushima-Betreiber: Eine Riege von Versagern | accessdate=2011-04-09 | authorlink=[[Georg Blume (Journalist)|Georg Blume]] | date=2011-03-31 | work=Die Zeit Nr. 14/2011 | publisher=Zeitverlag Gerd Bucerius | pages= |archiveurl=http://www.webcitation.org/5xnuOXD8q | archivedate=2011-04-09}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Die Einbindung des Premiers wie leitender Regierungsstellen in die Rettungsarbeiten hätte sich eher hinderlich ausgewirkt. Man habe nicht gewagt, Premierminister [[Naoto Kan|Kan]] von einem Inspektionsflug per Hubschrauber über Fukushima am Morgen nach dem Beben abzuhalten und stattdessen zu einem frühen und günstigeren Zeitpunkt radioaktiven Dampf abzulassen.&lt;ref Name=Zeit31311/&gt; Das Management habe die Meerwasserkühlung erst nach den Knallgasexplosionen und auf ausdrückliche Veranlassung von Premier Kan&lt;ref&gt;[http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110326-2-1.pdf 54. NISA-Statusbericht] Seite 13, 12.3. 19:55 ([http://www.webcitation.org/5xq8UC303 Archiv])&lt;/ref&gt; zugelassen; die Beschaffung von Süßwasser für die weitere Kühlung kam demnach erst deutlich später in Gang.&lt;ref Name=Zeit31311/&gt; Die Hitzeentwicklung bei den Abklingbecken sei erst deutlich verzögert angegangen worden. Die Handlungsweise von IAEA-Chef [[Yukiya Amano]] wurde ebenso als wenig zupackend und untätig beschrieben.&lt;ref Name=Zeit31311/&gt; <br /> <br /> Die Verantwortlichen bei TEPCO wie der japanischen Krisenstäbe hätten zudem gezögert, ausländische Hilfe aktiv anzufragen und einzubeziehen.&lt;ref Name=Zeit31311/&gt; Verschiedene Hilfsangebote, etwa seitens der deutschen Bundesregierung, das [[Technisches Hilfswerk|Technische Hilfswerk]] oder Ausrüstung und Experten des [[Kerntechnischer Hilfsdienst|Kerntechnischen Hilfsdiensts]] einzusetzen, seien zunächst nicht oder nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung angenommen worden. Aus Frankreich wurden erst ab dem 17. März Experten und Ausrüstung der [[AREVA]] einbezogen;&lt;ref Name=Areva&gt;[http://www.areva.com/EN/news-8775/earthquake-and-tsunami-in-japan.html Earthquake and tsunami in Japan, Areva Hilfsleistungen laut der Firmenwebseite] ([http://www.webcitation.org/5xq8YkDqV Archiv])&lt;/ref&gt; ein Hilfsangebot der Regierung Sarkozy war bereits am Tag nach der Katastrophe eingegangen. Zur Zeit des Unglücks waren über 100 Arevamitarbeiter aus Deutschland, den USA und Frankreich im Lande, von denen 18 bei Wartungsarbeiten im unmittelbaren Umfeld des Reaktors 4 tätig waren.&lt;ref Name=Areva/&gt;<br /> <br /> Zwei Wochen nach dem Unglück traf die Chefin der Areva, [[Anne Lauvergeon]] mit Experten der [[Nuklearanlage Marcoule]] vor Ort ein.&lt;ref&gt;[http://www.lepoint.fr/fil-info-reuters/anne-lauvergeon-et-des-experts-d-areva-se-rendent-au-japon-29-03-2011-1312945_240.php Reuters Anne Lauvergeon et des experts d'Areva se rendent au Japon] (französisch), Reuters 29/03/2011 ([http://www.webcitation.org/5xq8mtA3e Archiv]) &lt;/ref&gt; Vertreter der japanischen Opposition, so [[Tarō Kōno]] hatten das mangelhafte Krisenmanagement heftig kritisiert und die umgehende Einbindung ausländischer Experten und Ausrüstung gefordert.&lt;ref Name=Zeit31311/&gt;<br /> <br /> === Arbeitsbedingungen ===<br /> <br /> In Japan wurde zudem der Umgang mit den Hilfskräften kritisiert, die teilweise aus Zeitarbeitsfirmen stammen und dort bereits vor der Krise sehr harten Arbeitsbedingungen unterworfen waren. <br /> <br /> Durch die Explosionen und Brände im Kraftwerk stieg die Strahlenbelastung auf dem Gelände zeitweilig stark an. Das [[MHLW|japanische Gesundheitsministerium]] setzte daraufhin die zulässige Gesamt-Äquivalentdosis für die Arbeiten in Kernkraftwerken von 100 auf 250 Millisievert herauf.&lt;ref&gt;{{cite web| url=http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,751070,00.html | title=Die &quot;Tapferen 50&quot; an der Strahlenfront | work=Spiegel online Panorama | date=2011-03-16|accessdate=2011-03-16}}&lt;/ref&gt; Kritiker verwiesen darauf, dass Werte oberhalb der von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) festgesetzten Grenze von 100 Millisievert pro Einsatz oder pro Jahr erfahrungsgemäß Körperzellen direkt schädigen und das Krebsrisiko schon für weit geringere Belastungen prozentual steigt.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://blog.tagesschau.de/2011/03/24/wer-setzt-die-grenzwerte-fur-die-strahlung-fest/|title=Wer setzt die Grenzwerte für die Strahlung fest?|author=Werner Eckert|publisher=ARD|work=blog.tagesschau.de|date=2011-03-24|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xd3nriTh|archivedate=2011-04-01 |accessdate=2011-04-01}}&lt;/ref&gt; Drittunternehmen, die im Auftrag von Tepco im Kraftwerk tätig sind, lehnten den höheren Grenzwert ab.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/84251.html|title=TEPCO contractors reject higher radiation dose limit for workers|publisher=Kyodo News|date=2011-04-09|accessdate=2011-04-09|language=englisch}}&lt;/ref&gt; Bis zum 1. April 2011 erhielten 21 Mitarbeiter Strahlungsdosen über 100 Millisievert.&lt;ref name=nisa-2011-04-01-09-30 /&gt;<br /> <br /> Auch die Ausrüstung der Arbeiter war unzulänglich; es mangelte zeitweise an [[Dosimeter]]n&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www3.nhk.or.jp/daily/english/31_31.html|titel=Radiation monitors not given to each worker|hrsg=NKH World|datum=2011-03-31|zugriff=2011-04-02|sprache=en}}&lt;/ref&gt; und an geeigneten und zugelassenen [[Sicherheitsschuh|Sicherheitsstiefeln]]. Die Arbeiter müssen sich zunächst gegen mechanische Gefahren absichern, wogegen normale Arbeitsschuhe dienen. Gegen die radioaktiven Stäube und zu leichteren Dekontamination werden zumeist Einweghüllen aus Kunststoff verwendet. Als in einer Turbinenhalle erhebliche radioaktive Wassermengen auftraten und einige Mitarbeiter dennoch mit halbhohen Arbeitsschuhen ins Wasser traten, zogen sie sich erhebliche Verletzungen und Verstrahlungen zu.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.ftd.de/politik/international/:chronik-der-katastrophe-in-japan-riss-im-boden-von-reaktor-2-die-ereignisse-vom-samstag/60033982.html#gmap-0-Fukushima%20Daiichi%20%28Reaktor%201%29|titel=Riss im Boden von Reaktor 2 - Die Ereignisse vom Samstag|hrsg=Financial Times Deutschland|datum=2011-04-02|zugriff=2011-04-02}}&lt;/ref&gt; <br /> <br /> Nach der Explosion in Block 3 wurde die Anlage vorübergehend geräumt. Danach verblieben zeitweise nur noch rund 180 Arbeiter vor Ort – darunter 50 Mitarbeiter von Tepco –, was unter dem Namen „Fukushima 50“ (mit Anklängen an die [[47 Rōnin]]) in den Medien thematisiert wurde. Tepco zahlt diesen Mitarbeitern angesichts der Lage umgerechnet rund 3500 Euro pro Schicht.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.news-im-blick.de/2011/04/japan-riss-in-reaktorwand-in-fukushima-tepco-zahlt-3500-euro-pro-schicht|title=Japan: Riss in Reaktorwand in Fukushima – TEPCO zahlt 3500 Euro pro Schicht|publisher=News im Blick|date=2011-04-02|accessdate=2011-04-08|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xnne2A6g|archivedate=2011-04-08}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft ==<br /> === Wirtschaft ===<br /> Die Evakuierungen betreffen die Produktion mehrerer Unternehmen und Zulieferfirmen in der Nähe des Kraftwerks, darunter [[Toto (Unternehmen)|Toto]], [[Alpine Electronics]], [[Daio (Unternehmen)|Daio]], [[Fujitsu]], [[IHI]], [[Fuji Xerox]] und [[Canon]].&lt;ref&gt;[http://www.asahi.com/english/TKY201103190164.html Asahi, ''Nuclear crisis forces firms to shift production from quake-hit region'', 20. März 2011]&lt;/ref&gt; Betroffen ist auch die weltweit einzige Fabrik für den [[Metalliclack]] für Autos ''Xirallic'' als Zulieferer für die [[Merck KGaA]].&lt;ref&gt;{{Internetquelle | url=http://www.monstersandcritics.com/news/business/news/article_1628881.php/Japan-disaster-knocks-out-world-supply-of-car-paint-additive | titel=Japan disaster knocks out world supply of car paint additive | hrsg=Monsters and Critics| datum=2011-03-26 | zugriff=2011-03-26 | sprache=en}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{Internetquelle | url=http://www.morgenweb.de/region/rhein_neckar_ticker/Mannheimer_Morgen/20906_Darmstadt:_Engpass_bei_Autofarben_-_japanisches_Merck-Werk_geschlossen.html | titel=Darmstadt: Engpass bei Autofarben – japanisches Merck-Werk geschlossen| hrsg=Mannheimer Morgen| datum=2011-03-26 | zugriff=2011-03-27 | sprache=de}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Durch die Abschaltung mehrerer Kernkraftwerke kam es zu Engpässen in der Stromversorgung. Die Bürger wurden mehrfach aufgefordert, Stom zu sparen. Zusätzlich führte Tepco vom 14. März 2011 bis in den April hinein sogenannte „rolling blackouts“ durch, das heißt zeitlich rollierende Stomabschaltungen in verschiedenen Regionen Japans.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/11040805-e.html|title=Avoiding implementation of rolling blackouts and measures to maintain power supply-demand balance toward summer period|date=2011-04-08|accessdate=2011-04-08|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xn8EJE08|archivedate=2011-04-08|language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Durch die Unfallfolgekosten geriet Tepco in finanzielle Schwierigkeiten und ersuchte sieben japanische Großbanken um Kredite in Höhe von 17 Milliarden Euro, mit denen die Schäden aus der Reaktorkatastrophe bezahlt werden sollen. Zuvor hatten die Ratingagenturen [[Moody’s]] sowie [[Standard &amp; Poor’s]] die Kreditwürdigkeit von Tepco herabgestuft.&lt;ref&gt;[http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E8A36604547834F3581BB21E028C7B438~ATpl~Ecommon~Scontent.html FAZ, 23. März 2011, ''Tepco braucht Geld für Reparaturen'']&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Am 17. März 2011 schloss die Fondsgesellschaft [[Union Investment|Union Investment Real Estate]] ihren offenen Immobilienfonds Uni-Immo Global, da die in Japan stehenden Immobilien des Fonds derzeit nicht bewertet werden können und folglich keine Anteilspreise ermittelt werden können.&lt;ref&gt;[http://www.handelsblatt.com/finanzen/fonds/nachrichten/immobilienfonds-macht-wegen-japan-krise-dicht/3961732.html Handelsblatt, 17. März 2011, ''Immobilienfonds macht wegen Japan-Krise dicht'']&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Die Region um Fukushima spielt eine bedeutende Rolle in der japanischen Landwirtschaft, Fischerei und Lebensmittelversorgung. Die Nachbarpräfektur [[Präfektur Ibaraki|Ibaraki]] stellt insbesondere Premiumreissorten her und ist das Stammland der japanischen Schweinezucht. Mögliche Auswirkungen des Reaktorunglücks auf Nahrungsmittel und Landwirtschaft wurden in den Medien thematisiert. Messungen wiesen Spaltprodukte aus dem Unglück bei einigen Milch- und Spinatproben und im Leitungswasser nach.&lt;ref&gt;[http://edition.cnn.com/2011/WORLD/asiapcf/03/19/japan.radioactive.food/ CNN zur landwirtschaftlichen Produktion] &lt;/ref&gt; Die Behörden untersagten den Verkauf von Rohmilch aus der Präfektur Fukushima, regional angebautes Gemüse darf zeitweise nicht mehr außerhalb verkauft werden.&lt;ref&gt;[http://edition.cnn.com/2011/WORLD/asiapcf/03/20/japan.nuclear.food/index.html WHO: Radiation in Japan food 'more serious' than thought] &lt;/ref&gt;<br /> <br /> Seit dem 26. März laufen mehrere Großreedereien die Häfen von Tokio und Yokohama aus Sorge vor radioaktiver Verseuchung der Schiffe nicht mehr an. Dies führt zu einer Belastung des Welthandels, da Waren auf dem Landweg vom Süden Japans in den Norden gebracht werden müssen.&lt;ref&gt;[http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,753346,00.html Spiegel, 26. März 2011, ''Strahlenangst bremst Schiffsverkehr'']&lt;/ref&gt;<br /> <br /> In der japanischen Luftfahrt kam es zu einem massiven Nachfrageeinbruch.&lt;ref name=ftdticker-2011-04-07&gt;{{cite web|url=http://www.ftd.de/politik/international/:ticker-zur-katastrophe-in-japan-europaeische-wirtschaft-leidet-unter-katastrophe/60035944.html|title=Ticker zur Katastrophe in Japan|publisher=Financial Times Deutschland|date=2011-04-07|accessdate=2011-04-07}}&lt;/ref&gt; Die Zahl der ausländischen Besucher ging in der zweiten Märzhälfte um 75% genenüber dem Vorjahr zurück.&lt;ref name=ftdticker-2011-04-06&gt;{{cite web|url=http://www.ftd.de/politik/international/:chronik-zur-katastrophe-in-japan-stickstoff-soll-wasserstoff-explosionen-verhindern/60035470.html#gmap-0-Fukushima%20Daiichi%20%28Reaktor%201%29|title=Chronik zur Katastrophe in Japan|publisher=Financial Times Deutschland|date=2011-04-06|accessdate=2011-04-07}}&lt;/ref&gt; In den meisten [[Toyota]]-Werken stand die Autoproduktion bis in den April hinein ganz oder teilweise still.&lt;ref name=ftdticker-2011-04-06 /&gt;<br /> <br /> === Japanische Gesellschaft ===<br /> In der Evakuierungszone um das Kraftwerk verzögerte sich wegen der hohen Strahlungsbelastung die Bergung von Tsunami-Opfern. Wegen der möglichen Kontamination würde eine Übergabe an die Angehörigen oder eine Einäscherung auch weitere Gefahren beinhalten.&lt;ref&gt;Der Spiegel ([http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,754404,00.html online])&lt;/ref&gt;<br /> <br /> In Japan machte der Ausdruck Flyjin (aus<br /> [[Gaijin]] Nichtjapaner und Fly, eng. Flug oder Flucht) die Runde. Damit wurden in der [[Expatriate]]gemeinde Ausländer bezeichnet, die sich nach den ersten Reisewarnungen ohne Abschied auf den Weg in die jeweilige Heimat machten. Der Exodus der Ausländer hat in der Krise auch das Selbstbild der Japaner bedroht und verschlimmerte die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zusätzlich. Es kommen erhebliche Vertrauensverluste gegenüber zeitweise Abgereisten hinzu. &lt;ref&gt;[http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~E027F9574F0774060B29464368E4AE7D9~ATpl~Ecommon~Sspezial.html Japan Die Ausreißer] „Flyjin“ werden die geflohenen Ausländer, nicht zuletzt die Deutschen, jetzt gerne genannt, in Anlehnung an das japanische Wort für Ausländer, gaijin. Es sind nicht die japanischen Medien, die sich über die „flyjin“ lustig machen oder sich empören. Es sind die in Tokio verbliebenen Ausländer, die den Begriff geprägt haben. FAZ, 4.4. 2011, von Carsten Germis&lt;/ref&gt;<br /> <br /> === Atomenergiepolitik ===<br /> {{Hauptartikel|Kernenergie nach Ländern}}<br /> <br /> ==== Japan ====<br /> [[Datei:Monksantinuclear.JPG|miniatur|rechts|Buddhistische Mönche des [[Nipponzan-Myōhōji]] protestieren am 5. April 2011 hinter dem [[Kokkai|japanischen Parlament]] gegen Atomkraft]]<br /> Premierminister Naoto Kan will die Planung für den Bau von 14 weiteren Kernkraftwerken in Japan von Grund auf überprüfen lassen.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/82231.html|titel=Kan to review plan to build more nuclear plants from scratch|hrsg=Kyodo News|datum=2011-03-31|zugriff=2011-03-31|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xqjQbuo5|archiv-datum=2011-04-10|sprache=en}}&lt;/ref&gt; Verschiedene Kraftwerksbetreiber froren daher ihre Pläne für den Bau neuer Reaktoren ein.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/82803.html|titel=Nuke crisis in Fukushima forces utilities to delay restart of reactors|hrsg=Kyodo News|datum=2011-04-03|zugriff=2011-04-02|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xqjV85dZ|archiv-datum=2011-04-10|sprache=en}}&lt;/ref&gt;&lt;!-- Zugriff vor Veröffentlichung wegen anderer Zeitzone --&gt;<br /> <br /> Am 30. März wurde bekannt, dass er die [[japanische Atomaufsichtsbehörde]] NISA aus dem Wirtschaftsministerium, das die Nutzung der Kernenergie in Japan aktiv gefördert hatte, ausgliedern möchte.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/82099.html|titel=Kan looks at separating nuclear safety agency from industry ministry|hrsg=Kyodo News|datum=2011-03-30|zugriff=2011-03-30|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xqjZuIf4|archiv-datum=2011-04-10|sprache=en}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Vom 27. bis zum 31. März kam es zu mehreren Demonstrationen von etwa 100 bis 1000 Atomkraftgegnern vor dem Tepco-Hauptquartier in Tokio. Drei Studenten wurden festgenommen.&lt;ref&gt;{{cite web|url=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,754135,00.html|title=Als Einzelkämpfer gegen die Kernkraft|publisher=Spiegel Online|date=2011-03-31|accessdate=2011-04-08|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xnlDi8wX|archivedate=2011-04-08}}&lt;/ref&gt;&lt;ref&gt;{{cite web| url=http://derstandard.at/1297822007443/Reportage-Heikle-Entscheidung-zwischen-Strahlen-und-Schule |title=Heikle Entscheidung zwischen Strahlen und Schule| publisher=Der Standard| date=2011-04-01| accessdate=2011-04-10| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xqjiKzeK| archivedate=2011-04-10}}&lt;/ref&gt; Am 10. April demonstrierten in Tokio 17.500 Menschen gegen Atomkraftwerke.&lt;ref&gt;{{cite web| url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/84371.html| title=17,500 gather for Tokyo rallies against nuclear plants| publisher=Kyodo News| date=2011-04-10| accessdate=2011-04-10| archiveurl=http://www.webcitation.org/5xqj97S2X| archivedate=2011-04-10| language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> ==== Europäische Union ====<br /> Am 25. März beschloss die [[Europäische Union]], allen Atomkraftwerksbetreibern ihrer Mitgliedsstaaten freiwillige Tests nach einheitlichen, noch zu vereinbarenden Kriterien vorzuschlagen. Unabhängige Experten sollen bis Ende 2011 Risiken wie Erdbeben, Hochwasser und Terrorangriffe prüfen.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1131899|titel=Tests für mehr Sicherheit: EU prüft Atomkraftwerke |titelerg=Newsticker|hrsg=Süddeutsche Zeitung|werk=newsticker.sueddeutsche.de|datum=2011-03-25|zugriff=2011-04-01}}&lt;/ref&gt;<br /> ==== Deutschland ====<br /> {{Hauptartikel|Atom-Moratorium}}<br /> <br /> In [[Deutschland]] verstärkten die Unfälle die laufende Debatte über die Nutzung von Kernenergie und die [[Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke]].&lt;ref name=&quot;stern 12. 3.2011&quot;&gt;Stern: [http://www.stern.de/politik/deutschland/nach-beben-und-atomunfall-in-japan-deutschland-streitet-ueber-kernenergie-1662946.html „Deutschland streitet über Kernenergie“], 12. März 2011&lt;/ref&gt; Am 14. März 2011 gab Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] bekannt, dass alle 17 deutschen Kernkraftwerke für drei Monate einer Sicherheitsprüfung unterzogen und dazu die sieben ältesten Kernkraftwerke Deutschlands solange stillgelegt werden bzw. bleiben sollen ([[Atom-Moratorium]]).&lt;ref&gt;{{internetquelle|url=http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Mitschrift/Pressekonferenzen/2011/03/2011-03-14-bkin-lage-japan-atomkraftwerke.html|datum=2011-03-14|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xR1zVk1y|archiv-datum=2011-03-24|titel=Pressestatements von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesaußenminister Guido Westerwelle zu den Folgen der Naturkatastrophen in Japan sowie den Auswirkungen auf die deutschen Kernkraftwerke|hrsg=Presse- und Informationsamt der Bundesregierung|zugriff=2011-03-25}}&lt;/ref&gt; Die Umsetzung wurde den Bundesländern überlassen, in denen diese Kraftwerke stehen.<br /> <br /> ==== Italien ====<br /> In [[Italien]] hatte ein Referendum 1987 eine Mehrheit für die Abschaffung der Kernenergienutzung ergeben, woraufhin alle vier italienischen Kernkraftwerke stillgelegt wurden. 2008 gab [[Silvio Berlusconi]]s Regierung Pläne für den Bau neuer Kraftwerke bekannt. Aufgrund der Ereignisse in Fukushima beschloss seine Regierung am 23.&amp;nbsp;März 2011, die Standortsuche für die geplanten Kernkraftwerke und damit den Wiedereinstieg in die Kernenergie für ein Jahr auszusetzen.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704050204576218572948270778.html|titel=Italy Approves Nuclear Pause|hrsg=[[The Wall Street Journal]] |datum=2011-03-23 |zugriff=2011-03-23 |sprache=en}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> ==== Weitere Staaten ====<br /> Einige Staaten wie [[Kernenergie nach Ländern#Indien|Indien]],&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://articles.timesofindia.indiatimes.com/2011-03-15/india/28691262_1_nuclear-plants-jaitapur-nuclear-power-project-review-safety|titel=Govt to review safety at nuclear plants: Ramesh|hrsg=[[The Times of India]] |datum=2011-03-15 |zugriff=2011-03-22 |sprache=en}}&lt;/ref&gt; [[Pakistan]],&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.pakistantoday.com.pk/pakistan-news/National/16-Mar-2011/Karachi-Chashma-Nplants-safe-PAEC|titel=Karachi, Chashma N-plants safe: PAEC|hrsg=Pakistan Today |datum=2011-03-16 |zugriff=2011-03-22 |sprache=en}}&lt;/ref&gt; [[Kernenergie nach Ländern#Russland|Russland]],&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.reuters.com/article/2011/03/15/japan-quake-russia-putin-idUSWEA860820110315|titel=Putin orders review of Russian nuclear plans|hrsg=[[Reuters]] |zugriff=2011-03-21 |datum=2011-03-15 |sprache=en}}&lt;/ref&gt; die [[Kernenergie nach Ländern#Schweiz|Schweiz]]&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/schweizer_akw_muessen_ihre_anlagen_sofort_ueberpruefen_1.9952004.html|titel=Schweizer AKW müssen ihre Anlagen sofort überprüfen|hrsg=[[NZZ Online]] |datum=2011-03-19 |zugriff=2011-03-22}}&lt;/ref&gt; und [[Spanien]],&lt;ref name=&quot;cnn_goodman&quot;&gt;{{Internetquelle|url=http://edition.cnn.com/2011/WORLD/europe/03/16/spain.nuclear.power/index.html?eref=edition|hrsg=[[CNN]]|titel=Spain orders review of nuclear power plants|autor=Al Goodman |zugriff=2011-03-21 |datum=2011-03-16 |sprache=en}}&lt;/ref&gt; kündigten eine Prüfung ihrer laufenden Kernkraftwerke an. [[Venezuela]]s Präsident [[Hugo Chávez]]&lt;ref name=&quot;cnn_goodman&quot; /&gt; und [[Israel]]s Ministerpräsident [[Benjamin Netanjahu]]&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.reuters.com/article/2011/03/17/us-japan-nuclear-israel-idUSTRE72G9H220110317|titel=Israel's Netanyahu says rethinking nuclear power|hrsg=[[Reuters]] |datum=2011-03-17 |zugriff=2011-03-21 |sprache=en}}&lt;/ref&gt; erklärten, sie wollten Pläne für das jeweils erste Kernkraftwerk in ihren Ländern stoppen. [[China]] fror die Genehmigungen für alle neuen Kernkraftwerke ein.&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,751372,00.html|titel=China legt ehrgeizige Atompläne auf Eis|hrsg=[[Der Spiegel]] |datum=2011-03-16 |zugriff=2011-04-03 |sprache=de}}&lt;/ref&gt; US-Präsident [[Barack Obama]] veranlasste eine Sicherheitsprüfung aller [[Kernenergie nach Ländern#USA|US-Atomkraftwerke]].&lt;ref&gt;[http://projects.washingtonpost.com/obama-speeches/speech/595/ Washington Post, 17. März 2011: ''Obama delivers a statement on Japan - Speech Transcript'']&lt;/ref&gt;<br /> <br /> [[Kernenergie nach Ländern#Frankreich|Frankreich]],&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.reuters.com/article/2011/03/16/us-japan-quake-france-idUSTRE72F5RE20110316?pageNumber=1|titel=France sees lessons from Japan nuclear crisis|hrsg=[[Reuters]] |datum=2011-03-16 |zugriff=2011-03-22 |sprache=en}}&lt;/ref&gt; [[Indonesien]],&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.nytimes.com/2011/03/18/business/global/18atomic.html?_r=1&amp;partner=rss&amp;emc=rss|titel=Indonesia to Continue Plans for Nuclear Power|autor=Aubrey Belford|hrsg=[[The New York Times]] |datum=2011-03-17 |zugriff=2011-03-22 |sprache=en}}&lt;/ref&gt; die [[Kernenergie nach Ländern#Niederlande|Niederlande]],&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/aktuelles/archiv/2011/maerz/0315atomkraft.html|titel=JAPAN: Niederlande reagieren gelassen|hrsg=NiederlandeNet, [[Westfälische Wilhelms-Universität Münster]] |datum=2011-03-15 |zugriff=2011-03-21}}&lt;/ref&gt; die [[Kernenergie nach Ländern#Türkei|Türkei]]&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.rferl.org/content/erdogan_turkey_tatarstan/2340790.html|titel=Turkey's Erdogan Pays Visit To Tatarstan|hrsg=Radio Free Liberty Radio Europe|datum=2011-03-17 |zugriff=2011-03-21 |sprache=en}}&lt;/ref&gt; und [[Vietnam]]&lt;ref&gt;{{Internetquelle|url=http://www.globalpost.com/dispatch/news/regions/asia-pacific/vietnam/110319/vietnam-nuclear-economy|titel=Vietnam to go ahead with nuclear plans|autor=Helen Clark|hrsg=[[GlobalPost]] |datum=2011-03-20 |zugriff=2011-03-22}}&lt;/ref&gt; wollen an ihren Plänen für neue Kernkraftwerke festhalten.<br /> <br /> == Haftung des Kraftwerksbetreibers ==<br /> Nach dem japanischen Atomhaftungsgesetz&lt;ref&gt;Gesetz 147/1961 [http://law.e-gov.go.jp/htmldata/S36/S36HO147.html 原子力損害の賠償に関する法律], englisch {{Webarchiv | url=http://www.oecd-nea.org/law/legislation/japan-docs/Japan-Nuclear-Damage-Compensation-Act.pdf | webciteID=5xqEmRZzw | text=Act on Compensation for Nuclear Damage}}, Section 3 (archiviert vom [http://www.oecd-nea.org/law/legislation/japan-docs/Japan-Nuclear-Damage-Compensation-Act.pdf Original])&lt;/ref&gt; trifft die Betreiber von Atomkraftwerken verschuldensunabhängig eine [[Gefährdungshaftung]] für nukleare Schäden, sofern diese nicht durch eine außergewöhnlich schwerwiegende Naturkatastrophe oder einen Aufstand verursacht wurden. Regierungssprecher Edano sagte, diese Ausnahme sei unter den gegebenen gesellschaftlichen Umständen nicht möglich.&lt;ref&gt;[http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/81077.html Natural disaster exemption not to apply to Tokyo Electric: Edano], 25. März 2011&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Der Reaktorbetrieb ist nur erlaubt, wenn der Betreiber sowohl einen privaten Haftpflichtversicherungsvertrag als auch eine Freistellungsvereinbarung mit dem Staat für durch die Versicherung nicht abgedeckte Schäden abschließt. Hierbei ist eine Deckungssumme von 120 Milliarden Yen (umgerechnet {{Wechselkurs|JPY|EUR|NKS=2|Faktor=120}} Milliarden Euro) je Installation vorgeschrieben.&lt;ref&gt;Gesetz 147/1961, Section 7&lt;/ref&gt; Die private Versicherung des japanischen [[Atompool]]s (Japan Atomic Energy Insurance Pool) deckt keine durch Erdbeben verursachten Schäden ab.&lt;ref name=bloomberg/&gt; Überschreitet ein Schaden die Deckungssumme, kann der Staat den Betreiber auf Beschluss des [[Kokkai|japanischen Parlaments]] bei der Erfüllung der Schadensersatzforderungen unterstützen.&lt;ref&gt;Gesetz 147/1961, Section 16&lt;/ref&gt;<br /> <br /> Die bis zum {{FormatDate|2011-03-23}} durch die Nuklearunfälle entstandenen Schäden wurden von der Zeitung ''Tokyo Shimbun'' auf 1 Billion Yen (ungefähr 8,5 Mrd. € zum damaligen Zeitpunkt)&lt;!-- hier muss der historische Wechselkurs zum Zeitpunkt der Schätzung stehen und kein automatisch aktualisierter, ist ja ein historischer Fakt der hier festgehalten wird --&gt; geschätzt.&lt;ref name=bloomberg&gt;{{Internetquelle | url=http://www.bloomberg.com/news/2011-03-23/nuclear-cleanup-cost-goes-to-japan-s-taxpayers-may-spur-liability-shift.html | titel=Atomic Cleanup Cost Goes to Japan's Taxpayers, May Spur Liability Shift | werk=Bloomberg |datum=2011-03-23|zugriff=2011-03-23|sprache=en}}&lt;/ref&gt; Der Tepco-Vorsitzende Katsumata sagte am 30. März, die Kosten würden die Finanzsituation der Firma „unterminieren“, man werde jedoch alles dafür tun, eine [[Insolvenz]] und eine [[Verstaatlichung]] zu vermeiden.&lt;ref name=kyodo-2011-03-30-aufgabe&gt;{{cite web|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/82069.html|archiveurl=http://www.webcitation.org/5xntVg5Pk | archivedate=2011-04-09|title=Tokyo Electric to scrap 4 reactors at crippled nuclear plant|publisher=Kyodo News|datum=2011-03-30|zugriff=2011-04-09|language=englisch}}&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Siehe auch ==<br /> * [[Kernenergie nach Ländern#Japan|Kernenergie in Japan]]<br /> * [[Liste der Unfälle in kerntechnischen Anlagen]]<br /> * [[Sicherheit von Kernkraftwerken]]<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> {{Commonscat|Fukushima I Accidents|Unfälle im Kernkraftwerk Fukushima I}}<br /> {{Wikinews|Kategorie:Kernkraftwerk Fukushima I|Kernkraftwerk Fukushima I}}<br /> * [http://fukushima.grs.de/ Fukushima-Informationsportal] bei der [[Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit]]<br /> * [http://www.tepco.co.jp/nu/f1-np/camera/index-j.html Webcam Kernkraftwerk Fukushima I]<br /> * [http://www.nisa.meti.go.jp/english/index.html Japanische Atomaufsichtsbehörde NISA] (englisch)<br /> * [http://www.jaif.or.jp/english/ Japanisches Atom-Industrie-Forum JAIF] (englisch)<br /> * [http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/index-e.html Pressemeldungen des Kraftwerksbetreibers TEPCO (Tokyo Electric Power Company)] (englisch)<br /> * {{Internetquelle|url=http://www.nrc.gov/reading-rm/basic-ref/teachers/03.pdf|titel=Boiling Water Reactor (BWR) Systems| titelerg=Reactor Concepts Manual| hrsg=U.S. Nuclear Regulatory Commission |werk=USNRC Technical Training Center|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xdsoQNBQ|archiv-datum=2011-04-02 |zugriff=2011-04-02|sprache=en|format=pdf|kommentar=Aufbau und Funktionsweise von General-Electric-Siedewasserreaktoren}}<br /> * [http://mitnse.com/ Informationen zum Unfall in Fukushima, Department für Nuklearwissenschaft am MIT] (englisch)<br /> * {{Internetquelle | url=http://energyfromthorium.com/pps/FukushimaDaiichiAREVA.pps | titel=The Fukushima Daiichi Incident | autor=Matthias Braun | hrsg=[[Areva NP|Areva]] | datum=2011-04-02 | archiv-url=http://energyfromthorium.com/pps/FukushimaDaiichiAREVA.pps | archiv-datum=2011-04-02 | zugriff=2011-04-02 | sprache=en | format=pps 3,6 MB |kommentar=Darstellung des Ablaufs der Unfälle in einer Präsentation }}<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references /&gt;<br /> <br /> {{Navigationsleiste Nuklearunfälle}}<br /> <br /> {{Coordinate|NS=37/25/17/N|EW=141/1/57/E|type=landmark|region=JP-07}}<br /> <br /> [[Kategorie:Katastrophe in Japan von 2011]]<br /> [[Kategorie:Nuklearunfall]]<br /> [[Kategorie:Umweltkatastrophe]]<br /> [[Kategorie:Präfektur Fukushima]]<br /> <br /> [[ar:كارثة فوكوشيما]]<br /> [[be:Аварыя на АЭС Фукусіма I]]<br /> [[be-x-old:Аварыя на АЭС Фукусіма I]]<br /> [[bg:Авария на АЕЦ Фукушима I]]<br /> [[ca:Accident nuclear de Fukushima I]]<br /> [[cv:Фукусима-1 АЭС-ĕнчи авари]]<br /> [[da:Fukushima I-ulykkerne]]<br /> [[en:Fukushima I nuclear accidents]]<br /> [[es:Accidente nuclear de Fukushima I]]<br /> [[et:Fukushima I AEJ tuumaõnnetus]]<br /> [[fi:Fukushima I -voimalan ydinonnettomuudet]]<br /> [[fr:Accidents nucléaires de Fukushima]]<br /> [[gl:Accidentes nucleares de Fukushima I]]<br /> [[hu:Fukusimai atomerőmű-baleset]]<br /> [[it:Incidente di Fukushima Daiichi]]<br /> [[ja:福島第一原子力発電所事故]]<br /> [[ko:후쿠시마 제1 원자력 발전소 사고]]<br /> [[ml:ഫുക്കുഷിമ I ആണവ അപകടങ്ങൾ]]<br /> [[ms:Kemalangan nuklear Fukushima I]]<br /> [[nl:Kernongeluk van Fukushima]]<br /> [[no:Fukushima-ulykken]]<br /> [[oc:Accident nuclear de Fukushima 1]]<br /> [[pl:Awaria elektrowni jądrowej Fukushima I]]<br /> [[ro:Accidentul nuclear de la Fukushima-Daiichi]]<br /> [[ru:Авария на АЭС Фукусима I]]<br /> [[sr:Несрећа у нуклеарној централи Фукушима 1]]<br /> [[sv:Fukushima-olyckan]]<br /> [[th:อุบัติเหตุนิวเคลียร์ฟุกุชิมะไดอิชิ]]<br /> [[tr:Fukuşima I Nükleer Santrali kazaları]]<br /> [[uk:Аварія на Першій Фукусімській АЕС]]<br /> [[vi:Sự cố nhà máy điện Fukushima I]]<br /> [[zh:福岛第一核电站事故]]<br /> [[zh-yue:福島第一核電廠核災]]</div> Docdrum https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Konkretion&diff=87565928 Konkretion 2011-04-11T08:37:32Z <p>Docdrum: Wikifiziert: Geode</p> <hr /> <div>{{Begriffsklärungshinweis|Konkretion als Begriff der Philosophie wird in [[Abstraktion#Ausgewählte Positionen der Philosophiegeschichte|Abstraktion]] und [[Konkretisierung]] behandelt}}<br /> <br /> {{Überarbeiten}}<br /> [[Datei:KopeCobbleOrdovicianKY.jpg|miniatur|Konkretion]]<br /> [[Datei:Schmelzschuppenfischkonkretion.jpg|miniatur|Versteinerter Schmelzschuppenfisch auf Schieferkonkretion]]<br /> Eine '''Konkretion''' ist eine unregelmäßige, häufig auch rundlich gestaltete [[Mineral]]masse, die in einem anders gearteten feinkörnigen [[Lockersediment|Sediment]] aus einer wässrigen, zirkulierenden [[Lösung (Chemie)|Lösung]] (Porenwasser) [[Sinter|ausgesintert]] &lt;!--oder durch Fällung [[Zement (Geologie)|zementiert]]--&gt; ist. <br /> <br /> Die Konkretion setzt an einem [[Kristallisation]]smittelpunkt an, meist bedingt durch einen anderen Chemismus und wächst allmählich nach außen weiter. Beispiele hierfür sind [[kreidezeit]]liche [[Feuerstein]]knollen im Kalk, [[Geode (Geowissenschaften)|Geoden]] im Ton und [[Löß]]kindel. Letztere, [[Karbonat]]konkretionen bis zu Ballgröße, werden auch in der [[Bodenkunde]] beschrieben. Dabei handelt es sich allgemein um unregelmäßig-rundliche, bis nussgroße Anreicherungen von [[Eisen]]- und [[Mangan]]oxiden, die sich unter Luftzutritt, in der [[aerob]]en Phase, in [[Gley]]- und [[Pseudogley]]böden ausbilden. Sie sind dunkelbraun bis schwarz und lösen sich meist wieder auf, wenn die [[anaerob]]e Phase wieder eintritt. Es kann aber auch zur Bildung von [[Raseneisenstein]] kommen.<br /> <br /> Bei der Bildung von Rissen und der nachfolgenden Ausfüllung der Risse mit neu gebildeten Mineralien entstehen [[Septarie]]n.<br /> <br /> == Beispiele == <br /> * [[Moeraki Boulders]], Neuseeland<br /> * [[Moqui-Marble]]s, Utah<br /> <br /> ==Literatur==<br /> *Walter David Keller: ''The Common Rocks and Minerals of Missouri''. University of Missouri Press 1961, ISBN 9780826205858, S. 66 ({{Google Buch|BuchID=haCztne87E4C|Seite=66|Linktext=eingeschränkte Online-Kopie|Land=US}})<br /> <br /> ==Weblinks==<br /> &lt;!-- auch Quelle--&gt;* Katz, B., 1998, [http://www.desertusa.com/mag98/oct/papr/geo_conc.html ''Concretions''] Digital West Media, Inc.<br /> <br /> [[Kategorie:Diagenese]]<br /> [[Kategorie:Petrologie]]<br /> [[Kategorie:Bodenkunde]]<br /> <br /> [[en:Concretion]]<br /> [[eo:Konkrecio]]<br /> [[ru:Конкреция]]</div> Docdrum https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nastran&diff=87447797 Nastran 2011-04-08T12:03:09Z <p>Docdrum: </p> <hr /> <div>Das Programmpaket '''NASTRAN''' (Kurzform für '''Na'''sa '''Str'''uctural '''An'''alysis System) wurde in den 1960er-Jahren von der US-Raumfahrtbehörde [[NASA]] als ein universell einsetzbares [[Finite-Elemente-Methode|Finite-Elemente-Programm]] entwickelt. Es ist in [[FORTRAN]] geschrieben und zeichnet sich durch eine offene Architektur mit der Möglichkeit, eigene Routinen einzubinden, aus. Es wurde ab Ende der 1960er-Jahre auch kommerziell vertrieben.<br /> <br /> Nastran ist ein reines Rechenprogramm (''Solver'') ohne die Möglichkeit der graphischen Interaktion und kommt daher meist nach einem ''Präprozessor,'' der die benutzerfreundliche Schnittstelle bildet, zum Einsatz. Die Eingabedateien sind reine Textdateien und daher auch zwischen verschiedenen Systemen austauschbar. Aufgrund seiner langen Geschichte und der damit verbundenen Reifung gilt Nastran als De-facto-Standard für FE-Berechungen in der Luft- und Raumfahrttechnik. Nastran ist für alle gängigen Plattformen im [[CAE]]-Bereich verfügbar.<br /> <br /> Die bekannteste Nastran-Version ist heute MSC.Nastran von [[MSC Software]]. Weitere Versionen sind NX Nastran von [[UGS Corporation|UGS]] (seit 2007 [[Siemens PLM Software]]), AI*NASTRAN von [[Schaeffer Automated Simulation]], und NEi Nastran von NEi Software (früher Noran Engineering, Inc). Hintergrund dieser Verzweigung in weitgehend funktionsidentische Versionen war eine langwierige Anti-Trust-Verhandlung mit dem Ergebnis der Offenlegung des Quellcodes 2002.<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> <br /> *[http://www.mscsoftware.com/products/msc_nastran.cfm?Q=396&amp;Z=422 MSC.Nastran]<br /> *[http://www.plm.automation.siemens.com/en_us/products/nx/simulation/nastran/index.shtml NX Nastran]<br /> *[http://www.nenastran.com/ NEi Nastran]<br /> <br /> [[Kategorie:NASA]]<br /> [[Kategorie:Numerische Mathematik]]<br /> [[Kategorie:Computer_Aided_Engineering]]<br /> <br /> [[en:Nastran]]<br /> [[es:Nastran]]<br /> [[fr:Nastran]]<br /> [[hi:नास्ट्रान]]<br /> [[ja:Nastran]]<br /> [[zh:NASTRAN]]</div> Docdrum https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nastran&diff=87447659 Nastran 2011-04-08T11:59:10Z <p>Docdrum: UGS -&gt; Siemens PLM</p> <hr /> <div>Das Programmpaket '''NASTRAN''' (Kurzform für '''Na'''sa '''Str'''uctural '''An'''alysis System) wurde in den 1960er-Jahren von der US-Raumfahrtbehörde [[NASA]] als ein universell einsetzbares [[Finite-Elemente-Methode|Finite-Elemente-Programm]] entwickelt. Es ist in [[FORTRAN]] geschrieben und zeichnet sich durch eine offene Architektur mit der Möglichkeit, eigene Routinen einzubinden, aus. Es wurde ab Ende der 1960er-Jahre auch kommerziell vertrieben.<br /> <br /> Nastran ist ein reines Rechenprogramm (''Solver'') ohne die Möglichkeit der graphischen Interaktion und kommt daher meist nach einem ''Präprozessor,'' der die benutzerfreundliche Schnittstelle bildet, zum Einsatz. Die Eingabedateien sind reine Textdateien und daher auch zwischen verschiedenen Systemen austauschbar. Aufgrund seiner langen Geschichte und der damit verbundenen Reifung gilt Nastran als De-facto-Standard für FE-Berechungen in der Luft- und Raumfahrttechnik. Nastran ist für alle gängigen Plattformen im [[CAE]]-Bereich verfügbar.<br /> <br /> Die bekannteste Nastran-Version ist heute MSC.Nastran von [[MSC Software]]. Weitere Versionen sind NX Nastran von [[UGS Corporation|UGS]] (seit 2007 [[Siemens PLM Software]]) AI*NASTRAN von [[Schaeffer Automated Simulation]], und NEi Nastran von NEi Software (früher Noran Engineering, Inc). Hintergrund dieser Verzweigung in weitgehend funktionsidentische Versionen war eine langwierige Anti-Trust-Verhandlung mit dem Ergebnis der Offenlegung des Quellcodes 2002.<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> <br /> *[http://www.mscsoftware.com/products/msc_nastran.cfm?Q=396&amp;Z=422 MSC.Nastran]<br /> *[http://www.plm.automation.siemens.com/en_us/products/nx/simulation/nastran/index.shtml NX Nastran]<br /> *[http://www.nenastran.com/ NEi Nastran]<br /> <br /> [[Kategorie:NASA]]<br /> [[Kategorie:Numerische Mathematik]]<br /> [[Kategorie:Computer_Aided_Engineering]]<br /> <br /> [[en:Nastran]]<br /> [[es:Nastran]]<br /> [[fr:Nastran]]<br /> [[hi:नास्ट्रान]]<br /> [[ja:Nastran]]<br /> [[zh:NASTRAN]]</div> Docdrum https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nastran&diff=87447429 Nastran 2011-04-08T11:52:22Z <p>Docdrum: NX-Nastran-Link; Kategorie CAE</p> <hr /> <div>Das Programmpaket '''NASTRAN''' (Kurzform für '''Na'''sa '''Str'''uctural '''An'''alysis System) wurde in den 1960er-Jahren von der US-Raumfahrtbehörde [[NASA]] als ein universell einsetzbares [[Finite-Elemente-Methode|Finite-Elemente-Programm]] entwickelt. Es ist in [[FORTRAN]] geschrieben und zeichnet sich durch eine offene Architektur mit der Möglichkeit, eigene Routinen einzubinden, aus. Es wurde ab Ende der 1960er-Jahre auch kommerziell vertrieben.<br /> <br /> Nastran ist ein reines Rechenprogramm (''Solver'') ohne die Möglichkeit der graphischen Interaktion und kommt daher meist nach einem ''Präprozessor,'' der die benutzerfreundliche Schnittstelle bildet, zum Einsatz. Die Eingabedateien sind reine Textdateien und daher auch zwischen verschiedenen Systemen austauschbar. Aufgrund seiner langen Geschichte und der damit verbundenen Reifung gilt Nastran als De-facto-Standard für FE-Berechungen in der Luft- und Raumfahrttechnik. Nastran ist für alle gängigen Plattformen im [[CAE]]-Bereich verfügbar.<br /> <br /> Die bekannteste Nastran-Version ist heute MSC.Nastran von [[MSC Software]]. Weitere Versionen sind NX Nastran von [[UGS Corporation|UGS]], AI*NASTRAN von [[Schaeffer Automated Simulation]], und NEi Nastran von NEi Software (früher Noran Engineering, Inc). Hintergrund dieser Verzweigung in weitgehend funktionsidentische Versionen war eine langwierige Anti-Trust-Verhandlung mit dem Ergebnis der Offenlegung des Quellcodes 2002.<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> <br /> *[http://www.mscsoftware.com/products/msc_nastran.cfm?Q=396&amp;Z=422 MSC.Nastran]<br /> *[http://www.plm.automation.siemens.com/en_us/products/nx/simulation/nastran/index.shtml NX Nastran]<br /> *[http://www.nenastran.com/ NEi Nastran]<br /> <br /> [[Kategorie:NASA]]<br /> [[Kategorie:Numerische Mathematik]]<br /> [[Kategorie:Computer_Aided_Engineering]]<br /> <br /> [[en:Nastran]]<br /> [[es:Nastran]]<br /> [[fr:Nastran]]<br /> [[hi:नास्ट्रान]]<br /> [[ja:Nastran]]<br /> [[zh:NASTRAN]]</div> Docdrum https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arbeiterdenkmal&diff=87163417 Arbeiterdenkmal 2011-04-01T11:42:36Z <p>Docdrum: typo</p> <hr /> <div>[[Bild:Rottland-tor2.jpg|thumb|Darstellung eines Sämannes am Tor vom ehemaligen Gut [[Rottland (Waldbröl)|Rottland]] als perfide Gegenüberstellung eines [[Sturmabteilung|SA]]-Mannes]]<br /> <br /> Ein '''Arbeiterdenkmal''' stellt einen Menschen dar, der mit einem [[Werkzeug]] oder sonstigem Arbeitsgerät als [[Arbeiter]] kenntlich gemacht wird. <br /> <br /> Meist werden aufgrund der Erkennbarkeit archaische Formen des Handwerks wie [[Schmied]] oder [[Landwirt|Bauer]] dargestellt. Im [[Nationalsozialismus]] und im [[Kommunismus]] wurde der ''Werkstätige'' besonders häufig [[monument]]al dargestellt.<br /> <br /> Arbeiterdenkmale befindet sich unter anderem in<br /> *Deutschland:<br /> **der [[Haarmannsbrunnen]] in Osnabrück<br /> **das [[Bauarbeiterdenkmal (Wiesbaden)]]<br /> *China:<br /> **auf dem [[Platz des Himmlischen Friedens]]<br /> <br /> Umgangssprachlich wird auch der z.B. auf einen [[Schippe]]nstiel gelehnte pausierende Arbeiter als ''Arbeiterdenkmal'' bezeichnet.<br /> ==Weblinks==<br /> {{commonscat|Statues of workers|Arbeiterdenkmal}}<br /> [[Kategorie:Liste (Denkmal)]]<br /> [[Kategorie:Arbeiterbewegung]]</div> Docdrum https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kleberit&diff=87163351 Kleberit 2011-04-01T11:40:31Z <p>Docdrum: /* Geschichte */ typo</p> <hr /> <div>'''Kleberit''' [Ti&lt;sub&gt;6&lt;/sub&gt;FeO&lt;sub&gt;13&lt;/sub&gt;·3 H&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;O] ist ein um 1963 von Steinike, Rohde und Bautsch entdecktes und beschriebenes,&lt;ref&gt;K. Steinike: ''Die Entdeckungsgeschichte des Kleberits im nordöstlichen Teil Deutschlands (1949–1990 Staatsgebiet der DDR)''. In: ''Geohistor. Blätter, Berlin''. Jg. 11, Nr. 1–2, 2008, {{ISSN|1436-3135}}, S. 113–128.&lt;/ref&gt; [[Akzessorien|akzessorisches]] [[Schwermineral]] aus [[Tertiärsediment]]en im östlichen Teil Deutschlands.<br /> <br /> Die Mineralbeschreibung wurde ohne Prüfung durch die [[International Mineralogical Association#CNMNC|CNMNC]] veröffentlicht und ist daher nicht offiziell als eigenständiges Mineral anerkannt sondern gilt als [[Hydroxidion|hydroxylhaltige]] [[Varietät (Mineralogie)|Varietät]] des [[Pseudorutil]].&lt;ref&gt;[http://rruff.geo.arizona.edu/doclib/mm/vol58/MM58_597.pdf Ian E. Grey, John A. Waits, Peter Bayliss: ''Mineralogical nomenclature: pseudorutile revalidated and neotype given''] (englisch, PDF 242,6 kB)&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Geschichte ==<br /> Über ein Jahrzehnt war der Kleberit Bestandteil der Erkundung auf Uranvorkommen und unterlag damit den strengen Geheimhaltungsbestimmungen des Zentralen Geologischen Instituts (ZGI) der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Unter Umgehung der restriktiven Sicherheitsbestimmungen des ZGI wird der Kleberit 1978 unter Federführung der [[Humboldt-Universität zu Berlin]] mit ergänzenden Daten veröffentlicht. 1994 wird der „Kleberit“ von der IMA (CNMNC) diskreditiert und durch „hydroxylian pseudorutile“<br /> [Fe&lt;sub&gt;2-x&lt;/sub&gt;&lt;sup&gt;3+&lt;/sup&gt;Ti&lt;sub&gt;3&lt;/sub&gt;O&lt;sub&gt;9-x&lt;/sub&gt;(OH)&lt;sub&gt;3x&lt;/sub&gt;] ersetzt&lt;ref&gt;[http://demo.lapis.de/index.php?format=html&amp;sobi2Task=sobi2Details&amp;catid=9&amp;sobi2Id=15069&amp;Itemid=110&amp;option=com_sobi2&amp; lapis.de - Kleberit, diskreditiert (= Pseudorutil-Var)]&lt;/ref&gt;. Ein Versuch der Nomenklaturkommission der IMA zur Klärung von Identität oder Nicht-Identität der beiden Minerale blieb wegen der etwa zeitgleichen politischen Veränderungen in Deutschland in dieser Zeit erfolglos.<br /> <br /> == Vorkommen ==<br /> Die bekannten deutschen Vorkommen befinden sich im östlichen Teil Deutschlands.&lt;ref&gt;K. Steinike: ''Die Entdeckungsgeschichte des Kleberits im nordöstlichen Teil Deutschlands (1949–1990 Staatsgebiet der DDR)''. In: ''Geohistor. Blätter, Berlin''. Jg. 11, Nr. 1–2, 2008, {{ISSN|1436-3135}}, S. 123.&lt;/ref&gt;<br /> <br /> == Literatur ==<br /> Ausführlichere Informationen zum aktuellen Stand 2008 finden sich in den folgenden Veröffentlichungen:<br /> <br /> * K. Steinike: ''Die Entdeckungsgeschichte des Kleberits im nordöstlichen Teil Deutschlands (1949–1990 Staatsgebiet der DDR)''. In: ''Geohistor. Blätter, Berlin''. Jg. 11, Nr. 1–2, 2008, {{ISSN|1436-3135}}, S. 113–128.<br /> * K. Steinike, Th. Kaemmel: ''Kleberit – Pseudorutil/Hydroxyl-Pseudorutil – zwei Welten – zwei Namen – ein Mineral?''. In: ''Geohistor. Blätter, Berlin''. Jg. 11, Nr. 1–2, 2008, {{ISSN|1436-3135}}, S. 1–8.<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> * [http://www.physik.tu-dresden.de/isp/nano/pdfs/DGKHeft32.pdf K. Steinike, G. Rohde, H.-J. Bautsch: ''Zur Entdeckung des Minerals Kleberit''] (PDF 7,8 MB; S. 11) Deutsche Gesellschaft für Kristallographie e.&amp;nbsp;V.<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references /&gt;<br /> <br /> [[Kategorie:Varietät (Mineralogie)]]<br /> <br /> [[it:Kleberite]]</div> Docdrum https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Grailknights&diff=87085407 Grailknights 2011-03-30T11:49:59Z <p>Docdrum: formatiert</p> <hr /> <div>{{Infobox Band<br /> |Bild =<br /> |Bildbeschreibung =<br /> |Name = Grailknights<br /> |Gründung = 2002&lt;ref&gt;[http://www.undergroundbands.de/index.php?cat=interviews&amp;id=127 Interview im Metallic-Zine]&lt;/ref&gt;<br /> |Auflösung = <br /> |Genre = [[Melodic Death Metal]]/[[Power Metal]]/[[Fun Metal]]<br /> |Website = http://www.grailknights.de/<br /> |Besetzung1a = Mac Death<br /> |Besetzung1b = Gesang, Bass<br /> |Besetzung2a = Sir Optimus Prime<br /> |Besetzung2b = Gesang, Gitarre<br /> |Besetzung3a = Lord Lightbringer<br /> |Besetzung3b = Gesang, Gitarre<br /> |Besetzung4a = Baron van der Blast &lt;small&gt;(seit 2010)&lt;/small&gt;<br /> |Besetzung4b = Schlagzeug<br /> |Ehemalige1a = Duke of Drumington &lt;small&gt;(2002–2010)&lt;/small&gt;<br /> |Ehemalige1b = Schlagzeug, Gesang<br /> |Ehemalige2a = Sovereign Storm &lt;small&gt;(kurzzeitig als Vertretung für Lord Lightbringer)&lt;small&gt;<br /> |Ehemalige2b = Gitarre, Gesang<br /> }}<br /> [[Datei:Grailknights_Mac_Death_2010.jpg|thumb|250x250px|Mac Death (2010)]]<br /> [[Datei:Grailknights_Sir_Optimus_Prime_2010.jpg|thumb|250x250px|Sir Optimus Prime (2010)]]<br /> [[Datei:Grailknights_Lord_Lightbringer_2010.jpg|thumb|250x250px|Lord Lightbringer (2008)]]<br /> [[Datei:Grailknights_Baron_van_der_Blast_2010.jpg|thumb|250x250px|Baron van der Blast (2010)]]<br /> Die '''Grailknights''' sind eine Band aus [[Hannover]], die ein Gemisch aus [[Melodic Death Metal]] und [[Power Metal]] spielen.<br /> <br /> == Geschichte ==<br /> Die Band wurde Ende 2002 von Musikern aus [[Wunstorf]] und [[Hannover]] unter dem Namen ''Galactic Grailknights'' gegründet. Nach einigen lokalen Auftritten wurde 2004 das erste in Eigenproduktion entstandene Album ''Across the Galaxy'' veröffentlicht, das Wort „Galactic“ war hier bereits aus dem Bandnamen verschwunden. Es folgten Konzerte in ganz Norddeutschland. Das zweite Album ''Return to Castle Grailskull'' war zu diesem Zeitpunkt schon fast fertiggestellt, und kam im Jahr 2006 in den Handel. Am 24. Juni 2008 erschien die dritte Platte ''Alliance'', die anfangs nur über die Homepage der Band zu erwerben war.<br /> <br /> Im Herbst 2008 haben die Grailknights die schwedische Powermetal-Band [[Sabaton]] als Vorband auf ihrer Europatournee begleitet.<br /> <br /> Im November 2009 gingen die Grailknights zum ersten Mal als Headliner auf Europatournee, unterstützt wurden sie hierbei von der amerikanischen [[Power Metal]] Band Zandelle. Neben einigen Auftritten in Deutschland trat die Band auch in [[Dänemark]], [[Polen]] und [[Belgien]] auf.<br /> <br /> Im Februar 2010 gab die Band bekannt, dass der Schlagzeuger Duke of Drumington die Band verlässt. Am 10. März 2010 wurde der neue Schlagzeuger bekanntgegeben, es ist der Baron van der Blast. <br /> Am 16. Dezember 2010 erschien die erste Live-DVD der Band, betitelt 'At the gates of Grailham City'.<br /> <br /> Am 04. März 2011 gab die Band bekannt, dass Lord Lightbringer die Band im April verlassen wird. Als Ersatz tritt Sovereign Storm an seine Stelle, welcher bereits als Ersatz für Lord Lightbringer tätig war.<br /> <br /> == Konzept ==<br /> Der ewige Kampf von Gut gegen Böse ist der Kern des Konzeptes der Band, das in Grundzügen an [[Masters of the Universe]] erinnert. So führen die Knights ihre ewigen Schlachten gegen Dr. Skull von Castle Grailskull, ihrer heimatlichen Burg in Grailham-City, aus. Sie selbst treten dabei in bunten Superheldenkostümen bzw. &quot;Superheldenrüstungen&quot; auf, inklusive aufgemalter Gesichtsmaske als Parodie auf [[Corpsepaint]]. Im Gegensatz zum [[Black Metal]] dominieren bei der Bemalung und Bekleidung der Grailknights nicht schwarze und weiße Farben, sondern vielmehr individuelle Farben für jedes Mitglied der Band: Rot/Schwarz (Mac Death), Blau/Rot (Lord Lightbringer), Schwarz/Grün (Sir Optimus Prime), Gelb/Schwarz (Duke of Drumington) und Violet/Silber (Sovereign Storm). <br /> Seit der Battlechoir Reinforcement Tour in 2009 tragen die Grailknights nahezu einheitliche Anzüge - Mac Death in Schwarz/Rot, Lord Lightbringer in Schwarz/Blau, Sir Optimus Prime in Schwarz/Grün und Baron van der Blast trägt Schwarz/Gelb, wobei die Farbe schwarz jetzt im Vordergrund steht und nur noch das Corpsepaint, der Umhang und das persönliche Logo die spezielle Farbe trägt.<br /> <br /> Durch ihre Superheldenkostüme und selbstironisches Auftreten hebt sich die Band stark vom sonst eher düsteren Heavy Metal ab. Da trotzdem die gängigen Klischees wie das der heroischen Krieger verwendet werden, wird die Band von einigen als eine Persiflage auf das Metal-Genre verstanden.<br /> <br /> Die Konzerte werden humorvoll als epische Schlachten inszeniert. Meist hat Dr. Skull den [[Der heilige Gral|heiligen Gral]] der Grailknights gestohlen und im Laufe des Konzertes wird dieser von der Band zurückerobert. Dabei tauchen auf der Bühne diverse für beide Seiten kämpfende Nebenfiguren auf. Das Publikum, von der Band als ''Battlechoir'' (Schlachtchor) bezeichnet, wird aktiv durch anfeuernde Reden, kleinere Geschichten und Gags in die Schlacht integriert. Der Schlachtruf lautet: „''Grailknights Battlechoir''“ und das Publikum antwortet im Chor: „''Yes Sire!''“.<br /> <br /> Zudem hat die Band immer wieder kleinere Geschichten rund um die Gralssuche gestrickt, wie z.B. Grail TV, mit dem in der Fan-Szene inzwischen berühmt gewordenen Mohrrübenmann (Episode 3).<br /> <br /> == Charaktere ==<br /> === Band ===<br /> * Mac Death<br /> * Sir Optimus Prime<br /> * Lord Lightbringer<br /> * Baron van der Blast<br /> <br /> === Verbündete ===<br /> * Battlechoir<br /> * Zapf Beauty die Bierstute<br /> * Mohrrüben-Mann ([[Reinigungskraft|Putze]] der Grailknights)<br /> <br /> === Widersacher ===<br /> * Dr. Skull<br /> * Morph the swarf<br /> * Urks (ein Drache)<br /> * Professor Pain<br /> * Cyborg Skull<br /> <br /> == Diskografie ==<br /> <br /> === Studio Alben ===<br /> * 2004: Across The Galaxy<br /> * 2006: Return To Castle Grailskull<br /> * 2008: Alliance<br /> <br /> === DVD ===<br /> * 2010: Live at the Gates of Grailham City<br /> <br /> === Videos ===<br /> * Dezember 2004: Trailer - Across The Galaxy<br /> * Dezember 2007: Moonlit Masquerade<br /> * Juni 2008: Tranquility's Embrace<br /> <br /> == Einzelnachweise ==<br /> &lt;references/&gt;<br /> <br /> == Weblinks ==<br /> {{Commonscat|Grailknights}}<br /> * [http://www.grailknights.de Offizielle Homepage]<br /> * [http://www.myspace.com/grailknights Grailknights auf MySpace]<br /> * [http://www.youtube.com/user/Grailpod Grailknights youtube-Kanal]<br /> * [http://www.metalviecher.de/index.php?option=com_bandprofile&amp;task=showBand&amp;id=1&amp;Itemid=284 Fotos und Interviews auf Metalviecher.de]<br /> &lt;!-- Bitte nicht das Forum eintragen, siehe Richtlinien auf [[Wikipedia:Weblinks]] --&gt;<br /> <br /> [[Kategorie:Melodic-Death-Metal-Band]]<br /> [[Kategorie:Deutsche Band]]<br /> <br /> [[en:Grailknights]]<br /> [[pl:Grailknights]]</div> Docdrum